Mittwoch, 19. Oktober 2016

Medikamentenversuche an behinderten Kindern in katholischem Heim: Was "katholisch.de" auch erwähnen sollte...

Nobody is perfect, und wenn man eine Agenturmeldung einfach so übernimmt, dann bleibt es nicht aus (kann mir auch passieren!), dass der ver-
mittelte Eindruck nicht ganz der vollen Wahrheit entspricht: Wie "katholisch.de" - und andere Medien auch - aktuell meldet, hat das Fernseh-
magazin "FAKT"
in seiner gestrigen Ausgabe darüber be-
richtet, dass Ende der 1950er Jahre in einem katholischen Behindertenheim Kindern Medikamente in einer hohen Dosis verabreicht wurden, die nur als Medikamentenversuch erklärbar sind. Man schaue ---> HIER und HIER !

So weit, so schlimm. Ganz klar, das muss aufgeklärt werden, und den Op-
fern steht hoffentlich auch nach Jahrzehnten außer einer Entschuldigung eine faire Entschädigung zu!

Aber: Was man offenbar nicht für nötig hielt, zu erwähnen:  Solche Medikamentenversuche waren keine katholische Spezialität; es be-
steht also kein Grund für andere, jetzt die Nase zu rümpfen: Da seht ihr mal wieder, wie pervers die Katholen doch sind!

Solche Versuche waren damals, wie man durch wenige Minuten Internet-Recherche mühelos herausbekommen kann, fast schon an der Tagesord-
nung, und zwar auch in staatlichen Krankenhäusern bzw. Heimen, und zwar nicht nur in Deutschland. Besonders unruhige bzw. auffällige Kinder wurden so "behandelt". - Das macht es nicht besser, gehört aber zur Wahr-
heit dazu!

Man schaue z.B. ---> HIER und HIER und HIER und HIER !
Darüber, dass heutzutage viele Eltern ihren Kindern, die in der Schule als unkonzentriert und zappelig auffallen, vom Arzt "Ritalin" und anderes verschreiben lassen, damit die Kinder mehr Leistung bringen, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit...  ---> HIER !