Dienstag, 25. Oktober 2016

Pfeife doch einfach auf die sogenannte Kirchenkrise - gib deiner Schnecke Futter!

Ja, ja, ich gehöre leicht erkennbar auch zu denjeni-
gen, die an vielen krisenhaften Phänomenen in der Kirche leiden und das nicht gerade verheimlichen.
Und damit bin ich nicht allein, um es mal vornehm auszu-
drücken. Oder um die weise alte Dame zu zitieren, die mich bis zu ihrem bemerkenswerten Tod (*) immer wieder geistlich-theologisch beraten hat: "Man könnte den ganzen Tag laut schreiend herumlaufen, wenn man auf die Kir-
che sieht, aber laut betend ist eindeutig besser!"

Es ist menschlich, dass wir Dampf ablassen müssen, aber es besteht auch immer dabei die Gefahr, dass wir die Kurve nicht kriegen, dass wir stecken bleiben im Sumpf des negativen Denkens.

Darum zum Beginn des heutigen Tages einfach zwischendurch mal mein Appell: Pfeife doch einfach auf die sogenannte Kirchenkrise - gib deiner Schnecke Futter! - Soll heißen: Wenn du dich ärgerst, lass es auch mal wieder gut sein, verbuche es unter "Diverses", lass es dich nicht in Besitz nehmen und auffressen. Die sogenannte Kirchenkrise kommt notfalls auch gut ohne dich aus, aber was wirklich zählt, ist dein Verhältnis zu Gott und zu deinem Lebensziel.
Ja, das geistliche Leben ist eine Schnecke, nur mühsam und langsam geht es voran, und manchmal hat man den Eindruck, es will überhaupt nicht voran gehen. Deshalb: Gib deiner Schnecke Futter, denn auch für Schnecken gilt: von nichts kommt nichts. Gib deiner Schneckenseele Nahrung, geh zum Beispiel, auch ohne besondere Lust darauf zu verspüren, immer mal wieder zwischendurch zum Gebet in die Kirche, direkt zum Chef, vor den Tabernakel.
Ja, Schneckentempo ist langsam. Aber wie ich als Hobby-Gärtner weiß: Schnecken kommen voran, und sie können sehr erfolgreich dabei sein...!
Ihnen allen von Herzen einen segensreichen Tag!   

(*) Ich bin ja eher der Typ "Verstandmensch" und versuche nicht allzu "sentimental" daher zu kommen. Im Zusammenhang mit dem Tod von nahestehenden Menschen habe ich aber einiges Erstaunliche erleben dürfen, über das ich ein andermal schreiben werde.