Montag, 5. Dezember 2016

40 Prozent der Leserkommentare nicht freigeschaltet - Nach der Ermordung der Studentin durch einen Flüchtling...

Die "Tagesschau" verschwieg die Meldung gestern - und kassierte dementsprechende Empörung
---> HIER !
Jeder Mord ist schrecklich, aber dieser hat viele Menschen aufgewühlt und die Debatte über die Willkommenskultur und Flüchtlinge wieder angeheizt. "DIE WELT" schreibt unter "Nie hat ein Mord Freiburg so erschüttert" auch, dass Pfefferspray seit Wochen ausverkauft ist, denn die pure Angst geht um ---> HIER !
Die Debatte "tobt mit großer Wucht", berichtet der  linksliberale "Tagesspiegel", um hinzuzufügen, während man sonst bis zu 10 % der Leserkommentare nicht freischalte, seien es diesmal 40 Prozent (!) gewesen - da kann man ahnen, wie die sogenannte Volks-
seele kocht. ---> HIER !

Ich selbst gehöre zu denen, die jetzt fast ratlos und sprachlos sind ange-
sichts solcher Gewalttaten, aber auch angesichts so mancher hasserfüllten Reaktion...

Falls Sie einen Leserkommentar schreiben wollen: Ich würde mich freuen, wenn hier im Blog deutlich weniger als 40 % der Leserzuschriften so for-
muliert würden, dass ich sie nicht freischalten will und darf...
 


Kommentare:

  1. Na, das ist ja ganz besonders dreist vom
    "KREUZKNAPPEN": Die Leser bekommen direkt mal die
    klare Ansage - wenn ihr eine Meinung habt, die nicht
    politisch korrekt ist, dann schalte ich euren Beitrag
    nicht frei!
    Ist das die viel gepriesene Debattenkultur in diesem
    katholischen Blog?

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    1. Mit "politisch korrekt" hat das nichts
      zu tun, lieber Leser "Mister XY".
      Zum einen gibt es Gesetze, z.B. das über
      Volksverhetzung, und das nehme ich sehr ernst.
      Ich habe kein Geld für einen eigenen Rechts-
      anwalt, frage aber im Zweifelsfall bei einem be-
      freundeten Juristen, und der sorgt so indirekt
      mit dafür, dass hier einige grenzwertige Kommentare
      stehen bleiben dürfen und einige andere von mir
      gelöscht oder gar nicht erst freigeschaltet werden.
      Und zum anderen sind wir alle Katholiken,
      und da gibt es so einige Hinweise, wie wir leben
      sollten.
      Ich für meinen Teil versuche das (mit mehr oder
      weniger großem Erfolg) privat und auch in meinem
      Blog umzusetzen.
      Leute, die unbedingt "hetzen" wollen, finden sicher
      andernorts noch ausreichend Gelegenheit dazu...

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    2. Allen (gerade auch dem katholischen Milieu zugehörigen) Eiferern/Hetzern
      sei die tief berührende Todesanzeige der Familie
      für die grausam ums Leben gekommene junge Frau zur Lektüre empfohlen:

      http://www.bild.de/news/inland/mord/eltern-der-getoeteten-maria-baten-um-spenden-statt-blumen-49062642.bild.html

      Tief beeindruckend.
      Von tieffrommer katholisch-christlicher Gesinnung getragen.
      Es werden statt Blumen Spenden für
      ein katholisches Bildungsprojekt in Bangladesch
      bzw. für ein Freiburger Flüchtlingsprojekt erbeten.

      Da jetzt der Einwand kommen könnte:
      „Da wusste die Familie aber noch nicht, dass der Täter ein Flüchtling war!“,
      halte ich dem entgegen, dass die Eltern,
      immerhin hohe Beamte bei der EU in Brüssel,
      sicherlich nicht außer Acht gelassen haben,
      dass möglicherweise auch ein Flüchtling der Täter gewesen sein könnte,
      und meiner Überzeugung dürften sie aufgrund der ihnen eigenen
      tiefchristlichen Gesinnung auch
      die jetzt aufbrandende Hasswelle gegen „die Flüchtlinge“ ablehnen.

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    3. @MisterXY:
      Es geht allerdings, wie Sie schreiben, um "Debattenkultur" - nicht um Hass- und Schreihalskultur. Das versucht der Blogger hier zu wahren und dafür sind ihm viele dankbar, egal wie sie zur Flüchtlingspolitik der Kanzlerin im einzelnen stehen.

