Freitag, 28. Oktober 2016

Sind die Bischöfe Algermissen und Hanke wirklich "homofeindlich"?

Wenn bestimmten Leuten die Meinung anderer nicht passt, dann packen sie gleich die ganz große Keule aus - da ist man dann gleich abgestempelt und in die vorbereitete Schublade einsortiert.
Nun wissen wir also, dass mal wieder mindestens zwei deutsche Bischöfe offenbar "homofeindlich" sein müssen, weil sie so frei sind, eine Bürgerinitiative gut zu finden. Andere sehen das etwas entspannter...
Man schaue ---> HIER und HIER

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Ein besonderes Augenmerk sollte man den Leserbriefen bei "queer" de widmen...

Kommentare:

  1. Nun, natürlich sind sie "homofeindlich", aber eben nicht nur, sie sind familiemfeindlich, denn diese Aktion wendet sich gegen einen recht großen Teil der Familien in Europa, denn viele entsprechen nicht dem "christlichen" Weltbild.
    Es geht hier nicht um den "Schutz von Ehe und Familie" (vor was denn überhaupt ?), es geht Privilegien für eine kleine Gruppe ("Christen") und die Diskriminierung anderer.

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    1. Kann denn jemand der praktizierte Homosexualität nicht richtig findet und dies auch sagt und entsprechend friedlich handelt, immer diskriminierend sein? Es gibt, so denke ich, auch viele Nichtchristen, die Homosexualität wenn sie denn praktiziert wird, ablehnen. Auf welche Privilegien spekulieren die dann?

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    2. @Gerd
      Wer "praktizierte Homosexualität" nicht richtig findet, der soll sie halt nicht "praktizieren", sobald er aber andere in ihren Rechten beschneiden will, handelt es sich um Diskriminierung, so einfach ist das.
      Und es geht immer darum, ihre verdrehte Weitsichtigkeit, sei es religiös oder ideologisch begründet, andern aufzuzwingen.

      Seltsamerweise fühlen sich unsere Christen sofort diskriminiert (bzw. "verfolgt"), wenn nicht jeder nach ihrer Pfeife tanzt.

      Nebenbei, bis heute konnte mir noch niemand sagen, WAS denn der "traditionellen Ehe/Familie" genommen wird, wenn andere die gleichen Rechte und Pflichten eingeräumt bekommen ...
      Und ich stelle diese Frage schon seit Jahren.

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    3. "Seltsamerweise fühlen sich unsere Christen sofort diskriminiert (bzw. "verfolgt"), wenn nicht jeder nach ihrer Pfeife tanzt."

      Bitte nennen Sie mir irgendeine Gruppe in dieser Gesellschaft, so noch wirklich christlich lebt. Es ist ja wohl eher so, dass sich Homosexuelle ständig in ihren angeblichen Rechten beschränkt und diskriminiert fühlen. Kaum jemals ist irgendein Wort gegen Diskriminierung von Christen in diesem Land gefallen. Seit einiger Zeit wird darüber mehr gesprochen und schon gehen die Homos wieder auf die Barrikaden. Die Familie wird diskriminiert, besonders die kinderreiche Familie. Das war früher nicht so, mittlerweile kann man es verstärkt beobachten. Dem muss etwas entgegengesetzt werden, denn unsere Zukunft sind nicht die Homos sondern die Familie. Gott weiß das und deshalb schützt er die Familie durch seine Gebote. Praktizierte Homosexualität widerspricht der Natur und damit direkt Gottes Geboten. Klar kann man sich gegen Gottes Gebote entscheiden. Er lässt es zu. Aber das Gericht wird er halten und nicht irgendwelche Menschlein.

      "Nebenbei, bis heute konnte mir noch niemand sagen, WAS denn der "traditionellen Ehe/Familie" genommen wird, wenn andere die gleichen Rechte und Pflichten eingeräumt bekommen ..."

