Dienstag, 29. November 2016

Evangelische Christen: "Hier irrt sich der Bischof" - Wir beten nicht zu demselben Gott!

Der evangelische Bischof Prof. Dr. Martin Hein hatte kürzlich erklärt, Juden, Christen und Muslime beteten zu "demselben" Gott
( ---> HIER !).
Das jedoch kam nicht überall gut an; evan-
gelische Mitchristen empören sich über diese unzulässige Vereinfachung und weisen ihn zurecht: "Hier irrt sich der Bischof!" - so be-
richtet die evangelische Nachrichtenagentur "idea" ---> HIER !
Das Gottesbild "Allah" mit dem christlichen Gottesbild zu identifizieren, sei "ein dreistes Stück".  - Gibt's dazu Meinungen?

Kommentare:

  1. Nun, das Christentum baut u.a. auf dem Judentum auf und der Islam wiederum auf diesen beiden, also ist es nur logisch davon auszugehen, dass es sich dabei um die gleiche Gottheit handelt.
    Der Islam hat eben nur das Gottesbild des alten Testaments übernommen und nur wenig vom neuen Testament.

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    1. Naja, der übliche religionsferne Plumpaquatsch.

      Christentum, Judentum und Islam beten nun aber eben gerade keine "Gottheit" an. Wenn sie das täten, könnten es ja durchaus auch ganz unterschiedliche "Gottheiten" sein. Gerade weil alle drei Religionen (und noch eine ganze Reihe mehr) wissen, dass es keine "Gottheiten" gibt, können sie auch nicht verschiedene Götter haben. Übrigens wissen sog. Atheisten das auch. Atheisten haben also auch denselben Gott wie wir alle.

      Die einzigen, die anscheinend nicht (mehr) wissen, dass es keine "Gottheit(en)" gibt, sind diejenigen, die ohne nachzudenken darauf beharren, Christen hätten einen Sondergott. Das ist aber nicht der Fall. Hätten wir den, wären wir wirklich Götzenanbeter und die jüdische (sic!) und muslimische Kritik am Christentum wäre korrekt.

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    2. @Jorge
      Da liegst du natürlich falsch, dieser "Gott" ist auch nichts anderes als all die tausenden anderen Götter, an die irgendwann mal irgendwer geglaubt hat, eine fiktive Figur.
      Und natürlich haben Atheisten keinen Gott, weil es einen solchen nicht gibt.

      Allerdings kann man diesen Fehler den wenigsten Religiösen übel nehmen, denn Glauben ist ein anerzogenes Verhalten und niemand kann etwas dafür, wie er sozialisiert wurde.
      Man kann dem zwar durch Aufklärung und Bildung entgegen wirken, aber dennoch werden die Kinder i.d.R. die Religion ihrer Eltern übernehmen.

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    3. Es gibt nur einen Gott, daher beten die 3 monotheistischen Religionen zwar denselben Gott an, haben aber nicht denselben Glauben bezüglich dieses Gottes und beten daher in ganz verschiedener Weise zu ihm. Die Anbetung Gottes und der Glaubeist daher bei Islam und Christentum völlig verschieden verschieden. Eine Gleichsetzung in irgendeiner Form ist abwegig!

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    4. Ja, so ist es einigermaßen korrekt.

      Unterschiedliche Gottesbilder und Vorstellungen vom Allerhöchsten gibt es aber natürlich auch innerhalb des Christentums.

      Das Gottesbild eines "Tradis" (der wörtlich an das unfehlbare Lehramt glaubt) oder Evangelikalen (der wörtlich an die unfehlbare Bibel glaubt) unterscheidet sich ja auch stark von dem eines vernünftig glaubenden Christen, der Glaubenswahrheiten nur akzeptiert, wenn sie rational einsichtig und plausibel sind. Trotzdem glauben alle an die Trinität und Jesus Christus und beten auch zusammen, sind oft sogar Mitglieder derselben Kirche.

      Die Unterschiede sind also nicht so dramatisch, wie manche annehmen.

