Montag, 24. Oktober 2016

Wie Menschen mit anderer Meinung mitten in Deutschland mundtot gemacht werden sollen...

Manchmal erschrecke ich, wie sich
das Debattenklima in Deutschland verschlechert hat - was haben wir doch (ich bin Baujahr 1950) heftig und lange über alles miteinander diskutiert, in der Oberstufe des Gymnasiums, erst recht auf der Uni, und auch auf allen möglichen Versammlungen! -

Heutzutage gibt es eine gefährliche Tendenz, die man nicht nur in Talkshows beobachten kann, sondern auch im wirklichen Leben: Menschen werden niedergebrüllt, man lässt andere nicht ausreden usw.
Aber es geht noch schlimmer, und das ausgerechnet an Institutionen,
die den geistigen Austausch besonders pflegen sollen - den Universitäten. Nach entsprechenden Vorkommnissen in Berlin hat es einen deutschen Historiker, Jörg Baberowski,  nun in Bremen noch härter getroffen:
Er darf nicht, wie angekündigt, an der Uni in Bremen auftreten, und er steht wegen seiner Meinung sogar unter Polizeischutz. Die Ironie an der Sache: Es handelt sich um einen Gewaltforscher...!

Sein Buch, über das er an der Uni mit dem Publikum reden wollte, wird übrigens hoch gelobt. Aber das ist den linken Schreihälsen vermutlich egal. Jeder darf eine eigene Meinung haben, aber sie muss genau der unseren entsprechen, sonst...
Man lese ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Blogozese:
    - Linke Schreihälse = Feinde von Demokratie und Meinungsfreiheit
    - Rechte Schreihälse = besorgte Bürger, die von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit und Demokratie Gebrauch machen.

    AntwortenLöschen
  2. Das ist in der Tat besorgniserregend!
    Wer anderer Meinung ist, dem wird direkt der Strick
    um den Hals gelegt: Du bist ein Verräter, du bist ein
    Putin-Freund, du bist...
    Wo ist bloß das hohe Gut der Meinungsfreiheit geblieben?

    AntwortenLöschen
  3. Es ist auffallend, dass es eigentlich immer
    die Linken sind, die anderen das Wort verbieten wollen,
    man denke nur an die schlimmen Erlebnisse bei den
    Demos für das Lebensrecht in Berlin,
    wo Christen niedergeschrien wurden, mit Trillerpfeifen
    und Lautsprechern gestört wurde usw.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Klar, der pöbelnde Mob in Dresden, der dort unsere Politiker aufs Übelste beschimpft und niedergebrüllt hat, das waren bekanntlich Linke... :-)

      (Komischerweise wurden diese "Linken" von Dresden nach dem 3. Oktober hier im Blog von der Mehrzahl der Kommentatoren mit viel Einfühlung verteidigt...)

      Löschen
    2. Ich finde, da lassen sich leider aus beiden
      konträren politischen Lagern genügend traurige
      Beispiele finden.
      Aber kehren wir doch vor der eigenen katholischen
      Türe: Ein Negativbeispiel gab das ZdK, als es
      die AfD einfach vom Katholikentag ausschloss:
      Mit denen reden wir nicht öffentlich!
      Das ist immer der Anfang von Meinungsdiktatur.

      Löschen
  4. "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
    (fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben, in Wahrheit von Evelyn Beatrice Hall)

    AntwortenLöschen
  5. Man braucht ja nur an die Geschehnisse im
    Bistum Limburg zu erinnern - da wurde ein Bischof
    regelrecht fertiggemacht, und jetzt sieht man sich
    noch in Schwierigkeiten, ob man ihm die Hand zur
    Versöhnung reichen kann.
    Na, das sind mir vielleicht seltsame Christen!

    AntwortenLöschen
  6. Ohne Worte. (Die Tradis verschweigen dergleichen ja sowieso.)

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dresden-unbekannte-greifen-fluechtlinge-an-a-1118221.html

    AntwortenLöschen
  7. Speedy, was wollen Sie jetzt damit sagen? Dass es auch "rechte" Gewalt gegen Asylanten bzw. Flüchtlinge gibt? Das ist eine Binsenweisheit. Aber wenn Sie Augen haben, um zu sehen, und Ohren, um zu hören, dann kann Ihnen eigentlich nicht entgangen sein, dass es die massiven sexuell motivierten Übergriffe durch Flüchtlinge sind, welche seit der unseligen Silvesternacht von Köln fast täglich von irgendwo berichtet werden. Im Gegenzug hat es nur recht wenige bekannt gewordene Gewaltakte vom rechten Rand gegeben, was sich aber sehr schnell ändern kann, wenn nicht asylberechtigte und/oder straffällig gewordene Ausländer endlich schneller abgeschoben werden. Und da ist die Politik am Zug. Sie hingegen zeigen mit Ihrem (grundsätzlich berechtigten!) Hinweis nur, dass Ihnen die Pflege Ihres Feindbildes, der angeblich "rechten" Tradis, wertvoller zu sein scheint, als dass Frauen, Mädchen und Kinder (und obendrein auch Männer, wenn die erstgenannten nicht zur Verfügung sind) künftig von grapschenden, onanierenden oder sonstwie übergriffigen Flüchtlingen verschont werden. Stellen Sie sich die Frage, ob der weibliche Teil der Bevölkerung schon vor Anrollen der Flüchtlingswelle in demselben Maße Freiwild war, wie es jetzt der Fall ist. Und bevor Sie mit dem nächsten Anti-Tradi-Argument um die Ecke kommen: Ja, auch mir ist bekannt, dass es sexuelle Übergriffe schon immer gegeben hat. Aber noch nie so flächendeckend, so penetrant und so konzertiert (Köln). Vielleicht muss sich erst mal irgendein Nordafrikaner im Bus oder in der Bahn neben Sie hocken und seinen ****** auspacken, damit Ihnen klar wird, in was für einer Lage wir uns befinden. Unzähligen Frauen jeden Alters ist dieses oder Schlimmeres schon passiert.
    Und nur falls ich jetzt für eine Rassistin gehalten werde, sei jedem gesagt, der ein Problem mit mir hat: er darf es sehr gern behalten, es ist ja seins und nicht meins!!!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================