Freitag, 18. November 2016

Pfarrer attackiert Kollegen öffentlich: Die sind ja selber nicht gläubig!

Die Pfarrer selbst seien das größte Hindernis für Evan-
gelisation und Mission in Deutschland, weil sie selbst wichtige Glaubenaussagen nicht mehr für wahr hielten. Diesen Vorwurf äußerte der Bremer evangelische Pfarrer Olaf Latzel bei einem Mis-
sionstreffen in Chemnitz.
Laut Nachrichtenagentur "idea" geht er davon aus, dass dies 80 Prozent der Pfarrer betrifft, sie seien nicht im Glauben "wiedergeboren"
Harte Worte aus dem Munde eines Seelsorgers, der sich bereits einmal gründlich unbeliebt gemacht hat, sodass die Staatsanwaltschaft einge-
schaltet wurde und er zeitweise sogar unter Polizeischutz stand...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER !
Klar, er macht hier den Fehler, dass er das Ganze überzeichnet und damit Kritik auf sich zieht, aber letztlich ist da doch auch Wahres dran, oder...?

Kommentare:

  1. Wenn die Christen, gleich welcher Konfession, wenigstens mal dieses Jesuswort beherzigen und sich einfach nur um ihren eigenen, zumeist genug schwachen Glauben kümmern würden, statt um den der anderen, dann würde das Christentum besser dastehen. Aber es macht halt so viel Spaß, vom sich selber anzulenken, indem man in den "Sünden" der anderen rumwühlt...

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    1. Jesus hat übrigens auch auf die Sünden anderer
      aufmerksam gemacht. Das wird Gisela aber schocken!
      Klar soll jeder erst mal vor der eigenen Haustüre kehren,
      aber wenn nur noch Heilige eine Kritik äußern dürfen
      (und natürlich auch Gisela!), dann wird es sehr still
      in unserem Land.

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    2. Es wäre allerdings ein Segen, verehrte Theodora, wenn es einmal sehr still in unserem Land würde, das Wutbürgerei, Hassprediger und Schreihälse in ihrem Würgegriff haben. Mit dem ausgestreckten Zeigefinger als Dauermodus.

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  2. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus;
    wer gegen diesen Grundsatz verstößt, hat mit entschiedener
    Kritik bis hin zur Verleumdung zu rechnen.
    In der Sache liegt er nicht ganz richtig und nicht
    ganz falsch; es ist bekannt, dass Pfarrer teilweise erheb-
    liche Probleme mit zentralen Aussagen des Christentums
    haben.

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  3. Jorge Sensenbrenner18. November 2016 um 18:42

    ... aber letztlich ist da doch auch Wahres dran, oder...?

    Das kommt darauf an, was man unter "Glauben" versteht.
    Die vernunftfeindliche und menschenverachtende Abgötterei eines evangelikalen Gewaltmenschen wie Olaf Latzel ist offensichtlich mit dem Christentum, wie wir es hier vermutlich alle verstehen, nicht zu vereinbaren (zumindest solange wir Ratzinger gut finden). Das ist ja eher so etwas wie ein christlich getarnter islamischer Okkasionalismus, der kausale Verknüpfungen zugunsten einer unbegrenzten Allmacht eine unberechenbaren Gottes ablehnt. Er wäre also der Erste, der sich die Frage stellen müsste, warum er noch Pfarrer ist.

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    1. Gewaltmensch Olaf Latzel?
      Wenn hat er denn abgestochen?

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    2. Gewalt, Theodora, fängt nicht erst mit dem Messer oder der Knarre an. Sondern bereits mit der Sprache. Die gewaltaffine Sprache von "Pastor" Latzel lässt sich im Netz leicht auffinden und studieren.

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    3. Jorge Sensenbrenner18. November 2016 um 21:13

      Seinen Hund. Nicht abgestochen, sondern erschossen. Weil er ihn so aggressiv erzogen hatte, dass er ihn nicht mehr im Griff hatte. Wie der Hund, so das Herrchen, sagt man ja oft. Das ist natürlich ein Klischee, aber es passt halt auch gut zu seinem Auftreten. Solche Typen scheinen mir gefährlich, vor allem in Verbindung mit einer extrem irrationalen, religiösen Ideologie wie dem wiedergeborenen Evangelikalismus. Ich möchte dem Mann nicht begegnen.

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    4. Jorge Sensenbrenner18. November 2016 um 21:19

      Achso, ein Beleg muss bei solchen Gerüchten wohl dabei, das mit dem Hund ging ja letztes Jahr wochenlang durch die Presse, hier ein Link:

      http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Um-Gottes-Willen-_arid,1062815.html

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    5. Jetzt muss ich doch mal
      den Pastor Latzel gegen die unhaltbaren Vorwürfe
      des Lesers Jorge Sensenbrenner verteidigen.
      Also zuerst einmal:
      Die Gottesdienste in seiner Gemeinde in Bremen
      sind rappelvoll, und zwar auch junge Leute.
      Gehen Sie mal in evangelische Gemeinden, wie es
      anderswo aussieht - bei uns z.B. erzählt mir mein
      evangelischer Nachbar, der auch noch im Kirchen-
      vorstand sitzt, dass von 2.300 Gemeindemitgliedern
      sonntags zwischen 20 und 25 regeläßig zum Gottes-dienst kommen, um sich selbst mit der Bemerkung zu
      trösten, das sei anderswo ähnlich dramatisch.
      Was den Hund betrifft,
      so offenbar Herr Sensenbrenner seine vollkommene
      Ahnungslosigkeit.
      Der Zeitungsartikel, auf den er verlinkt, behauptet
      mit keiner Silbe, dass der Pastor seinen Hund so
      aggressiv erzogen hätte, das ist also völlig aus der
      Luft gegriffen und eine bösartige Verleumdung!
      Wir selbst hatten auch mal solch einen Hund,
      den haben wir zwar nicht erschossen (das war in
      der Tat ein grober Fehler, der vom Gericht ja auch
      bestraft wurde), aber er musste vom Tierarzt für
      150 Euro eingeschläfert werden musste.
      Unsere Hündin, der wir in der Familie alle noch ein
      bisschen nachtrauern, war in der Familie der liebste
      Hund und hat sogar auf dem Bett geschlafen.
      Weil sie anderen Hunden gegenüber so aggressiv war
      (warum wusste keiner, wir sind da unschuldig),
      mussten wir unser Grundstück für 2.000 Euro ein-
      zäunen, weil ein Nachbar sich beschwert hat.
      Und dann ist sie doch mal ausgebüxt und hat in
      unserer Straße die Hündin des Bürgermeisters der-
      art gebissen, dass diese eingeschläfert werden
      musste, und unser Hund dann auch.
      Der Bürgermeister grüßt uns heute noch nicht,
      acht Jahre danach, und uns tut das doch so schreck-
      lich leid.

