Montag, 24. Oktober 2016

Spaßverderber: Vorsicht, stellen Sie bei Anruf im Pfarrbüro keine falsche Frage...!

Eine Leserin aus dem Bistum Limburg schrieb mich gestern an, weil sie sich über die Pfarrei-Zusammenlegung ärgert und in diesem Zusammen-
hang auch über Neuheiten im Pfarrbüro. Da meint man nämlich, ganz modern und amerikanisch werden zu müssen. 

Früher ging man ins Pfarrbüro oder rief an, wenn man etwas auf dem Herzen hatte, und die Angelegenheit wurde geklärt oder notiert. Heute ist das alles komplizierter, wie die Leserin empfindet. Da gibt es jetzt - kein Scherz! - nämlich "Frontoffice" und "Backoffice" im katholischen Pfarramt, und mancherorts sogar ein "Besucher-
leitsystem"
.
Die Leserin kommt sich schlimmer vor
als auf einer Behörde. Aber sie riss sich zusammen, wie sie mir schrieb, und machte ihrem Unmut in Form eines Scherzes Luft, aber der kam gar nicht
gut an: Sie tat so, als verstehe sie den neumodisch englischen Begriff "Backoffice" nicht und fragte am Telefon, sie habe da im Oetker-Back-
buch ein Rezept für Christstollen gefunden, zu dem sie noch eine Frage habe - ob man ihr da bitte im "Backoffice" weiterhelfen könne... 

Die betreffende Pfarrsekretärin habe den Hörer aufgelegt und sei wohl beleidigt...
Kein Scherz: "Frontoffice" und "Backoffice" usw. ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. ... und wenn das Pfarramt Gegenstände
    verkauft wie z.B. Taufkerzen, Gotteslob usw.,
    ist das dann ein BACKSHOP...???

    AntwortenLöschen
  2. Diözesaner Bürohengst24. Oktober 2016 um 06:48

    Man kann das verschieden sehen.
    Im Rahmen des Qualitätsmanagements dient die Differenzierung
    in verschiedene Bereiche einem fehlerfreien Arbeitsablauf:

    Beispiele:
    https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:guIn4mbzskAJ:https://zentralespfarrbuero.bistumlimburg.de/fileadmin/redaktion/Bereiche/zentralespfarrbuero.bistumlimburg.de/downloads/Checklisten/02_Eheschliessung_innerhalb_Wohnortpfarrei.doc+&cd=5&hl=de&ct=clnk&gl=de

    https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:Vb8medyB6hEJ:https://zentralespfarrbuero.bistumlimburg.de/fileadmin/redaktion/Bereiche/zentralespfarrbuero.bistumlimburg.de/downloads/Checklisten/02_Firmung_innerhalb_Wohnortpfarrei.doc+&cd=4&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Also bitte nicht immer alles gleich so dramatisch sehen!

    AntwortenLöschen
  3. Wie schön, dass die katholische Kirche
    die deutsche Sprache pflegt...!
    :-)

    AntwortenLöschen
  4. Dann könnte man ja so manchen Familiengottesdienst im Zuge der sprachlichen Assimilation getrost als "party service" bezeichnen...

    AntwortenLöschen
  5. Kleiner Tipp an alle Pfarrbüros:
    Statt Anglizismen einfach russische Begriffe einführen - und alle Tradis sind ganz begeistert!

    AntwortenLöschen
  6. Ordinariatsgeschädigter24. Oktober 2016 um 20:00

    Herrlich!
    Ich schätze mal, KREUZKNAPPE,
    50 Klicks auf diesen Artikel gehen auf das
    Konto unseres Ordinariates,
    denn dieser so treffende Artikel machte heute
    hier die Runde!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
=================================================================================