      Ihr kann nichts genommen werden, weil homosexuelle Partnerschaften keine Familie sind. Ganz einfach. Deswegen kann Ihnen niemand sagen, was der traditionellen Ehe/Familie genommen wird, weil ihr eben nichts genommen wird.
      Dennoch ist es nicht richtig eine Birne als Apfel zu bezeichnen und vice versa.
      Sie können mir auch nicht sagen, warum Homosexuelle unbedingt eine Ehe brauchen, wenn Mann und Mann, Frau und Frau eben nicht aufeinander hingeordnet sind. Es entstehen ja auch keine Nachkommen und deshalb kann auch nicht mal mehr die Bereitschaft dazu da sein, weil es der Natur widerspricht. Eine solche Verbindung bleibt unfruchtbar und wir es der Natur gemäß auch bis ewig sein. Also kann es keine Ehe zwischen Mann und Mann und Frau und Frau geben, weil die aufeinander hingeordnete Liebe fruchtbar wird und Nachkommen zeugt. Eine Ehe darf ohne diese Bereitschaft nicht geschlossen werden. Die staatliche "Ehe", die hinz und kunz verheiratet und sich dann wundert, dass etliche "Ehen" in die Brüche gehen, ist nicht richtig, weil sie das Wesen der Ehe nicht kennt. Allein Gott kennt seine Geschöpfe und kann ein sakramentales Band zwischen Mann und Frau schließen.

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    4. @A.W.M.
      Wobei du natürlich unter "wirklich christlich" nur das gelten lässt, was du darunter verstehst, sprich, die Rosinen, die du dir rausgepickt hast, andere, picken sich andere und sehen sich durchaus als "wirklich christlich".
      Warum kaum über "Diskriminierung von Christen" bei uns im Land gesprochen wird ? Weil es sie nicht gibt, allerdings fühlen sich so einige Christen schon "diskriminiert", wenn sie sich an die gleichen Gesetze halten müssen, wie alle anderen auch und gnade uns Gott, sollte man ihnen verbieten wollen, andere zu diskriminieren ... das wäre ja Diskriminierung.

      Und natürlich kommt jetzt wieder der übliche Versuch, Dinge zu verbinden, die nichts miteinander zu tun haben.
      Ja, kinderreiche Familien haben es schwerer als Singles, das ist nichts Neues und da haben gerade die Politiker, welche sich "christlich" nennen, einen großen Anteil daran, ABER das hat nun einmal NICHTS mit Homosexuellen zu tun, also versuch lieber, gegen die wirklichen Ursachen zu schreiben.
      Achja, und die angeblichen Gebote deines Gottes interessieren nicht, schon gar nicht in einem Land, in dem nur noch ein kleiner Teil der Einwohner an diesen Gott glaubt. btw: Homosexualität kann "der Natur" nicht widersprechen, dazu kommt sie dort viel zu oft vor.

      "Ihr kann nichts genommen werden, weil homosexuelle Partnerschaften keine Familie sind. Ganz einfach"

      Dann gibst du also zu, dass das ganze Gejammere von "Krieg gegen die Familie", "Homoehe schadet Ehe und Familie" etc. Schwachsinn ist ?
      Also haben Aktionen wie "Vater, Mutter, Kind" nur ein Ziel : die Diskriminierung von allem, was nicht dem "christlichen" Familienbild entspricht, also Homosexuelle, Alleinerziehende, Patchwork-Familien usw. (was irgendwie ironisch ist, weil ja Jesus in einer Patchwork-Familie aufgewachsen ist.)

      Und warum "brauchen" Heterosexuelle unbedingt eine Ehe ? Und vor allem, warum NUR sie ?
      Wenn man Ehe und Familie nur auf den primitiv-tierischen Aspekt der Fortpflanzung beschränkt, was ja hier offensichtlich so einige machen, dann könnte man deine "Argumentation" vielleicht verstehen, da aber der Mensch mehr zu bieten hat, als den tierischen Fortpflanzungstrieb, gehen deine "Argumente" in Leere.

      Es gibt schlicht keinen logischen Grund, warum Homosexuelle nicht heiraten können sollten. Sie erfüllen die selben Pflichten, wie Heteros auch, sowohl ihrem Partner gegenüber als auch der Gemeinschaft.
      (Bedenke, Fortpflanzung ist KEIN Grund für oder gegen die Ehefähigkeit, sonst müssten ja alle Ehen, welche Kinderlos bleiben, geschieden werden. Ehen von Unfruchtbaren und Rentnern müssten auch verboten sein.)