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    6. Jorge Sensenbrenner19. November 2016 um 17:21

      Die rappelvollen Predigten sind ja nun gerade das Beängstigende.

      Der Hund ist nicht das Problem und eigentlich nur eine eher lustige Randnotiz, aber es zeigt eben doch genau in die Richtung, in die auch Latzels öffentliche Persönlichkeitsdarstellung weist.
      Im Zweifel zuschlagen und töten, Gottvertrauen als Selbststilisierung, Rücksichtslosigkeit als Ethos, der andere als Feind.

      Da sind Leute, die innerlich und geistlich "dichtmachen" und sich berieseln lassen von der selbstbestätigenden Kriegsromantik eines dialogunfähigen Draufschlägers.
      Dass es dafür einen Markt gibt, ist normal, aber eben auch erschreckend, zumal es hier in christlichem Namen geschieht.

      Die Predigten sind alle online nachzuhören.
      https://www.youtube.com/user/olaflatzel
      Man hört den Fuchs im Weinberg förmlich trappsen, wenn man christliche Bildersprache mag. Bernhard von Clairvaux ist ein Lamm dagegen.

      Fanatische Christen sind gefährlich, Latzel ist dafür ein sprechendes Bsp.

      Das Erschreckende ist ja, dass Latzel und seine Anhänger bei aller Show, die er veranstaltet, eben doch ganz echt und authentisch wirken. Er selbst scheint alles zu "glauben", was er verbreitet. Das macht ihn so überzeugend und gefährlich.
      Die religiöse Logik dahinter ist exakt dieselbe wie in Salafistenworkshops, und die haben bekanntlich auch Zulauf.

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    7. Ich bin erschrocken,
      aber nicht über Pastor Latzel,
      sondern darüber, wie leichtfertig Sie,
      Leser Sensenbrenner,
      den Stab über andere Christen brechen.
      Jesus hat uns davor gewarnt, den Splitter im
      Auge des anderen zu sehen, den eigenen Balken
      im Auge aber nicht.
      Haben Sie schon mal mit Pastor Latzel gesprochen,
      dass Sie sich solch ein hartes Urteil anmaßen
      können?
      Was die Predigten betrifft, so ist ja zumindest
      eine von der Staatsanwaltschaft überprüft worden,
      und das Verfahren wurde eingestellt.
      Papst Franziskus warnt immer davor, in den Schub-
      laden von schwarz und weiß zu denken.
      Vielleicht denken auch Sie mal in einer stillen
      Stunde darüber nach.

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    8. Jorge Sensenbrenner19. November 2016 um 18:17

      Schwarz-Weiß-Denken ist ja nun gerade Latzels Metier.
      Gerade dies gilt es zu denunzieren und ihm die Maske des "überzeugten Christen" abzureißen.

      Olaf Latzels Theologie ist vom Teufel, da führt kein Weg vorbei. Das klar zu sagen, ist Christenpflicht.
      Man muss die Wölfe schon erkennen, Theodora.

      Irgendwelche Empfindlichkeiten sind da fehl am Platz, Latzel "verurteilt" sich ja praktisch mit jedem Bibelzitat selber, das er in den Mund nimmt.

      Gegen Gewaltbefürworter, die selbst auf Rücksichtslosigkeit und Härte setzen, um Anhänger zu verführen, ist ganz klare Gegenrede geboten.

      Alles andere ist wohlfeiles Getue.

      Jesus hat genau dasselbe gemacht und die Irrlehrer seiner Zeit treffgenau gegeißelt und entlarvt.

      Was er nicht gemacht hat, ist irgendwelche "Sünder" zu verurteilen, die in der Öffentlichkeit schlecht angesehen waren. Da stand er immer auf der Seite der Angefeindeten.
      Seine religiösen Gegner aber, die eine Pseudoreligion propagierten, bekamen schon ihr Fett weg.
      Jesus war kein Weichei.
      Was ein echter Latzel-Fan ist, müsste der das eigtl. auch sofort begreifen und nicht auf die beleidigte Tour kommen.

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    9. Evangelischer Christ19. November 2016 um 18:43

      ZU DEN BELEIDIGUNGEN DURCH JORGE SENSENBRENNER:

      Ich wundere mich ein wenig,
      dass der von mir als sehr fair eingeschätzte
      Blogger Kreuzknappe solche persönlich beleidigenden
      Äußerungen stehen lässt.
      Herr Sensenbrenner kennt Pastor Latzel überhaupt
      nicht, im Gegensatz zu mir.
      Ich habe ihn als sehr engagierten Christen erlebt,
      an dem man sich ein Beispiel nehmen kann.
      Auch wenn Herr Sensenbrenner meint, die Leser hier
      im Blog mit seinem Wortschwall quasi erschlagen zu
      können, so bleiben seine einseitigen Interpretationen
      schlicht und einfach Quatsch.

      Man lese:
      http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/ich-bin-pfarrer-olaf-letzel-dankbar-91071/

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    10. Evangelischer Christ,
      ich entschuldige mich für die Äußerungen
      meines katholischen Mitbruders!
      Es ist mir sehr peinlich, dass Sie sich durch
      solche linkskatholischen Schmähreden ange-
      griffen fühlen.
      Wie Sie aber vielleicht selber wissen,
      ist es die Taktik der Linken, möglichst laut-
      stark zu schrei(b)en, was aber nicht unbedingt
      mit der Qualität der Ausführungen übereinstimmt.

