Dienstag, 22. November 2016

Deutsche Journalisten wurden gefragt, welcher Partei sie am nächsten stehen...

Die nachfolgenden Angaben entnahm ich den weiter unten verlinkten Artikeln. Wie in solchen Fällen von mir gerne formuliert: Das kommentiere ich nicht weiter! 
Wie Sie, liebe Leser, richtig vermuten, sind die meisten deutschen Journalisten persönlich mit deutlichem Abstand für die GRÜNEN, dann für die SPD. Diejenigen Journalisten, die eher der CDU nahestehen, sind anteilmäßig unter 10 Prozent. ---> HIER und HIER ! 
Wir sind bei den heutigen Fundsachen aus dem Internet, und da gibt es zum Ausgleich auch eher Lustiges zu berichten, wie z.B. diese originelle Heiratsanzeige ---> HIER !
Bei einem Traktor-Video schlagen zumindest die Herzen der großen Jungs höher... ---> HIER !
Zum Schluss noch 22 Beweisfotos, dass Rechtschreibung nicht ganz einfach ist... ---> HIER !
                     Ich wünsche allen einen schönen Tag !!!

Kommentare:

  1. 35 % für die GRÜNEN - nicht schlecht!
    Ich fürchte allerdings, dass dies nur die halbe
    Wahrheit ist, denn es ist faktisch ziemlich unerheb-
    lich, wenn der einzige Redakteur des "Hintertupfinger
    Heimatboten" ein GRÜNER ist; maßgeblich und tonangebend
    sind die Journalisten in den Leitmedien und an den
    Hebeln der Macht im Fernsehen, und da brauchen Sie nur
    einige Polit-Magazine zu studieren, dann wissen Sie,
    dass der Anteil der Linksgrünen dort deutlich höher ist.

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    1. Kreuzknappe hinkt der Zeit ziemlich hinterher ;-) …

      Ja, „deutsche Journalisten wurden gefragt“ – aber wann denn? 2005 und 2010.

      Ich zitiere einen Satz aus meinem Kommentar schon vorab:
      „Die Jüngeren gehen mittlerweile anders in den Job: cooler, pragmatischer, ganz ohne Parteibindung.“

      Die verlinkte Blog-Meldung (gelb markierter Link) stammt aus 2013,
      die darin erwähnte Weischenberg-Studie selbst stammt sogar schon aus 2005 (!):
      https://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/sowi/journalistik/kvvarchiv/KvvArchiv/jouridmp.pdf

      die zweite Studie (orange markierter Link, statista, Lünenborg-Studie)
      stammt aus 2010 (das statista-Copyright 2016 wirkt da etwas irreführend):
      https://www.dfjv.de/documents/10180/178294/DFJV_Studie_Politikjournalistinnen_und_Journalisten.pdf

      Man vergleiche mal die Unterschiede zwischen beiden Studien: In der von 2005 gaben 19,6 % der Befragten an, keine Parteipräferenz zu haben, 2010 waren es schon 36,1 %. Oder: 2005 gaben 35,5 % an, eine Neigung zu den Grünen zu haben, in der Studie von 2010 waren es 26,9 Prozent.

      Armin Scholl, Mitautor der Weischenberg-Studie aus 2005, sagte 2013 ergänzend zu eben dieser Studie, dass schon 2005 nur noch ein Fünftel der befragten Journalisten ein politisch-aktionistisches Berufsverständnis hatte – und das mit sinkender Tendenz. Die Jüngeren gingen mittlerweile anders in den Job: cooler, pragmatischer, ganz ohne Parteibindung. Link dazu im Folgenden.

      Differenziert Zeit-Artikel aus 2013, der sich
      im Kern auf die Studie aus 2010 bezieht,
      aber auch einen Mitautor der Studie aus 2005 zitiert:

      „Ist es ein Problem, wenn die politischen Präferenzen einer meinungsbildenden Gruppe derart stark von den Überzeugungen der übrigen Gesellschaft abweichen? … Berichtet sie zu unkritisch über die Partei, die sie selbst bevorzugt? ...

      Ja, es gebe solche Tendenzen, sagt der Mainzer Kommunikationsforscher Hans Martin Kepplinger: "Die grünen Themen – Ökologie, Gleichberechtigung, Pazifismus – sind auch deshalb gesellschaftlicher Mainstream geworden, weil die Journalisten hierzulande so stark darüber berichtet haben." …
      Dieses Schema gilt allerdings nicht durchgängig …so Kepplinger. …

      Die Berliner Politikwissenschaftlerin Lünenborg will denn auch gar keinen Zusammenhang zwischen der politischen Neigung von Journalisten und deren Berichterstattung erkennen. In ihrer Studie, die im Frühjahr 2010 erschien, habe sie keine solche Korrelation nachweisen können, sagt Lünenborg.

