Mittwoch, 12. Oktober 2016

Nach der Festnahme: Wir brauchen dringend mehr Syrer in Deutschland!

Mittlerweile ging es so oft durch alle Medien, dass wirklich alle wissen: Es waren clevere und sehr mutige Syrer, die den Sprengstoff-Bastler 
und vermuteten Terroristen von Chemnitz in ihrer Woh-
nung gefesselt und der verdutzten Polizei auf dem Präsentierteller angeboten haben. Bravo - das war wirklich toll!
Inzwischen wird im Internet und in den Medien natürlich auch darüber diskutiert, und wie üblich auch divers. Und auch Syrer selbst schalten sich ein - und wundern sich zum Teil darüber, dass man in den Medien solch einen "Hype" deswegen veranstaltet. Auf "Facebook" (dem Leser danke für den Tipp!) schreibt einer, er habe schon in seiner Eigen-
schaft als syrischer Flüchtling (ansonsten unbeteiligt an diesem Fall!) 

zwei Fernseh-Interviews gegeben und sei auch beim "SPIEGEL" erwähnt - und er wundert sich sehr darüber, denn man habe doch lediglich "normal als Gesellschaftsmitglieder" den Fahndungsaufruf bei "Facebook" an ande-
re Syrer weitergegeben und habe sich damit doch wirklich "ganz  normal verhalten"

Ähnlich ein Beitrag in der "ZEIT", wo der Autor erstaunt ist über die mediale "Euphorie" über die drei Syrer, die den Täter gefesselt haben;
das sei doch befremdlich, dass man deswegen so ein Aufhebens mache und damit so tue, als wolle man für die Öffentlichkeit endlich mal klarstellen: Schaut mal alle her, es gibt auch gute Syrer! - Nicht nur der Autor der "ZEIT" findet, mit dieser Jubelaktion der Medien vergesse man, dass die allermeisten Syrer völlig friedlich und gut bei uns leben...

Man schaue beispielsweise mal  ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die Medien haben sich nachrichtengeil auf diese
    Story getürzte und diese in aller nur möglichen Breite
    ausgewalzt, und dadurch haben sie moralisch Mitschuld,
    wenn den drei Syrern was passieren sollte, die den
    Mann gottlob gefasst haben. Ach, hätte man doch mal
    ausnahmsweise den Mund gehalten!
    Klar, dass der IS nun ein Exempel statuieren will und
    irgendwann, wenn sich die Lage scheinbar wieder beruhigt
    hat, die "Verräter" bestrafen will.
    Wirklich toll gemacht, deutsche Medien!

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    1. Es sind wohl wenige diese drei Syrer hier bei uns,
      die gefährdet sind, als eher ihre Familie und Ver-
      wandtschaft, die noch in Syrien lebt.
      Ich frage mich, ob die daran eigentich nicht gedacht
      haben, als sie den Mann gefesselt haben.
      Vielleicht gibt es noch eine ganz andere Erklärung:
      Sie wissen oder ahnen, dass der mit dem IS gar nichts
      zu tun hat!

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  2. Was ist an dem erfreulichen Einsatz
    der hilfreiche Syrer so Besonderes?
    Jeder, der die seit Ewigkeiten laufenden Sendung
    XY von Eduard Zimmermann gesehen hat, der weiß, dass es
    Zehntausende von Deutschen gibt, die der Polizei durch
    entscheidende Beobachtungen und Hinweise die Ergreifung
    von Straftätern ermöglicht haben.
    Wenn also in diesem Falle etwas Berichtenswert ist,
    dann ist es das Versagen der Polizei,
    die z.B. nur einen Warnschuss abgab, statt den Flüch-
    tenden mit einem Schuss ins Bein zu stoppen!

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    1. An diesem Fall ist deshalb etwas Berichtenswertes, weil zahlreiche Poster namentlich aus dem katholischen Bereich, wie auch "Sindbad", seit einem Jahr eifrig und sehr erfolgreich an der Legende stricken "Alle syrischen Flüchtlinge tragen die Sprengstoffweste unterm Hemd"...

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  3. Von dieser Geschichte kennen wir ja als
    "Verbraucher" nur das, was uns die Medien vorsetzen.
    Ich finde es z.B. doch etwas seltsam, dass da der
    Sprengstoffbastler in Leipzig einen ihm überhaupt nicht
    bekannten Landsmann telefonisch anfragt, ob er bei ihm
    unterkommen kann. Haben die Syrer die Telefonnummern
    anderer Syrer immer parat?
    Ich schätze mal, wir erfahren auch nur das, was wir
    erfahren sollen...

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  4. Interessant ist, dass in dieser Geschichte,
    was den Medien nicht auffällt, genau zwei Sorten
    Syrer vorkommen: Solche, die den "Terroristen"
    mit in ihre Wohnung nahmen und dann der Polizei
    verrieten (dankenswerterweise!),
    und solche Syrier, die den Täter vorher in ihrer
    Wohnung in Chemnitz wohnen ließen und ihm das
    Einkaufen der Materialien erst ermöglichten.
    Und nun darf man mal raten,
    über welche Sorte von Syrern unsere objektiven
    Medien ausschließlich berichten...

