Mittwoch, 12. Oktober 2016

Kindergarten: Bloß keine Adventsfeier - es sind schließlich auch muslimische Kinder bei uns !?

Man wird leider davon aus-
gehen müssen, dass der jetzt medial hochgewirbelte Fall eines Kindergartens nur die Spitze des berühmten Eisberges ist, wenn man die vorauseilend politisch korrekte Vermeidung von christlichem Brauchtum in Kindergärten und Schulen betrachtet.
Ostereier werden zu "Früh-
lingskugeln"
, und Sankt Martin wird zum "Sternenfest", wie meine Leser wissen ---> HIER und HIER !  -- Dabei sollte man allerdings nicht aus dem Blick verlieren, dass solche Auswüchse ingesamt sicher nicht die Mehrheit sind. Derzeit ist die Kindertagesstätte "Sara-Nussbaum-Haus" in Kassel für die Medien zum Objekt der Begierde geworden, weil vor Ort heftig diskutiert wird, ob vor-
weihnachtliche Bräuche in einen Kindergarten gehören oder nicht. Die Nachrichtenlage ist dabei ziemlich verwirrend, und ich maße mir nicht an, da wirklich durchzublicken. 

Angeblich sehe der Bildungsplan vor, dass keine religiöse Unterweisung stattfinden dürfe, betont ein Sprecher der Stadt, aber was genau ist dabei "religiös"? 
Originellerweise haben diejenigen, die als Grund für die (übertriebene) Rücksichtnahme angegeben werden, offenbar überhaupt keinen Bedarf daran, denn die Türkischen Elternverbände lassen verlauten, man habe kein Problem mit solchen Feiern in Kindergärten.
Wie es scheint, ist man sich in Kassel untereinander auch nicht so ganz einig, was Aussagen der Stadt und des Kindergartens betrifft, wie die Internetseite "mimikama" aufgedeckt hat. 
Man schaue nur mal ---> HIER und HIER und HIER und HIER !
Also "kultursensibel" sollen wir jetzt alle sein, das wissen wir immerhin schon mal. Frage:  Wenn man der eigenen christlichen Kultur gegenüber sensibel ist, gilt das dann auch...?  Oder bräuchte man sicherheitshalber noch die Unterschriften von mindestens zehn türkischen Eltern?   

Kommentare:

  1. Da gibt es viele Beispiele,
    wo sich Kindergärten durch vorauseilenden Gehorsam
    lächerlich gemacht haben, und Politiker übrigens auch.
    Da wir in der Pfarrei mal darüber gesprochen haben,
    sind mir ein paar Beweis-Links noch gespeichert:

    http://www.derwesten.de/region/warum-einige-kitas-sankt-martin-grundlos-lichterfest-nennen-id11251485.html

    https://www.welt.de/vermischtes/article148542872/Die-Angst-vor-der-Diskriminierung-durch-Sankt-Martin.html

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/sankt-martin-duesseldorf-lichterfest-stoesst-auch-bei-migranten-auf-skepsis-aid-1.5521850

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/das-ging-voll-nach-hinten-los-sankt-martin-linke-bedauert-eigentor/9032356.html

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  2. Ordinariatsgeschädigter12. Oktober 2016 um 16:50

    Das kommt davon, dass die Kirche Kindergärten
    aus der Hand gegeben hat!
    Dann sollte man auch jetzt nicht meckern, denn wo
    bleibt das kirchliche Engagement?
    Bei einem Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft
    hätte man doch ganz andere Möglichkeiten, christliche
    Themen zu besprechen.

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    1. Vorsicht! Man kann nicht beides wollen: mit Benedikt eine entweltlichte Kirche "der Armut und Einfachheit", zugleich aber eine Kirche, die teure "Einrichtungen" wie KiGas, Krankenhäuser oder Altenheime betreibt. Man muss sich entscheiden, welche Kirche man will.
      Will man Einrichtungen betreiben, kann man nicht mit Ratzinger gegen die Kirchensteuer losziehen.

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