Freitag, 18. November 2016

200 Hostien rauben und als "Kunstobjekt" schänden - für einen Richter in Ordnung?

Die katholische Nachrichtenagentur "CNA" berichtet gerade über eine Art Fortsetzungskrimi. Über den Anfang dieser traurigen Ge-
schichte schrieb ich schon vor ziemlich genau einem Jahr -
da hat wohl ein Künstler in Spanien vorgegeben, die Heilige Kommunion empfan-
gen zu wollen, und dabei nach und nach 240 konsekrierte Hostien geraubt und für ein "Kunstobjekt" verwendet... ---> HIER !

Und nun die Überraschung:  Es kam zum Gerichtsprozess gegen den Künstler, der die Hostien öffentlich ausstellte und anschließend sogar für 250.000 Euro verkauft haben soll. Der zuständige Richter befand jedoch, es habe sich lediglich um "kleine weiße runde Objekte" gehandelt, und deshalb seien die religiösen Gefühle auch nicht verletzt worden.
Das lassen sich christliche Anwälte nicht bieten und gehen jetzt gegen
diese abenteuerliche Gerichtsentscheidung vor. ---> HIER !

Ergänzende Linkbelege ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Bei solchen Richtern braucht man sich nicht mehr
    zu wundern, dass es mit uns geistig und moralisch
    bergab geht.

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    1. Volle Zustimmung!
      Fremdschämen ist angesagt.
      Man versteht Leute, die an unserem Rechtssystem
      zweifeln, manchmal ein wenig...

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  2. Völlig unverständlich. Und das in einem katholischen Land wie Spanien. Ist die heilige Eucharistie nicht schützenswert??

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  3. Wo bitte ist das Problem ? Es gab keinen Diebstahl und was der Mann mit seinen Oblaten macht, ist doch seine Sache.
    Nebenbei fehlt natürlich jeglicher Nachweis, dass es sich bei den ausgestellten Oblaten überhaupt um welche aus einer Kirche handelt, denn bisher konnte ja noch niemand den Unterschied zwischen einer konsekrierten und einer "profanen" Oblate nachweisen oder auch nur erkennen.

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    1. Ich gehe davon aus, Gallowglas,
      dass Ihre Wortmeldung satirisch gemeint war.
      Jedem Katholiken ist bekannt, wie man mit der
      heiligen Kommunion umgehen darf und wie nicht.

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  4. Nein, das war ganz und gar nicht satirisch gemeint, sondern vollkommen realitätsbezogen.
    Einen Diebstahl gab es nicht (die Oblaten wurden ihm ja freiwillig gegeben) und Oblaten bleiben Oblaten, ganz egal, was Christen da so glauben.
    Ergo liegt auch keine Straftat vorliegen ... Wie das Gericht ja so richtig erkannt hat...

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    1. Mir scheint, Gallowglas hat nicht
      mitbekommen, wie die Medien und die Bevölkerung
      auf den Gerichtsbeschluss und auf die angebliche
      Kunstaktion reagiert haben,
      und ich verrate noch ein "Geheimnis" - es gibt
      genügend Anwälte, die ganz anderer Meinung sind
      als dieser seltsame Richter, und deswegen wird das
      Verfahren in zweiter Instanz neu aufgerollt.

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    2. Dies ist im spanischen Strafgesetzbuch
      der Artikel 525 (in meiner Übersetzung):

      1. Wer zwecks Verletzung der Gefühle von Anhängern eines religiösen Bekenntnisses deren Dogmen, Glaubensüberzeugungen, Rituale oder Zeremonien öffentlich verhöhnt oder, ebenfalls öffentlich, diejenigen schikaniert, die diese Religion ausüben, wird mit einer Geldstrafe in Höhe von 8 bis 12 Monatsgehältern belegt.
      2. Auf dieselbe Weise wie in Absatz 1 wird bestraft, wer öffentlich auf mündliche oder schriftliche Weise diejenigen verhöhnt, die sich zu keiner Religion bekennen.

      Ob das im jeweils konkreten Fall zutrifft, unterliegt stark der persönlichen Auslegung des betreffenden Gerichts. Nur höchst selten kommt es zu Verurteilungen.

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  5. Das ist irrelevant, natürlich reagiert der religiöse Mob allergisch auf eine gerechte Entscheidung, aber ein Rechtsstaat dürfte sich davon nicht beeindrucken lassen.
    Und wie gesagt, solang niemand den Unterschied zwischen einer normalen und einer konsekrierten Oblate nachweisen kann, bleibt Oblate Oblate ....

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  6. Diese Entscheidung sollte ignoriert und der dem "Künstler" die Hostien weggenommen werden. Mit oder ohne seine Zustimmung.

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    1. Ach, will hier wer zu einer Straftat anstiften ?

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    2. In solchen Fällen gilt (wie Petrus sagte): man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Märtyrer haben ihr Leben für den Leib Christi geopfert. Kein Gesetz kann uns verbieten, unser allerheiligstes zu beschützen.

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    3. Ich erinnere an den heiligen Tarcisius. Und auch an den damaligen Wiesbadener Stadtdekan Johannes zu Eltz...

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  7. Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

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