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    11. Jorge Sensenbrenner19. November 2016 um 23:08

      Nein, nein! Das gilt nicht.
      Ungefragte Entschuldigungen sind ganz fehl am Platz, schon gar nicht in meinem Namen.

      „Jesus war nicht immer freundlich.“
      Diese Einsicht nimmt Latzel ja auch für sich selbst in Anspruch.
      Also hat er klare Kante verdient.
      Beleidigte Leberwurst zieht bei einem Mann wie Latzel nicht.

      Olaf Latzel ist ein „Falschbruder“, wie das der hl. Paulus schreibt. Da gibt es jdfs. von mir keine versöhnlichen Töne, solange er sich nicht bekehrt. Er stellt Jesus Christus als Gewalteinflüsterer dar, der zu religiösen Attentaten aufruft und Gideon zu einer Gewalttat veranlasst habe, die zig Menschenleben kostete. Aus dem unschuldigen Opferlamm macht er durch Bibelverdrehung einen Anstifter religiöser Gewalt. Statt Sanftmut und Einheit der Menschen guten Willens propagiert er cholerischen Fanatismus und Trennung der Religionen. Das ist nicht verzeihlich. Wer Jesus auf diese Weise entstellt, kann von mir keinerlei Verständnis erwarten.

      Es ist kompletter Unsinn, dass man Olaf Latzel persönlich kennen lernen müsste, um seine demagogischen Predigten und sein religiöses Profil beurteilen zu können. Seine Gideon-Predigt habe ich seinerzeit in allen relevanten Foren minutengenau analysiert und zerrissen. Persönlich kennen lernen möchte ich ihn nicht. Wenn er das will, habe ich nichts dagegen, aber er soll bitte seine Waffen zu Hause lassen.

      Wer ihn verteidigt oder verharmlost, macht sich mitschuldig. Wer ihn als „christliches Vorbild“ zeichnet, betreibt seine teuflische Maskerade mit.
      Es ist wichtig, dass das laut und deutlich gesagt wird, denn das perfide Spiel Latzels mit der Religion besteht ja gerade darin, dass er sich und seine Anhänger zu „besonders überzeugten Christen“ stilisiert und dadurch den wirklich christlichen Botschaften die Glaubwürdigkeit nimmt. Das ist das gleiche Schema wie bei Islamisten, die sich zu besonders überzeugten Moslems stilisieren und in Wirklichkeit ihre Religion pervertieren. Dasselbe macht Latzel mit Christus, und das darf nicht unwidersprochen bleiben.

      Alle Flüche Luthers gegen den Papst reichen nicht aus, um eine solche Botschaft und ihren antichristlichen Verkünder zu verurteilen. Den Mühlstein, der den Verführer der Kleinen auf den Meeresgrund zieht, hat sich Latzel selbst um den Hals gezurrt, und er kann ihn auch nur selbst wieder lösen. Kritik kann ihm allenfalls dabei helfen, alles andere wäre Schönfärberei und Wischiwaschiökumene.

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    12. Herr Sensenbrenner
      schreibt hier üble Dinge über den evangelischen
      Pfarrer Olaf Latzel, die aus der Luft gegriffen
      und demagogisch sind.
      Genauso gut könnte ich behaupten, Herr Sensen-
      brenner habe seine Medizin nicht regelmäßig ein-
      genommen (was ich nicht tue).
      Beispielsweise zu behaupten, Pfarrer Latzel stelle
      Jesus als jemanden dar, "der zu religiösen Atten-
      taten aufruft",
      lässt mich an der Ernsthaftigkeit seiner Leserzu-
      schrift stark zweifeln.
      Es ist hier leider ein wenig unübersichtlich,
      aber ich verweise auf die Leserzuschrift
      des "Prädikanten" weiter unten aud dieser Blog-
      seite.
      Da sieht man, dass Pastor Latzel war grob formuliert
      hat - nachher hat er sich für einzelne Begriffe ent-
      schuldigt -, aber er ist absolut kein Gewaltprediger.
      Wer das behauptet, muss sich den Vorwurf gefallen
      lassen, ein Verdreher und Lügner zu sein.

      Leute wie Pastor Latzel stören natürlich die heutige
      Wohlfühl-Religion, die aus purer Bequemlichkeit alles
      toleriert und "Toleranz, Toleranz!" schreit,
      das geht dann so weit, dass unsere bischöflichen Vor-
      bilder das Kreuz verstecken, wenn sie in Jerusalem
      zu Gast sind.
      Auf solche "Vorbilder", die Christus verleugnen,
      können wir verzichten.

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    13. Herr Sensenbrenner
      gibt mal wieder qualitativ Hochwertiges
      zum Besten. Das muss man sich mal vergegenwärtigen:
      Er behauptet beispielsweise, Jesus Christus (!)
      habe den alttestamentlichen "Gideon zu einer Gewalttat
      veranlasst".
      Kleiner dezenter Hinweis:
      Gideon lebte etwa 1.100 Jahre vor Christus.
      Weiterer Kommentar wohl überflüssig.

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    14. ZWEI DRINGENDE BITTEN AN ALLE,
      DIE EINEN LESERKOMMENTAR SCHREIBEN:

      1.) Es ist aufgrund der Menge der Zuschriften unübersichtlich geworden, wenn mal hier,
      mal ganz unten eingetragen wird.
      SCHREIBEN SIE NEUE KOMMENTARE BITTE AB JETZT
      GANZ UNTEN ans Ende der langen Reihe der Kommentare.

      2.) Verschiedene Meinungen sind belebend.
      Wenn sie jedoch fast beleidigend sind, erschweren
      sie die Diskussion, statt sie zu fördern.
      Zeigen Sie bitte den nötigen Respekt vor der Mei-
      nung des anderen!

      DANKE!!!!!!! -- Ihr Kreuzknappe

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  4. Wird Jesus wegen Volksverhetzung angeklagt?
    "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben"
    "Niemand kommt zum Vater denn durch mich"
    So etwas muss einen Muslim und einen toleranz-
    verliebten Hobbychristen selbstverständlich
    beleidigen.

