Freitag, 18. November 2016

"katholisch.de": Kirchenrichter ist unzufrieden mit der Neuregelung von Papst Franziskus!

Manche Reformen von Papst Franziskus finden nicht nur Zustimmung, sondern bei einem Teil der Katholiken
und Theologen auch klare Ablehnung. Dazu gehört z.B. die "Vereinfachung" des Ver-
fahrens zur Eheannullierung, dem manche Kirchenrichter zustimmen, manche aber warnend ihre Stimme erheben. Gerade berichtet "katholisch.de" über einen Kirchenrichter, der befürchtet, dass die Qualität der Rechtsprechung leidet... ---> HIER !

"katholisch.de" hatte auch früher schon über deutliche Widerstände berichtet - und über die Reaktion des Papstes darauf... ---> HIER !
Etwas ironisch gefragt:  Kann man nicht einfach sagen, dass sowieso die meisten katholischen Ehen ungültig sind? ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wie erfreulich: Auch "katholisch.de" übt schon mal,
    ein Tradi-Organ zu werden. Viel Erfolg dabei!

    AntwortenLöschen
  2. Der Papst reagiert mal wieder beleidigt.
    In einem aktuellen Interview erklärt er, einige
    verstünden ihn halt nicht, es gebe nun mal nicht
    nur schwarz oder weiß.
    Oder wie Jesus immer zu sagen pflegte: Dein Ja
    muss gar kein Ja sein, es kann auch ein vielleicht sein,
    oder ein mal sehen, ob ich Zeit habe...
    Ironiemodus aus: Oder war es vielleicht ein wenig
    anders bei Jesus? (Bergpredigt)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es war ein wenig anders bei der Bergpredigt. Diese Lieblingstelle aller Tradis meint gerade nicht eine allgemeine Anweisung zur Kommunikation und zum Diskurs, sondern bezieht sich darauf, dass man als Nachfolger Jesu nicht schwören soll, schon gar nicht unter Anrufung (und damit Missbrauch) des Gottesnamens. Sondern ein einfaches "Ja" oder "Nein" soll zu einer klaren, auf Bestand zielendne Versicherung oder Verpflichtung genügen. Kein "so wahr mir Gott helfe" oder so.

      Löschen
  3. Die Frage der Mehrzügigkeit ist auch innerhalb der Gruppe konservativer Kirchenjuristen umstritten. Edward Peters z.B. war immer *für* Einzügigkeit und kritisiert die Neuregelung von 2015 aus anderen Gründen.
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/09/hoppla-da-gibt-es-mit-der-ehe.html


    Peters Lehrer und Mentor Kdl. Burke, der sich mit den Tücken der Eheverfahrenspraxis in den verschiedenen Ländern gut auskennt, weil er lange die dritte Instanz in Rom leitete, die dann zum Zuge kommt, wenn die beiden Vorinstanzen sich widersprechen, war entschieden für das obligatorisch zweigliedrige Verfahren.

    Zu beachten ist allerdings, dass ein Berufungsverfahren nach wie vor möglich ist, wenn die Parteien das wollen, etwa weil sie mit dem Spruch der ersten Instanz unzufrieden sind. Die Abschaffung der Berufung bedeutet also keinen Verlust beim Rechtsschutz.
    Im Wesentlichen läuft es auf eine Raffung des Verfahrens für die Mehrzahl der Fälle hinaus, in denen sowieso keine Bedenken bestehen. Die Kontrolle wird hier gelockert, wohl um das Verfahren attraktiver und ökonomischer zu machen.


    Dass dies sogar in Deutschland gefruchtet haben soll, wie der Knappe ja schon vor einigen Wochen meldete (finde den Link nicht) und was auch jetzt wieder in dem Bericht von katholisches.de steht, überrascht mich etwas.

    Das spräche dann aber eher *für* die Effektivität der Vereinfachung, die offenbar tats. zu einer besseren Bedarfsdeckung führt, sogar in einem Land wie Deutschland, wo bisher eigentlich kaum Nachfrage nach Eheannullierungen bestand.
    Einfacher gesagt: Dass offenbar mehr Menschen als vorher dafür sorgen, ihre Ehe annullieren zu lassen, gibt dem Papst eigtl. Recht.

    Deshalb würde ich die Kritik von Assenmacher nicht besonders ernstnehmen. Als Opus-Dei-Prälat ist er sowieso in diesen Fragen nicht neutral.

    AntwortenLöschen
  4. Die Einlassungen des Kölner Kirchenrichters
    kann man so oder so sehen, er bekommt bei Kollegen viel
    Zustimmung, aber auch viel Ablehnung für sowas.
    Für viel interessanter halte ich, dass "katholisch.de"
    in letzter Zeit immer öfter auch Kritisches über Papst
    Franziskus schreibt - ein gutes Zeichen!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================