Montag, 24. Oktober 2016

"Wer streng ist, der ist krank!" - Formuliert Papst Franziskus da nicht etwas einseitig?

Er hat es nicht wörtlich so gesagt, wenn ich das richtig gelesen habe, aber "Radio Vatikan" meint, das sei die passende Schlagzeile zu den Aussagen von Papst Franziskus heute bei der Messe im Gäste-
haus "Santa Marta". 
Etwas überspitzt formuliert: Gott ist nicht streng, sondern gütig, und wer streng ist, der ist bloß ein "Sklave des Gesetzes" und in Wirklichkeit ist derjenige "krankhaft"... ---> HIER !
Da ist natürlich viel Wahres dran, denn wer kennt sie nicht, die Para-
graphenreiter, die es zur Genüge in allen Bereichen des Lebens gibt.
Aber es gibt auch die anderen, die als Toleranz und Großzügigkeit vor
allem ihre Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit verpacken!

Es war in der Kirchengeschichte schon öfter so, dass das Pendel zu sehr nach einer Seite ausschlug, und gerade ist es vielleicht etwas zu heftig auf der Barmherzigkeitsseite. Die früher manchmal übertriebene Strenge und Sündenangst war nicht gut, aber ist die übertriebene Güte besser?
Hat Jesus wirklich immer nur den gütigen Gott verkündet und war er selbst wirklich immer nur gütig und barmherzig?
Ich habe da von einigen Bibelstellen her den Verdacht, dass er auch klar-
gemacht hat, dass es Nachfolge nicht zum Rabatt-Tarif gibt, und so viel
ich mich erinnere, war Jesus sogar gehorsam bis hin zum Tod am Kreuz.
 
 

Kommentare:

  1. Die tägliche Schnappatmungsdosis für unsere lieben Tradis - mal wieder von Seiner Heiligkeit persönlich. Bravo!

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    1. Die tägliche Dosis cerebraler Flatulenz von unserem lieben Franzl... gute Besserung!

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  2. Ist das barmherzig?
    Mt 7,17-20: "Jeder gute Baum hat gute Früchte, ein fauler
    Baum trägt aber schlechte Früchte... Jeder Baum, der nicht
    gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen..."
    Man muss Papst Franziskus den Vorwurf machen,
    die biblische Botschaft zu verharmlosen.
    Dies geschieht zwar in guter Absicht, bringt aber die
    Seelen vieler Millionen von Gläubigen in große Gefahr.
    Dafür wird sich dieser Papst dereinst
    zu verantworten haben !!!

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    1. Wie sagt der Volksmund zu solchen Belehrungen des Papstes: "Päpstlicher als der Papst sein wollen"!

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  3. Wenn Mister XY nun noch kapiert, dass die Strengen, wie der Papst sie beschreibt, die Bäume mit den faulen Früchten sind, dann hat er Jesus und Franziskus, der sich auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn bezieht, verstanden.

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  4. Und Matthäus 5,17 fliegt demnächst raus aus dem NT. Stört doch nur bei so viel Barmherzigkeit...

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  5. Jetzt werden sie wieder Papst Franziskus zu Hilfe
    eilen wollen, die Linkskatholiken, die in der Bibel
    am liebsten einige Seiten herausreißen würden.
    Ich darf z.B. mal an diese Stelle erinnern:
    Mt 5,21-22: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt
    wurde: Du sollst nicht töten, wer aber tötet, der soll
    des Gerichtes schuldig sein. -- Ich aber sage euch:
    Wer mit seinem Bruder bloß schon zornig ist, der muss
    vor das Gericht..."
    Die Prediger des piep-piep-piep-wir-sind-doch-alle-lieb,
    zu denen der Papst manchmal auch gehört, sind Vertreter
    einer zeitgeistigen Kirche,
    die in Wirklichkeit Züge von "krankhaft" trägt,
    denn man sieht die Felle davon schwimmen und meint deshalb,
    man könne die Leute mit Riesenportionen von Güte und
    Barmherzigkeit wieder in die Kirche locken.
    Das ist jedoch nicht der Fall,
    und gute Psychologen und Psychiater wissen auch,
    warum das so ist:
    Viele Menschen spüren im Innersten, dass es das Böse,
    dass es die Schuld in ihnen gibt.
    Ein befreundeter Franziskaner-Pater hat mir das mal
    bestätigt, ein Beichtender sei bei ihm regelrecht
    zornig geworden, als er als Beichtvater versucht habe,
    die Schuld kleinzureden. Nein, er wisse schon, dass es
    nicht die Eltern, die Gesellschaft oder die Umstände
    waren, sondern er selbst!