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  5. Man sollte mal in der Bibel nachlesen,
    was Jesus über die "Mietlinge" geäußert hat,
    über Hirten, die ihre Arbeit nur bei Schönwetter
    tun und ihre Herde im Stich lassen, wenn es darauf
    ankommt.
    Pfarrer Latzel hat sich im Ton vergriffen,
    in der Sache aber hat er recht.

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  6. ein Priester (75 Jahre)19. November 2016 um 07:00

    Ich kenne Pfarrer Latzel nicht - und seinen
    oben von einem Leser beschriebenen Schäferhund
    auch nicht.
    Was den Hund betrifft, so gibt es leider solche
    Tiere, die unberechenbar sind, die gehören aber nicht
    erschossen, sondern sollen ihre Strafe viele Jahre
    hinter Gittern unvermittelbar in einem Tierheim
    absitzen!
    Was den Pfarrer betrifft, so hat die Pressemeute
    viel dummes Zeug geschrieben. Schon die obigen Links
    des Kreuzknappen zeigen das, und auch die Tatsache,
    dass die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren
    gegen ihn eingestellt hat.
    Seine religiöse Radikalität ist das, was seinen evange-
    lischen Pfarrerkollegen so viel Sorge macht, denn üb-
    licherweise benimmt man sich heute anders,
    man ist im Alltag wie alle anderen, und sonntags geht
    man halt eine Stunde in die Kirche oder auch nicht,
    und das war's.
    Pastor Latzel reißt die Leute aus ihren Träumen vom
    bequemen Christenleben, und damit bringt er seine
    gemütlichen Pfarrerkollegen in Bedrängnis.
    Wir feiern an diesem Sonntag Christkönig. Da gibt es
    gar kein Vertun - auch wir müssen uns entscheiden,
    das hat der Kreuzknappe in seiner Predigt gut heraus-
    gearbeitet.
    Aber solche unangenehmen Botschaften will man nicht
    hören.

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    1. Jorge Sensenbrenner19. November 2016 um 17:07

      Mit Verlaub, Sie sehen das ganz falsch.

      Die gewaltgeschwängerten "knallharten" Predigten von Pfr. Latzel sind für die Zuhörer keine "unangenehmen Botschaften", sondern ganz im Gegenteil, sie lechzen danach.

      Menschen, die Selbstbestätigung suchen und Polemik und eben auch Gewalt lieben, geilen sich an der "harten" Rhethorik auf. Latzel predigt den Leuten ja nicht ins Gewissen, sondern er pflegt ihre Feindbilder und füttert ihren Fanatismus und die Abscheu seiner Zuhörer vor "den anderen".

      Man geht da raus mit der Überzeugung: Pfarrer Latzel hat Recht und ich stehe auf der richtigen Seite. Böse sind immer die anderen und recht haben immer nur wir. Das ist reine Selbstbestätigung, keine heilsame Infragestellung.
      http://www.kath.net/news/52213

      Es sind also "Wohlfühl-Predigten" für Fanatiker. Sehr gut zu vergleichen mit salafistischen Veranstaltungen.
      Deshalb auch der große Zulauf.

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  7. Bevor man über jemanden urteilt,
    sollte man etwas mehr recherchieren als nur die
    Klatschspalten der Zeitungen.
    Der Mann ist einerseits als Christ bewundernswert,
    aber andererseits hat er es mit seiner poltrigen Art
    nicht gut angepackt und sich unnötig Gegner geschaffen,
    insbesondere in den eigenen Berufskollegenreihen.
    Man wird ihn nicht gerade fördern...

    http://boess.welt.de/2015/02/03/kein-hassprediger-ein-don-quijote/

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  8. Vielleicht sieht mal einer nach bei ich glaube Paulus „ sagte er nicht, wer seinen Bruder Bei falschen Handlungen und sündigem Leben entdeckt und er weist ihn nicht
    Daraufhin und ermahnt ihn macht sich einer noch schwereren Sünde schuldig

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  9. Ein Kollege schickte mir gestern Abend
    den Link zu dieser Internetseite, die ich bislang
    nicht kannte:
    Erst einmal Respekt, dass hier so munter diskutiert
    wird und werden darf, das ist heutzutage leider nicht
    (mehr) selbstverständlich.
    Was mich etwas stört, ist das Aneinander-vorbei-Schreiben;
    ich habe den Eindruck, man wartet die Stellungnahme des
    anderen nur schnell ab, um sie nach einem Reizwort zu
    durchforsten, und dann knallt man seine eigene Sicht der
    Dinge rein.
    Vielleicht ist das ein generelles Problem der Internet-
    gesellschaft, ich weiß es nicht, da ich nur selten im
    Internet bin, aus bestimmten Gründen.
    Meine Meinung ist: Man tut Pastor Latzel so oder so etwas
    unrecht, wenn man ihn pauschal da oder da einordnet.
    Aus seiner "Gideon"-Predigt, die man komplett hier
    nachlesen kann
    https://www.evangelisch.de/inhalte/112787/03-02-2015/die-predigt-von-olaf-latzel-gideon-die-reinigung-von-den-fremden-goettern-lernen

    und die so viel Staub aufgewirbelt hat, wird herausge-
    pickt, was man gerne für oder gegen ihn verwenden möchte,
    aber dabei wird mir zu viel schwarz-weiß gedacht.

