Dienstag, 11. Oktober 2016

Mehrere Priester verweigerten die Kommunion: Dürfen dies das eigentlich überhaupt?

Es wird ja längst nicht alles bekannt, aber einige Fälle kann man auch in den Medien fin-
den, meistens durch Berichte empörter Gottesdienstbesucher ausgelöst, die sich wahrschein-
lich vor der versammelten Gemeinde bloßgestellt fühlen. Zwei Beispiele, die in der Zei-
tung landeten, bei denen der Kommunionempfang vom Priester verweigert wurde ---> HIER und HIER !
Wie verhält es sich aber genau? Dürfen Priester überhaupt die Kommunion verweigern, und wenn ja, unter welchen Vorausset-
zungen? - Und was natürlich auch hinzukommt: Es soll ja manchmal vorkommen, dass Presseberichte etwas einseitig sind, und es soll auch vorkommen, dass Priester einen ärgerlichen Fehler machen...
Um bei obigem GELBEN Link zu bleiben, lese man z.B. ergänzend mal ---> HIER und HIER !
Aber zurück zur grundsätzlichen Frage: Einerseits heißt es in Can. 912 ausdrücklich "Jeder Getaufte, der rechtlich nicht daran gehindert ist, kann und muß zur heiligen Kommunion zugelassen werden", aber auch
der "Päpstliche Rat für die Gesetzestexte" hat in seiner Erklärung vom 24.6.2000 in Abschnitt Nr. 3 eingeräumt, dass es "Situationen" geben kann, bei denen "Vorsichtsmaßnahmen keine Wirkung erzielt haben oder nicht möglich waren", und dann "muss der Kommunionspender die hl. Kommunion demjenigen verweigern, dessen Unwürdigkeit öffentlich bekannt ist..." ---> HIER !

Und nun...?!

Kommentare:

  1. Wenn jemand unwürdig die Kommunion empfängt und der Priester weiß nix davon, kann er den Empfang des Sakramentes nicht verweigern. In diesem Fall, so glauben wir Katholiken wird Gott den Unwürdigen richten, denn Gott weiß ja alles, was uns Menschen so umtreibt. Wenn ein Priester von der Unwürdigkeit weiß, wäre ein Vieraugengespräch sinnvoll, um die o.g. Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der Priester könnte ihn ja zur Beichte bewegen. Wenn jemand hartnäckig unwürdig bleiben will, der Priester weiß davon, dann muss er ihm sogar die Kommunion verweigern um einen größeren Schaden für den Menschen bzw. für seine unsterbliche Seele abzuwenden.

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  2. Zum Beispiel wiederverheiratet Geschiedene
    leben öffentlich in Sünde und zeigen keine Reue,
    sondern setzen dieses ehebrecherische Verhältnis
    trotz noch gültiger katholischer Ehe fort.
    Dann ist Kommunionverweigerung Pflicht!!!

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    1. Der "Heimattreue" ist päpstlicher als Papst Benedikt. Der hat seinerzeit Herrn Seehofer, von dem gerade bekannt geworden war, dass er mit einer Gespielin in Berlin ein Kind gezeugt hatte, bei dessen Rom-Besuch NICHT die Kommunion verweigert.
      Das hatte sicherlich nicht nur darin seinen Grund, dass die kath Kirche sich ungern mit der CSU anlegt.

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    2. @gernot, könnte es nicht einfach sein, dass der Papst nicht über jede Beziehung eines jeden Politikers bescheid weiß?

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    3. @Gernot, wenn Seehofer ja offensichtlich seinen Ehebruch nicht weiter fortsetzte und zudem bereut und gebeichtet hat, so darf er auch wieder die heilige Kommunion empfangen.

      Der geschiedene und wiederverheiratete Ex-Bundespräsident Wulf hatte übrigens beim Papstbesuch und Papstmesse in Berlin den Anstand, nicht die Kommunion zu empfangen. Respekt.

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  3. Was für eine befremdliche Fragestellung des
    KREUZKNAPPEN !
    Beispielsweise wiederverheiratet Geschiedene leben
    gemäß "Familiaris Consortio" von 1981 (gemäß Nr. 84)
    objektiv im Widerspruch zur Lehre.
    Ihr Kommuninempfang würde Ärgernis und Verwirrung hervor-
    rufen, weshalb ja auch der derzeitige Papst klargestellt
    hat, dxss er sich einen Kommunionempfang dieser Leute nur
    in wenigen Einzelfällen vorstellen kann, und dann auch nur
    nach einem langen Weg des Gespräches und der Buße.

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  4. Ein Priester, der jedem die Heilige Kommunion
    hinterher schmeißt, versündigt sich am Sakrament!
    Es ist in den letzten Jahrzehnten sehr viel vernach-
    lässigt worden, und heute haben wir den Salat:
    Die Leute meinen, sie müssten alle nach vorne spazieren,
    um sich die Oblate abzuholen.
    Vorher Buße und Reue? - Fehlanzeige !!!
    Der Apostel Paulus mahnte schon, wer so handelt,
    der isst sich selbst das Gericht !!!

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  5. Die meisten Pfarrer heutzutage haben mehr Angst
    als sonstwas. Sie meiden jeden Konflitk wie der Teufel
    des Weihwasser. Da gilt auch beim Kommunionempfang:
    Augen zu uns durch, einfach weiter in der Karawane
    zum Tisch des Herrn.

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