      Dir scheint es aber offensichtlich um die kirchliche Ehe zu gehen, dann treffen deine Punkte erst recht nicht zu, denn niemand verlangt, dass die Kirche Homosexuelle traut.
      Deswegen gibt es auch keinen Grund, warum die staatliche Ehe nicht für alle sein sollte, was diverse religiöse Gruppen mit ihrer Ehe machen, ist deren Sache.
      Das ganze wäre so einfach, aber nein, es müssen immer wieder welche glauben, dass sie anderen vorschreiben müssen, was sie zu tun oder zu lassen haben, nur weil es ihre "Religion" so vorschreibt.

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  2. Wie Papst Franziskus erst kürzlich sagte,
    wird weltweit ein Krieg gegen Ehe und Familie geführt.
    Es wird so getan, als sei es völlig egal, unter welchen
    Umständen Kinder aufwachsen, es wird so getan,
    als könnten Mutter ganztags arbeiten, ohne dass die Kinder
    Schaden nehmen, es wird so getan, als mache die Scheidung
    den Kindern gar nichts aus usw. usw.
    Hierzu gibt es aktuell auch ein sehr informatives Video
    im Internet mit dem Aufruf, sich an dieser großartigen
    Initiative für die Familie zu beteiligen:

    https://www.youtube.com/watch?v=kYKLUdmPPQQ

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    1. Jorge Sensenbrenner28. Oktober 2016 um 14:07

      Also ich meine, dieser übertriebene Hype um Ehe und Familie in der Kirche ist eine Art Götzenglaube der konservativen Christen. Statt an Christus zu glauben und seinem Weg zu folgen, glauben plötzlich alle an die "Familie" und tun so, als hinge daran das Seelenheil. Das ist m.E. Blödsinn.

      Für einen Christen sollten Ehe und Familie eigtl. gar nicht so wichtig sein, jedenfalls keine Glaubensfrage. Etwa so wichtig wie Tierschutz oder Ernährung oder Altersvorsorge oder so. Also sicher kein unwichtiges Thema, aber eben auch nichts wirklich Zentrales für den Glauben. Ob man Ausländer mag oder ein gütiger Mensch ist oder Arme gut findet, ist viel wichtiger für das christliche Lebensverständnis als welches Familienmodell man bevorzugt.

      Jesus war ja sowieso gegen die Familie eingestellt; diese Fixierung auf Sittenstrenge und Familienharmonie kam erst später ins Christentum, als es spießiger und fanatischer wurde.
      Wenn sich Familienbilder nun eben mal ändern oder Familienstrukturen umbilden oder auflösen, was ja ein ganz normaler historischer Prozess ist, finde ich das sicherlich spannend und interessant, aber existenziell als Christ und für den Glauben juckt mich nicht besonders.

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    2. "Also ich meine, dieser übertriebene Hype um Ehe und Familie in der Kirche ist eine Art Götzenglaube der konservativen Christen"
      Der Götzenglaube kommt eher aus einer gottlosen neuheidnischen Spaßgesellschaft, die eheliche Treue nicht kennt und auf Vielweiberei aus ist. Es ist doch klar, dass man als Christ die Familie unterstützt und schützt. Erst recht müssen die Bischöfe das tun. Jesus war keineswegs gegen die Familie eingestellt, ansonsten hätte er als Gott auch außerhalb einer Familie aufwachsen können, aber er hat sich unter die Ordnung eines Vaters und einer Mutter begeben. Er ist klein geworden und hat sich Maria vollends untergeordnet, obwohl er als Gott das niemals hätte machen brauchen. Überhaupt zeugt ihr Kommentar von einem total verfälschten Bewusstsein für katholische Kirchengeschichte und Moral. Das man Homosexualität als ein gleichberechtigstes "Familienmodell" neben die Familie stellt ist eine in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie dagewesene Perversion.

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    3. Jorge Sensenbrenner28. Oktober 2016 um 17:22

      Über HS habe ich ja gar nicht gesprochen.