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  2. Genauso gut könnte man mit Fug und Recht
    behaupten, alle Straßen dieser Welt führten nach
    Hinterpusemuckel.
    Klar, wenn man alle Kreuzungen, Umleitungen und Umwege
    einfach nicht mitzählt, kommt man von jeder chinesischen
    Kleinstadt aus in jedem beliebigen Dorf in Bayern raus.
    Wer also behauptet, das sei derselbe Gott,
    der sagt die Wahrheit - und er lügt zugleich.

    Wir sehen ja schon in unserem Alltag, wie verschieden
    die Gottesbilder der Menschen sind, bis hin zur Behaup-
    tung, weil man ihn nicht sehen könne, gäbe es auch
    keinen Gott.
    Der multikulturelle Gott, der von manchen modernen Theo-
    logen angepriesen wird, ist ein Phantasieprodukt der
    Bequemlichkeit, die man als Toleranz verkauft.
    Es gibt nur einen Gott, woran das AT und das NT zur
    Genüge erinnern. Das freilich bedeutet nicht, dass man
    respektlos gegenüber Andersgläubigen sein dürfte!
    Die "Inklusivtheorie" besagt, dass letztendlich alle
    irgendwie diesen Gott der Christen auch meinen,
    wenn sie nach Gott suchen.
    Man braucht einem Muslim ja nur mal zu fragen, ob er
    z.B. an die Gottheit Jesu glaubt oder an die Dreifaltig-
    keit, dann trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.
    Die Flüchtlinge, die z.T. unter Gefahr
    dem Islam entsagen und Christen werden wollen,
    wissen es aus eigenem Erleben, was Islam bedeutet,
    besser als mancher neunmalkluge Professor und Bücher-
    wurm.

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    1. Nun, erstmal ist jeder Gott ein Phantasieprodukt ..

      Aber an deiner Stelle wäre ich vorsichtig, deine "Argumente" die "Gottheit Jesu" oder die Dreifaltigkeit betreffend, denn damit würdest du genau so "beweisen", dass der Gott des AT nicht der gleiche wie im NT ist, denn auch die Juden leugnen die Gottheit Jesu und die Dreifaltigkeit, logischerweise...

      Und dass Gläubige sich gegenseitig bedrohen und verfolgen Ist ja nichts ungewöhnlich, darin waren die verschiedenen christlichen Gruppen untereinander ja sehr aktiv.

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  3. Ich dachte Knäppchen war Lehrer? Gott und Gottesbild sind voneinander zu unterscheiden. Alle drei monotheistischen Religionen glauben an den einen und einzigen Gott, kann also nur derselbe sein ;-) Die Gottesbilder, das menschliche Reden und Denken von diesem Gott, das unterscheidet sich allerdings.

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  4. ein christlicher Leser29. November 2016 um 08:49

