Mittwoch, 5. Oktober 2016

Linkskatholische Schnappatmung ist garantiert: Kardinal Sarah hat wieder was gesagt!

Wir erinnern uns an die helle Aufregung,
als Kardinal Sarah im Sommer seine Gedanken über eine würdig gefeierte Heilige Messe und über die ideale Zelebratonsrichtung äußerte.
In Deutschland gingen gewisse Katholiken gleich an die Decke. ---> HIER !

Doch das Schubladendenken setzte sich nicht flächendeckend durch; es gab auch aus dem Lager der "Reformer" einige nachdenkliche Stimmen, die zum Erstaunen mancher Leser mit den Ideen des afrikanischen Kardinals ein Stück weit liebäugelten (man achte bei den verlinkten Artikeln auch auf die Leser-
kommentare!)
---> HIER
und HIER !

Nun hat er doch tatsächlich wieder was gesagt zum Thema Gottesdienst; das kann ja nicht gut gehen...   ---> HIER !

Kommentare:

  1. Also ich denke der Kardinal hat recht, allerdings kommen seine Einwände was den Lärm und das Gedöns vor, während und nach den Gottesdiensten hierzulande angeht, gefühlt Lichtjahre zu spät. Da ist wohl nicht mehr viel zu retten. In unserem Bistum (Münster) gehen 90% der getauften Katholiken in keine Sonntagsmesse mehr. Wenn sich unser Bischof der Meinung des Kardinals anschließen könnte, würden die übrig gebliebenen 10% einen solchen Lärm machen....wo wir wieder beim alten Problem wären.

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  2. Geschickt hat er das gemacht, der Obertradi KREUZKNAPPE!
    Jeder, der dagegen argumentiert, ist automatisch ein böser,
    böser "Linkskatholik"!
    Letzten Endes zeigt der Blogger damit nur, wie überheblich
    er ist und wie wenig Respekt er vor anderen Meinungen hat.
    Aber das ist ja nichts Neues...

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  3. Der Kardinal empfiehlt mehr Stille.
    Da bin ich auch dringend dafür. Er sollte einfach
    mal den Mund halten, statt uns immer wieder belehren
    zu wollen, was wir im Gottesdienst zu tun und zu
    lassen haben. Langsam wird's echt nervig.

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  4. Wenn es in Afrika und bei uns keinen anderen Probleme mehr gibt, bin ich bereit darüber nachzudenken, ob man einen Gottesdienst nicht in völliger Stille abhalten sollte. Stimmt schon, das Orgelgedröhne und der Kirchenchor können ganz schön nerven. Ob man auch die Verkündigung gleich pantomimisch gestalten sollte, wäre natürlich auch zu überlegen. Heißt Logos nicht auch Stille?

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  5. Mich würde interessieren, ob es anderen Lesern
    hier im Blog auch so geht:
    Bei vielen Sonntagsmessen wird 50 - 55 Minuten lang
    ständig "Programm" (pardon!)geboten, ein Text jagt
    den nächsten, sofort wieder ein Lied, dann wieder eine
    Lesung oder eine Einführung in einen Text.
    Ständig wird man berieselt; ich vermisse in der Tat
    die Stille, die Gelegenheit zum "Verdauen" und zum
    stillen Gebet.

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  6. Wir haben z.B. bei Exerzitien immer wieder die
    Erfahrung gemacht, dass Teilnehmer sich unwohl fühlten,
    wenn sie eine gewisse Zeit in vollkommener Stille ver-
    bringen sollten. Stille ist für viele "moderne" Menschen
    etwas Beängstigendes, weil sie dann nicht mehr abgelenkt
    sind und sich ihren Lebensfragen stellen müssen.
    Radios und Fernseher laufen bei vielen den halben Tag,
    und dann ist es fast ein "Kulturschock", wenn in der Kirche
    ein paar Minuten geschwiegen wird. Das bekommt man auch ge-
    sagt, wenn man eine "zu lange" Pause eingelegt hat bis
    zum nächsten Gebet oder Lied.

