Freitag, 25. November 2016

Kein Witz: Ab März 2017 gibt's eine neue Version des "SPIEGELS"!

Nein, das ist keine Ironie oder Satire: Wie Medien-Branchen-
dienste berichten, will der "SPIEGEL" ab Frühjahr 2017 eine weitere Version heraus-
bringen - nein, nicht für Ausländer, wie jetzt einige vielleicht vermuten.
Vielmehr hat man die ältere Generation entdeckt, und
so gibt es denn demnächst "SPIEGEL classic", was
eine Internetseite etwas bösartig kommentierte mit "Letztes Aufgebot: SPIEGEL für Greise"...

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass es mit diesem Nachrichtenmagazin
nicht gerade super läuft ( ---> HIER !), und da ist die bessere Erschließung der Senioren als Käufergruppe gewiss nicht falsch; die Gastronomie bietet ja auch seit langem schon "Seniorenteller" an. In der Gestaltung will man bewusst auf ein nostalgisches Konzept setzen...

Man lese und staune ---> HIER und HIER und HIER !
Ob anschließend weitere Spezialversionen für Veganer, Homosexuelle oder AfD-Hasser vorgesehen sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wenn schon denn schon, liebe SPIEGEL-Redakteure: Man darf doch hoffentlich davon ausgehen, dass die Texte dafür dann auch auf der Schreibmaschine getippt werden, und zwar von Journalisten mit Mindestalter 65...!
Ich versuche mir aber gerade vorzustellen, wie man diese Idee für das Fernsehen umsetzen könnte - von der "Tagesschau" mit automatisch lauterem Ton und größerer Schrift angefangen bis... 
Vielleicht könnte die Autoindustrie den Absatz auch weiter ankurbeln mit speziellen Seniorenautos, die aussehen wie die Modelle der 1950er Jahre. Ich bin ja auch 66 Jahre alt und erinnere mich z.B. noch an die VW-Käfer, bei denen beim Abbiegen der Winker ( ---> Video HIER !) ausklappte...

Kommentare:

  1. ... das Konzept ist so nicht in sich stimmig:
    Dann müsste dieser neue SPIEGEL auch zu den Preisen
    aus den 50er Jahren verkauft werden, und die Redakteure
    sollten bitte mit 850 D-Mark Gehalt zufrieden sein...!
    ;-)

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  2. Im postfaktischen Zeitalter wäre ehrlicher, unabhängiger und investigativer Journalismus eine Wohltat. Wahrheit ohne political correctness, Definitionshoheit von Begriffen und Meinungsdiktatur. Ein "klassischer" Spiegel ohne Parteien- und Lobbyjournalismus. Und dieser müsste vor allen im Web und den sozialen Netzwerken präsent sein, dort, wo Meinungsbildner mit einzelnen, geplanten Lügen ganze Demokratien und eine Gesellschaft zerlegen können. Wäre ein ausgewogener, dienender "christlicher" Journalismus dafür geeignet?

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    1. "christlicher Journalismus" wäre genau das, Lobbyjournalismus mit
      Definitionshoheit von Begriffen und Meinungsdiktatur ...

      Und wenn man sich den "Wahrheitsgehalt" so mancher "christlicher" Medien so ansieht ... Wie war der Slogan der Pegida gleich wieder ?

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  3. Lesen überhaupt Menschen unter 70 den Spiegel?

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    1. Jedenfalls ist das Durchschnittsalter der Spiegel-Leser klar jünger als das des Vatikans und der deutschen Kirchenbesucher. :-)

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  4. Ich boykottiere als katholischer Christ sowohl den Print-Spiegel als auch Spiegel online seit 2010 (!) konsequent und mir fehlt NICHTS!

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