Mittwoch, 23. November 2016

Papst Franziskus hat Glaubenszweifel...

Heute war in Rom wie fast jeden Mittwoch päpstliche Generalaudienz.
Wie man einigen kirchlichen Medien entnehmen kann, erklärte der Papst dabei auch, er selbst habe auch manchmal Glaubenszweifel. "In einigen Momenten haben alle Zweifel", meinte er, und da sei er selbst keine Ausnahme, um dann das Entscheidende anzufügen: Solche Zweifel könnten auch genutzt werden, als Antrieb, sich genauer mit den Fragen des Glaubens zu beschäftigen. 

Da kann man sicher nur zustimmen, und ganz sicher ist er nicht der erste und auch nicht der letzte Papst, den auch mal Zweifel packen; das ist menschlich, wie wir wissen.
Man lese die kurzen Artikel ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ich erinnere mich, wie mein Großvater immer
    einen Spruch zitierte:
    "Hinfallen ist keine Schande, aber liegen bleiben...!"
    Jeder kann mal stolpern, unsicher werden und den
    Herrn verleugnen, mit oder meistens auch ohne den
    dreimaligen Hahnenschrei.
    Nirgendwo steht, dass Päpste davon dispensiert sind,
    und so ist es auch bei Papst Franziskus.
    Das ist ja das Wunderbare an einer guten kirchlichen
    Gemeinschaft: Man kann miteinander ins Gespräch kommen,
    man kann und darf zugeben, was einem auf dem Magen liegt,
    man darf bekennen, dass man ein schwacher Mensch ist
    Wünschenswert ist freilich, dass in der Pfarrei oder
    meinetwegen auch in einem größeren pastoralen Raum immer
    wieder Anregungen gegeben werden, um über unseren
    Glauben ins Gespräch zu kommen, z.B. durch Vortrags-
    abende zu Glaubensfragen.
    Wenn Ihr Pfarrer das noch nicht gemacht hat, regen Sie
    das doch mal im Pfarrgemeinderat an!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha,
      haben Sie eine Ahnung von den Zuständen
      in vielen unserer Riesenpfarreien!
      Keiner kennt keinen, das Pfarrbüro
      ("front office" und "back office") hat den
      Charme des Finanzamtes, und zum Pfarrer muss
      man sich einen Tag vorher anmelden. Und
      montags ist keiner der hohen Herren da.
      Hören Sie auf mit Bildungsabenden!
      Schauen Sie mal in die Programm, da wird Ihnen
      bange und übel - da gibt es Yoga und vegane
      Ernährung, italienische Küche und tibetanische
      Holzschalenklänge.
      Nein danke!

      Löschen
  2. Es gibt da noch einen anderen Aspekt,
    den man immer wieder erlebt:
    Da kommt ein junger Hüpfer von Priester daher
    und verkündet vor der Gemeinde in forschem Ton,
    das mit dem Wörtlichnehmen der Bibel sei ja längst
    überholt, alles sei symbolisch gemeint.
    Da denke ich an Jesus, wie er sagte, wer die Kleinen
    in die Irre führe oder ärger, für den wäre es besser,
    wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt würde
    und er da ersäuft würde, wo das Meer am tiefsten ist...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nicht meine Bibelzitate klauen. Außerdem gilt das nur für Gewaltprediger. Bibelauslegung ist dagegen im katholischen Bereich völlig frei und vor allem ganz rational. Wörtlich nehmen muss man als Katholik nichts.

      Löschen
    2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
    3. (Da der Kreuzknappen, wie er an anderer Stelle schreibt,
      versehentlich einige Kommentare bei einigen Artikel gelöscht hat,
      hier mein verloren gegangener, rekonstruierter Kommentar zu obigem Artikel:)

      Joseph Ratzinger, subsequently known as Benedikt XVI.,
      in seiner „Einführung in das Christentum“:

      „Niemand kann dem andern Gott und sein Reich auf den Tisch legen, auch der Glaubende sich selbst nicht. Aber wie sehr sich der Unglaube dadurch auch gerechtfertigt fühlen mag, es bleibt ihm die Unheimlichkeit des „vielleicht ist es doch wahr“. … Der Glaubende wie der Ungläubige haben, jeder auf seine Weise, am Zweifel u n d am Glauben Anteil, wenn sie sich nicht vor sich selbst verbergen und vor der Wahrheit ihres Seins. Keiner kann dem Zweifel ganz, keiner dem Glauben ganz entrinnen. Für den einen wirkt der Glaube gegen den Zweifel, für den andern ist der Glaube d u r c h den Zweifel und in der F o r m des Zweifels anwesend. Es ist die Grundgestalt menschlichen Geschicks, nur in dieser unbeendbaren Rivalität von Zweifel und Glaube, von Anfechtung und Gewissheit die Endgültigkeit seines Daseins finden zu dürfen. Vielleicht könnte so gerade der Zweifel, der den einen wie den andern vor der Verschließung im bloß Eigenen bewahrt, zum Ort der Kommunikation werden. Er hindert beide daran, sich völlig in sich selbst zu runden, er bricht den Glaubenden auf den Zweifelnden und den Zweifelnden auf den Glaubenden hin auf, für den einen ist er seine Teilhabe am Geschick des Ungläubigen, für den andern die Form, wie der Glaube trotzdem eine Herausforderung an ihn bleibt.“

      Löschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================