Samstag, 5. November 2016

... und wieder mal beschwert sich ein Jesuit über die Kirche wegen der Homosexualität...

Es gibt ja Themen, die sind medienmäßige Schweizer Messer: Die klappen immer,
da ist der Aufreger-Modus quasi schon mit eingebaut.
Was dem einen die Flüchtlinge sind oder die AfD, das ist in vielen Medien der wie auf der ewigen Bartwickelmaschine laufende Vorwurf an die Kirche, sie diskriminiere die Homosexuellen. - Und so einige Jesuiten mischen bei dieser ständigen Wehklage kräftig mit, und das ist dann erst recht einen großen Artikel wert.

Da ich im wirklichen Leben noch anderes zu tun habe, beschränke ich mich auf Linkhinweise zu den Aufregern bei "katholisch.de" und "kath.net". Vielleicht findet sich noch ein Dominikaner oder ein Franziskaner, der sich dazu äußern möchte...?
Manch einem mag da ganz spontan der Film "Und täglich grüßt das Mur-
meltier"
( ---> HIER !) in den Sinn kommen...

Man lese ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Kann es sein, dass gewisse Ordensleute die
    kirchlichen Dokumente nicht kennen (wollen),
    und die Bibel auch nicht?
    Ich habe da in Erinnerung,
    dass in der Bibel sowas steht wie
    "... und eer schuf den Menschen als Mann und Frau..."
    - also nicht als Mann und Mann oder als Frau und Frau.

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    1. Gott ist auch ziemlich eindeutig bei der Art der Nahrung, die für den Menschen bestimmt ist, hält sich auch kein Tradi dran, nur ein paar linksgrünversiffte Veganer.

      ann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur
      Nahrung dienen.

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    2. Veggi,
      es wäre für Sie von Vorteil,
      wenn Sie mal in die Bibel schauen würden:

      https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/gen9.html

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    3. Offensichtlich sind Sie kein Diakon, sonst würden Sie mir nicht diese Vorlage geben ;-) Sie haben nämlich Recht, so billig wie die Tradis sich einzelne Verse herauspicken, um ihr Weltbild zu rechtfertigen, ist es mit dem Buch der Bücher nicht. Was gilt denn nun? Gen 1 oder 9? Da Gen 1 nichts über Homosexualität aussagt, kann man den Text auch nicht gegen die Homosexualität in Stellung bringen. Oder Sie sagen, dass in diesen Fragen eine Entwicklung möglich ist, wie vom Veganer in Gen 1 zum Fleischfresser in Gen 9, da kann ich auch mit leben. Die Welt ist halt nicht immer so, wie Gott sich das am Anfang gewünscht hat. Das gilt dann wohl auch für die Homosexuellen. Immerhin muss für ihre Liebe kein Blut fließen ;-)

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    4. @Veggi:
      Ihr letzter Satz gilt auch nur solange, wie kein katholischer Traditionalist irgendwo an die Macht kommt...
      Schauen Sie sich nur Rußland an: der allerchristlichste Putin lässt für Homo-Liebe seit Jahren Blut fließen. Weshalb er für die Katho-Tradis zum politischen Idol geworden ist.

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  2. Die Homo-Lobby ist sehr, sehr mächtig,
    das erleben wir in Deutschland ja immer wieder,
    wo sogar gefordert wurde, jemanden von einer Talk-Show
    auszuschließen, der gegen Homos argumentierte.
    Das ging sogar so weit, dass er seinen Nebenjob
    als Dozent an einer Hochschule verlor.
    Mir scheint, bei den Jesuiten hat die Homo-Lobby auch
    hervorragende Arbeit geleistet.

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    1. Nun, das mit den Talkshows haben sie sich bei der Kirche angeschaut, die hat ja öfter Sender unter Druck gesetzt, damit Kritiker nicht zu Wort kommen dürfen.
      Deschner und Schmidt-Salomon sind da nur zwei Beispiele ....

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  3. Geehrter Studiosus: da hier immer so selbstverständlich, als wüsste jeder, wer damit gemeint ist, von der "Homo-Lobby" die Rede ist, möchte ich doch mal fragen, wen Sie damit denn meinen. Die Genderisten? Die Freimaurer? Die Juden? Die Mohammedaner? Die Frauen? Die Klimawandelgläubigen? Die Liberalen? Die Linksgrünen? Oder eine Mischung aus all denen?

