Samstag, 12. November 2016

Während der Priester gelangweilt herumsitzt: Mund auf, die Hostie aus Laienhand kommt...!

Der heutige Rundgang durch die bunte Welt des Inter-
nets beginnt mit ei-
nem Fundstück, wie es auch in deutschen Landen vorkommen könnte: Während der Priester in der Warte-
position etwas ge-
langweilt herumsitzt, verteilt ein Laie die Heilige Kommunion an die wenigen Anwesenden... ---> HIER !

Es folgen "Sieben Dinge, die ich von Otto Waalkes über das Predigen ge-
lernt habe"... ---> HIER !

Da wurden auch in den USA etliche Zeitungen eingestampft, und auch in Deutschland hatten sich einige übereifrig beeilt... ---> HIER !
Die evangelische Kirche ist mal wieder inhaltlich im Aufbruch ---> HIER !
Möglicherweise nur ein Rechtschreib-Problem?... ---> HIER !
Das nachfolgende Tier-Video ist unglaublich dramatisch - es zeigt eine ex-
trem aufregende Verfolgung eines jungen Leguans durch etliche Schlangen. Es scheint zum Schluss aber gut auszugehen... ---> Video HIER !

Kommentare:

  1. So habe ich es auch erlebt, und zwar vielfach!
    Der Priester sitzt und wartet, während ein Kommunion-
    helfer den Leib Christi an wenige Anwesende austeilt.
    Hauptsache, die Laien werden beteiligt,
    wie sich das für die moderne Messe gehört.
    So schmuddelig angezogen wie auf dem Foto waren die
    aber immerhin nicht.

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  2. Ich finde das sowieso pervers,
    dass der Priester sich brav aufs Stühlchen hocken muss,
    damit die Damen und Herren Kommunionverteiler vor dem
    Volk glänzen können!

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  3. Jorge Sensenbrenner12. November 2016 um 12:42

    Wie man das Foto von der Mundkommunion (wohl) aus Südamerika problematisch finden kann, ist mir unverständlich. Außerdem ist der Zelebrant ja recht offensichtlich im Gebet versunken, "Langeweile" ist eine böse Unterstellung.

    Kurios find ich das v.a., weil der Kreuzknappe sonst immer gern die Illusion verbreitet, die katholische Kirche "wachse" in außereuropäischen Ländern sehr stark und sei nur in Westeuropa auf dem Rückzug (was so nicht stimmt).
    Über ganz normale Bilder aus diesen Ländern regt man sich dann aber auf, weil die Leute in der Tropenhitze leicht gekleidet sind.

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    1. Priester im Gebet versunken?
      Wenn ich das Foto anschaue, kriege ich aber
      gleich die Krise, Herr Sensenbrenner!

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    2. Jorge Sensenbrenner12. November 2016 um 15:11

      Er hält die Hostie in der Hand und betet sie an.

      Was ist daran eine "Krise"???

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    3. Ihre blühende Phantasie in Ehren,
      das ist ja auch ganz interessant, was Sie
      da herauszuinterpretieren versuchen,
      aber mit jedem Bildbearbeitungsprogramm und
      200 % Vergrößerung sieht man, dass der Priester
      nichts in der Hand hat und sich mit dem Daumen
      am Handrücken kratzt.
      Aber das nur nebenbei, es geht um das Thema,
      warum man den Priester irgendwo "parkt" wie bestellt
      und nicht abgeholt, und ein Laie in schmuddeliger,
      unliturgischer Kleidung übernimmt die Aufgabe
      des Priesters.

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    4. Jorge Sensenbrenner12. November 2016 um 16:58

      Am Handrücken kratzt ??
      Ich denke, das Kompliment mit der "blühenden Phantasie" kann man nur zurückgeben.
      Ob die Hostie noch in der Hand liegt oder ob der Pater schon kommuniziert hat, ist zugegebenermaßen nicht zu erkennen, aber dass es sich um eine Gebetshaltung handelt, finde ich offensichtlich.

      Zum Rest hatte ich schon alles gesagt. Vorurteile gegen "schmuddelige" Ausländer und Mundkommunion sind nicht hilfreich und ziemlich widersinnig, wenn man gleichzeitig das Wachstum der katholischen Kirche in nichteuropäischen Ländern feiert.

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    5. Ich beantrage,
      beim "KREUZKNAPPEN" eine gesonderte Abteilung
      Korinthenkackerei / Katholischer Kindergarten
      einzuführen.
      Wie wäre es mit Beiträgen zur SACHE?
      Auch ich finde es skandalös, dass der Priester
      ausgerechnet bei der Spendung des Sakramentes
      der Eucharistie des Platzes verwiesen wird.
      Ich stelle mir gerade vor,
      Jesus habe beim letzten Abendmahl ähnlich ge-
      handelt und den Hausmeister gebeten, zur
      Verteilung zu schreiten.

