Sonntag, 23. Oktober 2016

Wurde ein Flüchtling von Schaulustigen zum Selbstmord-Sprung aufgefordert?

Da ist der Humor meines ersten heutigen Artikels schnell verflogen, und Fremdschämen ist angesagt:
In den Medien liest man die traurige Geschichte eines Flüchtlings, der aus dem fünften Stockwerk in den Tod sprang, vermutlich dabei geradezu angefeuert durch einige Schau-
lustige. ---> HIER und HIER !

Was mir dabei allerdings auffällt, ist der Umstand, dass es in den Artikeln von dem Begriff "soll" nur so wim-
melt; bislang ist das also eher noch schlimme Spekulation und von der Polizei nicht bestätigt, wird zum Teil aber jetzt schon als Tatsache hin-
gestellt. Schlimm ist es in jedem Falle...

Nicht nur die "Gaffer" sind immer wieder ein Problem, z.B. auch bei schweren Autounfällen, bei denen mitunter sogar die Rettungskräfte behindert werden; auch im Internet kann man leider immer wieder von solchen "Ermunterungen" zum Suizid bzw. vom geradezu genüsslichen Zuschauen lesen... ---> HIER und HIER !
Ob man dem mit härteren Strafen beikommen kann?

Kommentare:

  1. Ohne das verharmlosen zu wollen:
    Ist es seriös, dass dies in der Presse schon
    als Tatsache dargestellt wird?
    Wird da nicht wieder ganz bewusst das Bild vom angeblich
    bösen Ostdeutschen erzeugt, der etwas gegen Flüchtlinge hat?

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  2. Diese niederen Instinkte stecken in sehr vielen
    Menschen drin.
    Schauen Sie nur mal auf einen xbeliebigen Schulhof
    in der großen Pause:
    Da gibt es eine Schlägerei der Schüler, und im Nu sind
    da ein Dutzend Kinder oder Jugendliche, die anfeuern:
    Hau ihm eins in die Fresse! Mach ihn fertig!

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  3. Bei den zu erwartenden Deutschkenntnisen des Asylanten werden die unterstellten "Ermunterungen" des Publikums den Ablauf wohl wenig beeinflußt haben.

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    1. (Egal, ob das mit den Zurufen stimmt oder nicht:)

      Welch hasserfüllter, zynischer Kommentar! Eines Christen absolut unwürdig.

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    2. Bevor Sie jetzt hyperventilierend zur nächsten Lichterkette rennen, lesen Sie einfach mal die Fakten, wie N-TV sie berichtet:
      "Die vom Bürgermeister genutzte Quelle habe auf Polizeinachfrage gesagt, sie wisse von jemandem, der sinngemäß gehört haben wolle, dann soll er doch springen."

      So etwas nennt man Rohrkrepierer.

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    3. Sie haben´s nicht kapiert:
      Ich habe betont, dass ich das
      auch für den Fall schreibe,
      dass das mit den Zurufen womöglich nicht stimmen sollte
      (was ich schon vorher bei T-Online gelesen hatte),
      dass es also, wie Sie schrieben,
      unterstellt sein sollte.
      Ihr Kommentar schloss ja
      eben eine Unterstellung schon mit ein,
      bezog sich aber konkret
      auf die (unterstellte) Situation.
      Auf diesen von Ihnen formulierten Satz
      habe ich reagiert.
      Er ist so oder so zynisch und hasserfüllt.

      Also nix mit Rohrkrepierer.

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    4. Ah, das mit dem "Rohrkrepierer"
      bezog sich offenbar gar nicht auf mich.
      Insofern lasse ich meinen letzten Satz
      nachträglich "entfallen".

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  4. Interessant, dieser hätte-könnte-sollte-Journalismus.
    Hauptsache, den Rechten einen reinwürgen, auch wenn man
    noch garnichts weiß.
    Wird schon etwas hängenbleiben...

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  5. Wahrscheinlich wird man uns demnächst
    noch weismachen wollen, der Flüchtling sei nur
    deshalb gesprungen, weil man ihn durch einige Zurufe
    dazu gezwungen hat...
    Ich bete für den offenbar verwirrten jungen Mann,
    aber für solche Presseleute habe ich wenig Verständnis!

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  6. Klar, es hat natürlich keine Zurufe gegeben. Alles Erfindungen der linksgruenversifften Lügenpresse, die unsere guten Rechten schlecht reden will. Tradi-Weltbild.

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  7. Alles heiße Luft
    in unseren Lückenmedien!
    Die Polizei hat erklärt, man sei mit etlichen
    Beamten vor Ort gewesen, habe aber niemanden rufen
    hören "Spring doch!" oder ähnliches.

    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_79342388/schmoelln-polizei-bestreitet-spring-doch-rufe-bei-suizid-von-fluechtling.html

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