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  7. "Stille Messen" hatten wir früher,
    und diese Zeiten sind gott sei Dank vorbei!
    Wer es still haben will, der kann das gerne an
    155 Stunden in der Woche für sich privat so ein-
    richten.
    Aber in der Feier der Eucharistie sind wir zusammen-
    gekommen, um Gott zu loben und zu danken, um sein
    Wort zu hören und gemeinsam sein Gedächtnis zu feiern.
    Das geht nunmal nicht als Stummfilm.
    Kardinal Sarah sollte aufhören, ständig auf solchen
    Formalien herumzureiten, damit treibt er ungewollt auch
    noch die letzten deutschen Katholiken aus der Kirche
    hinaus.

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    1. Formalitäten werden heute leider unterschätzt. Und Liturgie wird fälschlicherweise als reine Formsache angesehen. Jede Verbeugung, jedes Ausharren, jede Geste ist ein Gebet des Körpers, eine Chance sich selbst als Geschöpf Gottes zu erfahren. Das können Sie bei ganz "modernen" wie auch bei ganz "alten" Autoren lesen.

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    2. Interessant ist, daß Sie Gott nur die Kleinschreibung gönnen ...

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  8. @Leutesdorfer
    Ich denke nicht, dass jemand die Kirche verlässt, weil es dort still ist. Wenn es wirklich so ist, dass die letzten deutschen Katholiken wegen Kardinal Sarah dem Gottesdienst fernbleiben, dann würden die auch nicht kommen, wenn er dort Samba tanzen würde.

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  9. So viel ich auch gegen dieses Kardinals Statements
    ansonsten (teils vehement) haben mag,
    hier gehe ich mal mit ihm d´accord:

    "Trotzdem … wollen einige, "dass alles in der Liturgie sofort verständlich, rational, horizontal und menschlich sei. Aber auf diese Weise riskieren wir, das heilige Geheimnis auf gute Gefühle zu reduzieren."

    Ich (subjektiv) mag keine von subjektiven Einlagen,
    von Gefühlsgedöhns und -tralala geprägte Messe/Liturgie,
    sondern eine normgerechte, "objektive"
    und damit relativ nüchterne Feier,
    einschließlich kurzer Stille-Momente.
    Erst so ist es für mich eine "heilige" Feier.
    (Allerdings sollten die Liturgen nicht kühl-routiniert sein,
    sondern mit Herzblut dabei,
    zugleich ganz natürlich und unverkrampft, nicht abgedriftet,
    keine devoten, säuselnden Frömmler
    und auch bloß nicht salbungsvoll-pathetisch.

    Nicht, dass ich kein emotionaler Mensch wäre,
    nicht, dass im Rahmen einer solchen Liturgie
    Emotionen keinen Platz hätten
    (z. B. ein würdevolles Ambiente
    oder ein feierliches Te Deum in weihrauchgeschwängerter Kirche
    unter Glockengeläut kann bei mir schon ein Gänsehautfeeling auslösen),
    ebenso nicht (bzw. überhaupt nicht), dass der persönliche/subjektive,
    auch gefühlsmäßige innere Mitvollzug fehlen sollte –
    aber für mich persönlich ist eine als Gefühlsspektakel verpackte Liturgie/Messe einfach nichts.

    Hiiilfe, bin ich jetzt ein Rechtskatholik?

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    1. Respekt, Sie überraschen mich,
      das hätte ich nicht von Ihnen erwartet!

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    2. Tja, Herr Becher,
      das kaufe ich Ihnen voll ab ;-).

      Umgekehrt überraschen Sie mich
      mit Ihrer Reaktion gar nicht. Denn:
      Ohne mir selbst hellseherische Fähigkeiten
      zuschreiben zu wollen, da lasse ich lieber
      meinen Bauch sprechen,
      habe ich – ungelogen! –
      schon beim Verfassen meines Kommentars
      bauchmäßig haargenau mit einer solchen Reaktion
      und zwar ganz speziell von Ihnen gerechnet
      (und dabei in mich reingegrinst).

      Froh wäre ich, wenn umgekehrt
      Sie hier auch mal Anlass für eine solche Reaktion wären,
      dass sich also sagen ließe:

      "Respekt, Herr Becher, Sie überraschen mich,
      das hätte ich nicht von Ihnen erwartet!"

      Für mich und Sie und … und … ein paar Zeilen aus einem Song von "Fettes Brot":

      "Wir können auch anders!
      Lässt du dich auch von dem Schubladendenken beschränken?

      Wir sind hier, hier, hier und hier
      Wir sind in jeder Schublade …
      Wir können auch anders!