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    6. Jorge Sensenbrenner12. November 2016 um 20:26

      Achso, darum geht es den Kritikern. Sie würden es lieber sehen, wenn der Zelebrant selber die Kommunion austeilt, habe ich das richtig verstanden?
      Das ist natürlich klerikalistischer Priesterwahn in Hochform, dafür gibt es momentan keine Saison, schon gar nicht in südamerikanischen Basisgemeinden oder Ordensgemeinschaften.

      Die Instruktion Redemptionis Sacramentum ist gewohnheitsrechtlich längst außer Kraft gesetzt, JPII ist lange tot und schon ein Heiliger, und eine „Reform der Reform“ wird’s nicht mehr geben, also keine Chance.

      Jesus hat außerdem genau das getan, was der @Seelenklempner für „skandalös“ hält. Die biblische Wurzel für den Kommunionritus ist ja nicht das Abschiedsmahl am Vorabend der Hinrichtung (da wurde gar nichts verteilt, sondern jeder nahm sich sein Häppchen vom Tisch und der Becher wurde herumgereicht), sondern die wunderbare Brotvermehrung.
      Wer die Kommunion austeilt, war Jesus da vollkommen egal.
      „Hausmeister“ war er außerdem selber von Beruf (und nicht etwa Priester), von daher wäre nichtmal das ein Problem.

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    7. ein Priester (75 Jahre)13. November 2016 um 06:06

      Die Arroganz, in der Leser Sensenbrenner
      die katholischen Richtlinien und die daran Festhaltenden
      abkanzelt, ist bemerkenswert.
      Aber er trifft damit genau den Nagel auf den Kopf,
      wenn er von einem Gewohnheitsrecht schreibt, dass sich
      einfach so entwickelt hat, weil die Priester es dulden.
      Wie man auf dem Foto ja sieht,
      ist das völliger Quark mit Basisgemeinden und so.
      Da will man etwas konstruieren wie - ach, das müssen
      wir ja leider machen, weil die Priester so riesen-
      große Gemeinden haben und nur alle paar Wochen mal
      vorbeischauen können - wie das Foto zeigt, ist der
      Priester ja da, aber er sitzt eben nur da und lässt
      den Laien mehr oder weniger resigniert machen.
      Dieses Gewohnheitsrecht nehmen sich ja auch deutsche
      Katholiken mit einigen Dingen heraus, bis hin zum
      Gewohnheitsrecht, den Herrn unwürdig zu empfangen.
      Da will ich mich öffentlich nicht weiter drüber
      auslassen.

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    8. Entschuldigung, weil ich alle Achtung habe
      vor dem jahrzehntelangen Dienst eines Priesters,
      aber arrogant sind Sie selber auch!
      Warum urteilen Sie so hart, obwohl Sie den tatsächlichen
      Zusammenhang des Fotos genauso wenig kennen wie wir?
      Ein bisschen mehr Gelassenheit tut der Kirche gut...!

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    9. Jorge Sensenbrenner13. November 2016 um 15:15

      Arroganz liegt mir fern, aber der 75-jährige Priester hat schon recht, dass man es so auffassen könnte, denn der Beitrag war ganz bewusst etwas überspitzt und ironisch-provokant formuliert ("JPII" zum Bsp. hat nur wenig mit der Sache zu tun, außer dass er RS herausgegeben hat), um die Unbegreiflichkeit der Kritik zu entlarven.

      Unbegreiflich erscheint mir vor allem, dass einerseits die Ehre des fotografierten Priesters ganz unverschämt beschmutzt wird (man unterstellt ihm, er würde sich gelangweilt kratzen, obwohl er wahrscheinlich einfach nur betet), und gleichzeitig ein absurdes Szenario aufgebaut wird, wonach rechtschaffene Priester von aggressiven Laien irgendwie "entmachetet", "abgeschoben" oder "in die Ecke gestellt" würden.

      Das mag vielleicht in manchen deutschen Gemeinden von Klerikalisten so empfunden werden. In der auf dem Foto abgebildeten Welt gibt es so einen Konflikt aber nicht. Der Priester sitzt ganz freiwillig auf dem Zelebrationshocker, der junge Katechet verteilt ganz freiwillig die Kommunion und niemand empfindet das als Machtverlust des Priesters oder Anmaßung des Katecheten.
      Priester und Katechet dienen ganz einfach gemeinsam der Liturgie, da gibt es keinerlei Konkurrenzdenken, schon gar nicht in diesem Foto.

      Man muss schon in Statuskategorien denken, um hier einen Machtkampf hineinzuinterpretieren.
      Und gerade dieses Statusdenken charakterisiert ja den klerikalistischen Dünkel und die autoritätshörige Unterwürfigkeit der Anhänger solcher Priesterschmalz-Ideologien.

      Wer sein Priestertum als Status begreift und nicht als Dienst am Volk, hat irgendetwas nicht begriffen.

      Die meisten Klerikalisten sind aber gar keine Priester, sondern bigotte Laien, die solche völlig unanstößigen Fotos als Aufreger benutzen und mit ausländerfeindlichen Kommentaren versehen.

      Kritik am Klerikalismus richtet sich also gar nicht primär gegen Priester, sondern gegen ihr übertrieben devotes Publikum.

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