Montag, 31. Oktober 2016

Wenn zwei Männer gemeinsam ein Kind zeugen und bei "katholisch.de" ein Komma fehlt...

... dann wird es Zeit für einen kurzen Artikel des "KREUZ-
KNAPPEN" darüber: Ausgangspunkt einer kleinen Aufgeregtheit im "Facebook"-Account von "katholisch.de" ist der Verweis auf einen Artikel auf der offiziellen Seite von "katholisch.de", bei dem es um (noch) mehr Offenheit bei (fast allen) neuen Familienkonstellationen geht. 

Der Artikel "Bei neuen Familienmodellen offen sein" ( ---> HIER !) findet verständlicherweise nicht nur Zustimmung: Eine ganze Reihe von Lesern empört sich darüber, dass dieser Artikel (so unkritisch) bei "katho-
lisch.de" erscheint, der wohl kaum ganz mit der katholischen Auffassung übereinstimmt.
Daraus entsteht dann ein verbales Gerangel mit einem Redaktions-
mitglied
, das bei der Kommasetzung sparsam ist. Wie soll es denn
nun heißen?
"Journalistisch korrekt berichten wir nicht, tendenziös!" oder "Journalistisch korrekt berichten wir, nicht tendenziös!", wobei ich mal von letzterem ausgehe. 

Jedenfalls interessant, dem Schlagabtausch ein wenig zu folgen (bei "Facebook" etwas nach unten scrollen) ---> HIER !
Die allgemeine Fragestellung wäre dann mal wieder: Sollen katholische Seiten bei ihren Artikeln nur den katholischen Standpunkt vertreten - oder geht es auch in Ordnung, wenn man nichtkatholische Standpunkte unkommentiert veröffentlicht? - Gibt's dazu Meinungen?

Kommentare:

  1. Die unkommentierte Veröffentlichung nichtkatholischer (oder antikatholischer) Standpunkte kann auch ein Mittel sein, eigene nichtkatholische Standpunkte auf einer (formal)katholischen Plattform zu publizieren.

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  2. Selbstverständlich gehört es zur journalistischen
    Aufgabe von "katholisch.de", auch solche Meinungen
    wie die des Ethikrates vorzustellen.
    Aber zu einem Portal im Auftrage der deutschen Bischöfe
    gehört ganz bestimmt auch dazu, den katholischen Stand-
    punkt darzustellen.
    Es gibt auch eine Form von "Neutralität", die bei einer
    religiösen Seite keinesfalls angebracht ist.
    Was aber überhaupt nicht geht,
    sind die polemischen Ausfälle des "katholisch.de"-
    Redakteurs bei "Facebook". Da sollte man sich doch
    etwas besser in der Gewalt haben!

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    1. Wobei aber bitte beachtet werden sollte:
      Der Beitrag wurde nicht „von“ katholisch.de verfasst,
      sondern es handelt sich um eine aktuelle Meldung
      der Katholischen Nachrichtenagentur, die katholisch.de
      eben von KNA übernommen hat. Das machen z. B. Kirchenzeitungen genauso.

      Sollen jetzt etwa solchen von KNA übernommenen Meldungen
      zu aktuellen Vorgängen/Meinungsäußerungen, die nicht unbedingt
      dem offiziellen katholischen Standpunkt entsprechen,
      jeweils noch im Redaktionsteil „Gegenmeinungen“ zur Seite gestellt werden? (Nein!)
      Oder mehr/schlimmer/verrückter noch:
      Sollte KNA nur noch Meldungen bringen, die vom ersten bis zum letzten Wort offiziell-katholische Auffassungen zum Inhalt haben? (Nein!)

      Oder sollten KNA/davon übernehmende Medien
      auch nichtkonforme, kontroverse Äußerungen
      (hier immerhin des Vorsitzendes des Ethikrates, eines evangelischen Theologen) einfach als (nicht unwichtige) aktuelle Meldung,
      als Info bringen bzw. sie übernehmen
      und unkommentiert so abdrucken können? (Ja natürlich!)
      Und wenn es z. B. von katholischen Bischöfen Kritik
      an den im betreffenden Artikel wiedergegebenen Äußerungen gibt,
      dann wird KNA auch darüber wieder berichten
      und katholisch.de oder wer immer übernimmt die Meldung dann wieder.
      Außerdem gibt es Leserbriefseiten bzw. Kommentarfunktionen,
      wo auf solche Artikel kritisch oder zustimmend eingegangen werden kann.

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  3. Ich hoffe, "katholisch.de" bereut seine Sünden.
    Als Buße erlege ich dem verantwortlichen Redakteur auf,
    die Initiative "Vater, Mutter, Kind" durch einen aus-
    führlichen positiven Bericht (mitsamt Linkhinweis)
    zu unterstützen...! :-)

    http://www.mumdadandkids.eu/de/nachrichten

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  4. Diözesaner Bürohengst31. Oktober 2016 um 19:09

    Das wachsame Auge des KREUZKNAPPEN (und der
    screenshot mit dem fehlenden Komma)sorgen bei
    mir für ein Schmunzeln.
    Redakteure bei "katholisch.de" sollten vielleicht
    verpflichtend an einem Anti-Aggressionstraining
    teilnehmen, um nicht derart heftig (bei facebook)
    auf z.T. berechtigte Leserkritik zu reagieren...

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  5. Das erinnert mich an das berühmt-berüchtigte
    "Radio Eriwan" und die Frage: "Ist es wahr,
    dass Männer Kinder bekommen können?"
    - "Im Prinzip nein, aber es wird immer wieder
    versucht...!"

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  6. Ein Münchner auf Erden1. November 2016 um 04:44

    Es ist nicht die Aufgabe von "katholisch.de",
    einfach nur Meldungen per copy and paste
    zu reproduzieren, ohne den katholischen Stand-
    punkt wenigstens anzudeuten !!!
    Sonst würde sich diese bischöflich teuer finanzierte
    Seite durch nichts von "Focus" oder "SPIEGEL"
    unterscheiden.

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