Montag, 21. November 2016

Das heutige päpstliche Schreiben "Misericordia et Misera" im Wortlaut...


... gibt es z..B. bei "kath.net" oder in italienischer Sprache bei "aciprensa" zu lesen.
Die Sensationen bezüglich Piusbrüder halten sich in sehr, sehr überschaubaren Grenzen. 

Ich lese gerade selbst im Doku-
ment; später mehr!
  ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ich hatte mir hilfreiche Erkenntnisse erhofft
    und habe dem Link des Kreuzknappen folgend den
    Text gespeichert und sogar auf 11 Schreibmaschinen-
    seiten ausgedruckt - und ich bin ziemlich enttäuscht:
    Viele, viele Worte, salbungsvoll und theoretisch,
    und immer nur einseitig den barmherzigen Jesus be-
    trachtend und seine Warnungen vor dem Gericht gründ-
    lich verschweigend,
    mal wieder ein typischer Text des derzeitigen Papstes!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, das habe ich ähnlich gemacht,
      aber gottlob nicht ausgedruckt!
      Für die Praxis von uns Gläubigen bringt dieser
      Text des Papstes rein garnichts.
      Die Gemeinden sollen an e i n e m Sonntag im Jahr
      "ihr Engagement für die Verbreitung, die Kenntnis
      und die Vertiefung der Heiligen Schrift" sorgen,
      na toll!
      Die Priester werden in dem Dokument - ach, wie
      neu und originell! - aufgefordert, "sich mit großer
      Sorgfalt auf den Dienst der Beichte vorzubereiten",
      wobei ich ergänzen möchte:
      Und dann sitzen sie im Beichtstuhl und keiner kommt!
      Wenn ich dann lese "Das Sakrament der Versöhnung
      muss seinen zentralen Platz im christlichen Leben
      wiederfinden", dann empfinde ich das als Hohn:
      Was hat die Kirche denn mit ihren großen organisato-
      rischen, medialen und Finanzmitteln im Jahr der
      Barmherzigkeit konkret auf die Beine gestellt,
      um das Beichten bekannter und attraktiver zu
      machen? - Meiner Meinung nach fast nichts!
      Dass man auch weiterhin bei den Piusbrüdern beichten
      darf, empfinde ich nicht als Sensation, sondern als
      Selbstverständlichkeit, ohne die man die laufenden
      Einigungsgespräche gleich an den Nagel hängen könnte.
      Also:
      Außer vielen Buchstaben ziemlich wenig!
      Sehr schade!

      Löschen
    2. Studiosus,
      volle Zustimmung!
      Mal wieder eine Portion Papier, und das war's.
      Besonders schlimm empfinde ich die de-facto-
      Abwertung der Bibel, für die man gerade mal
      einen einzigen Sonntag opfern soll.
      Krass!

      Löschen
    3. Ja, ja, gewiss, August Becher,
      beim bei den Tradis schon fast für heilig
      erklärten Papst Benedikt waren die veröffent-
      lichten Schreiben selbstverständlich alle
      ganz leicht lesbar und voller praktischer
      Ideen...
      Herr, wirf Hirn vom Himmel...!

      Löschen
    4. @Ricarda: Ich gebe Ihnen Recht. Man hat bei den "Tradis" den Eindruck, dass da die Konditionierung schon zu tief verwurzelt ist, als dass sie Texte des Papstes noch vorurteilsfrei lesen könnten.

      Die Konditionierung ist:
      Benedikt=gläubig katholisch - Franziskus="modernistisch", also nicht wirklich katholisch.

      Löschen
    5. der neue Leser Solideo21. November 2016 um 14:22

      Warum sind einige hier so negativ eingestellt?
      Ein Papier ist immer nur ein Papier,
      und ob es zum Leben erweckt wird,
      das liegt an dir und an mir, lieber Mitchrist!
      In Punkt 20 heißt es im Papstschreiben,
      "Wir sind aufgerufen, eine Kultur der Barmherzig-
      keit wachsen zu lassen..."
      Wie heißt es doch so schön und treffend:
      Herr, erneuere deine Kirche,
      und fange bei mir an...!
      Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie sich
      vom Jahr der Barmherzigkeit inspirieren lassen.