      Ähnlich sieht es der Kommunikationswissenschaftler Armin Scholl, Mitautor einer Studie an der Uni Münster im Jahr 2005. "Es gehört zu den professionellen Einstellungen von Journalisten, Distanz zu wahren", sagt Scholl. Einen Bonus dank Parteipräferenz gebe es nicht. Außerdem gehe der Anteil der Agitatoren in der Presse ohnehin zurück. "2005 hatte nur noch ein Fünftel der Journalisten ein politisch-aktionistisches Berufsverständnis, mit sinkender Tendenz", sagt Scholl. Die Jüngeren gingen heute anders in den Job: cooler, pragmatischer, ganz ohne Parteibindung.

      http://www.zeit.de/2013/39/gruene-journalisten




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    2. Ja, ja, ein Artikel "Das Herz der Journalisten
      schlägt weit links", der vom 23. September 2013 (!)
      stammt und von mir zitiert wird,
      hinkt der Zeit hinterher...
      Sicher sind in diesen drei Jahren ganze Generationen
      neuer Journalisten in den Redaktionen am Werke...
      Wer's glaubt...

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    3. "Es gehört zu den professionellen Einstellungen
      von Journalisten, Distanz zu wahren", zitiert
      Leser Pjotr einen Politikwissenschafter.
      Da fällt einem angesichts der Magazin-Sendungen
      in ARD und ZDF nur noch ein: Der gute Mann scheint
      Jahrzehnte außerhalb von Deutschland verbracht
      zu haben oder besitzt keinen Fernseher!
      Doch Pjotr macht ja auch selbst darauf aufmerksam,
      dass - bei aller bekannten Problematik von Umfragen -
      im Jahre 2010 immer noch ein gutes Viertel der
      Journalisten für die GRÜNEN schwärmt, hinzu
      kämen dann noch, was man nicht unterschlagen sollte,
      die zusammen 20 %für SPD und Linke, und - zum
      Vergleich 9 % für die CDU...
      Wer in öffentlich-rechtlichen Redaktionen gearbeitet
      hat, kennt das System: Sei vorsichtig, sage nichts
      Unüberlegtes...
      Wenn trotzdem fast die Hälfte der Journalisten OFFEN
      zugibt, für Linksgrün große Sympathien zu hegen,
      kann man angesichts der Scheu und der Dunkelziffer
      auch gut und gerne von zwei Dritteln ausgehen.
      Das deckt sich auch mit meinen persönlichen
      Erfahrungen.
      Leser Pjotr sei empfohlen, mal die Politik-
      Magazine im Fernsehen zu gucken!

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    4. Nein, nein, werter Kreuzknappe ;-).

      Das „Es schlägt links“ im von Ihnen verlinkten Text aus 2013
      (gelber Link) bezieht sich speziell auf die Studie aus 2005 (!).

      Am 21.09.2013 erschien auf derselben Seite ein Text mit dem Titel:
      „Wo schlägt das politische Herz von Redakteuren?“
      http://www.journalismus-handbuch.de/wo-schlagt-das-politische-herz-von-redakteuren-4055.html

      Darin (man höre und staune!):
      „Gemeinhin werden Redaktionen eher links eingeordnet, offenbar weil Intellektuelle sich eher links drehen. Gibt es seriöse empirische Untersuchungen aus Redaktionen? Antworten erbeten!
      Die Bildzeitung schreibt heute nicht, wie die Redakteure wählen; sie zeigt 50 Reporter, die sagen, wen sie nicht wählen. Die unbeliebteste Partei bei den ausgewählten Bild-Reportern sind die Grünen und die Linken; die FDP zieht weniger Abneigung auf sich als die beiden Volksparteien und die AfD.“

      Am 23.09.2013 folgte die von Ihnen verlinkte Version mit nämlichem Text,
      bei dem allerdings der Titel verändert und der Text erweitert wurde.
      http://www.journalismus-handbuch.de/das-herz-von-journalisten-schlagt-weit-links-4078.html

      Der Titel hieß nun auf einmal:
      „Das Herz von Journalisten schlägt weit links“.
      Die Einleitung:
      „Die Frage lautete hier am 21. September: Wo schlägt das politische Herz von Redakteuren?“
      Die vom Textautor nun gegebene Antwort:
      „Es schlägt links“.

      Und diese Titel-Änderung bzw. Antwort bezieht sich explizit auf nichts anderes
      als auf die Text-Erweiterung um die Studienergebnisse aus 2005.

