Freitag, 7. Oktober 2016

Papst Franziskus predigt: "Das Festhalten an Gesetzen führt zur Ideologie"

Wie "Radio Vatikan" berichtet,
hat sich Papst Franziskus gestern in der Morgenmesse im Gästehaus "Santa Marta" mit dem Verhältnis von Gesetz und Liebe beschäftigt. 

Das sture Festhalten an Gesetzen führe zu Ideologie, erklärte er. ---> HIER !
Sicher richtig, was er da sagte. Das ist eine große Gefahr, sich nur an die Buchstaben
des Gesetzes zu halten. Aber, was er offenbar nicht sagte: Es gibt auch eine andere Gefahr, nämlich die, anstelle der Gesetze eine selbst-
gebastelte Ideologie des Wie-es-mir-gefällt zu setzen...
Es ist ja bekanntlich auch nicht so, als wenn Jesus die Gesetze und jüdi-
schen Vorschriften über Bord geworfen hätte; man schaue z.B. nur mal ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Bei berechtigten Disziplinarmaßnahmen gegen Priester beruft sich der Papst übrigens auch auf kirchliche Gesetze...

Kommentare:

  1. Tradi's Liebling7. Oktober 2016 um 07:46

    Papst-Bashing vom Feinsten!
    Die Tradis phantasieren mal wieder, der verhasste
    Papst Franziskus ignoriere die Gesetze.
    Schlecht geschlafen oder was eingenommen, KREUZKNAPPE?

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  2. Ja, ja, die bösen 10 % Katholiken, die sich noch
    an kirchliche Gesetze halten und ihre Sonntagspflicht
    erfüllen!
    Die sollten besser, wenn ich Papst Franziskus richtig
    verstehe, auf den heiligen Geist hören, und wenn der
    ihnen einflüstert, sie sollten lieber ausschlafen,
    dann ist das im Sinne des Papstes...

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    1. @Kirchgänger
      Wenn der hl. Geist mir einflüstern würde nicht in die Sonntagsmesse zu gehen obwohl ich könnte, wäre ich mir ziemlich sicher, dass dieses Gesäusel nicht vom hl. Geist stammt. Soviel sollte ein Kirchgänger schon wissen.

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  3. Gesetze sind die Leitplanken, Liebe die Mittellinie. Wenn man sich an der Mittellinie orientiert, braucht man die Leitplanke nicht mehr (vgl. Gal 5,13 ff.)
    Wenn man vorgibt, sich an der Mittellinie zu orientieren, aber die Leitplanken abschaffen will, weil man sonst daran schrammt, muss man irgendwie koordinativ beeinträchtigt sein.
    Wer aus Mitleid mit den Leitplankenschrammern die Leitplanken abschaffen will, bewahrt sie vor dem Schrammen und nimmt sich selbst (als Leitplankenwärter) aus der Schusslinie. Erntet solange Schulterklopfen, bis klar wird, in welchen Abgrund die ehemaligen Schrammer, dannsigen Abstürzer gefallen sind.
    Will sagen: die Menschenfurcht des gegenwärtigen Papstes (vgl. Joh 12,43) rettet keine Seelen.

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  4. Es ist immer wieder das gleiche Trauerspiel:
    Beinahe könnte man dem Papst zustimmen,
    wenn er nicht wieder so einseitig argumentierte.
    Ich frage mich allmählich, ob es Absicht von ihm ist,
    die treuen Katholiken immer wieder derart vor den
    Kopf zu stoßen.
    Sollte ein Papst sich nicht so verhalten, dass er
    anderen kein Ärgernis gibt?

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    1. @Friedlon
      Der Papst kann keine Seelen retten, weder seine Furcht kann das verhindern noch sein Mut kann das bewerkstelligen. Seelen retten kann allein nur Gott. Der Papst muss sich um die Seelen sorgen, wie er das tut, darüber kann man geteilter Meinung sein, mehr Aufregung ist gar nicht nötig.

      @Eremitin CH
      Können Sie mir kurz beschreiben wie ein "treuer Katholik" aussieht oder sich anfühlt.

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    2. Natürlich kann jeder Mensch Seelen retten, indem er die Unwissenden lehrt, die Zweifelnden berät und die Sünder zurechtweist. (Ist übrigens das, was man bis vor wenigen Jahren unter Barmherzigkeit verstanden hat.)
      Wer lieber seine Popularität steigert, indem er allem und jedem Zucker in den Anus bläst, statt die nötigen klaren Worte zu sagen und zur Umkehr zu rufen, rettet allerdings in der Tat keine Seelen.
      (Gottes Teil zur Seelenrettung ist bereits in Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi erledigt. Jetzt kommt's nur darauf an, die angebotene Gnade für sich anzunehmen - und seine Mitmenschen einzuladen, das auch zu tun.)

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  5. Lieber Kreuzknappe, wenn der Papst offenbar etwas nicht sagt, heißt das nicht im Umkehrschluss, dass er dazu keine Meinung hat. Was er sagt ist, dass das Festhalten an die Gesetze nur weil sie da sind, zu einer Ideologie führt. Da hat er nun mal recht. Er sagt ja auch weiter, dass es die 10 Gebote gibt und wir uns an sie halten müssen. Auch da hat er recht. Der springende Punkt ist seine Ausführung zum Thema Gesetze halten: Zitat: "aber das muss immer von der Güte des Vaters, seines Sohnes und aus dem Geschenk des Heiligen Geistes aus gemacht werden. Nur so sind die Gesetze überhaupt verständlich."
    Wenn ich bei Rot nicht über die Kreuzung fahre nur weil das Gesetz ist, sondern weil ich sonst einen anderen Menschen in Gefahr bringe, dann habe ich das Gesetz in wahrer Absicht befolgt und nicht weil ich einer Ideologie der Ampelhersteller folge, die möglichst viele Lichtanlagen verkaufen wollen. Ich habe das Gesetz verstanden, deswegen befolge ich es. Das meint der Papst damit. So zumindest sehe ich das.

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  6. Seltsam, Papst Franziskus hat selbst
    den LIEBLOSEN GEGENBEWEIS angetreten,
    als er den neuen französischen Vatikanbotschafter
    ablehnte, nur weil dieser ein Homosexueller ist.
    Sowas nenne ich eine Schande für das moderne Europa
    und eine Diskriminierung schwuler Christen!

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  7. Ruhig, Tradis, gaaanz ruhig. Franziskus zitiert in seiner Predigt lediglich den Apostel Paulus. Und der sagt nun einmal, dass das Gesetz nicht rettet, es nicht einmal von Gott komme. Lediglich der Glaube an Jesus rettet uns. Punkt.

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    1. "Ruhig, Tradis, gaaanz ruhig" - das ist ein Widerspruch in sich. Den ruhigen Tradis gibts nicht. Er muss sich täglich erregen und schnappatmen, sonst kann er nicht leben.

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