Mittwoch, 16. November 2016

Wenn Papst Franziskus meint, die Reform der Kirche beginne im Beichtstuhl...

... dann ist da sicher viel Wahres dran. Gestern hat er dies den Pilgern im Petersdom und uns allen als Mahnung mitgeteilt, wie "Radio Vati-
kan"
berichtet.
Durch die Beichte könne jeder von uns durch Gottes Barm-
herzigkeit verwandelt werden, und damit beginne "auch die Reform des Lebens der Kirche!" ---> HIER !
Das Problem scheint mir nur zu sein, dass die Beichte derart auf den Hund gekommen ist (pardon, ich wollte keine Tiere beleidigen!), dass es dann eventuell in der Praxis schlecht aussieht mit der Kirchenreform!

Es ist gut, wenn der Papst immer wieder an die Bedeutung der Beichte erinnert, aber ich fürchte, mit mahnenden Worten ist es nicht mehr getan.
Es sieht schlimm aus, was das Bußsakrament betrifft! 

Ein paar Impulse bzw. Beispiele zum Nachdenken gibt's ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Das sind päpstliche Sonntagsreden, sonst nichts!
    Wenn er es ernst meinte, würde er mit seinem
    Kardinalsrat und der nächsten Bischofssynode über
    die Beichte beraten, wie man die wieder beleben kann.

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  2. Bezüglich der Beichte ist doch schon alles verloren!
    Wir haben doch kaum noch Priester, und die Beicht-
    stühle sind meistens längst umgebaut.
    Wir müssen zur Beichte ca. 30 km weit fahren in ein
    Kloster, weil es hier keinerlei Beichtgelegenheit gibt.

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  3. Ein weites Feld!
    Mit einer Beichtmöglichkeit in der Nähe ist es
    nicht getan; für eine gute Beichte braucht man auch
    einen erfahrenen Beichtvater, der einen auch geistlich
    führen kann - und nicht nach 5 Minuten während der
    Beichte nervös auf die Uhr guckt, wie es mir passiert ist.
    Es liegt so viel im argen,
    und ich vermute, da lässt sich das Ruder nicht mehr
    herumreißen. Die Beichte ist tot!

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  4. Ein guter Tipp, wenn Sie eine gute Beichte
    ablegen wollen:
    Fahren Sie mindestens einmal jährlich nach Medjugorje,
    dort werden Sie großartige Bekehrungen erleben, von
    denen sogar Kardinal Schönborn schon berichtet hat!

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  5. Bitte nicht nur negativ denken, so sehr die
    Beobachtungen auch zutreffen.
    Es gibt auch die andere Seite, nämlich unter be-
    stimmten günstigen Bedingungen eine starke Zunahme
    bei der Zahl der Beichten, so z.B. im Petersdom:

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/sie-fuhlen-sich-im-beichtstuhl-ernst-genommen?utm_content=buffer29c5e&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

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  6. @Heike Siedler
    Sie haben recht. Uns geht es genau wie Ihnen. Zum Beichten fahren auch wir 1 Stunde mit dem Auto in ein Kloster.
    Da besteht u.a. auch Zeit für die pers. Beichte, i.d.R. 20-30min.
    Ist für uns persönlich sehr befriedigend.
    Das geht aber auch nur deshalb, weil da außer uns beiden kaum noch jemand auf die Beichte wartet.
    Vor den Sonntagmessen ist hier kaum Beichtgelegenheit. Geht schon rein organisatorisch nicht, da die Priester in unserem pastoralen Raum von woanders her kommen und erst kurz vor der Messe eintreffen.
    Ich könnte mir reihum in den Kirchen Sonntags nachmittags im Rahmen bzw. In Kombination mit eucharistischer Anbetung auch das Angebot von Beichte vorstellen. Reihum in den verschiedenen Kirchen des pastoralen Raumes. Die Beichte rein Zeit kann der Priester zum persönlichen Gebet (z.B. Brevier oder Anbetung) nutzen.
    Durchaus wäre auch die praktische Form der Beichte zu verbessern:
    Ich plädiere für kleine Beichtzimmer, in denen wahlweise sowohl die herkömmliche anonyme Form als auch das offene Beichtgespräch sich gegenübersitzend am Tisch mit Kerze, Kreuz und Bibel angeboten wird.
    Völlig unmöglich ist es, wenn der Beichtende offensichtlich nicht ernst genommen wird, indem ihm Ungeduld seitens des Priesters signalisiert wird, wie @Eltzerberg hier beschreibt.
    Noch schlimmer ist das Lösen von Kreuzworträtsel bzw. Subkultur während der Beichte durch den Priester, wie es von einem Kommentatator offensichtlich in Rom erlebt wurde (siehe Kommentar unter einem vom Kreuzknappen angegebenen früheren Link). Solch ein Verhalten ist geradezu empörend und kann auch nicht etwa mit "südländischer Mentalität" entschuldigt werden!
    Gehört öffentlich angeprangert!

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    1. Korrektur:
      Statt "Beichte rein Zeit" heißt es richtig "beichtfreie Zeit".
      Und:
      Statt "Subkultur" heißt es richtig "Sudoku".

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