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    5. zu Pjotr um 12.27 Uhr:
      Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher,
      wen Sie hier veräppeln wollen -
      mich oder gar sich selber?
      Erst einmal bestätigen Sie zum wiederholten Male,
      dass die meisten Redakteure links ticken.
      Und dann wollen Sie mir die Redaktionsmitglieder
      der "BILD" aus 2013 als Beweis dafür verkaufen,
      dass unsere deutschen Journalisten ja gar nicht
      links, sondern eher rechts ticken.
      Ich gehe mal davon aus, dass Ihnen bekannt ist,
      wem die BILD gehört und damals gehörte.
      Und ich nehme mal an, dass Sie davon wissen,
      dass es dort für jeden Mitarbeiter im Verlag
      "Fünf Grundsätze" gibt, zu deren Beachtung man
      sich verpflichten muss,
      so wie etwa beim SPD-"Vorwärts" auch kein CDU-
      Mitglied mitmachen darf.
      SPRINGER ist bekanntlich eher rechts ausgerichtet,
      Ihr Beispiel taugt aber nicht für die gesamte
      deutsche Presse.

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    6. Zu „Richard Dorn“ um 13:27 Uhr:

      Nee, überhaupt nix mit Veräppeln …

      1.) Ich habe das mit der BILD-Zeitung nur (und auch bloß „nebenbei“) zitiert, weil in der ersten Version des Artikels „Wo schlägt das politische Herz von Redakteuren?“ einzig und ausgerechnet das und tendenziell Vergleichbares (Zitate) stand, also Abneigung insbesondere gegen Grüne und Linke, was ja etwas seltsam wirkt angesichts des direkt vorangehenden „… gemeinhin … Redaktionen eher links eingeordnet“ im selben Text. Einzig darauf bezog sich mein: „Man höre und staune.“ Ich verkaufe die BILD-Redakteure also überhaupt nicht als Beweis für irgendwas, und in der Tat: Dieses Beispiel taugt selbstverständlich nicht für die gesamte deutsche Presse. Habe ich auch nie behauptet. Hätte ich allerdings angesichts des entstandenen Missverständnisses besser rauslassen sollen.

      2.) In meinem Kommentar ging es aber „eigentlich“ um ganz was anderes, nämlich: dass Kreuzknappe mit diesem verlinkten Artikel aus 2013 in der Tat der Zeit insofern hinterherhinkt, als sich dieser Artikel (in der verlinkten Zweitversion) mit dem „Das Herz von Journalisten schlägt weit links“ explizit auf eine Studie aus 2005 (!) bezieht.

      (So, nun aber, bezogen auf mich selbst: Klugscheißermodus
      und Korinthenkackermodus AUS ;-) )

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  2. Es gibt garantiert viele Journalisten,
    die aus diesem oder jenem Grund bei einer solchen
    Befragung nicht die Wahrheit sagen. Bei ARD und ZDF
    gilt durch die zahlreichen Parteienvertreter im
    Aufsichtsrat der Parteienproporz, und jede Partei
    will "ihre" Kandidaten bei der Besetzung der nächsten
    wichtigen Posten unterbringen.

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  3. Da die "C"DU längst auch eine linkssozialistische, antikirchliche Partei geworden ist, fällt die Bilanz noch desaströser aus.

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  4. Der von mir geschätzte Journalist und Deutschlandfunk-Redakteur Jürgen Liminski schrieb schon vor Jahren, dass 70% der Journalisten linksgrün ausgerichtet sind.
    Das gilt für die Öffentlich-rechtlichen Sender aber auch für viele Zeitungen und Zeitschriften.
    Ich beobachte das auch bis in meine Lokalpresse hinein.
    Natürlich gibt es rühmliche Ausnahmen bei Zeitungen, die trotzdem ein qualitativ hohes Niveau aufweisen: z.B. die in Würzburg erscheinende überregionale katholische Zeitung "Die Tagespost". Aber es sind halt Ausnahmen von der Regel.
    Ich habe längst meine Konsequenzen aus den obigen Erkenntnissen gezogen, konsumiere Medien äußerst wachsam und kritisch und weise auch meine Umgebung nach Möglichkeit auf tendenziöse Berichterstattung hin.
    Zudem kaufe ich nach Möglichkeit nur solche Medien, von denen ich mich nicht indoktriniert fühle. Nach wie vor tut ihnen das Vorenthalten finanzieller Mittel am meisten weh.
    Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen ist eine Wahl ja leider nicht möglich: Hier werden ja von jedem Wohnsitzinhaber zwangsweise Gebühren dafür erhoben; undemokratische geht's nimmer. Ich werde aber auch nie vergessen, dass wir diese Regelung dem SPD-POLITIKER Kurt Beck als damaligen Vorsitzenden der entsprechenden Medienkommision zu verdanken haben.
    Da habe ich ein Gedächtnis wie ein Elefant und bin äußerst nachtragend in meinem Wahlverhalten:
    Niemals SPD, Grüne, Linke...

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