Montag, 10. Oktober 2016

Erzbistum Köln lädt Computerfreaks zur kostenlosen Mitarbeit ein - Grenzt das "Hackathon" an Ausbeutung?

Kann sein, dass ich das
gaaanz falsch sehe, dann bin ich selbstverständlich sofort dabei, um Entschuldigung zu bitten; man möge mich also bitte ggf. korrigieren.
Um was es geht: Das Erz-
bistum Köln lädt für zwei-
einhalb Tage zu einem "Hackathon" ein - das ist
eine Veranstaltungsform für Computerfreaks ( Liste aktueller "Hackathon"-Treffen ---> HIER !), bei der die Teilnehmer innerhalb kurzer Zeit in Gruppen tolle Ideen zu einem vom Veranstalter vorgegebenen Thema austüfteln sollen. Zum vom Erzbistum Köln ausgeschriebenen Treffen
lese man zuerst einmal den Artikel bei "katholisch.de" ---> HIER !
Es mag ein paar Leser vielleicht verblüffen, aber auch ich halte solche Brainstorming-Treffen, egal ob digital oder auch einfach nur mit her-
kömmlichem kreativen Nachdenken, durchaus für sinnvoll. Die Kirche kann die Ideen und den Sachverstand von Experten durchaus dringend gebrauchen...

Was mir aber etwas aufstößt:  Während man vom Erzbistum kürzlich z.B. für die "Light-Show" im Kölner Dom schlappe 300.000 Euro ausgegeben hat (man lese meinen "giftigen" Artikel darüber ---> HIER !),  müssen die jungen Leute, die demnächst am "Hackathon" teilnehmen, nicht nur auf eigene Kosten anreisen und für ihre Unterbringung sorgen;
es gibt auch noch einige wenige Preise für die Sieger zu gewinnen, die im Vergleich zur Light-Show geradezu lächerlich sind, zweimal 200 Euro, einmal 500 Euro, einmal 1.000 Euro). - Klar, die jungen Leute machen
das ja freiwillig und es macht ihnen großen Spaß, an solchen Treffen mitzumachen, aber ist es wirklich fair, ihre Ideen dankbar aufzunehmen und sie dann mit einem Taschengeld abzuspeisen, wenn überhaupt... 

Ich nehme an, die am kommenden "Hackathon" beteiligten Firmen erhalten da deutlich mehr...
Die Internetseite des Kölner Treffens ---> HIER ! 

Hinweis:  Ein Leser bat mich per E-Mail um die Klarstellung, dass die Light-Show die Kirchensteuerzahler "nur" 50.000 Euro gekostet habe, der Rest sei durch Spenden finanziert worden. Das ist bekannt, aber dennoch hätte man für 300.000 gesammelten Euro z.B. vielen Flüchtlingen und Obdachlosen helfen können... -  Es geht ja auch hier nur darum, wie "geizig" das Erzbistum jetzt auf einmal ist. 

Kommentare:

  1. Ich fürchte, beim Erzbistum Köln hat der KREUZKNAPPE
    jetzt verschissen bis in die Steinzeit...!
    Sie sollten lobhudeln wie "katholisch.de" - Vielleicht
    üben Sie das noch mal mit den "Bravo!"-Rufen?!
    Interessant ist ja auch, wer in der Jury für die Preis-
    verleihung sitzt,
    z.B. Pfr. Norbert Fink, dessen Qualifikation u.a.
    darin besteht, der Priester für die Trauung von
    Daniela Katzenberger gewesen zu sein...

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  2. Warum muss das sein, dass katholische Tradi-Blogger
    wie Sie der eigenen Kirche immer wieder ans Bein pinkeln?
    Die Idee von Köln ist gut, und die Computer-Freaks tun
    das freiwllig und zu ihrem Vergnügen.
    Was ist daran bitte falsch?
    Oder kassieren Sie als Blogger größere Summen?

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  3. Klar machen das die Computerfreaks,
    weil es ihnen Spaß macht, weil sie dadurch Bestä-
    tigung kriegen und weil sie Kumpels treffen.
    Trotzdem ist es ein Armutszeugnis für das Erzbistum,
    dass diese Helfer auf ihren Kosten selber sitzen
    bleiben, denn das Erzbistum ist ja schließlich der
    Nutznießer der Aktion!

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    1. Solche Ausbeutung gehört zu den Prinzipien der
      katholischen Kirche, um jede Menge Geld zu machen.
      Erkundigen Sie sich doch mal bei den Ehrenamtlichen
      in einer x-beliebigen Pfarrei, wie mühsam bis un-
      möglich es ist, Hilfsdienste für die Kirche zumindest
      zum Teil finanziert zu bekommen!
      Da werden die Kirchen geputzt und dabei z.T. noch
      die Putzmittel privat spendiert, da werden täglich
      etliche Kilometer in privaten PKW gefahren,
      da werden viele Dienste übernommen - und dafür gibt
      es, wenn es hoch kommt, irgendwann mal ein Lob vom
      Pfarrer, einen feuchten Händedruck und evtl. sogar
      einen Blumenstrauß...

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  4. Haben Sie den super Artikel von Prof. Wolfgang Ockenfels gelesen auf kath,net
    Der erklärt vieles

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  5. Ich kann Leser "Bimbam"
    leider nur zustimmen!
    Meine Mutter, die leider voriges Jahr ganz plötzlich
    verstarb, hat bis kurz vor ihrem Tod den Kirchputz
    gemacht und nur selten einen Dank dafür bekommen.
    Und Geld hat sie sowieso nie bekommen.

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    1. Simon N, Ihre Mutter hat das gewiss aus Liebe getan.
      Bei Gott wird sie gewiss überreich dafür belohnt werden.

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