    Gott hat uns laut der Bibel gesagt, dass er die Menschen
    als sein Ebenbild geschaffen hat. Zwischen Gott und Mensch müssen also wesensmäßige Ähnlichkeiten bestehen.
    In der Bibel hat sich Gott uns mit bestimmten persönlichen Eigenschaften bekannt gemacht, hat uns etwas von seinen Gedanken und Beweggründen mitgeteilt.
    Das gilt eben auch für das Verhältnis des Menschen
    zu Gott. Und Gott will, dass wir ein persönliches
    Verhältnis zu ihm haben, dass wir ihm vertrauen und
    ihn lieben.
    Nach dem Koran aber hält Allah als hoch erhabene
    Majestät den Menschen als seinen „dienenden Sklaven“
    auf entsprechendem Abstand. Allah teilt ihm nichts
    von seinem inneren Wesen mit. Nach dem Koran ist Allah
    ein emotional unbeteiligter Gott,ohne besondere innere Anteilnahme für den Menschen.
    Deshalb kann der Mensch mit seiner Sünde, abgesehen
    von einer Ausnahme, Allah auch innerlich weder beleidigen
    noch erzürnen.
    Nach der Bibel ist die Sünde gegen den Mitmenschen
    immer zugleich auch eine Sünde gegen Gott. Dagegen kann
    Allah nur eine einzige Sünde beleidigen, weshalb diese
    Sünde auch unvergebbar ist, nämlich wenn ihm eine weitere göttliche Person „zugesellt“ wird (arab. „Schirk“).
    Diesen Vorwurf erhebt der Islam gegen die Christen,
    weil sie Gott als den Vater und den Sohn und den heiligen
    Geist bekennen. Alle anderen Sünden sind im Islam nur Verfehlungen gegen andere Menschen und lediglich formaler Ungehorsam gegen Allah.
    Ganz offen sagt der Koran, dass sich der Mensch nur als sklavischer Diener Allah nähern dürfe. Das Gottesbild des
    Islam ist nicht einladend, sondern furchterregend und abstoßend.
    Im Gegensatz zum Koran hören wir aus der Bibel,
    dass Gott ein Herz hat und über Menschen sowohl zornig
    werden, als sich auch über Menschen freuen kann und
    Mitleid mit ihnen haben kann.

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    1. Mit Verlaub, das ist Unsinn! Ich zitiere den Evangelisten Johannes:

      Jo 1,18 Niemand hat Gott je gesehen. (Außer Christus natürlich, er ist ja Gott).

      Paulus betont am Anfang des Thessalonicherbriefs, dass gerade die Bildlosigkeit (Du sollst dir kein Bild von Gott machen) den christlichen Gott von den zahlreich bebilderten Götzen der Antike unterscheidet. Wir sind da dem Islam näher als Sie denken. Und ja, wir haben Christus, der uns einen anderen Zugang verschafft, dennoch bleibt der Gott der gleiche, wenn er der Eine ist.

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  5. Ein Muslim glaubt nicht an den Dreifaltigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Also beten die Muslime nicht den selben Gott an. Dass dieses Bekenntnis von einem evangelischen Bischof kommt, erstaunt nicht. Da wo der Heilige Geist nicht weht, kann auch die Wahrheit nicht sein. Dies bestätigt mal wieder, dass die evangelische Kirche eigentlich eine Sekte ist, die auf einen Häretiker als Stifter reingefallen ist. Luther brennt in der tiefsten Hölle. Tut Busse ihr Ungehorsamen und kommt zur Mutterkirche, der einen heiligen, katholischen, apostolischen Kirche zurück und lasst endlich ab von eurem Irrtum.

    Hört auf ein falsches Evangelium zu predigen. Gott ist zwar barmherzig, doch er ist auch gerecht. Alles steht und fällt mit den 10 Geboten. An ihnen muss sich der Mensch messen lassen.

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    1. Siehe oben, auch Juden glauben nicht an die Dreifaltigkeit, trotzdem beten Juden und Christen den gleichen Gott an (oder geht es im AT um einen anderen Gott als im NT ? .. Aber dann macht es keinen Sinn, wenn du dich auf die 10 Gebote des jüdischen Gottes berufst.)

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  6. Nur wer so ignorant ist,
    Jesus zu leugnen, kann über diese Frage ernsthaft
    kontrovers diskutieren.
    Es gibt nur einen Gott, den christlichen.
    Wie uns die Bibel lehrt, gibt es aber Götzen,
    die von Menschen für Götter gehalten werden.
    "Du sollst keine fremden Götter neben mir haben!"

    Das wirkliche Problem ist, dass der Gott des Islam und der Gott der Bibel inkompatibel sind. Der christliche Gott ermutigt zu Freiheit, Liebe, Vergebung, Wohlergehen und Gesundheit. Der moslemische Gott scheint die gegenteiligen Werte zu haben. Der Koran sagt, dass Jesus am Tag des Gerichts den Gedanken widerlegen wird, dass er der Sohn Gottes ist. Die Bibel sagt, dass sich eines Tages jedes Knie vor ihm beugen wird.