    Einfach nur mal ein kleines Beispiel aus seiner Predigt
    wörlich zitiert zum Nachdenken:

    „Wir haben den Menschen muslimischen Glaubens in Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen. Und wenn die verfolgt werden, dann haben wir uns vor sie zu stellen. Das ist unsere Aufgabe als Christen. … Um nicht mißverstanden zu werden: Das ist unsere Aufgabe, denen wirklich in Nächstenliebe zu begegnen. Aber, zu falscher Lehre müssen wir uns genauso klar hinstellen und sagen: Das geht nicht!“

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  10. Klipp und klar:
    Pastor Latzel ruft an keiner Stelle zur Gewalt auf,
    das ist von der Staatsanwaltschaft überprüft worden.
    Wer anderes behauptet, der lügt.
    Wir leben in einer Zeit des kulturellen und religiösen
    Relativismus - unter der Flagge der "Toleranz".
    Es ist schon bemerkenswert,
    wie weit die Selbstverleugnung inzwischen in den Reihen
    der Kirche ist. Die Bremer Pastorenkollegen, die Pastor
    Latzel attackierten, taten dies öffentlich unter dem
    Slogan "Bremen ist bunt! Wir leben Vielfalt!"
    Wer heute noch behauptet, das Christentum sei die "richtige"
    Religion, der macht sich schon verdächtig.
    Dies zeugt davon, dass Kirche und Religion schon längst
    vor den Karren des politischen Mainstreams gespannt sind,
    was man in der katholischen Kirche ja auch so deutlich
    bei den Worten und Taten von Kardinal Woelki entdeckt.
    Jesus hat nicht gepregt, Vielfalt zu leben,
    und bunte Vielfalt schon gar nicht,
    sondern er hat gesagt: "ICH bin der Weg, die Wahrheit
    und das Leben!"
    Das schmerzt unsere Harmonie-Besoffenen, die Toleranz sagen
    und in Wirklichkeit nur störungsfreies, bequemes Leben
    meinen.
    Pastor Latzel ist kein Hassprediger. Wer das behauptet,
    ist selber einer. Latzel weigert sich, den derzeitigen
    Trend mitzumachen, den Glauben im Licht der derzeit gelten-
    den gesellschaftlichen Gebote zu betrachten, bei denen
    z.B. Umweltschutz wichtiger ist als Menschenschutz.

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  11. Ich verstehe Pfarrer Latzel in seiner Predigt
    über Gideon so, dass er uns klarmachen will,
    dass wir auch heute die "Reinigung von fremden
    Göttern" nicht vergessen sollen,
    wozu z.B. Talismane und Horoskope ebenso gehören
    wie interreligiöse Wohlfühl-Spielereien.
    Jesus hat uns vor die Wahl gestellt, woran wir ge-
    rade heute am CHRISTKÖNIG-Sonntag erinnert werden.
    Wenn immerhin mehr als 7.000 Menschen der Facebook-
    Gruppe "Solidarität mit Olaf Latzel" beigetreten
    sind, signalisiert dies, dass doch ein Teil der
    Christen verstanden hat.
    Wer den Islam gut findet, der möge bitte zu den
    Muslimen übertreten, damit habe ich kein Problem.
    Aber man sollte mir auch zugestehen, dass ich
    als Christ nicht Multikulti leben will, sondern
    das Christentum.
    Dabei ist mir durchaus bewusst, dass vielen lockeren
    Christen der Katechismus und die Zehn Gebote nur noch
    peinlich sind und sie am liebsten einige Seiten aus
    der Bibel herausreißen würden.

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  12. Jorge Sensenbrenner20. November 2016 um 12:01

    @Studiosus (07:46)
    Bitte, der Hinweis mit der "Lesebrille" von vor ein paar Monaten gilt immer noch.
    Nicht ich, sondern Pfr. Latzel behauptete in seiner Predigt, Jesus habe Gideon zu dem Gewaltakt angestiftet (obwohl er wie du richtig erkennst zu dieser Zeit noch gar nicht geboren war). Das ist klassisch-evangelikale Theologie des Alten Testaments. Gerade diese "Bibelverdrehung" kritisiere ich doch. Latzel benutzt sie als Trick, um einen gewaltbereiten Jesus nach seinem Geschmack zu erfinden.

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    1. Da bitte ich um Hilfestellung:
      Im Original-Predigttext von Pfr. Latzel
      kann ich das jedenfalls nicht entdecken.
      Wie ist das zu erklären?

      https://www.evangelisch.de/inhalte/112787/03-02-2015/die-predigt-von-olaf-latzel-gideon-die-reinigung-von-den-fremden-goettern-lernen

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    2. Jorge Sensenbrenner20. November 2016 um 13:42

      Ich sagte doch: "Lesebrille" (das steht in der Predigt unter "Ein Drittes ...").

      Zitat von mir dazu:
      Besonders grotesk (aus christlicher Sicht) ist die Stelle, wo er (vollkommen unbiblisch) behauptet, Jesus habe dem Gideon befohlen, ein religiös motiviertes Attentat zu verüben. Das ist (aus christlicher Sicht) Quatsch.

      Die Exegese der Gideon-Predigt nehme ich jetzt nicht wieder auf, das war vor anderthalb Jahren schon alles erklärt und durchdiskutiert.
      http://www.josiablog.de/2015/01/der-fall-latzel-und-die-intoleranz-der-neuen-toleranz/

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    3. Im Audio ist die Stelle bei Minute 16:22 bis 16:24 zu hören.
      https://www.youtube.com/watch?v=BrQ_JcROtvg

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    4. Gideon hat seinen Auftrag von Gott erhalten. Nun ist aber Jesus, Gottes Sohn, wahrer Gott vom wahren Gott, wie wir im sog. Großen christlichen Glaubensbekenntnis bekennen.
      Was ist also falsch daran, dass die Weisung an Gideon von Jesus Christus - Gottes Sohn - stammt?

      Nichts.

      Außer man bezweifelt die Göttlichkeit Christi.

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    5. @Lehrer Lämpel
      Das ist die evangelikale "Logik", richtig.

      Nach katholischer Bibelauslegung ist das dagg. Quatsch.
      Nach unserer Hermeneutik hat Gideon Gott falsch verstanden und ist kein Vorläufer Jesu.
      Jesus dagegen hat seinen Vater richtig verstanden und eben kein blutiges Attentat verübt.

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    6. Von einer "Vorläuferschaft" Jesu ist hier bezüglich Gideon keine Rede gewesen.
      Die gibt es nicht, denn der wahre und einzige Sohn Gottes ist einzigartig!