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    4. ERGÄNZEND zum Beitrag von Leser "Pjotr":

      http://www.huffingtonpost.de/2016/12/04/freiburg-studentin-mord_n_13415328.html

      http://www.merkur.de/welt/familie-getoeteten-studentin-bittet-um-spenden-fuer-fluechtlingshilfe-7043356.html

      Dringende Leseempfehlung an alle,
      insbesondere an die Hitzköpfe und Vereinfacher.

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    5. Unter Bezug auf die Todesanzeige
      wird in rechtsextremen Medien, auf die ich hier nicht verlinken möchte,
      die Ermordete
      als „vergewaltigte Frömmlerin“,
      als „Opfer frömmlerischer Erziehung“ bezeichnet,
      der Vater, EU-Jurist in Brüssel,
      in kirchlichen und Menschenrechtsorganisationen engagiert,
      Kirchengemeinderat in seiner deutschen Heimatpfarrei,
      wird wie auch die Mutter aufs Übelste beschimpft
      bis hin zu „moralischer Verkommenheit“.

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    6. @Pjotr:
      Ich tue mir um meines inneren Friedens willen solche Medien nicht an, aber was Sie da dokumentieren, ist unfassbar und nimmt einem jede Worte. Wie moralisch verkommen müssen die stolzen Verteidiger des "christlichen Abendlandes" sein? Welche unfassbare böse Ironie, dass diese selbsternannten Superchristen wirkliche Christen wie die Familie L. derart beschimpfen.

      Ich dachte bisher, dass "Pietät" und Takt gegenüber Menschen, die vom schlimmsten Leid getroffen sind, das einen treffen kann, zu den Errungenschaften des christlichen Abendlandes gehörte...

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    7. In dem weiter unten erwähnten einschlägigen rechtskatholischen Blog "Le Penseur" äußert sich ein Leser "Antiphonso" mit diesem "Kommentar" zur ermordeten katholisch engagierten Studentin:

      "Kein Mitleid für Bahnhofsklatscher!"

      Was soll man zu so etwas sagen?????

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  2. Die Tagesschau verschwieg garnichts,
    wie der Rechtsaußen KREUZKNAPPE es fälschlich
    behauptet: Die Redaktion hat darüber gesprochen und
    festgestellt, dass sie sonst ja auch nicht über einzel-
    ne Morde berichtet, das sind lokale Ereignisse!

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  3. Na ja, jeder Mord ist, da wo er stattfindet, ein lokales Ereignis. Diese Erkenntnis ist nun wirklich nicht so bahnbrechend. Es sei denn man spielt Linksaußen? Ich für mein Teil denke und befürchte, dass dieser Mord und die nicht stattgefundene Berichterstattung darüber, der AFD wieder einige Prozentpunkte an Wählerstimmen gebracht hat.

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  4. Ich habe schon zweimal hier reingeschaut
    in Erwartung der schlimmen Leserkommentare - aber
    entweder hat der Kreuzknappe die bösen Buben mit
    seiner Androhung verschreckt
    oder das Thema ist gar nicht so interessant, wie die
    Medien tun, die damit ihre Verkaufszahlen in die Höhe
    treiben wollen!

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  5. Im Gegensatz zum mittlerweile weichgespülten
    Kreuzknappen sagt sogar der Chef der Polizei-
    gewerkschaft deutlich, was Sache ist:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article159975211/Und-die-Vertreter-der-Willkommenskultur-schweigen.html

    Letztlich ist die misslungene Politik unter Merkel
    mitverantwortlich für den qualvollen Tod dieser lebenslustigen jungen Frau!

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    1. Mit dummen Sprüchen wie einem angeblich weich-
      gespülten Kreuzknappen locken Sie bei den klugen
      Lesern dieses Blogs kaum jemand hinter dem Ofen
      hervor!
      Wie schon mehrfach hier von Lesern festgestellt,
      ist der Knappe zwar ein Tradi, aber ein fairer
      Tradi, der die Gebote der Kirche und die Bibel
      ernst nimmt - was man nicht von jedem Leserbrief-
      schreiber behaupten kann !!!

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    2. Die Mitschuld der für die Grenzöffnung Verantwortlichen sehe ich auch.

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    3. @Arminius: Das überlassen Sie mal bitte dem Gericht, das über den mutmaßlicher Mörder sein Urteil zu fällen hat, wer da evt. noch mitschuldig ist.
      NOCH leben wir in einem Rechtsstaat, der keine Vorverurteilungen kennt. Auch wenn die rechten Schreihälse das offenbar gar nicht mögen.

