Montag, 17. Oktober 2016

Will man es diesmal in der Presse auch wieder abstreiten? - Erneut Christenverfolgung in Deutschland!

Wir erinnern uns an die Mediendebatten über Christenverfolgung mitten
in Deutschland, und zwar in Flüchtlingsheimen. Ja, der Begriff "Christenverfolgung"
ist nicht unproblematisch, weil manche den erst gelten lassen, wenn Menschen der Kopf ab-
gehackt wird.
Doch es gibt auch die Sorte Christenverfolgung, die mit Diskriminierung und Mobbing anfängt und - wie offenbar immer noch in manchen deut-
schen Flüchtlingsheimen geschehen - mit (Todes-) Drohungen endet. "Open Doors" hat erneut einen Bericht zur Situation vorgelegt, und
der ist alles andere als erfreulich.

Man schaue ---> HIER und zur Erinnerung ---> HIER und HIER !
Erschwerend kommt noch hinzu, dass man im "BAMF" offenbar - ganz sicher sind das mal wieder Einzelfälle!? - bezüglich des Christentums möglicherweise nicht allzu viel Ahnung hat, wie ein Pfarrer schreibt,
der sich für Flüchtlinge engagiert. Seine Wortwahl ist deutlich; er hält einige Schriftstücke vom "BAMF" für "dümmlich" ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Man lese die klare Aussage der CDU/CSU:
    "Wer Christen in Flüchtlingsheimen angreift, muss gehen!"

    https://www.cducsu.de/presse/pressemitteilungen/wer-christen-fluechtlingsheimen-angreift-muss-gehen

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    1. "Wer aus einer Liste ungeprüfter Vorwürfe sofort Tatsachen macht, handelt verantwortungslos." (Heribert Hirte)

      Aktuelle kritische Reaktionen auf den Open-Doors-Bericht,
      auch seitens des CDU-Bundestagsabgeordneten Hirte,
      der selbst Vorsitzender des Stephanuskreises ist,
      eines überkonfessionellen Forums,
      das sich um die Situation verfolgter Christen kümmert:

      "Die Sprecher der Kirchen und ihrer Hilfsorganisationen Diakonie und Caritas erklärten am Montag auf Anfrage erneut, ihnen lägen keine Hinweise vor, dass Christen in Flüchtlingsunterkünften gruppenbezogener Gewalt ausgesetzt seien. Eine nach Religionen getrennte Unterbringung lehnten auch sie ab: "In Deutschland muss die Religionsfreiheit an jedem Ort für alle gleichermaßen gewährleistet sein und staatlich durchgesetzt werden."

      Wegen der unklaren Datenlage und fehlenden rechtlichen Prüfungen der bisherigen Vorwürfe forderte der CDU-Politiker Hirte zudem eine Ombudsstelle auf Bundesebene, um Beschwerden unabhängig zu prüfen. Dazu gehöre die Anhörung aller Beteiligten. "Wer aus einer Liste ungeprüfter Vorwürfe sofort Tatsachen macht, handelt verantwortungslos", sagte er."

      https://www.evangelisch.de/inhalte/139369/17-10-2016/open-doors-sieht-christliche-fluechtlinge-weiter-bedroht

      Bzw. ausführliches Interview mit Hirte hier:
      https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2016-10-17/cdu-politiker-hirte-zu-diskriminierungen-fluechtlingsheimen

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    2. Nachtrag:

      Was steckt eigentlich hinter folgenden Aussagen
      in dem vom Kreuzknappen verlinkten kathpress-Bericht:

      "Der nun bereits zweite Bericht wurde von "Open Doors" zusammen mit der "Aktion für Verfolgte Christen", dem Zentralrat orientalischer Christen in Deutschland und der Europäischen Missionsgemeinschaft vorgestellt, während die bei der ersten Präsentation anwesende "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte" und das Hilfswerk "Kirche in Not" nunmehr nicht vertreten waren." ?

      Anmerkung zu dem Satz im Artikel des Kreuzknappen:
      "Der Berliner Pfarrer Gottfried Martens hat die Ablehnung der Asylanträge von Konvertiten durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kritisiert."

      Das ist nichts Neues, das ist auch vonseiten z. B.
      der Evangelischen Kirche in Deutschland
      schon kritisiert worden:

      "Auch die EKD hinterfragt in ihrem Papier die Sachkompetenz der Behörden: "Glaubensprüfungen sind aus kirchlicher Sicht zu unterlassen." https://www.tagesschau.de/inland/taufe-101.html

      Was mich wundert, ist die auffällige Häufung
      von Flüchtlings-Taufbewerbern/-Taufen
      in ganz wenigen bestimmten frommen Mini-Gruppierungen,
      etwa in der zur Selbständigen Evangelisch Lutherischen Kirche gehörenden Berliner Gemeinde von Pfr. Martens
      (mehrere Hundert)
      oder in einer freikirchlichen Pfingstgemeinde in Hamburg,
      wo allein in diesem Jahr über 600 Taufen
      von konvertierten Flüchtlingen vollzogen werden.

      Zu den Konversionszahlen etc. im Blick auf Flüchtlinge vgl. auch hier:

      http://www.migazin.de/2016/07/29/konvertiert-mehr-als-2-000-muslimische-fluechtlinge-wurden-evangelisch/?utm_source=wysija&utm_medium=email&utm_campaign=MiGAZIN+Newsletter

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-07/muslime-christen-konvertiten/komplettansicht

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  2. Das Thema wird bewusst kleingeredet,
    weil es mit aller Deutlichkeit klar macht, wohin die
    Reise bei uns geht mit einer muslimischen Mehrheit!