      So wie Sie redet jemand, der die Göttlichkeit Christi leugnet und ihn als rein menschlichen Propheten sieht.
      Kein Mensch kann sich selbst oder irgendeinen anderen Menschen jedoch mit Gott vergleichen.
      Jesus Christus brauchte seinen Vater nicht "richtig" zu verstehen, denn da er selbst Gott ist, kann er nicht irren.

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    7. Bitte, lieber @Lehrer Lämpel, einfach mal die Schubladen stecken lassen und Kopf und Herz bemühen.

      Bin doch der einzige, der Jesus Christus hier gegen Latzels Verzeichnungen verteidigt. Wie sollte ich daher zu seinen Feinden gehören?

      Ich schreibe Ihnen unten eine Antwort, wenn Sie möchten, hier wird das zu unübersichtlich. Ganz kurz vielleicht nur soviel, es geht nicht um die Göttlichkeit Jesu Christi, sondern um zwei ganz andere Dinge:

      Zu allererst darum, ob Jesus Christus ein Gewalttäter war oder der Friedensfürst ist, also ob er Gideon nachahmt oder ob er einen Gegenentwurf zu Gideon liefert. Sie müssen einfach die Gideon-Sage mit den Berichten von der Tempelreinigung Jesu vergleichen, dann kommen Sie weiter. Die Tempelreinigung ist quasi das ntl. Gegenstück zur Gideongeschichte. Und dann sehen Sie, dass Jesus eben völlig anders agiert als Gideon, selbst wenn er wütend ist ;-)

      Zweitens spielt das Schriftverständnis eine Rolle. Wenn Sie das evangelikale Schriftverständnis teilen, sei Ihnen das unbenommen, aber das ist dann eben evangelikal und nicht katholisch. Wir beten eben nicht die Bibel an, sondern Jesus Christus den Gottessohn. Das ist der Unterschied zwischen Katholiken (und anderen Christen) und "bibeltreu" Evangelikalen.

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    8. Unsinn, die evangelikalen Christen beten natürlich Jesus Christus als Gottes wahren und einzigen Sohn an: Wahrer Gott vom wahren Gott!
      Und wenn sie die Bibel ernst nehmen, dann deshalb, weil sie in ihren Augen Gottes Wort darstellt.

      Mag sein, dass es in Einzelfällen auch da Übertreibungen gibt, wenn man einer Buchstabengläubigkeit anhängt, statt den Sinn der biblischen Berichte zu erfassen.

      Aber einen heute als sperrig und politisch unkorrekt empfundenen biblischen Bericht in den Bereich der Sagen entsorgen zu wollen, wie Sie es tun, ist jedenfalls unredlich.
      Den Gideon - Bericht mit der Tempelreinigung Jesu zu vergleichen, ist falsch, denn im ersteren Fall geht es um Zerstörung von Götzenbildern, falschen "Gottheiten", bei der Tempelreinigung um die wahre Bestimmung des Tempels als Bethaus für Jahwe, den wahren und einzigen Gott Israels.

      Und natürlich geht es immer und gerade auch hier wieder einmal um die Göttlichkeit Christi:
      Wenn Sie, Jorge Sensenbrenner, bekennen können, das Jesus Christus der wahre und einzige Sohn Gottes ist, wahrer Gott vom wahren Gott, und nicht nur ein rein menschlicher Prophet, dann stehen Sie auf dem Boden des Christlichen Glaubensbekenntnisses - sonst nicht!
      Und in diesem letzteren Falle sind Sie ein Irrlehrer; nicht Pastor Latzel!

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    9. Versuchen Sie nicht nochmal, mir irgendwelche Irrlehren in den Mund zu legen. Vor falschzüngigen Lehrern fehlt mir jeder Respekt, das gilt für Latzel ebenso wie für Sie.

      Wie schon gesagt, gerade wegen der einzigartigen Göttlichkeit Jesu setze ich mich hier für Ihn ein.

      Nehmen Sie den Appell an Kopf und Herz ernst, verteidigen Sie nicht, was nicht zu verteidigen ist, und greifen Sie vor allem keine Mitgläubige mit unsinnigen Verdächtigungen an. Dann klappts auch mit den Wiederverheirateten ;-)

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    10. Ich habe in der Tat erhebliche Zweifel an Ihrer christlichen Rechtgläubigkeit, dann würden Sie die Worte Jesu Christi ernst nehmen und nicht andere bibeltreue und Gottes Wprt ernst nehmende Christen wie Pastor Latzel so übel diffamieren, wie Sie es hier getan haben.
      Wer von uns mit falscher Zunge lehrt, möge der aufmerksame und kritische Leser selbst entscheiden.

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    11. Wenn Sie Glaubenszweifel haben, wenden Sie sich an Ihren Seelsorger. Hier können wir das abhaken.

      Hilfsweise stehe ich Ihnen für Glaubensgespräche (!) gerne zur Verfügung, aber nicht hier.

      Olaf Latzel ist erstens im katholischen Sinn alles andere als "rechtgläubig" und zweitens ein Feind Christi, weil er unseren Heiland zur Kampfmaschine umfunktioniert, der zur Gewalt aufruft. Das Zweite ist wesentlich schlimmer als das Erste und muss von jedem Freund Christi, zu denen ich gehöre, ganz klar denunziert werden.
      Gewaltrhetorik im Namen Jesu Christi oder der "Rechtgläubigkeit" ist inakzeptabel, das Allerletzte und die schlimmste "Häresie" von allen. Das ist keine Domäne der Evangelikalen, unter Katholiken gabs das auch und die sind alle in der Hölle. Ist also eine ernste Angelegenheit und kein Spaß.

      Das sollten Sie ernstnehmen. Und damit ist alles gesagt, und denken Sie daran: Kopf und Herz sind wichtig für die "Rechtgläubigkeit"! Fanatismus ist nicht katholisch, wie ja auch Bergoglio sagt.