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  6. Ich lebe in Freiburg, der Stadt, in der angeblich "die Angst umgeht". Es sieht nach meiner Einschätzung bisher überhaupt nicht danach aus, dass die Stimmung in der bundesweit als besonders liberal und weltoffen bekannten Freiburger Bürgerschaft "kippt".

    Ein ganz aktuelles Indiz dafür: Die AfD hatte am Samstag direkt nach Bekanntwerden der Nachricht für gestern Nachmittag zu einer Demonstration am Münsterplatz unter dem ekelhaften Motto "Danke, Angela!" aufgerufen. Ich bin da hingegangen und habe mir das aus Abstand angesehen. Nach meiner Zählung waren 18 Personen anwesend. Bei der ebenfalls umgehend organisierten Gegendemonstration, von der Polizei auf Distanz gehalten, war die Zahl um ein vielfaches höher, laut der lokalen Badischen Zeitung ca. 300...

    Das sagt etwas aus über die Stärke der Freiburger Zivilgesellschaft. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Stadt auch diese Erschütterung gut übersteht, ohne dass ihre Liberalität und Weltoffenheit aus der Mitte der Bürgerschaft in Frage gestellt wird.

    Hinzu kommt in diesem speziellen Fall ja auch, dass die ermordete, von Leser "Mynonarius" so bezeichnete "lebensustige junge Frau" Maria L. selber hier in der Flüchtlingshilfe engagiert war (sie war praktizierende Katholikin aus sehr christlichem Elternhaus und lebte in einem katholischen Wohnheim in Littenweiler) und die Familie in der überaus eindrucksvoll formulierten Traueranzeige um Spenden für die Flüchtlingsarbeit gebeten hatte.
    Das ist inzwischen weithin bekannt und macht es den Rechtsnationalen doch etwas schwieriger, den Fall für ihre Anti-Flüchtlings- und Anti-Merkel-Agitation auszubeuten.

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    1. @Christoph: ein herzliches Vergelt's Gott für Ihren umsichtigen, besonnenen Kommentar. Ich habe gute Freunde in Freiburg und kenne die Stadt aus etlichen Besuchen eben so, wie Sie sie beschreiben.

      Bez. der ermordeten Maria Ladenburger verhält es sich wirklich so, wie Sie es im Blick auf deren christlich-sozial angegierten Hintergrund benennen. Bei dem (in diesem Blog schon öfters erwähnten) rechtskatholischen österreichischen Blogger "Le Penseur" durfte man gestern in einem unsäglichen Leserkommentar lesen, da habe es ja "fast die Richtige getroffen". Das kommentiert sich selbst.

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    2. Frau Seibert: ich habe mir auf Ihren Hinweis hin diesen (mir bisher nicht bekannten) österreichischen Blog mal angetan. Dieser "Penseur" (soll ja eigentlich auf deutsch "Denker" heißen) hat inzwischen die Traueranzeige der Familie Ladenburger groß auf seinem Blog abgedruckt und findet diese Worte dazu:

      "Die Eltern der ermordeten Studentin aus Freiburg
      (der Papa, Dr. Clemens Ladenburger, ist hochrangiger EUrokrat) ersuchen in der Traueranzeige um Spenden für Bangladesh und die "Studenteninitiative Weitblick e.V.". Wie rührend.
      Nun ja, all das kennt man aus der Vergangenheit. Zwischen 1939 und 1945 stand in vergleichbaren Todesanzeigen eben ein markiges: In stolzer Trauer!
      Das wording hat sich geändert. Die servile Anpassung an sozial erwünschte Vorgaben ist hingegen dieselbe geblieben ...

      Findet da noch einer Worte? Unfassbar, dass solche Geister ("Denker") die selbsternannten Retter des Christlichen Abendlandes sein wollen, das sie mit solchen Sprüchen brutalstmöglich mit Füßen treten!

      Wer es sich direkt antun will:
      http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/2016/12/die-eltern-der-ermordeten-studentin-aus.html

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    3. Liebe Gerlinde, was Sie da von dem "Denker" berichten, ist so ekelhaft, daß ich lieber die Seite nicht aufrufe. Ich will ja gleich auch noch was essen...

