Dienstag, 15. November 2016

Kardinal Marx: Wenn das Brustkreuz aus Höflichkeit verschwinden muss...

... dann kann das auch nach Wochen noch Nachbeben in katholischen Medien geben. Ich selbst hatte das Thema eigentlich schon abgehakt,
die Argumente sind weitgehend "ausgetauscht", wie man so sagt, obwohl da gar nichts getauscht wird, und die "Missetäter" beharren weit-
gehend auf ihrer Sichtweise, dass sie doch nur nett sein wollten, und die andere Seite hält ihnen immer noch Verrat vor.
Nun denn, einfach noch mal der Vollständigkeit halber ein Rückblick und der aktuelle Stand beim Thema "Kreuzverleugnung"... ---> HIER
und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die selbsternannten Glaubenswächter der "Blogozese" sollten ihren Dauerempörungsmodus mal ein bißchen runterfahren und in Ruhe das Foto der beiden Bischöfe betrachten, das Pater Hagenkordt von "Radio Vatikan" hier veröffentlicht hat:
    http://blog.radiovatikan.de/der-bekennermut-der-anderen/

    Und, was sehen wir da? Marx und Bedford-Strohm mitten auf dem Tempelberg - MIT Brustkreuz, für jedermann sichtbar.

    Die Wirklichkeit ist also auch hier mal wieder etwas anders und differenzierter als uns die nur in schwarz-weiß tickenden Tradis weismachen wollen, die nur darauf warten, unseren Bischöfen eins auszuwischen.

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    1. Ich dachte schon, die hätten die Kreuze abgelegt. Wer verbreitet denn auch einen solchen Blödsinn?

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    2. Sie haben durch die Bilder nachweislich beides gemacht, die Kreuze ablegt, aber auch wieder umgelegt.
      Was eine jedenfalls dazu bringen könnte, die Bekennerempörungs-Phonstärke deutlich runterzufahren.

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    3. Es geht hier ja eindeutig nur(!) um das Ablegen des Kreuzes, nicht um das Umlegen. Das sollte man schon phonstark zum Ausdruck bringen, ohne dass gleich Schnappatmung bei den Friedensstiftern einsetzt.

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    4. Da ist nichts zu differenzieren. Die Herren haben sich Christus-verleugnend selbst
      Für die Fotos posiert sogar , in dem Spießerblättchen der Dom stehen sie so auf dem
      Titelblatt.

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  2. Ich bin etwas erstaunt, dass auch der Kreuzknappe
    so wie viele andere mehr oder weniger an diesem
    scheußlichen Einzel-Ereignis kleben bleibt.
    Dabei ist das doch nur ein Mosaiksteinchen zum ganzen
    Bild der Verweichlichung und Verdunstung des Glaubens,
    auch und vor allem in den Führungsetagen der Kirche.

    http://www.evangelium21.net/downloads/pdf/pressemitteilungen/Pressemitteilung_M.Lohmann_Lasst_uns_das_Kreuz_hochhalten.pdf

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  3. Man schaue sich dieses große Foto an.
    Das sagt alles. Weit und breit kein Kreuz.

    http://bdb.katholisch.de/content/upload/contentfiles/kna_161020-93-000050_marx_bedford_tempelberg_1900.jpg

    Aber man kam auch nicht einfach im Anzug,
    nein, man wollte schon seine Bischofswürde mit der
    Kleidung demonstrieren.

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  4. Gerade noch ein fröhliches Foto ohne Kreuz entdeckt:

    http://static.evangelisch.de/get/?daid=FsfgTPU3QbRY16YS2S0MRi1Z00156965&dfid=i-201

    Darf man eigentlich wissen,
    was die Christen vor Ort für einen Eindruck von
    diesem Besuch haben?
    Monsignore Schroel ist ja deutlich geworden:

    http://www.kath-kommentar.de/2016/11/das-kreuz-mit-dem-kreuz/

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  5. Es ist wahrlich heldenhaft, sich am sicheren heimischen Schreibtisch hinter einem Bildschirm und im Schutz anonymer Nicknamen als "Bekenner" zu inszenieren, jederzeit bereit, für Christus sein Leben hinzugeben und sich den Kopf abschneiden zu lassen, und den Bischöfen Glaubensabfall und fehlenden Bekennermut vorzuhalten.
    Wirklich, ganz toll und sehr mutig ist das! Das wird viele noch Zweifelnde vom katholischen Glauben überzeugen.

