Montag, 24. Oktober 2016

Neue Studie: Die hohe Zahl an Scheidungen ist schuld an der Kirchenkrise!

Eine neue Studie aus den USA belegt laut Nachrichtenagentur "idea", dass einer der Hauptgründe der gegenwärtigen Kirchen-
krise (Austritte, immer weniger Gottes-
dienstbesucher usw.) nicht etwa in der Kirche selbst zu suchen ist, sondern in
der hohen Zahl an Scheidungen!

Es habe sich nämlich herausgestellt, dass intakte Familien eher kirchlich orientiert sind, während zerrüttete oder gar geschie-
dene Ehen der Nährboden dafür sind, dass die Kinder bezüglich der Kirche geradezu "fremdeln".
Bei Scheidungskindern sinkt der Gottes-
dienstbesuch rapide, und die Kirche habe es leider versäumt, die vielen "Trennungskinder" aufzufangen... ---> HIER !
Ob das so pauschal haltbar ist?

Kommentare:

  1. Das weiß jeder aus der Praxis:
    Scheidungskinder haben in der Regel kaum noch
    Bezug zur Kirche, weil die Eltern sich oft auch
    da nicht einig sind.
    Hinzu kommt, dass Scheidungskinder oft schwer
    seelisch geschädigt sind, da sie das Urvertrauen
    in die Eltern verloren haben. Ganz, ganz traurig!

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    1. Das kann man, wie sehr viele Psychologen und Familientherapeuten bestätigen, so allgemein und abstrakt überhaupt nicht sagen.
      Natürlich ist das in vielen Fällen so, aber eben längst nicht grundsätzlich und jedesmal.
      Es gibt Kinder, die "gewinnen" durch die Trennung ihrer Eltern nur, weil sie keine Ehedramen mehr live mit erleiden müssen und nun zwei Elternteile haben, die sich ihnen jeweils ganz anders und intensiver zuwenden. Ich kenne selber solche Fälle.

      Also: Vorsicht vor Pauschalierungen. Dieses Thema ist in der Lebenswirklichkeit viel zu komplex und diversifiziert, als dass es für eine abstrakte oder ideologische Sichtweise taugt.

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  2. Bei uns in der Nachbarschaft sind gleich zwei
    Familien mit kleinen Kindern geschieden,
    und da kann man leider gut beobachten,
    was da passiert.
    Jaja, es sind bekanntlich nur Einzelfälle und
    Ausnahmen, aber es ist nun einmal so:
    Die Kinder werden bei beiden Familien hin und
    her geschoben, insbesondre an den Wochenenden,
    mal bei Paps, mal bei Mama,
    und jeder von denen hat so seinen eigenen Stil
    und will die Kinder natürlich an sich binden.
    Die Kinder sind ja nicht dumm und nutzen
    das aus, indem sie die Eltern gegeneinander aus-
    spielen, und so gibt es Rundum-Wunsch-Versorgung,
    vom Lieblingsessen über Ausflüge, Geld und natürlich
    Verschonung vom Kirchgang.
    Es ist einfach nur traurig, da stimme ich Frau
    Simone N. ausdrücklich zu.

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  3. Auch Kardinal Schönborn war so ein Scheidungs-
    kind und bekannte laut "Radio Vatikan", wie sehr
    er darunter gelitten habe, er träume noch heute
    davon, dass seine Eltern sich wieder versöhnen würden!

    http://de.radiovaticana.va/storico/2014/10/15/kardinal_sch%C3%B6nborn_w%C3%BCrdigt_treue_homosexuelle_paare/ted-831045

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  4. Manche Kinder fremdeln auch nur mit der Kirche, weil deren offensichtlich allgemein anerkanntes Oberhaupt, MisterF, einmal meinte, daß ein Vater sich, nachdem er sein Kind handfest gezüchtigt hat, abwendet und so tut, als wenn nichts wäre.

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