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    12. Leser Jorge gehört offensichtlich zu
      den völlig Uneinsichtigen und Unbelehrbaren.
      Obwohl fast alle Leserbriefschreiber hier im Forum
      völlig anderer Meinung sind als er, beharrt er trotzig
      darauf, Pfarrer Latzel sei "ein Feind Christi",
      was ich nur als Unverschämtheit sondergleichen bezeich-
      nen kann. Nirgendwo hat Pfarrer Latzel zur Gewalt auf-
      gerufen, daher sind die Aussagen von "Jorge" verleum-
      derisch.

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    13. DA ALLE SEITEN AUSREICHEND ZU WORT GEKOMMEN
      SIND, BEENDE ICH HIERMIT DIE MITTLERWEILE
      ZIEMLICH UNERGIEBIGE DISKUSSIION ZU DIESEM BEITRAG.

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  13. Jorge Sensenbrenner20. November 2016 um 12:10

    Meine Fundamentalkritik an Latzels Gideon-Predigt brauche ich nicht zu wiederholen, die stand auch schon beim Kreuzknappen:

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/01/emporung-wegen-predigt-eines-bremer.html

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/02/ich-hatte-da-noch-nachschub-fur-die.html

    Das Problem ist auch nicht "rechts" und "links".

    Sicherlich sind viele Evangelikale eher "rechts", aber das hat nicht unbedingt mit ihrer Gewaltbereitschaft oder -affinität zu tun.
    Bei Olaf Latzel selber kann man gar nicht sagen, ob er "rechts" und "links" steht. Er ist einfach ein fundamentalistischer Fanatiker.

    Es gibt oder gab außerdem durchaus auch "linke" christliche Ideologien, die Gewalt im Namen Jesu für denkbar halten oder befürworten (etwa in Lateinamerika).

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  14. Jorge Sensenbrenner20. November 2016 um 12:24

    @Dr. Boer:
    Ich war immer ein extrem scharfer Kritiker von Latzels Religion, weil sie zu Gewalt und Ausgrenzung anstachelt.

    Um ihn theologisch zu kritisieren, muss er keine strafrechtlichen Verfehlungen begehen. Dass an den Strafanzeigen nichts dran war, hatte ich von Anfang an gesagt. Das ändert nichts daran, dass seine Mahnungen vom christlichen, zumal katholischen Standpunkt her schärfstens abzulehnen sind, weil er Jesus als Gewaltapostel und Fanatiker zeichnet und andere Religionen als "Götzendienst" verunglimpft. Aus katholischer Sicht ist Latzels eigene Theologie eine Art "Götzendienst", weil er die Schrift platt verabsolutiert und zu einem Götzen eigener Art macht.

    "Die wahre Religion" ist bekanntlich ein salafistisches Netzwerk, das gerade verboten wurde.
    Der Grundgedanke ("unsere" Religion ist wahr, die "andere" Religion ist "Götzendienst") ist identisch mit dem, den Latzel auf christlicher Seite vertritt. Aus katholischer Sicht ist das unhaltbar.

    Ratzingers Aufsatzband Glaube, Wahrheit, Toleranz sollte einem Katholiken zu diesem Thema geläufig sein.
    Ratzinger, dem es ja sehr entschieden um die "Wahrheit" geht und der dem interreligiösen Dialog sehr kritisch (mMn zu kritisch, aber tut hier nichts zur Sache) gegenübersteht, vermeidet den Ausdruck "die wahre Religion" sehr sorgfältig, weil das Christentum aus unserer Sicht eben keine "Religion" ist, sondern die allumfassende Wahrheit repräsentiert, an der selbstverständlich auch andere Religionen partizipieren.

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    1. Mit Verlaub, Herr Sensenbrenner,
      aber Sie schreiben Unsinn!
      Wenn hier im Blog einer ein Fanatiker ist,
      dann sind Sie das.

      Wie das II. Vaticanum schon in "Dignitatis humanae"
      formuliert, hat die katholische Kirche den göttlichen
      Auftrag, alle Völker zu lehren und das Wort Gottes zu
      verbreiten, weil Gott will, dass alle Menschen gerettet
      werden.
      "Bei ihrer Gewissensbildung müssen jedoch die Christgläu-
      bigen die heilige und sichere Lehre der Kirche sorgfältig
      vor Augen haben. Denn nach dem Willen Gottes ist die ka-
      tholische Kirche DIE LEHRERIN DER WAHRHEIT: ihre Aufgabe
      ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen..."

      Oder um es kurz mit dem katholischen Bibelwissenschaftler
      und Priester Prof. Dr. Lohfink zu formulieren:

      "Das Axiom von der „alleinseligmachenden Kirche“ riecht nach Gruppenegoismus, Größenwahn und Intoleranz. Es will dem heutigen Menschen nicht mehr über die Lippen. Dennoch: Man darf sich durch die Anstößigkeit des Wortlauts die gemeinte Sache nicht verdecken lassen.
      Was ist mit dem Axiom gemeint?
      Zunächst zu seinem Ursprung: Bereits Origenes hat formuliert: „Außerhalb der Kirche wird niemand gerettet“ (Origenes, In Jesu Nave 3,5; PG 12, 841).
      Später wurde daraus der Satz: „Außerhalb der Kirche kein Heil“ (Extra Ecclesiam nulla salus). Dieser Satz gehört zum festen Glaubensgut der Kirche."

      http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/alleinseligmachende_kirche.php

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    2. Ich vermute mal, Jorge
      ist irgend so ein Troll; dafür spricht, dass
      er sämtliche der hier so zahlreichen Argumente
      an sich abprallen lässt und ex cathedra verkündet:
      Olaf Latzel ist ein Gewaltprediger und Fanatiker,
      basta!
      Den Beweis - ich meine einen ernsthaften Beweis
      und nicht seine eigene Deutung- ist er bislang
      schuldig geblieben, und so wird es auch weiter sein,
      weil es kein Beweis dafür gibt,
      dass Olaf Latzel zur Gewalt aufgerufen hätte.
      In der Erklärung "Dominus Jesus"
      vom 6.8.2000 wird der Absolutheitsanspruch der
      katholischen Kirche noch einmal betont,
      wobei man das natürlich nicht missverstehen sollte.
      Selbstverständlich kann man - das lehrt die Kirche
      auch - auch außerhalb der Kirche zum Heil kommen,
      denn es gibt "viele, die drinnen sind, die draußen
      sind, und viele, die draußen sind, die drinnen sind".