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  3. Die korrekte christliche Aussage wäre "wer MENSCHEN in Flüchtlingsheimen (oder wo auch immer) angreift muss (ins Gefängnis) gehen."

    Aber wer traut sich heute noch, so wahrhaft katholische Aussagen zu machen?

    Man stelle sich vor, Maria und Josef würden heute an einer Türe im (sich ach so katholisch gerierenden)Polen anklopfen und um Herberge bitten. Oder gar im Ungarn (das sich das Christentum sogar in die Verfassung geschrieben hat!) von heute. Maria und Josef wären verloren unter diesen Christen.

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    1. Maria und Josef sind gemeinsam geflohen,
      da hat Josef nicht etwa seine Frau im Gefahrengebiet
      zurückgelassen, und sie haben auch alles selbst bezahlt
      und sie sind sofort nach Ende der Gefahr zurück in
      ihre Heimat gezogen...

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    2. Augzu mein Becher18. Oktober 2016 um 09:12

      Augsut Becher und anderen Pegidachristen gelingt es, die christliche Botschaft immer in die gewünschte Richtung zu verdrehen. An Mt 25,35 werden sie allerdings scheitern und sich zu verantworten haben.

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    3. Und sie sind gleich im Nachbarland geblieben und nicht erst durch mehrere sichere Länder gereist um in das Land ihrer Wahl zu kommen.

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    4. Herr Becher, vielen Dank!
      Ich empfinde das auch als Hohn, die Flucht
      von Maria und Josef mit der von Wirtschaftsflücht-
      lingen gleichzusetzen, die Frau und Kinder im
      Stich lassen.

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    5. Auch heute würden viele Familien gemeinsam fliehen, wenn sie die finanziellen Mittel dafür hätten, die Ihrer Meinung nach die Heilige Familie hatte. Nebenbei: wo steht in der Bibel, dass sie "auch alles selbst bezahlt" haben??

      F.M. trifft ins Schwarze. Die ach so "christlichen" Regierungen von Ungarn und Polen sind eine Schande und werden zu Recht auch von Vatikan kritisiert.

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    6. @Myonarius
      Mein Vater ging aus politischen Gründen und fehlender Perspektiven vor genau 60 Jahren auch allein "schwarz" aus der DDR in die Bundesrepublik und ließ - in gegenseitiger Absprache - Frau, Kinder und alte verwitwete Schwiegermutter zunächst allein zurück.
      Wir durften dann im Zuge einer gnadenhalber gewährten Familienzusammenführung kurze Zeit später legal ausreisen.

      Vorsicht daher mit so pauschalen vorschnellen Urteilen aus der Ferne!

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  4. Mal eine hypothetische Frage: In meinem Garten stehen vier Flüchtlinge. Einer davon will mein Haus anstecken und meine Frau entführen. Das weiß ich aus sicherer Quelle. Was genau soll ich tun? Bitte um schnelle Antwort: Der Winter steht vor der Tür!

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    1. Wie wär's mit Polizei anrufen?

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    2. Netter Versuch Ricarda. Leider am Ziel vorbei.
      Aber sei's drum: Ich möchte gerne jetzt(!) helfen. Die Polizei hat, so versicherten sie mir glaubhaft, gerade genug bei meinem Nachbarn zu tun, der ein ähnliches Problem in seinem Garten hat. Ich vertröste solange die frierenden Flüchtlinge und warte auf weitere Ratschläge. Vielleicht nicht die von Ricarda....

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  5. Werter Herr Becher, wenn Sie schon mit Maria und Josef auf der Flucht als Argument für die Abschottungspolitik der Osteuropäer kommen, sei auch noch an eine andere biblische Überlieferung erinnert, die noch etwas älter ist.
    Die Israeliten, wie man in der Josefsgeschichte der Genesis nachlesen kann, flohen in Scharen vor der Hungerkatastrophe in ihrer Heimat nach Ägypten. Nach Ende der Dürre in der Heimat kehrten sie NICHT zurück, sondern siedelten sich über Generationen in Ägypten an, weil das Leben dort einfacher und besser war. Mit der Zeit missfiel das dem Pharao und er setzte eine systematische Unterdrückungspolitik gegen diese Minderheit im eigenen Land in Gang.
    Nach Ihrer Logik müsste das Handeln des ägyptischen Diktators also Ihre ausdrückliche Billigung finden.

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    1. Ich bin zwar nicht Herr Becher, aber eine Frage hätte ich doch an Sie. Bei all Ihren wunderbaren Bibelkenntnissen haben Sie noch nie von der Bergpredigt gehört? Oder ist Ihnen diese Handlungsanweisung Jesu einfach egal? So wie Sie hier argumentieren fürchte ich letzteres.

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  6. Ich bin froh, dass sich der Kreuzknappe nach einigen irritierenden Schwankern in den letzten Monaten inzwischen wieder klar flüchtlingskritisch positioniert. Danke!

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    1. Jawoll, Herr Abendländer!
      Darauf einen siegreichen Rosenkranz!

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  7. Ein kritischer Bericht zu Open Doors: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47127/1.html

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    1. Ostuni,
      möglicherweise haben Sie übersehen, dass der Link
      nicht nur sehr alt ist, sondern auch gar nichts mit
      dem Thema der Asylheime in Deutschland zu tun hat?!

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    2. Er gibt aber einen Einblick, wie Open Doors den Begriff Christenverfolgung auslegt. Und darauf kam es mir an. Der Artikel ist von Januar 2016 - sehr alt ist etwas anderes.

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