    Interessant, dass das oben von Leser "Ottaviani" verlinkte Photo der Bischöfe mit Brustkreuz auf dem Tempelberg von den "Bekennern" mit Schweigen übergangen wird - was nicht ins vorgefertigte Bild passt, darf halt nicht sein.

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    1. Solche "Argumente", Frau Seibert,
      nennt man aus gutem Grund "Totschlag-Argumente",
      weil man damit alles kaputt schreiben kann,
      das passt zu jedem Thema - ja, daheim am Schreibtisch,
      da...
      Nur unterstellen Sie damit den betreffenden Lesern
      etwas, was Sie nicht wissen können und nicht beweisen
      können, das sollten Sie mal bedenken.
      Und was das Foto MIT Brustkreuz betrifft:
      Umso schlimmer, da hat man also noch schnell ein Foto
      MIT Kreuz gemacht, bevor man es verschwinden ließ!

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    2. Und woher wissen Sie das so genau, was Sie am Schluss behaupten? Gehörten Sie der Delegation an??

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    3. Bekennermut zu Christus auf dem Tempelberg besteht aber nun eben gerade darin, nicht demonstrativ ein großes Kreuz auf dem Körper zu tragen, wie es die Mörder von 1099 taten. Christus steht doch nicht auf der Seite von Kinderschlächtern. Das Zeichen der Bischöfe ist das einzig Richtige in dieser Situation. Das Kreuz plakativ anzubehalten, wäre ein Kotau vor dem mörderischen Religionsverständniss des IS.

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  6. Das Christentum in Deutschland hat nicht den Mord von 6 Mio Juden verhindert, da kann man als deutscher Christ in Jerusalem durchaus demütig auftreten., auch gegenüber Muslimen.

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    1. Die Deutschen waren 1099 aber glücklicherweise doch ziemlich außen vor. Das damalige Massaker war eher die Tat reformfreudiger Romanen. Der Elsässer Otto von Hohenstaufen war so ziemlich der einzige hochrangige deutsche Kleriker auf dem Ersten Kreuzzug; und der musste nur zur Strafe mitgehen, um den Reformern seine Treue zu beweisen, nachdem er die Lager gewechselt hatte.

      Die Masse der deutschen Kirche hielt damals aber noch zu Wibert von Ravenna, also Papst Clemens (III.). Der trat generell als Friedensfreund in Erscheinung und war anderes als sein frz. Konkurrent Urban und dessen Nachfolger Paschalis, der das Massaker auf dem Tempelberg ausdrücklich gelobt hat, nicht an dem Kreuzzugsunternehmen beteiligt.

      Wiberts Grab wurde später von Reformanhängern geschändet und seine Knochen in der Lagune von Ravenna verstreut, damit sich ja niemand mehr an ihn erinnert. Dabei ist Clemens (vllt. noch mit Anaklet) eigtl. der einzige offiziell als "Gegenpapst" geführte ma. Papst, die einer echten Würdigung heute noch Wert wären, sowohl aus christlicher wie aus deutscher Sicht.

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  7. Die Wort-Automaten und Ausredenerfinder sind kreativ,
    nicht nur hier im Blog.
    Wenn man also die größere Heldentat darin sieht,
    das Kreuz abzulegen,
    dann wäre es ja nur konsequent, wenn wir in Deutschland
    auch noch mehr solcher Bekenntnisse ablegen
    durch
    - Abschalten und Verkauf der Glocken
    - Abmontieren der Kirchturmkreuze
    - Verzicht auf Religionsunterricht
    und auf andere provozierende Gesten und Einrichtungen.
    Ja, lasst uns Christus demütig bekennen,
    indem wir wahren Bekennermut zeigen und die den Zeitgeist
    irritierenden Kirchen allesamt schließen!

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