Samstag, 29. Oktober 2016

Wie heißt der höchste evangelische Feiertag? - "Halloween!"

Es sieht nur auf den ersten Blick so aus, als sei der Kölner Diakon und Büttenredner Willibert Pauels nach seiner kürzlichen verbalen Attacke gegen Kardinal Woelki
( ---> HIER !) nun in das nächstgrößere Fettnäpfchen getreten, indem er Martin Luther lästernd auf die Schippe nimmt. Immerhin zitiert er die Frage nach dem höchsten protestantischen Feiertag mit der boshaften Antwort "Halloween"

Aber wenn man genau hinhört, ist es doch eher ein Appell, bei Martin Luther etwas genauer hinzuschauen, um vielleicht Überraschendes zu entdecken:

>                                Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Kommentare:

  1. Summorum pontificum29. Oktober 2016 um 20:40

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  2. Randbemerkung zum Pauels-Video
    (in der Hoffnung, dass die Angelegenheit
    außer mir sonst noch jemanden interessiert ;-)):

    Wenn Pauels bzw. das "Gotteslob" den
    Text (1. Strophe) des auch von mir
    hochgeschätzten Liedes "Jesus, dir leb ich"
    Martin Luther zuschreiben,
    dürfte das nicht zutreffen.

    Ursprünglich (16. Jahrhundert) war der Text ein
    aus evangelischer Tradition stammendes Reimgebet
    und nur einstrophig; als solches Kurzgebet
    findet es sich bis heute in katholischen
    und evangelischen Gesang-/Gebetbüchern.
    Später wurde daraus zusätzlich
    ein zweistrophiges Gesangbuchlied.

    Die Urfassung des einstrophigen Reimgebets
    findet sich in zwei evangelischen Gebetbüchern
    aus dem 16. Jahrhundert, eines davon
    eine Sammlung mit Luthergebeten,
    worin im Zusammenhang von
    "Des Herrn D. Martin Luther tägliche Beichte nachzusprechen" steht:
    "Danach hat der Doctor gemeiniglich diese kurtze Wort gesprochen: Roma XIIII: O Jesu Christe, dir leb ich, dir sterb ich, dein bin ich, tod oder lebendig."

    Die Formulierung "diese kurtze Wort" gilt
    als Hinweis darauf, dass es sich um die Zitierung
    eines bereits vorhandenen Textes handelt,
    wohl den, der in einem mehrere Jahre älteren
    "Fürstengebetbuch" steht und die früheste Fassung sein könnte:
    "O Herr Jesu, dir leb ich, dir stirb ich, dein bin ich tot und lebendig."

    Schön, dass dieses biblisch fundierte Lied (Römer 14,8)
    wieder im Hauptteil des Gotteslobs steht!

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  3. Ich habe mir mal bei Wikipedia die 95 Thesen Martin Luthers aufgerufen und teilweise zusammengefasst in deutscher Übersetzung kritisch durchgelesen.

    Gerade auch als bibeltreuer Katholik muss ich sagen:

    Dr. Martin Luther hatte mit seiner Kritik der 95 Thesen völlig recht!

    Es ist unverschämt, ihn dafür heute noch von katholischer Seite zu verspotten.
    Wir haben dagegen allen Grund, uns zumindest für einige Renaissance-Päpste zu schämen.

    Mag sein, dass er in späterer Zeit auch maßlos über das Ziel hinausgeschossen ist.

    Das kann und will ich hier nicht beurteilen, da ich wenn überhaupt, seine diesbezüglichen Äußerungen nur unzureichend kenne.

    Die 95 Thesen waren jedenfalls berechtigt und mit der Bibel Übersetzung ins Deutsche hat Martin Luther eine geschichtlich unschätzbare Tat vollbracht, für die man ihm auch als Katholik außerordentlich dankbar sein muss.

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    1. Wow, so ein Posting in einem Tradi-Portal.
      Mal sehen, wie lange "Diasporakatholik" das hier überlebt.
      Die "Luther war ein Ketzer-und-Spalter"-Tradis sind schon unterwegs...

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