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    1. Mit Homo-Lobby meine ich die Homo-Lobby, Bianca.

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    2. Tautologien sind keine Antworten. "Homo-Lobby" bleibt so lange ein ideologischer Kampfbegriff der Himophoben, wie sie nicht sagen können, wer das eigentlich sein soll.

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  4. Von den Jesuiten hat man schon lange nicht Gutes mehr gehört.

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    1. ...und von den Rechtskatholiken noch viel länger nicht mehr.

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  5. Insbesondere kath.net, aber auch katholisch.de
    kommen mir zu reißerisch daher.
    Im Magazin „AMERICA – Ther New National Catholic Review“
    ist die Rede Martins in voller Länge abgedruckt:
    http://www.americamagazine.org/issue/two-way-bridge

    Dort ist sie übertitelt „A Two-Way Bridge“,
    also: eine „Zwei-Wege-Brücke“ im Sinne
    des beiderseitigen (!) Aufeinander-Zugehens.

    Darin spricht er übrigens auch (das ist nirgendwo erwähnt!)
    vom nötigen Respekt vor bischöflichen/lehramtlichen Verlautbarungen
    bzw. vom gebetsgetragenen Nachdenken darüber:
    „Frag dich: "Was sagen sie? Warum sagen sie es? Was verbirgt sich hinter ihren Worten?" Hör zu, betrachte, beten und natürlich: Hör auf dein Gewissen.“
    Und er mahnt – über den „kirchlichen Respekt“ hinaus –
    einen selbstverständlichen menschlichen Respekt gegenüber den Bischöfen an.
    Respekt fordern: ja, aber ebenso: Respekt gewähren.


    Die Rede gliedert sich in zwei etwa gleich lange Teile und einen Schlussteil:

    „Von der einen Seite aus
    Gehen wir zunächst den Weg von der einen Seite der Brücke, aus Richtung der Institution Kirche zur LGBT-Community hin, und betrachten wir dabei die Aspekte Respekt, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. …

    Von der anderen Seite aus
    Gehen wir nun den Weg von der anderen Seite der Brücke, aus Richtung der LGBT-Community zur Institution Kirche hin. Was könnte es für die LGBT-Community bedeuten, der Kirche mit Respekt, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu begegnen?

    Gemeinsam auf der Brücke
    Insgesamt geht es um die Einladung an beide Seiten, sich auf die Brücke von gegenseitigem Respekt, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu begeben.“

    Nebenbei: Wenn Kreuzknappe auch nach einem Dominikaner „sucht“ – der vom Jesuiten Martin in seiner Rede positiv erwähnte Kardinal Schönborn ist Dominikaner.

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  6. O sorry, ich muss meine obige Kritik
    an der Berichterstattung von katholisch.de korrigieren,
    ich habe mich durch die reißerische Überschrift samt Einleitung irritieren lassen
    und dort leider nicht zu Ende gelesen.
    katholisch.de erwähnt ja ausdrücklich und ausführlich
    die Aussagen Martins zum nötigen Respekt vor den Bischöfen:
    „Im Gegenzug dürften sich auch Homosexuelle gegenüber der Kirche nicht ablehnend oder respektlos verhalten...“
    Der Bericht von kath.net hingegen ist
    reißerisch und einseitig.

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  7. Wenn es um die immergleichen Unterleibs-Themen geht, dann springen unsere Tradis und deren Erzblogger noch über jedes Stöckchen, das man ihnen hinhält. Ein sexualisierteres Milieu als den katholichen Traditionalismus gibt es gar nicht.

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    1. Der Bericht stand bei "katholisch.de",
      wie der Kreuzknappe es verlinkt hat.
      Es ist Schorschi zu verdanken,
      dass wir nun eindlich wissen, dass "katholisch.de"
      ein vorrangig an Unterleibsthemen interessiertes
      Tradi-Portal ist.
      Danke, Schorschi, dass Sie uns die Augen geöffnet haben!

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