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  6. Ich stelle mir gerade eine Mutter vor,
    die so barmherzig ist, nicht einzuschreiten,
    als der 14-jährige Sohn sich die Autoschlüssel
    schnappt... - Sie will natürlich nicht hartherzig
    sein, sondern will Papst Franziskus folgen und
    lauter Güte ausstrahlen!
    Ich habe ja den Verdacht, dass die meisten Christen
    und die meisten "verbeamteten" Priester von einem
    weichgespülten Katholizismus deshalb so begeistert sind,
    weil er ihnen selbst nur Vorteile bringt - man braucht
    sich gar nicht mehr im Glauben anzustrengen,
    denn Gott ist sowieso der Barmherzige, egal, was du
    auch machst.

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    1. Jesus ist milde mit den Sündern und geht hart mit den Gesetzeslehrern ins Gericht. Franziskus hat ihn wohl besser verstanden als unsere Piustradis, die sich hier tummeln ;-)

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    2. Primuspius,
      Sie sind ein wunderbares Anschauungsbeispiel
      dafür, wie recht August Becher leider hat.
      Sie machen es sich nämlich so richtig bequem mit
      der Heimwerker-Bastelei an der Bibel!
      Tatsächlich ist Jesus überhaupt nicht generell
      einfach nur milde mit den Sündern,
      sondern alle biblischen Stellen belegen, dass die
      Sünder bereuen und auf dem Wege der Umkehr sind
      und Buße tun wollen.
      Manchmal muss Jesus das sogar noch extra betonen,
      damit denen das klar wird. So sagt er zur Ehebrecherin:
      "Sündige fortan nicht mehr!"
      Vermutlich gehören Sie, Primuspius,
      auch zu denjenigen, die diese Seite lieber herausge-
      rissen haben...

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    3. Der Leser "Primuspius" gehört zu
      den erfolgreichen Absolventen des Kurses
      "Wie biege ich mir die Bibel zurecht".
      Ganz schön dreist, muss ich feststellen!

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    4. Sie haben wohl alle eine schlechte Übersetzung im Schrank... Jesus sagt nicht, kehre um, dann heile ich dich, oder kehre um, dann sind dir die Sünden vergeben... er sagt, dein Glaube hat dir geholfen! Jesus geht zu den Sündern und wendet sich ihnen zu, dadurch geschieht Reich Gottes, Heilung, nicht durch die Umkehr, sondern durch die Zuwendung Jesu zu den Sündern und das Vertrauen, dass diese Menschen auf einmal in diesen Jesus setzen.

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  7. Papst Franziskus sagt viel,
    das ist das eigentliche Problem.
    Da kommt gefiltert nur das an, was auch angenehm ist.
    Und seine Reden von Güte und Barmherzigkeit sind
    angenehm und schmeicheln den Gläubigen.
    Die andere Seite seiner Aussagen geht übrigens fast
    völlig unter: Man schaue mal, wie wenig in den Medien
    darüber berichtet wird, wie heftig er z.B. für das
    Sakrament der Buße kämpft, wie er sich selbst vor dem
    Beichtstuhl fotografieren lässt, um zu appellieren:
    Ihr Katholiken, geht beichten !!!!!!!
    Aber wer will das noch hören, wo Gott doch sowieso
    gütig zu uns ist??????

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  8. Irgendwo hab ich mal gelesen, wir würden unsere
    tiefsten religiösen Wünsche in die Bibel hineindeuten.
    Weil uns die Vergebung so wichtig ist, geht es uns mit
    der Bibel wie mit unserer Erinnerung: Wir erinnern uns
    im Laufe der Jahre und Jahrzehnte nur noch an das,
    was in unserem Sinne herausragend war.
    Der bis zum Tod gehorsame Jesus, der auch seine Jünger mal
    angefaucht und zurechtgewiesen hat, der will nicht in unser
    Bild vom lieben Jesulein passen.
    Das Evangelium ist aber nicht so harmlos, wie wir es gerne
    hätten. Jesus hat die 10 Gebote z.B. nicht nur bestätigt,
    sondern sogar verschärft. Der Ehebruch beginnt z.B. nicht
    erst mit der Tat, sondern schon mit dem begehrlichen Blick.
    Der so gerne zitierte verlorene Sohn ist voller Reue
    und er ist bereit, den niedrigsten Dienst zu tun, den es
    nur gibt, Hauptsache, er darf wieder ins Vaterhaus.
    Wie verschieden ist das doch von unserem Barmherzigkeits-
    Gesülze, das an den Karnevalsschlager erinnert,
    wir kämen doch alle, alle in den Himmel, "weil wir so
    brav sind..."

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  9. Wer diese katastrophale und häretische
    Aussage des derzeitigen Kirchenoberhauptes
    für bare Münze ninmmt, der ist "krankhaft"!

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    1. Wer den Stellvertreter Christi als häretisch brandmarkt, der hat sich latae sententiae automatisch exkommuniziert und ist nicht mehr katholisch. Ubi Petrus, ibi ecclesia!

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