      Jesus hatte jdfs. Probleme mit seinen Angehörigen und ordnete sich den Klan- und Familienregeln seiner Zeit und den damit verbundenen Zwängen nicht unter, sondern riss aus, ging zur Täufersekte und machte dann sein eigenes Ding. Später ließ er seine Familie komplett links liegen (und sie ihn, die schlossen sich ja erst nach Ostern den Jüngern an). Hat vermutlich vieles mit der unehelichen Geburt zu tun, weswegen er ja später auch von Gegnern angefeindet wurde. Er kam aus einer Art Patchworkfamilie, also gerade keiner angepassten, "moralisch" integren, sittsam-vorbildlichen Familie; hatte auch keinen mächtigen Klan, der hinter ihm stand, sondern stammte von einer gesellschaftlich abgeschriebenen "ledigen Mutter". Wahrscheinlich war er deswegen auch so sensibel für das Unrecht, das Frauen in der damaligen Ehemoral angetan wurde, und hat darum die Scheidung verboten und selber nicht geheiratet. War halt ein Außenseiter und wurde gerade deswegen von sittenstrengeren Juden abgelehnt. Also niemand, der für Ordnung und Sittsamkeit oder traditionelle familiäre Werte stehen kann, sondern eher das schwarze Schaf. Der Stein, den die Bauleute verwarfen, ist zum Eckstein geworden. Gerade das macht ja die Kleinheit von Weihnachten aus. Die Umwelt betrachtete seine Herkunft gewiss als schändlich und unangemessen für einen Messias. So ähnlich wie so genannte Tradis Leute betrachten, die nicht in ihre konventionellen Moral- und Familienschablonen passen. Von daher ist Jesus sicherlich kein Tradi, jedenfalls nicht, was das Familienbild ("Mutter, Vater, Kind") anbelangt.

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  3. Warum geben Sie als katholischer Blogger
    nicht die Adresse der Initiative an?
    Hier kann man online "unterschreiben":

    https://mumdadandkids.wordpress.com/

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  4. Es sind noch weitaus mehr Bischöfe und
    Kardinäle, die "Vater, Mutter, Kind" unterstützen,
    z.B. Kardinal Schönborn und Bischof Voderholzer!

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/voderholzer-unterstutzt-vater-mutter-und-kind

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  5. Die vom Kreuzknappe erwähnten Leserbriefe beim
    treffenderweise BRAUN verlinkten "queer.de"
    sind zum Teil ungeheuerlich.
    Ich habe sie mir alle per screenshot gesichert
    und lege sie mal meinem Bruder vor, der ist
    Rechtsanwalt. Bin gespannt, was der dazu meint.

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    1. Da könnte man auch so manche Leserkommentare dieses Tradi-Blogs gleich zum Rechtsanwalt mitnehmen...

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    2. @Beobachter

      Viel Spaß dabei, Erfolg wirst du keinen haben, fürchte ich ..

      Nur als Hinweis : die Bezeichnung "Kinderficken Sekte" für die RKK, über die sich wohl so mancher aufregt, ist ja seit einem Gerichtsurteil von 2012 erlaubt.

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    3. GALLOWGLAS,
      das wird zwar gerne zitiert,
      stimmt aber nicht so ganz, denn es hat gar kein
      Gerichtsurteil dazu gegeben.

      "Der Berliner Polizeipräsident bzw. die Staatsanwaltschaft (StA) hatte Anklage gegen Jörg Kantel, den Betreiber der Webseite "Schockwellen-reiter", erhoben, weil Kantel die kath. Kirche mit dieser Schmähkritik verleumdet hatte;
      dabei berief sich die StA auf § 166 StGB (siehe Anmerkung unten). Doch die Richterin verweigerte
      die Eröffnung eines Hauptverfahrens..."

      Also - kein Urteil, kein Gerichtsverfahren!

      http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2012/02/skandal-urteil-katholische-kirche-darf.html

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    4. @Dr. Boer

      Ja, es gab kein Verfahren, weil die Bezeichnung so zutreffend ist, dass nicht einmal die Richterin einen Grund sah, das ganze durch ein Verfahren breit zu treten.
      Der Beschluss ist rechtskräftig, es gab auch im Nachhinein nie ein anders lautendes Urteil, ergo ?

      Die Kirche hat sich nicht auf ein Verfahren eingelassen, weil sie das verloren hätte, wie immer, eigentlich.

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