Dienstag, 8. November 2016

Kardinal ordnet an: Weihnachtsbäume gehören nicht in die Kirche !!!

Wenn ich das richtig sehe,
ist diese Nachricht nicht brandneu, sondern stammt vom Dezember 2015, kurz vor Weihnachten. Sie berührt aber ein grundsätzliches Thema, und daher habe ich diesen Leser-
hinweis gerne aufgegriffen.
Der Erzbischof von Colombo, Sri Lanka, Kardinal Malcolm Ranjith, hat angeblich das Aufstellen von Weihnachts-
bäumen in den katholischen Kirchen untersagt - so behaup-
ten zumindest die Medien. --  Der Weihnachtsbaum habe keinerlei Be-
deutung für die Liturgie,
sondern dieses Symbol werde mittlerweile zum Symbol des Kommerzes und der Einkaufszentren. Wenn man mal genau darauf achte, dann stände zu Weihnachten im Petersdom in Rom auch kein Weihnachtsbaum, sondern dieser stände draußen auf dem Petersplatz.

Medien berichteten, dies habe der Bischof in einem Brief an die Priester des Erzbistums erklärt. In einigen Medien kann man dann allerdings er-
gänzend noch lesen, dass sich "viele Priester" nicht an diese Anordnung gehalten haben, und es gab sogar einige empörte Reaktionen.

Ich fürchte, wenn es darüber hierzulande eine Debatte gäbe, dann gingen die Wogen so richtig hoch...
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Obwohl Ranjith als "konservativ" gilt bin ich sicher, dass dieser Vorschlag (den ich bedenkenswert finde, denn die Begründung stimmt ja) bei unsere Tradis nicht auf Gegenliebe stoßen wird. Die finden ja grundsätzlich alles gut und verteidigenswert, was eine lange "Tradition" ist, egal, wie theologisch und liturgisch sinnhaft es ist...

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  2. Der Kardinal irrt!
    Im Petersdom gibt es sehr wohl einen Weihnachtsbaum,
    er wird lediglich nicht geschmückt.
    Im Video sieht man das genau, an einem Pfeiler auf
    der linken Seite direkt vor dem Altar - etwa bei
    Minute 0:34...

    https://www.youtube.com/watch?v=hJ7tZh8sVt4

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  3. Ach, an Weihnachten werden alle kirchlich
    Fernsehenden noch mal so richtig sentimental -
    und benötigen den Kuschelgott in der Krippe,
    Weihrauch und den Baum.
    Und dann heißt es: Süßer die Opferkörbchen nie klingen!

    http://www.cicero.de/salon/moderne-religiositaet-weihnachtschristen/58663

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    1. Ja, beim kuscheligen Krippenkindzauber und all dem damit einhergehenden Zinnober an "Sitten" und "Gebräuchen", die mit dem theologischen Gehalt des Christfestes nichts zu tun haben, finden dann auch Tradis und Modernisten in schönster weihnachtlicher Harmonie zueinander. Das soll man nicht gering achten... :-)

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  4. Ich erinnere mich gern an den schönen, kerzen-
    geschmückten Tannenbaum zu Weihnachten. Vielleicht sind
    die Kinder von heute noch ebenso fasziniert.
    Doch wenn ich die Wahl hätte zwischen Krippe und Tannen-
    baum - so würde ich mich immer für ersteres entscheiden.
    Ich bin stolze und dankbare Besitzerin einer solchen über Jahrzehnte alten und handgearbeiteten Weihnachtskrippe. Schon sie herzurichten ist alljährlich ein Grund zur
    Freude.
    Ausserdem - es tat mir immer leid, den schönen und noch grünen und somit gut erhaltenen Weihnachtsbaum nach wenigen Wochen dem Grünabfall zu überlassen.
    Also auch aus diesem Grund - lieber Krippe als Baum!

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