      Löschen
    6. Ich danke dem neuen Leser "Solideo"
      für seine guten Worte. Ihr Beitrag hebt sich
      wohltuend von manchem "Kindergarten" hier im
      Blog ab.

      Löschen
    7. @Solideo

      "HERR - erneuert Deine Kirche - und fange bei mir an!"

      Mit diesem aus China stammenden christlichen(!) Gebet hat unser Erzbischof von Hamburg sein jüngstes sehr lesenswertes Hirtenwort vom 12.Nov.2016 überschrieben.

      Löschen
  2. ... und die deutschen Medien, auch die Theologie-
    fachleute wie Daniel Deckers von der FAZ, schweigen
    mal wieder, so wie gestern zur eindringlichen Warnung
    vor Abtreibung als "sehr schwerwiegende Sünde".
    Man wird nicht gerade gut informiert...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wolle Sensenbrenner21. November 2016 um 16:37

      Das stimmt aber nicht. Die Stellungnahmen des Papstes gehen doch schon seit Tagen rauf und runter in den Medien und gerade heute war überall von der Abtreibung die Rede, sogar in den Radionachrichten auf allen Sendern.

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-11/katholische-kirche-papst-franziskus-abtreibung-vergebung

      Löschen
    2. Was für ein Quatsch, Herr Sensenbrenner!
      Wenn Sie genauer hingeschaut hätten,
      hätten Sie bemerkt, dass die Presse von
      "Misericordia et Misera" vor allem zitiert hat,
      dass nun munter weiter abgetrieben werden kann:

      http://www.oe24.at/welt/Papst-Pfarrer-duerfen-Abtreibung-vergeben/259411099

      http://www.rp-online.de/panorama/ausland/papst-franziskus-verlaengert-erlaubnis-zur-vergebung-der-abtreibung-aid-1.6410364

      Löschen
    3. Wolle Sensenbrenner21. November 2016 um 18:05

      Komisch, scheint selektive Wahrnehmung zu sein.
      Ich habe in allen Berichten überall die klare Feststellung gehört, dass die kath. Kirche Abtreibung (selbstverständlich nach wie vor) streng verbietet. Sonst wäre die Meldung ja auch widersinnig.

      Löschen
  3. Interessant, was sich gerade in diesem Moment
    die allerersten deutschen Medien
    aus dem Papstschreiben herauspicken.
    Dreimal dürfen sie raten...

    http://www.rp-online.de/panorama/ausland/papst-franziskus-verlaengert-erlaubnis-zur-vergebung-der-abtreibung-aid-1.6410364

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch hier irrt der Papst. Die Kirche hat immer gelehrt und tut dies immerhin auch heute noch, dass Abtreibung nicht nur ein besonders abscheuliches Verbrechen ist, sondern schlicht und einfach MORD. Und zwar Mord auf der sittlich alleruntersten Stufe, weil an einem allerschwächsten Menschen, einem ungeborenen Kind verübt.
      Dieses ist, dgmatisch gesprochen, eine Sünde wider den heiligen Geist. Und Sünden wider den Heiligen Geist können gemäß der Schrift NICHT vergeben werden. Auch nicht von einem Papst.

      Löschen
  4. Nicht nur die Besucherzahl des Heiligen Jahres
    ist sehr deutlich hinter den Erwartungen zurückge-
    blieben (statt der geschätzten 30 Millionen nur 20 Mio.
    Besucher),
    auch die Erwartungen an das päpstliche Schreiben
    "Misericordia et MiserA" haben sich nicht erfüllt.
    Es klingt wie ein Abschiedsschreiben eines Papstes, der
    an seinen Rücktritt denkt und noch mal sein wichtigstes
    Anliegen zusammenfassen will,
    ansonsten ist es für die Praxis bedeutungslos.

