Freitag, 11. November 2016

So wichtig war den Amerikanern die Wahl: Knapp die Hälfte ging erst gar nicht hin...!

Nach der Wahl von Donald Trump schlägt jetzt die große Stunde der Rechenkünstler. Dabei kommt dann z.B. die Schlagzeile heraus, das eigent-
lich nur jeder vierte Amerikaner diesen neuen Präsidenten gewählt hat. Die Gruppe der Nichtwähler ist auffallend hoch; 47 % der Wahlberechtigten gingen erst gar nicht zur Wahl!
---> HIER !

Insofern relativieren sich die medienwirksam in Szene gesetzten Proteste in einigen Städten der USA doch etwas. Auch in Deutschland löst sich der Schaum vor dem Mund vieler (auch katholischer) Profi-Journa-
listen langsam auf und es kehrt eine etwas andere Betrachtungsweise ein. 

Dazu gehört z.B., dass man mit einigem Erstaunen festellen muss, dass Trump ein Gespräch mit dem jetztigen Präsidenten Obama hatte, das eigentlich nur 15 Minuten dauern sollte, woraus dann 90 Minuten wurden
- mit dem Ergebnis, dass Obama nachher vor der Presse von einem "exzel-
lenten"
Gespräch berichtet... ---> HIER !

Wir sind uns sicher schnell einig:  Trump ist bei den meisten meiner Leser (und bei mir!) alles andere als der Traumkandidat für einen amerika-
nischen Präsidenten. Aber schon unsere Großmütter wussten, dass keine Suppe so heiß gegessen wird, wie sie gekocht wurde. 

Wenn die Shitstürme sich etwas gelegt haben und die Brillen geputzt sind, wird man schauen müssen, was er tatsächlich macht. Und bei unseren Medienvertretern kommt dann die eine oder andere Überraschung auf,
so etwa die, dass die in den Zeitungen so hochgespielte Mauer gegen Mi-
granten aus Mexiko eigentlich schon lange existiert. Die Börse hat sich jedenfalls schnell umorientiert und setzt gerade zu einem neuen Höhen-
flug an... ---> HIER !

Also erst mal abwarten und auch die Stimmen wahrnehmen, die in der Wahl Trumps für Deutschland keine Katastrophe sehen... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Donnerwetter, da ist der KREUZKNAPPE
    ja ganz auf der Linie von Kardinal Marx, der sich
    gestern ähnlich geäußert hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=GeuUY0wV_hA

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  2. Ein Münchner auf Erden11. November 2016 um 09:43

    In den deutschen Medien bindet man uns gerade
    mal wieder ein Bären auf - überall kann man lesen,
    die Wahlbeteiligung in den USA sei diesmal besonders
    hoch gewesen und es habe lange Schlangen vor den Wahl-
    lokalen gegeben.
    Die Journalisten benutzen anscheinend keine Recherche
    und kein Archiv, sonst wüssten sie, dass dies eine dicke
    Lüge ist:
    Es waren diesmal 55,6 %, dagegen 2012 immerhin 61,8 Prozent.

    http://www.uswahl.lpb-bw.de/wahlergebnis_uswahl2016.html

    http://www.uswahl.lpb-bw.de/wahlverhalten_grafik.html

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  3. Der Populismus, der von deutschen Journalisten
    Donald Trump vorgeworfen wird,
    ist bei genauerer Betrachtung bei ihnen selbst
    unter umgekehrten Vorzeichen anzutreffen....!

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  4. Jorge Sensenbrenner11. November 2016 um 13:07

    Wir sind uns sicher schnell einig: Trump ist bei den meisten meiner Leser (und bei mir!) alles andere als der Traumkandidat für einen amerikanischen Präsidenten.

    Hä?

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    1. Ja, dieser Satz des Kreuzknappen kann nur ironisch gemeint sein. Die nüchterne Wahrheit ist: Trump ist für die meistender Leser des Knappen knapp unterhalb des Heilands.
      Sein Privatleben mit den Frauen ist den sonst so moralisch unerbittlichen Tradis keine Rede wert - allenfalls klopfen sie sich auf die Schenken, dass da einer mal noch ein richtig konservatives katholisch-vorkonziliares Frauenbild ht.

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    2. Jorge Sensenbrenner11. November 2016 um 23:37

      Also dem Kreuzknappen selber nehm ich absolut ab, dass er Trump jetzt nicht wirklich für "ideal" hält. Aber die Leserstimmen waren schon sehr einseitig auf Freudentränen gestimmt. Allerdings muss man natürlich auch bedenken, dass viele Leute den Blog lesen und keine Kommentare abgeben. Jedenfalls ist das alles ein wenig verzerrt.

      Man kommt auch selber durcheinander zwischen Netz und echtem Leben. So viele Leute im Internet schwärmen von Trump und schimpfen über kritische Stimmen. Heute in der Bäckerei dachte ich, wenn da überhaupt über Tagespolitik geredet wird, sind die älteren Leute bestimmt alle für Trump. In Wirklichkeit war die ganze Bäckerei voll mit älteren und mittelalten Damen zwischen 60 und 80, die sich beim Kaffeekränzchen tierisch über den Ausgang der Wahl in Amerika erregten, Trump-kritische Videos auf ihren Smartphones herumzeigten und von Enkeln und Nichten sprachen, die vollkommen entsetzt seien und nie mehr in die USA wollten. Alles untere Mittelschicht, Ruhrgebietkolorit, keine Wohlhabenden, sondern genau die soziale Schicht, die oft als empfänglich für populäre Parolen geschildert wird.
      Fand ich auch etwas übertrieben, diese Stimmung, aber das wirklich Erstaunliche ist, dass ich selber angesichts der verzerrten Netz-Realität eigtl. das Gegenteil erwartet hätte.

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    3. ja,ja, die alten Damen mit ihren Smartphones...!
      Schon bessere Witze gelesen!
      Aber davon mal abgesehen: Es ist doch kein Wunder,
      dass viele Leute gegenüber Trump so voreingenommen sind,
      schließlich wurden sie seit Wochen und Monaten nur mit
      Negativschlagzeilen unserer Medienmacher entsprechend
      geimpft.

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    4. Jorge Sensenbrenner12. November 2016 um 12:16

      Nein, das geschilderte Erlebnis ist schon echt, kein Witz.

      Dass Donald "ein Opfer der Medien" sein soll, ist nat. Unsinn. Er hat sich ja extra so benommen, damit er in den Medien auffällt und die Leute, denen er aus dem Herzen spricht, ihn deswegen wählen. Die medienwirksamen polarisierenden Aussprüche sind ja gerade das, was ihn groß gemacht hat und was die Anhänger mögen. Das ist keine "Anti-Trump-Kampagne", sondern sein eigenes Konzept. Trump lebt ja von diesen Skandalen und ist dadurch Präsident geworden.

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  5. Vielleicht ist das noch vor der Wahl mit D.Trump von ETWN geführte Interview für manch einen etwas erhellend:
    https://www.die-tagespost.de/politik/bdquo-Johannes-Paul-II-war-fantastisch-ldquo;art315,173744

    Obama wurde seinerzeit mit reichlich Vorschusslorbeeren in der Öffentlichkeit bedacht.

    Bei Trump ist das jetzt genau umgekehrt.

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