Mittwoch, 16. November 2016

Gegen die AfD gerichtlich vorgehen? - Das Erzbistum Bamberg macht einen Rückzieher!

Wir erinnern uns: Der Bamberger Erzbischof Schick wolle juristisch gegen die AfD vorgehen, konnte man am 5. November lesen.
Bei "Facebook" (auf der Seite der AfD) hätten etliche Hass-
kommentare gegen ihn ge-
standen, und außerdem ver-
stoße man gegen das Urheber-
recht und verkürze seine Aus-
sagen zum Thema sinnentstellend. ---> HIER !

Ich hatte da schon meine Bedenken geäußert, ob dieses Vorgehen klug
und erfolgversprechend ist. Ursprünglicher Aufhänger war übrigens die Äußerung von Erzbischof Schick gewesen, er könne sich auch einen mus-
limischen Bundespräsidenten durchaus vorstellen. ---> HIER !

Heute rudert das Erzbistum Bamberg zurück, die gerichtliche Auseinan-
dersetzung sei "entbehrlich geworden", weil die AfD erklärt habe, sie könne dem durchaus zustimmen, dass ein muslimischer Bundespräsident denk-
bar sei. ---> HIER

Es bleiben wohl noch einige Fragen offen: Wie ist das nun mit dem Urheberrecht? - Wurde das Argument vom Erzbistum fallen gelassen? - Wie ist das mit dem Vorwurf, es habe Hasskommentare gegeben - zählt
das jetzt nicht mehr?

Ich bin mal gespannt, ob es Reaktionen auf die neue Entwicklung gibt...

Kommentare:

  1. Es war doch von Anfang an klar, dass dies keine sonder-
    lich kluge Entscheidung des Erzbistums war, weil der Fall
    so oder so nur für mehr Publicity für die AfD sorgen würde.
    Nun hat man gesichtswahrend den geordneten Rückzug ange-
    treten, und das ist auch gut so!

    AntwortenLöschen
  2. Es wäre ja erst noch zu beweisen, dass die zu
    Recht beanstandeten Hasskommentare bei Facebook
    von Parteimitgliedern der AfD stammen.
    Das Erzbistum wurde in diesem Falle juristisch und
    medienmäßig offenbar sehr schlecht beraten und
    kann nun heilfroh sein, mit dieser Art Kompromiss
    aus der Nummer herauszukommen.

    AntwortenLöschen
  3. Auslöser war, das sollte man nicht vergessen,
    der Erzbischof selbst, mit seiner nicht unbedingt
    erforderlichen Bemerkung, er könne sich einen
    Muslim als Bundespräsidenten durchaus vorstellen.
    Klar, das kann sich fast jeder in Deutschland durch-
    aus vorstellen, aber das ist nicht der Punkt.
    Einem katholischen Bischof hätte es gut angestanden,
    sich da in der Diskussion etwas zurückzuhalten und
    wenn überhaupt, dann für einen katholischen Bundes-
    präsidenten zu plädieren.
    Ich meinerseits kann mir übrigens gut vorstellen,
    dass Erzbischof Schick in Jerusalem beim gemeinsam
    Besuch mit Kardinal Marx und seinem evangelischen
    Amtskollegen auch das Brustkreuz abgenommen hat.
    Und darüber zu reden wäre mal interessant!

    AntwortenLöschen
  4. Ordinariatsgeschädigter16. November 2016 um 20:14

    Also entweder war es Volksverhetzung oder nicht,
    da kann das Erzbistum keinen Deal machen,
    sondern das ist ein Offizialdelikt, und da muss so oder
    so von der Staatsantwaltschaft ermittelt werden.

    AntwortenLöschen
  5. Es wird jetzt öffentlich so hingestellt, als sei
    die AfD angekrochen gekommen und habe irgendwelche
    Aussagen zurückgenommen.
    Man hält es aber nicht für nötig, den Lesern Näheres
    darüber zu verraten, und mir scheint, die AfD hat jetzt
    lediglich klargestellt, was man schon früher von ihr
    hätte hören können, wenn man mit ihr gesprochen hätte,
    statt eine unsinnige Anzeige zu erstatten.
    Im übrigen stimme ich dem "Heimattreuen" in seinem
    Leserbrief zu - unsere Bischöfe haben in erster Linie
    die katholischen Interessen zu vertreten und weder
    das Kreuz abzunehmen noch die Aufgaben von Politikern
    zu übernehmen.
    Nach anfänglich gutem Start wird Erzbischof Schick
    inzwischen immer mehr zur zeitgeistigen Enttäuschung
    für treue Katholiken.

    AntwortenLöschen
  6. Mal wieder bezeichnend, wes Geistes Kind die selbsternannten "treuen Katholiken" sind, dass sie immer gegen ihre Kirche und für die AfD Partei nehmen. Das sind keine treuen Katholiken, sondern knallharte rechtsextreme Politruks.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================