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  5. Nun wissen wir also,
    es gibt auch ein paar gute Syrer.
    Danke, Medien!
    Vielleicht wurde nur "vergessen", auch mal darauf hinzu-
    weisen, dass seit Monaten - auch von Flüchtlingen selbst! -
    darauf aufmerksam gemacht wird, dass hier Leute zu uns
    reingekommen sind, deren Identität verschleiert wurde.
    Wie wir wissen, scheint das für das BAMF kein sehr
    wichtiges Thema zu sein...

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    1. Frau Theodora,
      haben Sie den verlinkten "Zeit"-Artikel
      wirklich gelesen?
      Zumindest haben Sie ihn offenbar
      komplett missverstanden.
      Denn da wird genau das Gegenteil behauptet
      von dem, was Sie sagen,
      nämlich dass wir Ihrer Meinung nach
      nun wissen, „es gibt auch ein paar gute Syrer“.
      Vielmehr ist es die einzige Intention des Artikels,
      exakt diese Behauptung/Denkweise
      als falsch zu entlarven:

      "Diese Denkweise nicht so harmlos, wie sie scheint. Den Umstand zu feiern, dass es doch "gute Syrer" gibt, also Flüchtlinge, die in ihrem Selbstverständnis als Bürger Recht von Unrecht unterscheiden können, impliziert: Viele Deutsche halten es immer noch für eine Ausnahme, wenn Menschen aus der arabischen Welt Terrorismus zutiefst ablehnen und … wenn sie als Muslime …für Frieden und gegen Gewalt im Namen des Islam kämpfen.
      "Auf dieses plakativ herausposaunte "Es gibt 'gute' Syrer, wer hätte das gedacht!" muss man antworten: "Das sind die allermeisten!" (Wir sollten) die Vorurteile aus unseren Köpfen verbannen. Und anerkennen, dass die allermeisten Neuankömmlinge ebenso in Frieden und Sicherheit leben wollen, wie wir. Das ist keine Überraschung, sondern selbstverständlich."

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  6. Der Vorsitzende der Polizei-Gewerkschaft spricht
    offen aus, was die politisch Korrekten uns verschweigen:
    Es können Tausende von Terroristen sein, die längst
    bei uns eingereist sind!

    https://www.youtube.com/watch?v=JLn_Xosgp1Y

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  7. Merke:
    Wenn Deutsche sowas machen, dann ist das ganz,
    ganz böse, so wie bei einem Supermarkt in Arnsdorf,
    als Deutsche einen syrischen Randalierer und Laden-
    dieb fesselten:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/arnsdorf-sachsen-fluechtling-buergerwehr-supermarkt

    Wenn aber Syrer einen Flüchtigen fesseln
    und damit den Tatbestand der Freiheitsberaubung
    erfüllen, dann ist das selbstverständlich einfach super!

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    1. Ach ja, Herr XY,
      wenn die Sache so einfach wäre …

      Klar, es geht einerseits um Freiheitsberaubung,
      andererseits kommen "entlastend" aber auch Bestimmungen
      wie die "Jedermann-Festnahme" (Par. 127 StPO)
      bzw. strafrechtliche Bestimmungen wie Notstand
      und/oder Notwehr in Betracht.

      Und es muss im Fall Leipzig wie im Fall Arnsdorf
      ermittelt werden, inwieweit was davon konkret zutrifft.

      Ich finde es, hinsichtlich
      der Zulässigkeit der ergriffenen Maßnahmen,
      schon einen Unterschied,
      ob (Leipzig) ein gesuchter mutmaßlicher Terrorist
      (mit konkreten Anschlagsplänen)
      vorläufig in Fesseln festgehalten wird
      oder ob (Arnsdorf) ein Supermarkt-Randalierer
      rausgezerrt und an einen Baum gefesselt wird
      (der, nebenbei, nicht Syrer, sondern Iraker war).

      Im Fall Arnsdorf selbst gibt es allerdings auch
      wiederum unterschiedliche Bewertungen:
      Ein Strafrechtler von der Uni Halle sieht hier
      keine Grundlage für die Jedermann-Festnahme,
      während der Anwalt eines Täters sie bejaht
      (der Anwalt ist, ganz am Rande bemerkt,
      der von der CDU zur AFD gewechselte,
      mit der Piusbruderschaft verbandelte
      und auch als Mitarbeiter eines Blogs
      in hiesiger Blogliste tätige Maximilian Krah).

      http://www.mdr.de/sachsen/arnsdorf-strafrecht-100_zc-ecc53a13_zs-570f6b3d.html

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  8. Die verbale Schnappatmung vieler hier zeigt: Positive Meldungen über Flüchtlinge, die dem liebevoll gezeichneten Bild des Flüchtlings als potentiellen Attentäter gewisse Kratzer zufügen, sind für die Katholiken ein medialer GAU.

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