      Kreativität entsteht durch Bewegung,
      Zerlegung alter Regeln, durch neue Überlegung …

      Du und deine heile Welt, wie aus dem Ei gepellt,
      …Seit Jahren festgefahren …
      doch ich kann das auch anders!

      Denn eingeschränkt zu leben ist ungesund
      Und ist jemand der Meinung, uns zu gut zu kennen,
      sei sicher, dass wir auch anders können!"


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    3. Herr Becher ist, wie hier schon einmal festgestellt wurde, ein sog. "Putin-Troll". Er gehört zu denen, die (möglicherweise vom Kreml gesponsert) im Netz überall Ergebenheitsadressen an Rußland absetzen. Die 5. Kolonne Moskaus.

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    4. LESER McCarthy ist,
      wie sein Name schon zeigt, von einer fremden
      Macht gesteuert, um dem deutschen Volk Schaden
      zuzufügen und es für den US-Geheimdienst besser
      ausspionieren zu können. Möglicherweise wird er
      vom CIA bezahlt.
      (Anmerkung: Das ist selbstverständlich nur
      ironisch gemeint.)
      Und im Klartext: Was mich betrifft, so weise ich
      seine Verleumdungen schärfstens zurück.

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  10. Die Frage, ob nicht gerade die allgemeine Umtriebigkeit in den Gottesdiensten ein Problem sein könnte, stellt sich hier im Forum keiner. Stattdessen wird auf den Autor herumgedroschen, auf Tradis, die Tradition und schließlich auf den Kardinal. Erstaunlicherweise haben die "stillen Messen", die den modernen Menschen erdrückende, peinliche und unheimliche Stille und die "unzugänglichen Riten" oder was sonst noch eingewendet wurde oder werden könnte über fast zweitausend Jahre dafür gesorgt, daß die Menschen mit Gott in gutem Kontakt geblieben sind. Nun, wo alles so menschlich, gemeinschaftlich und zeitgemäß wurde, sind nun die Menschen fortgeblieben.
    Es ist verräterisch, wenn man auf den Aufstand der letzten zehn Prozent hinweist. Jede Form von Frömmigkeit, die den Burgfrieden der Kirchenabwickler stört, hat gefälligst zu unterbleiben. Wo bleibt den dan die vielbeschworene "Pluriformität"? Es geht nicht um Evangelisierung oder Gottesverehrung! Wie wollen, das alles so bleibt, wie es ist.
    Nun frage ich mich, wer hier die Tradies sind.

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  11. ZITAT: "Die Frage, ob nicht gerade die allgemeine Umtriebigkeit in den Gottesdiensten ein Problem sein könnte, stellt sich hier im Forum keiner."

    @Laurentius
    Für mich ist diese Frage beantwortet, deswegen stelle ich sie auch nicht mehr. Diese von ihnen beschriebene Umtriebigkeit ist längst kein Problem mehr, sondern hat mit einem Nichtvorhandensein der Verkündigung in der Pastoral, die Früchte eingefahren, die sie wohl nicht erwartet hätten. Den massenhaften Exodus der Gläubigen aus den Gottesdiensten landauf landab. Ob die 90% der Katholiken, die keine Sonntagsmesse mehr besuchen, hier Stille finden oder lautstarkes Event, spielt doch überhaupt kein Rolle mehr. Es interessiert diese 90% schlichtweg nicht, ob in den Gottesdiensten geboxt oder gebetet wird. Eine ernüchternde Bilanz fürwahr, aber wer könnte sie widerlegen, ohne auf die üblichen Polemiken zu verzichten?

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    1. Immer die gleichen, plumpen Schuldzuweisungen an alles, was nach dem pöhsen "Modernismus" riecht. Lesen Sie doch mal einen gewissen jungen Startheologen namens Joseph Ratzinger, was der Ende der 50er Jahre, also vor dem schlimmen "Konzil",als nach Meinung der Tradi-Katholiken die katholische Welt noch golden und in Ordnung war, über die Verweltlichung des Christentums und den auch damals schon greifbaren Niedergang geschrieben hat.

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  12. Ich kann ja nur für mich schreiben: Eine katholische Welt (und nicht nur die) war zu keiner Zeit "golden und in Ordnung". Ein Blick in die Gegenwart reicht da schon aus.

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