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  7. Das ist für mich ein Schock, zu lesen, dass sogar
    im eher linken "Tagesspiegel" 40 % der Leserbriefe zu
    diesem Thema gesperrt werden mussten.
    Um Himmels willen - in welcher Republik leben wir
    eigentlich inzwischen?
    Muss man so allmählich insgeheim seine Auswanderung
    vorbereiten, wenn man sich als Christ für Flüchtlinge
    engagiert?
    Fremdschämen ist angesagt, und dem Blogger "Kreuzknappe"
    ein Kompliment - wenn's drauf ankommt, zeigen Sie Flagge,
    das hat mich sehr gefreut!

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    1. Ja, das kann ich nur unterstreichen. Ich bin in etlichen Punkten anderer Meinung als der Kreuzknappe, aber als "augenzwinkernder Tradi" bemüht er sich immer auch um ein Stück heilsame Distanz zum eigenen Background und v.a., er nimmt erkennbar die Essentials unseres Glaubens ernst, dass niemals ein Andersdenkender in seiner Menschenwürde verletzt werden darf.
      Das wird hier bei diesem hochsensiblen Thema vorbildlich spürbar. Großer Respekt und Dank!!

      Dass der Knappe dafür aus notorischer Richtung als "weichgespült" verunglimpft wird, kann er gelassen und eher als Auszeichnung tragen.

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  8. Alle Empörung über rechte Dummschwätzer
    ist richtig und auch angebracht,
    aber wir wollen bei allem Mitgefühl doch nicht
    ganz verdrängen, dass der Flüchtling erst durch
    diese Art von Politik nach Deutschland kommen
    konnte.
    Es wird nicht der letzte Vorfall dieser Art bleiben,
    alles Einzelfälle, klar.

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  9. In dem Welt-Artikel wird Buschkowsky zitiert mit:
    „Die Täter stammen aus brutalo-patriarchalischen Gesellschaften und verhalten sich gegenüber Frauen, als stünden sie zur Verfügung“."
    Ich verharmlose keinen Mord und stelle den vorherrschenden Umgang mit Frauen in Dtl mit dem z.B. in Afghanistan nicht auf eine Stufe, aber:
    Wir selbst sind eine Gesellschaft, die seit Jahrzehnten einen mehr als bedenkenswerten Umgang mit Sexualität "pflegt", die nicht erst seit der Internet-Pornographie Frauen so sieht, "als stünden sie zur Verfügung"; statt "Verhütungsmittel" sollte man ehrlich von "Verfügungsmittel" sprechen. Man denke auch an den massenfachen Mord (ja, ich nenn's in diesem Zusammenhang so) an Ungeborenen -wäre die arme Maria L. wie so viele andere damals im Bauch ihrer Mutter aufgrund Sexualverhaltens, das im Zweifelsfall über Leichen geht, getötet worden, krähte kein Hahn danach. Diese Form der Selbsthinterfragung vermisse ich sehr - und nicht nur bei den 40%!

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  10. Die Bundesregierung warnt davor, daß dieser Fall negativ auf alle "Flüchtlinge" verallgemeinert wird.
    Eine Differenzierung ist auf jeden Fall sinnvoll, aber wie ich unsere Herrschenden kenne, ist das gar nicht gemeint.
    Vielmehr möchte man nicht an die eigenen Fehler erinnert werden und schreit schon einmal vorsichtshalber "Haltet den Nazi" oder so.

    Doch nach den Silvestervorfällen in Köln und anderswo war es nur noch eine Frage der Zeit, bis so ein Mord geschah.

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    1. Tatsächlich dürfen eigene Fehler nicht wiederholt werden. Ich schrieb deshalb gerade etwas dazu an "Zeitungsfrau".

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  11. Die Tagesschau sieht in diesem Mord
    keine besondere gesellschaftliche Relevanz,
    sondern nur einen Kriminalfall von lokaler Be-
    deutung.
    Klarer kann man es nicht formulieren, was von unseren
    führenden Bezahl-Medien zu halten ist.

    http://meedia.de/2016/12/05/der-fall-freiburg-und-die-relevanz-tagesschau-chef-gniffke-stellte-sich-auf-facebook-zuschauer-fragen/

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    1. Ich sehe in diesem Mord große gesellschaftliche Relevanz. Der arme junge Mann wuchs höchstwahrscheinlich unter einer selbstentfremdenden Sexualmoral auf, die ihn mit seinen Gefühlen spaltete. Es ist strukturell dieselbe Sexualmoral, die uns früher so schreckliche Fälle wie beispielsweise den von Jürgen Bartsch brachte und die nun mit "Demo für Alle"/AfD wieder zurückgebracht werden soll. Dagegen muß unsere Gesellschaft kämpfen.

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