Montag, 14. November 2016

Vier Kardinäle gehen mit Kritik an die Öffentlichkeit, denn "der heilige Vater hat entschieden, nicht zu antworten..."

Wie heute die katholische Nachrichtenagentur "CNA" meldet, haben sich vier Kar-
dinäle nun nach einer langen Zeit des Wartens an die Öffent-
lichkeit gewandt.
Bereits im September war
ihr Schreiben mit kritischen Anmerkungen zu "Amoris Laetitia" an Papst Franziskus übergeben worden, aber "der heilige Vater hat entschieden, nicht zu antworten", lassen sie ihre Enttäuschung erkennen. Die Kardinäle Joachim Meisner, Walter Brandmüller, Raymond Burke
und Carlo Caffarra schreiben in ihrer Anfrage an den Papst von "ungelösten Knoten" im päpstlichen Dokument.

Nun erfährt man durch die italienische Zeitung "L'Espresso", dass sie das Schweigen des Papstes so nicht akzeptieren und die Diskussion quasi auf eigene Faust weiterführen wollen...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Meine Mutter pflegte zu sagen:
    "Keine Antwort ist auch eine Antwort"
    Wenn man hinter die Kulissen sieht, bemerkt man enttäuscht,
    dass vom Hochglanz-Papst Franziskus nicht viel übrig ist.
    Wenn er jemanden nicht mag, dann lässt er ihn das auch
    spüren...

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  2. Vor allem kann man fragen, wie schlimm
    die Stimmung in Teilen der Kurie sein muss,
    wenn man solch einen ungewöhnlichen Schritt wagt,
    quasi als letztes Mittel?!
    Jetzt muss aber dringend Kardinal Kasper was
    dazu schreiben...!

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    1. Die Antwort - und zwar eine sehr gute! -
      hat Kardinal Kasper längst gegeben.
      Unbedingte Leseempfehlung!

      http://www.stimmen-der-zeit.de/zeitschrift/ausgabe/details?k_beitrag=4752128&cnid=13&k_produkt=4754046

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  3. Es ist bedauerlich,
    dass Papst Franziskus so stur ist.
    Er lädt alle möglichen Leute zur Privataudienz ein,
    warum hat nicht einfach ein Gespräch mit den vier
    Kardinälen geführt, wie sich das gehört?
    Ich bin bei Papst Franziskus hin- und hergerissen.
    Es gibt so viel Positives, aber dann auch wieder
    solche krassen Fehltritte, man könnte auch sagen,
    schlechtes Benehmen...

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  4. Meine Güte, was für ein Lärm um gar nichts! Im September haben die Hochwürdigen Herren Seiner Heiligkeit geschrieben, das sind noch keine zwei Monate her. Wer sind die eigentlich dass sie einfach so beanspruchen, möglichst schnell eine Anwort zu bekommen? Der Papst bekomt tagtäglich Post im höheren dreistelligen Bereich, da ist es völlig normal, dass es etliche Monate dauern kann, bis eine Antwort kommt.

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    1. Ich lass die Werbung immer links liegen und bearbeite die wirklich wichtige Post. Dann ist die immer pünktlich beantwortet.

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  5. Das Vorgehen, ihr Schreiben jetzt öffentlich zu machen, wird sich als Bumerang erweisen, und das wissen die hohen Herren auch. Wenn der Papst - zu Recht - etwas gar nicht mag, dann wen er von kirchenpolitischen pressure groups unter Druck gesetzt wird. Ob ds jetzt modernistische Reformerkreise oder traditionalistische Kardinäle sind.

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  6. Bei allem Verständnis für den Groll,
    den die vier Kardinäle wegen der Schlafmützigkeit
    des Papstes hegen: Mit dieser Methode erreichen sie
    bei dem temperamentvollen Südamerikaner genau das
    Gegenteil, der schaltet jetzt erst recht auf stur!

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  7. Einen sachlich-informativen Artikel dazu
    bringt z.B. der "ORF":

    http://religion.orf.at/stories/2808793/

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  8. Vielleicht ist das Ganze lediglich eine
    erfundene Zeitungsente.
    Die führende Nachrichtenagentur "KNA" schreibt
    heute jedenfalls von einem "angeblichen" Brief,
    für dessen Existenz es gar keine Bestätigung
    gäbe:

    https://cds.kna.de/dzNewsDaten/webnews/kwn09/urn_newsml_kna.de_20130101_161114-89-00047-3.html

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  9. Gerade habe ich einen sehr interessanten Artikel
    dazu beim Romkorrespondeten des ZDF entdeckt.
    Jürgen Erbacher schreibt unter der Schlagzeile
    "PAPST WILL NICHT ANTWORTEN", dass die vier Kardinäle
    da den neuralgischen Punkt in der Argumenation des
    Papstes erwischt haben.
    Zugleich versucht er das Ganze etwas niedriger zu hängen,
    indem er schreibt, dass ja nur vier von etwa 200 Kardinälen
    sowas geschrieben hätten...

    http://blog.zdf.de/papstgefluester/2016/11/14/papst-will-nicht-antworten/

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    1. Jorge Sensenbrenner14. November 2016 um 19:38

      Erbachers Analyse ist aufschlussreich, danke!

      Allerdings scheint der @Kirchenmäuserich etwas voreingenommen und sieht in den "neuralgischen Punkten" anscheinend Schwachstellen des Papstes. In Wirklichkeit ist es (das sieht jedenfalls Erbacher so) eher eine Schwäche der Kritiker, unbelehrbar auf immer denselben längst geklärten Punkten herumreiten, zu denen man eben nicht mehr sagen kann als das, was der Papst und seine Freunde längst gesagt haben.

      "Verunsicherung" besteht nur bei denen, die sich klare Regeln wünschen und gerade das, was AL feststellt, nicht akzeptieren wollen, nämlich dass es bei diesen Dingen auf den Einzelfall ankommt und gar keine schematische Regel gibt.

      Erbacher macht deutlich, dass es den Betonköpfen darum geht, ihre Hardliner-Argumente (also die altbekannten Phrasen von "irregulären" Verhältnissen, die angeblich immer und "objektiv" sündhaft sein sollen) "am Köcheln zu halten", wie er sich ausdrückt, obwohl da gar nichts dran und alles schon x-mal durchgekaut ist.

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  10. Leider erfährt man nicht,
    auf welche Weise genau diese Meldung eigentlich
    das Licht der Medienwelt erblickt hat.
    Das ist eher nicht der Stil von Kardinal Meisner,
    Briefe öffentlich zu machen.
    Steckt da vielleicht etwas ganz anderes dahinter,
    z.B. eine gezielte Indiskretion, um die "Tradis"
    mal wieder in Verruf zu bringen?

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    1. Wenn Sie das Schreiben der vier Kardinäle auf kath.net gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass es KEINE Indiskretion war, "um die Tradis in Verruf zu bringen", sondern die vier schreiben in der Einleitung, dass sie sich selber entschlossen haben ihr Schreiben publik zu machen, nachdem der Papst Ihnen nicht geantwortet habe. Wie die kleinen Kinder.

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