    Jesus antwortete: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." (Johannes 14:6)

    http://www.eaec-de.org/Beten_alle_zum_selben_Gott.html

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    1. "Es gibt nur einen Gott, den christlichen."

      Behaupten Christen, Moslems behaupten es gibt nur Allah, Juden behaupten, es gibt nur JHWH usw. Jede monotheistische Religion behauptet, dass es nur ihren Gott gibt und "beweist" dies mit ihrer jeweiligen "Heiligen Schrift" ... Das ist kein Argument.

      "Das wirkliche Problem ist, dass der Gott des Islam und der Gott der Bibel inkompatibel sind"
      Doch, die beiden Gottesbild er sind sogar sehr ähnlich (ebenso wie die Gebote und Feindbilder perfekt übereinstimmen.)
      Und natürlich wird Gott im Koran auch als liebend, barmherzig, vergeben etc beschrieben

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  7. Was der kleine Posu, der offenbar Zwerg-
    formen liebt, um 8.37 Uhr geschrieben hat,
    ist gar nicht so dumm:
    Man sollte einen Unterschied machen zwischen Gott
    und den gebastelten Gottesbildern, die sich die Men-
    schen so machen.
    Und dann sollte man auch mal einen Blick auf die
    Praxis werfen, wie sie aus der Deutung der Heiligen
    Schriften gelehrt und ausgeübt wird.

    Kleiner Lesetipp, damit Sie wenigstens wissen,
    warum Ihnen die Hand abgehackt werden soll:

    http://www.gottinberlin.de/2015/09/05/haut-ihnen-jeden-finger-ab/

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  8. Wir [Christen] haben über das Wesen Gottes durch niemand Geringeren als den HERRN, also Gott selbst(!), Kunde erhalten - vornehmlich im Johannesevangelium.

    Ich maße mir nicht an, das Geheimnis der heiligen göttlichen Dreifaltigkeit bis in die tiefste Tiefe und die letzten Einzelheiten erklären zu können.
    Aber soviel weiß ich darüber:

    "Gott ist nicht einsam."
    und:
    "Deus caritas est - Gott ist die Liebe."

    Beide Aussagen lassen sich in der Tatsache zur Deckung bringen, dass Gott in 3 in absolut ungetrübter und vollkommener Liebe verbundenen göttlichen Personen existiert.

    Dabei ist die Liebe zwischen Gottvater und Gottsohn so intensiv und vollkommen, dass sie selbst Person ist - eben der Heilige Geist.

    Anders gewendet:

    "Die vollkommene und durch nichts getrübte Liebe zwischen GOTTVATER und GOTTSOHN in Person - das ist der HL. GEIST."

    Wir brauchen uns da nicht vor dem Judentum oder gar dem Islam zu verstecken oder wegen unserer Gottesvorstellung in irgendeiner Weise zu genieren noch zu entschuldigen.

    Es ist vielmehr so, dass wir -eben durch Christus selbst - einen tieferen Einblick in das Wesen Gottes bekommen haben als diese beiden Religionen, die auf dem Einen Gott bestehen.

    Es ist bei ihnen so wie bei einem Astronomen, der ohne Teleskop eine ferne Galaxie lediglich als Einen verschwommenen Lichtpunkt am Himmel ausmachen kann, obwohl sie sich mit den entsprechenden Hilfsmitteln betrachtet als wesentlich differenzierter aufgebaut darstellt.

    Im Gegensatz zu den frühkirchlichen Kirchenvätern verkünden heute Geistliche leider nur noch selten diese Wahrheiten den Gläubigen gut verständlich und nachvollziehbar.

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  9. Wer selbst ausgedachte Götter anbetet, betet nicht den wahren, den Katholikengott an. Daher betreiben Juden, Protestanten und Mohammedaner wie auch alle anderen Götzendiener Götzendienst. Das ist unfehlbare Lehre der Kirche (“Der Häretiker besitzt überhaupt keinen Glauben“).

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