    AntwortenLöschen
  5. Wie nicht anders erwartbar, wird im päpstlichen Schreiben keine Inkorporation (z. B. in Form Personalprälatur) der Piusbruderschaft verkündet – entgegen aus Hoffnung oder Befürchtung genährten Vorab-Sensationsmeldungen („Paukenschlag“) in manchen traditionalistischen Blog.

    Das einzige, was im Papstschreiben bzgl. der Piusbruderschaft steht, ist unter Punkt 12.) die Verlängerung der vor einem Jahr erlassenen päpstlichen Verfügung zur Gültigkeit/Erlaubtheit der Absolution bei den Piusbrüdern. Darüber hat die Piusbruderschaft (trotz aller Dankbarkeitsbekundungen ggü. dem Papst) damals schon heimlich gelacht, weil sie von der Gültigkeit der bei ihnen gespendeten Absolution sowieso überzeugt ist; O-Ton Piusbruderschaft: „In der Verwaltung des Bußsakramentes hat sie sich immer und mit völliger Sicherheit auf die außerordentliche Jurisdiktion, wie es die Normae generales des Kanonischen Rechtes festhalten, gestützt.“

    Erfordernisse zur gültigen Absolution sind gültige Priesterweihe und eine Absolutions-Befugnis (facultas), die entweder von Rechts/von Amts wegen oder durch rechtmäßige, gültige Verleihung des zuständigen Ortsbischofs (ordentliche Beichtjurisdiktion) erhalten wird. Die Piuspriester haben zwar keine ordentliche Beichtjurisdiktion, von Piusseite wird aber behauptet, in der gegenwärtigen angeblichen „Notlage der Kirche“ „suppletiere“ (ersetze) die Kirche diese fehlende Jurisdiktion (außerordentliche Jurisdiktion). Ergo: Absolution auch ohne Papst-Verfügung gültig. Das sieht Rom (zumindest offiziell) anders – sonst machte die Papst-Verfügung bzw. deren jetzige Verlängerung keinen Sinn.

    AntwortenLöschen
  6. Teil 2:

    Aber selbst wenn es zu einer Inkorporation der Piusbruderschaft käme (z. B. in Form Personalprälatur): Was würde sich in praxi (vor Ort) ändern?

    Die Piusleute, die Petrusleute, die Opus-Dei-Leute, die (Neo-)Konservativen, die Liberalen etc., sie würden – soweit erreichbar – weiterhin in „ihr“ Gotteshaus gehen und unter sich bleiben. Möglicherweise würde einige Anhänger der (von den Piussen abgespaltenen) Petrusbruderschaft dann zur Piusbruderschaft mit ihrer harscheren Kritik u. a. an zentralen Dokumenten von Vaticanum II wechseln. Viele Katholiken dürften allerdings auch arg verprellt sein, wenn die Piusbruderschaft mit ihren Positionen inkorporiert würde.

    Und wenn die Oberen der Piusbruderschaft im Zuge einer Inkorporation Zugeständnisse ggü. Rom machen und auf einen weniger harten Kurs einschwenken würden? Dann wären die Piusse zum einen kaum noch von anderen altrituellen Gemeinschaften unterscheidbar, ganz speziell nicht von den Petrussen, zum anderen dürfte es bei den Piussen dann aufgrund des „Schmusekurses“ zu weiteren Abspaltungen der Pius-Hardliner kommen (wie schon geschehen).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Diejenigen, die heute noch bei den Piussen sind, sind ohnehin schon halbe Modernisten, v.a. der kapitulantenhafte Fellay, der schwächste Obere, den die FSSPX jemals hatte. Man hat sich vom apostatischen Rom über den Tisch ziehen lassen. Die wirklich gläubigen Traditionstreuen haben die FSSPX zu Recht verlassen. Wer noch echt katholisch sein will, darf den Schein-"Papst" niemals anerkennen und muss sich um die Bischöfe Williamson und Tissier scharen.

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================