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    3. Jorge Sensenbrenner20. November 2016 um 14:10

      Wie gesagt, ich empfehle zu dem Thema Ratzingers Aufsatzband Glaube, Wahrheit, Toleranz. Der ist für konservative Katholiken gut verdaulich.

      Da finden Sie dasselbe klare Eintreten für die eine (katholische) "Wahrheit" und zugleich die deutliche Ablehnung der Idee einer "wahren Religion", die andere Religionen ausgrenzt.

      Ich stimme gar nicht überall mit Ratzinger überein, halte ihn teils für übertrieben kritisch. Aber in dem Punkt sind wir völlig einer Meinung.

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    4. ein Priester (75 Jahre)20. November 2016 um 15:53

      ... und ich empfehle
      Prof. em. Dr. Joseph Schumacher,
      der in seinem hervorragenden Vortrag
      "Außerhalb der Kirche kein Heil" die Krank-
      heitssymptome der modernen Kirche in wenigen
      Sätzen auf den Punkt kriegt:
      "Die Kirche hat heute eine panische Angst davor,
      sich zu artikulieren...sie fürchtet, als intolerant
      bezeichnet zu werden oder als arrogant oder als
      überheblich... Hätte die Alte Kirche nicht das Be-
      wusstsein ihrer Überlegenheit gegenüber dem Heiden-
      tum gehabt, sie hätte die Welt nicht verchristlichen
      können".
      Oder für unsereins heute etwas platter formuliert:
      Die ersten Christen und auch viele Christen heute
      hätten niemals für ihren Glauben ihr Leben riskiert,
      wenn doch sowieso alle an denselben Gott glauben
      und alle Religionen irgendwie eins sind...

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  15. Der Kommentator Jorge Sensenbrenner erweist sich hier - einmal mehr - auf diesem katholischen Blog als ein mit geradezu missionarischem Eifer unbedingt die Lufthoheit und die Meinungsführerschaft zu dem Thema behalten zu wollen. Er suggeriert dabei eine angebliche überlegene eigene theologische Kenntnis, scheut aber andererseits auch nicht vor groben Diffamierungen anderer zurück.
    Vor allem arbeitet er mit der Angst, indem er den evangelischen Pastor Latzel quasi als eine Art christlichen Taliban, einen geistigen Brandstifter verteufelt.
    Wer will mit so jemandem als guter Christ noch etwas zu tun haben?

    Ich habe dem von @Ein Prädikant bzw. @Studiosus gemachten Vorschlag, doch einmal die Originalpredigt zum alttestamentlichen Gideon zu lesen, entsprochen und mir dieselbe kritisch durchgelesen, ohne die angsteinflößenden Vorwürfe @Jorge Sensenbrenners bestätigt zu finden.

    Eine gewisse Kritik bzgl. Pastor Latzels z.T. überscharfer Verurteilung gewisser katholischer Bräuche habe ich zwar auch anzubringen, das habe ich in den Kommentaren zu der Predigt formuliert.

    Aber ich kann eigentlich nur jedem christlichen Leser dieses Blogs empfehlen, sich ein eigenes Bild von der bei evangelisch.de abgedruckten Originalpredigt Latzels zu machen, statt sich von einem Angstmacher beeinflussen zu lassen.

    Hier nochmals die Quellenangabe:

    https://www.evangelisch.de/inhalte/112787/03-02-2015/die-predigt-von-olaf-latzel-gideon-die-reinigung-von-den-fremden-goettern-lernen

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    1. Bitte keine weiteren "Retourkutschen" mehr. Es tut mir ja auch leid, dass Ihre Antwort auf meine etwas belehrende Eingabe zu den Wiederverheirateten verloren gegangen ist. Aber das Thema ist wirklich sowas von ausdiskutiert, und was Sie da geschrieben hatten war einfach der Diskussionsstand von vorvorgestern, das hat mich etwas geärgert. Aber seisdrum, das Thema ist wirklich ausgelutscht und muss nicht aufgewärmt werden.

      Zu Gideon hatte ich oben (Posting vom 21. Nov.) schon geschrieben, wenn Sie da antworten möchten, dann vielleicht lieber hier wegen der Übersichtlichkeit.

      Aber bedenken Sie: Das evangelikale Schriftverständnis ist für Latzel nur der Trick, die Methode, die er benutzt, um Jesus oder Gott zum Gewalttäter zu machen. Man könnte mit evangelikalen Methoden auch ganz andere Jesusse zeichnen, die Methode ist ja an sich offen für alles.

      Ich kritisiere das evangelikale Schriftverständnis als Katholik, also als vernünftiger Christ, der ein besseres und vernunftgemäßeres Schriftverständnis hat als die "Bibeltreuen". Aber das ist nicht der Kern meiner Kritik.

      Das Wesentliche ist, dass ich Latzel ganz speziell als Gewaltanhänger kritisiere, weil er mit dem evangelikalen Bibel-Trick versucht, Jesus Christus zum Gewaltbefürworter entstellen. Und diese Kritik ist viel wesentlicher für jeden Christen, also ganz egal, ob Sie ein Evangelikaler sind oder ein Katholik.

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    2. Ich habe in der Tat erhebliche Zweifel an Ihrer christlichen Rechtgläubigkeit, denn dann würden Sie die Worte Jesu Christi [auch im Falle der Ehescheidung] nicht relativieren und auch nicht andere bibeltreue und Gottes insbesondere Jesu Christi - Wort ernst nehmende Christen wie Pastor Latzel so übel diffamieren, wie Sie es hier getan haben.

      Wer von uns mit falscher Zunge lehrt, möge der aufmerksame und kritische Leser selbst entscheiden.



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    3. DA ALLE SEITEN AUSREICHEND ZU WORT GEKOMMEN
      SIND, BEENDE ICH HIERMIT DIE MITTLERWEILE
      ZIEMLICH UNERGIEBIGE DISKUSSION ZU DIESEM BEITRAG.

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