Donnerstag, 27. Oktober 2016

Evangelische Christen sind religiös ziemlich schlecht informiert, meint ein Theologe...

...und bezieht sich dabei konkret darauf, dass seine evangelischen Glaubensbrüder nur sehr wenig über Martin Luther wüssten.
 Wie man in einem Artikel bei "katholisch.de" aktuell unter Bezug auf die "WELT" nach-
lesen kann, findet der Theologe bzw. Religionssoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack, die Evangelischen hätten "kaum eine Ahnung von den Grundanliegen Martin Luthers".
Auch die Kirchenbindung sei bei den Evangelischen deutlich geringer als bei den Katholiken.  Nur noch eine ganz kleine Minderheit kenne über-
haupt noch die Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Lehre. ---> HIER !

Bereits im Mai 2015 wurde über seine Studie über "Religion in der Moderne"  berichtet, deren Untersuchungen belegten, dass die Menschen nicht etwa dem Gottesdienst fern blieben, weil sie "die Predigt doof" fänden, sondern sie wollten schlicht und einfach sonntags ausschlafen.
Der Trend des Bedeutungsrückgangs der Kirchen sei unumkehrbar,
weil die Menschen eigentlich gar nicht unzufrieden mit der Kirche seien, sondern die Religionsausübung sei ihnen schlicht und ergreifend einfach gleichgültig...  ---> HIER !

Ich ergänze mal mit anderen Worten:  Die Kirchen können sich die Anstrengungen, dem Zeitgeist mit allerlei "Events" hinterher zu hecheln, demnach eigentlich sparen. Auf Dauer locken sie damit kaum jemand hinter dem Ofen hervor - und vergraulen sich sogar noch die Stamm-
kunden...
 

Kommentare:

  1. Ich lese zum ersten Mal von den Untersuchungen
    dieses Religionssoziologen und bin einigermaßen er-
    staunt, dass dies in unseren katholischen Amtsstuben
    weitestgehend unterschlagen wurde.
    Uns betrifft die wesentliche Aussage ebenso, dass die
    Gelegenheitsgläubigen eigentlich gar nicht umzufrieden
    sind, sondern einfach zu faul und zu gleichgültig.
    Da stellt sich so manche Aktion und Geldausgabe
    dann doch in einem völlig neuen Licht dar.
    Was nicht heißen soll, dass man nun die Hände sowieso
    in den Schoß legen kann,
    aber man kann sich so manches Geld und so manchen
    Zeitaufwand und personellen Kräfteverschleiß ersparen.

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  2. Es handelt sich wohl um die Ökumene
    der Ahnungslosigkeit, denn bei den Katholiken
    ist es auch nicht viel besser, wenn überhaupt.
    Meine inzwischen 78 Jahre alte Oma sagt immer,
    wenn die Rede auf die Lage der Kirche kommt:
    "Den Menschen heute geht es einfach zu gut, da brauchen
    sie keinen Herrgott mehr. Wenn es ihnen dreckig geht,
    kommen sie wieder angekrochen!"

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