Freitag, 25. November 2016

Auch "katholisch.de" verteidigt jetzt die vier Kardinäle: "Gute Hirten sind keine Häretiker"

Mutig, mutig! - Heute liest man bei "katholisch.de" einen Kommentar von Redak-
teur Kilan Martin unter der Schlagzeile "Gute Hirten sind keine Häretiker"

Der Autor ist der Meinung, die vier Kardinäle hätten mit ihrem offenen Brief an den Papst, der so viel Wirbel verursacht hat, nur ihre bischöfliche Aufgabe erfüllt. Ihr Schreiben sei als Unterstützung des Papstes gedacht; sie seien "offenkundig" um die kirchliche Disziplin bemüht. Und schließlich könnten Zweifel immer auch hilfreich sein, denn "zweifeln heißt nicht ablehnen"...   ---> HIER !
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Kommentare:

  1. Danke dem Kreuzknappen und besonderen Dank an
    "katholisch.de", sich der katholisch-medialen
    Hinrichtung der vier Kardinäle zu widersetzen!
    Empfehlenswert auch die Leserzuschriften
    dort - die katholische Kirche ist fast schon
    zerrissen,
    und das geht auf das Konto des derzeitigen Papstes!

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  2. Dem schließe ich mich vorbehaltlos an. Mehr solch mutiger Kardinäle, Bischöfe und Priester, dann hätten Häretiker auch keine Chancen mehr, das katholische Lehramt so zu verwässern. Entweder für Christus oder gegen Christus.

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  3. Nun ja,
    das ist nicht "katholisch.de",
    sondern geschickerterweise nur ein Artikel,
    der als Meinungsbeitrag ("Standpunkt")
    angegeben ist.
    Sowas ist praktisch, denn dann kann man im Bedarfs-
    falle so oder so argumentieren, einmal war es
    "katholisch.de", und ein anderes Mal war es nur
    eine persönliche Meinung.
    Davon abgesehen finde ich den Standpunkt von
    Kilian Martin gut.

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  4. Opus-Dei-Freund Kilian Martin hat natürlich völlig Recht: Man muss aufpassen, die Kritik an den Papst-Kritikern nicht zu überziehen, sonst wäre die "Königssteiner Erklärung" auch "häretisch", schlicht weil die Bischöfe damals anderer Meinung waren als der Papst.

    Allerdings wird von den Hardlinern ja seit Jahrzehnten genau dies gepredigt: "Königsstein" sei der Gipfel der Häresie gewesen.
    Tausendfach haben "Tradis", "Neokonservative" und Opus-nahe Kleriker und Journalisten in den letzten Jahrzehnten von den dt. Bischöfen verlangt, "Königsstein" müsse endlich explizit verdammt und als unkatholisch weggeräumt werden.

    Wurde aber nicht gemacht, und jetzt ist sogar der Papst Anhänger von "Königsstein" und der darin vertretenen Gewissenslehre. Das ist für das Opus natürlich bitter.

    Das ist auch der tiefere Grund dafür, warum der sonst in dieser Wiederverheiratetendebatte nicht groß aufgefallene Kdl. Meisner mit von der Partie ist. Als Opus-Dei-Protektor von Deutschland ist er natürlich auch betroffen.

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  5. Es ist ein Unterschied, ob sich Kardinäle gegen einen Papst stellen, der die Lehre der Kirche vertritt, oder ob sie sich gegen einen Papst stellen, der seine eigene Lehre vertritt. Königstein kann man nicht mit der Dubia der vier Kardinäle vergleichen.

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    1. Und wer bestimmt, was die "Lehre der Kirche" ist? Ich hatte bisher gelernt, nicht ein Konzil, nicht die Bischofssynode, sondern nur der Papst.

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    2. Das ist das Grundproblem von allem. Die so genannten "Tradis" meinen, sie hätten die "Lehre" gepachtet und wüssten genau, was richtig ist. Das ist genau dieselbe Haltung, die auch die Gegner von Jesus hatten. Genau darum wurde der Herr von vielen Superfrommen abgelehnt.

      Dabei ist ja in der jüngsten Debatte längst bewiesen, dass das Wiederverheiratetenproblem eine Frage der "Disziplin" ist und gar nicht die "Lehre" betrifft. Wem du seine Sünden vergibst, hat mit der "Lehre" gar nicht großartig zu tun, sondern ist im Wesentlichen bloß eine Frage der Menschlichkeit und Großmuts.

      Die ganze Diskussion dreht sich in Wirklichkeit gar nicht um die "Lehre" über die Ehescheidung, sondern um die Lehre über das Verurteilen fremder Sünden.
      Viele konservative Christen wollen sich ihr Steckenpferd nicht nehmen lassen, ihr Näschen in fremde Angelegenheiten zu stecken und darüber zu urteilen, ob andere Leute "Sünder" sind. Dabei steht genau das wirklich im Widerspruch zur Lehre Jesu.

      Das ist die Botschaft der "Revolution der Barmherzigkeit", die der Papst auslösen möchte. Er will damit also die Lehre Jesu klarstellen und nicht etwa angreifen.

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    3. Jegliche kirchliche Lehre muss sich an Christi Wort, dem Wort Gottes, messen lassen.
      Gottes Wort ist uns in der Bibel im AT und im NT überliefert.
      DAS ist der Maßstab.
      Auch wenn hier gegen Kardinal Meissner gestänkert wurde - er steht zusammen mit seinen 3 Mitbrüdern im Kardinalsamt hinsichtlich seiner kritischen Anfrage an den Papst in der Tradition des hl. Apostels Paulus, der seinerzeit dem ersten Papst Petrus in einer wichtigen Glaubensfrage "ins Angesicht widerstanden hat".

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