Dienstag, 22. November 2016

"katholisch.de" hat im Vatikan aktuell "Unmut" entdeckt, weil Abtreibung in der Beichte leichter vergeben werden kann...

Im päpstlichen Dokument "Misericordia et Misera" hat Papst Franziskus bekannt-
lich nun allen Priestern die Möglichkeit eingeräumt, die "sehr schwerwiegende Sünde" der Abtreibung zu vergeben. Das stoße im Vatikan "offenbar teilweise auf deutliche Beden-
ken"
, heißt es in einem heutigen Artikel. -- So habe der emeritierte Kurienerzbischof Gianfranco Girotti kritisiert, die Frauen hätten durch die Erklärung des Papstes den Eindruck gewonnen, "ihnen werde leicht vergeben"... ---> HIER !

Es sollen also "etliche Geistliche" sein, die auch diese Bedenken haben, aber die allermeisten trauen sich nicht, ihren Unmut zuzugeben.
Im Akzent und in der Information etwas anders findet man die Meldung übrigens auch bei "Radio Vatikan"; ein Vergleich lohnt sich. ---> HIER !
Soso, es rumort also mal wieder - aber die meisten wollen sich demnach lieber nicht mit Papst Franziskus anlegen, oder wie ist das zu verstehen?

Vielleicht wäre auch eine Art institutionelle Gewissenserforschung nicht ganz falsch: Haben wir als in der Kirche Verantwortliche wirklich alles in unseren finanziellen und organisatorischen Kräften liegende getan, um Schwangeren beizustehen und ihnen die Entscheidung für das Kind zu erleichtern?

Kommentare:

  1. Nur mal so gefragt:
    "katholisch.de" auf dem besten Wege zum
    Krawall-Magazin?
    Bei "Radio Vatikan" liest sich die Story wesentlich
    entspannter und informativer.

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  2. ohneGottgehtsprima22. November 2016 um 14:59

    Erzählen Sie mal irgendjemand,
    was die katholische Kirche hier für ein Theater
    veranstaltet!
    Wenn jemand beichtet, so habe ich das verstanden
    (ich bin nicht katholisch), dann bereut er / sie doch
    die getanen Sünden.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Gott das Herz des
    Sünders sieht und ihm verzeiht,
    egal, was da so ein alter Opa im Beichtstuhl erzählt!!!

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    1. Jorge Sensenbrenner22. November 2016 um 15:38

      Richtig, das ist auch die katholische Auffassung.

      Das hat Papst Benedikt XVI. im Dez. 2011 ausdrücklich bestätigt: Wenn das Herz stimt, verzeiht Gott mit oder ohne Beichte.
      http://www.kath.net/news/34410

      Man nennt diese Auffassung auch "Kontritionismus", ein Begriff aus der mittelalterlichen Bußdebatte.

      Trotzdem sprechen sowohl er als auch sein Nachfolger weiter von der Beichte als einer Notwendigkeit.
      Da muss man drüber nachdenken, denn die alte Ideologie vom Beichtzwang (ohne Beicht gibt es gar keine Vergebung) ist seit Benedikts Klarstellung nicht mehr verbindlich und sicherlich auch nicht im Sinne seines Nachfolgers.

      Die Beichte als *Instrument* der Barmherzigkeit trifft es wohl am ehesten.

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    2. Wer jemals das Glück hatte,
      einen guten Beichtvater zu finden, der ein
      Seelenführer ist und einem wirklich gute Rat-
      schläge gibt, der kann über die Ablehnung der
      Beichte nur den Kopf schütteln.

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    3. Das ist aber nur die halbe Wahrheit,
      Herr Sensenbrenner!
      Die Beichte geht auf Jesus selbst zurück:
      „Wem ihr die Sünden nachlasst, dem sind
      sie nachgelassen ...“

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  3. Jorge Sensenbrenner22. November 2016 um 15:48

    So habe der emeritierte Kurienerzbischof Gianfranco Girotti kritisiert, die Frauen hätten durch die Erklärung des Papstes den Eindruck gewonnen, "ihnen werde leicht vergeben".

    Emeritiert ist emeritiert.
    Manchmal können "alte Opas" nerven, da hat @ohneGottgehtsprima teils schon recht.

    Mir fällt daran aber noch ganz was anderes auf:
    Wer den Kreuzknappen liest und seine Linkempfehlungen verfolgt, ist besser informiert! Heute darf man nämlich sowieso gar nicht mehr sagen: "Frauen", wenn es um Abtreibung geht, weil ja nicht nur Frauen abtreiben.
    Schon das ist also diskriminierend.

    Das stand in einem Link vom Knappen vor ein paar Tagen bei dem Bericht über den Berliner Apotheker.
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/11/farbbomben-gegen-apotheke-geworfen-und.html

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    1. Natürlich treiben Frauen ab. Ohne den Entschluss einer Frau zu Kindsmord keine Abtreibung. Im übrigen wurde neulich schon von eimem theologisch kompetenten Leser daran erinnert, dass Abtreibung ein so abscheuliches Verbrechen und schwere Sünde wider den Hl. Geist ist, dass sie gar nicht vergeben werden KANN.

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    2. Sind Sie eigentlich ein Mann oder eine Frau?
      Oder heißt es bei Ihnen: "Wir sind viele"?

      ;-)

      Spaß beiseite, ich wollte eigtl. nur auf die Genderblüte hinweisen, die mir im Umfeld der antifaschistischen Aktion gegen die Berliner Apotheke aufgefallen war und die ich einfach bloß lustig fand.

      Frauenfeindliche Äußerungen wie von Herrn und Frau Kuby liegen mir fern. :-)

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