Montag, 21. November 2016

Neue Studie klärt auf: Die Deutschen sind für Populismus kaum empfänglich!

Im Vergleich zu den Bürgern aus den europäischen Nach-
barländern sind die Deutschen wahre demokratische Muster-
schüler: sie sind für Populismus kaum empfänglich! 

Während es in Polen laut Studie 78 Prozent sind, die sich durch simple Parolen anspre-
chen lassen, in Frankreich beachtliche 63 %, sind es in Deutschland gerade mal 18 Prozent, wenn man der Studie Glauben schenken darf. - Hach, wie stehen wir jetzt wieder da?! 

Oder andersrum: Demnach sind die medialen, kirchlichen und politischen Aufreger z.B. über die AfD eigentlich ziemlich überflüssig?!
Man lese in der "ZEIT" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ja, ja, wer's glaubt...
    Erst kürzlich erschien ein Artikel,
    der auf das Gegenteil schließen lässt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article137612808/Meiste-Deutsche-gegen-Einwanderer-aus-Nicht-EU-Staaten.html

    Doch der größte Schwachpunkt dürfte sein, dass jeder
    nach Lust und Laune definiert, was denn eigentlich
    Populismus ist. Im Falle dieser Umfrage ist Populist,
    wer z.B. gegen die EU ist. Da kann man nur sagen:
    Die Studie ist geeignet für den Papierkorb!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das sehe ich ähnlich.
      Populismus ist doch zum puren Kampfbegeriff
      geworden. Ist etwa das plakative "Wir schaffen das!"
      kein Populismus???
      Laut Studie hat man also diejenigen als populistisch
      empfänglich eingestuft, die eine ablehnende Haltung
      gegenüber dem EU-Apparat haben, die Bedenken gegen
      eine zu starke Einwanderung haben und die nationale
      Interessen in der Außenpolitik als vorrangig ansehen.
      Also - wenn man das so definiert,
      dann war Helmut Schmidt ein Populist und viele
      andere auch.
      Die Studie ist kaum hilfreich,
      im Gegenteil, von ihr geht, wie der Kreuzknappe
      schon andeutet, eine Gefahr aus:
      Ach, ist doch alles halb so schlimm mit den
      linken und rechten Schreibhälsen!

      Löschen
  2. Das sehe ich ähnlich.
    Populismus ist doch zum puren Kampfbegeriff
    geworden. Ist etwa das plakative "Wir schaffen das!"
    kein Populismus???
    Laut Studie hat man also diejenigen als populistisch
    empfänglich eingestuft, die eine ablehnende Haltung
    gegenüber dem EU-Apparat haben, die Bedenken gegen
    eine zu starke Einwanderung haben und die nationale
    Interessen in der Außenpolitik als vorrangig ansehen.
    Also - wenn man das so definiert,
    dann war Helmut Schmidt ein Populist und viele
    andere auch.
    Die Studie ist kaum hilfreich,
    im Gegenteil, von ihr geht, wie der Kreuzknappe
    schon andeutet, eine Gefahr aus:
    Ach, ist doch alles halb so schlimm mit den
    linken und rechten Schreibhälsen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Passiert ja sehr selten, aber hier bin ich mal 100-prozentig derselben Meinung wie der @Studiosus.

      "Rechtspopulismus" war urspr. ein typischer Verlegenheitsbegriff, weil man "politisch korrekt" sein wollte und die Leute nicht "Rechtsradikale" oder "Nazis" nennen durfte. Dabei ist das ja eigtl. gemeint.

      Dadurch ist es aber dazu gekommen, dass heute schon der Begriff "Populismus" negativ besetzt ist. Das ist aber Quatsch. Nicht jeder Populist ist rechts, und auch nicht jede Vereinfachung ist schlecht.

      Populismus ist in gewissen Dosen an sich überhaupt nicht falsch, sondern notwendig in der Politik und auch in der Kirche, um Botschaften klar und deutlich zu kommunizieren.
      Der Papst zum Bsp. ist Populist. SPD-Chef Gabriel ist Populist. Sogar Merkel versucht sich als Populistin, wie der @Studiosus richtig bemerkt.
      Merkel sollte eigtl. sogar viel populistischer sein und klarer und einfacher sagen, was sie will. Dann wäre vieles einfacher.

      Natürlich soll man nicht übertreiben und das Differenzieren nicht vergessen.
      Aber eine klare, in Maßen populistische Sprache und Verständnis für das Denken der Basis ist ganz zentral, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

      Und diese falsche Gleichsetzung von Populisten mit Rechten ist echt gefährlich, weil man damit so tut, als ließen sich nichtrechte Botschaften nicht volksnah kommunizieren.

      Löschen
    2. Ordinariatsgeschädigter22. November 2016 um 03:35

      Ich habe das mal nachgelesen, Studiosus,
      und ich muss gestehen, da bin ich platt -
      die Studie nennt tatsächlich die von Ihnen
      beschriebenen Kritierien als Kennzeichen für
      Populismus.
      Damit ist klar, dass diese Studie m.E. einseitig
      angelegt ist und ein ganz bestimmtes Ergebnis
      bringen soll.
      Man kann, wie Sie auch sehr richtig bemerken,
      den in Deutschland Verantwortlichen nur raten,
      diese Studie zu ignorieren.

      Löschen
  3. Dass diese Studie den Tradis gar nicht passt, war so sicher wie das Latein in der "Messe aller Zeiten". :-)

    AntwortenLöschen
  4. Die Studie ist dummes Zeug!
    Alle anderen bekannten Umfragen geben andere
    Zahlen wieder:
    Ganz aktuell eine sehr umfangreiche (241 Seiten)
    Studie im Auftrage der Friedrich-Ebert-Stiftung,
    bei der völlig andere Ergebnisse herauskommen.
    Ein Beispiel:
    "...dass 40% aller Befragten meinen, die deutsche Gesellschaft würde durch den Islam unterwandert.
    Auch das ist ein höherer Prozentsatz, als man ihn
    hätte erwarten können.
    28 Prozent denken, dass die regierenden Parteien das
    Volk betrügen. Genau so viele beklagen, dass man in Deutschland seine Meinung nicht mehr frei äußern könne,
    ohne Ärger zu bekommen.
    29 Prozent finden, dass es Zeit sei, "mehr Widerstand
    gegen die aktuelle Politik zu zeigen..."

    https://www.heise.de/tp/features/Neue-Mitte-Studie-Gespaltenes-Deutschland-3493671.html

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================