Donnerstag, 15. Dezember 2016

Abschiebung nach Afghanistan - nur eine PR-Aktion der Regierung?

Riesenthema gestern Abend, und sogar für die Tagesschau war es diesmal kein Thema von nur lokaler Bedeutung: "Sammelabschiebung" von 34 afghanischen Flüchtlingen mit dem Charter-Flugzeug in Rich-
tung Heimat.
Die Meinungen darüber gehen sehr auseinander, aber wenn mein persönlicher Eindruck nicht täuscht, wird der Regierung in den Medien doch mehrheitlich unter-
stellt, hier eher eine Vorwahlkampf-Aktion gestartet zu haben, öffentlich-
keitswirksam und populistisch, unter argumentativem Zurechtbiegen der Faktenlage zur schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan - Hauptsache, man gibt sich entschlossen und sorgt durch solche Aktionen dafür, dass
die beunruhigte Volksseele Ruhe findet
und den Rechtsradikalen Boden entzogen wird. 
Und einige fragen, warum eigentlich ausgerechnet Afghanistan - gäbe es
da bei den Hunderttausenden von Flüchtlingen, die keine Chance auf Asyl haben, nicht eher andere Prioritäten bezüglich der Länder, in die abge-
schoben - pardon: vornehmer klingt "zurückgeführt" - wird?

Man lese zur Aktion und zur Sicherheitslage, was Journalisten und Experten dazu meinen ---> HIER und HIER und HIER und HIER
und HIER und Video HIER !

Kommentare:

  1. Ein Münchner auf Erden15. Dezember 2016 um 05:30

    Na, der Kreuzknappe ist ja mal wieder früh unter-
    wegs (ich dagegen komme von der Nachtschicht und
    habe jetzt endlich Feierabend, war anstrengend)!
    Ich habe gelesen, es gibt etwa 125.000 Asylbewerber
    aus Afghanistan hier bei uns in Deutschland.
    Will man die alle per Charterflug in 40er-Portionen
    abschieben?
    Mir ist das wirklich nicht klar, und ich wundere mich
    in der Tat auch, warum man nicht besser solche Leute
    abschiebt, die klare Wirtschaftsflüchtlinge sind?!

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  2. Leicht durchschaubar, diese Werbeaktion für die
    Regierung! - Nachdem die Umfragen immer wieder signalisieren,
    dass die Mehrheit der Bevölkerung der Flüchtlingspolitik
    skeptisch bis ablehnend gegenübersteht, will man nun
    nach langem Zögern und 10 Monate vor der Bundestagswahl
    damit beginnen, die Totalblamage für Merkel zu vermeiden.
    Von der "Willkommenskultur" will auch die Bundeskanzlerin
    jetzt nichts mehr wissen, denn sie klebt an ihrem Stuhl
    und kennt die Umfragen genauer als wir Normalsterbliche...

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  3. Die Einsicht der Regierung kommt spät
    und nur unter dem Druck der öffentlichen Meinung,
    aber hoffentlich noch früh genug.
    Ich vermute aber, es ging hier nur um den Show-Effekt
    "Schaut her, wir haben verstanden, wir tun was!"
    Wenn immer nur 50 Leute zurückgebracht werden,
    müssten jeden Tag 10 Flieger starten,
    damit wir in einem halben Jahr überhaupt eine Ent-
    lastung merken!
    Und für die Polizei wäre dann auch manches leichter:

    http://www.anonymousnews.ru/2016/12/07/saechsisches-innenministerium-raeumt-ein-46-prozent-der-migranten-sind-kriminell/

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  4. Was diese Regierung betrifft,
    so ist offensichtlich Fremdschämen angesagt,
    die Flüchtlinge vor den poliitschen Karren
    zu spannen!

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  5. Angesichts der Ströme von Afghanen,
    die täglich in Deutschland eintreffen, ist das
    noch nicht mal eine Null-Nummer, sondern blanker Hohn.
    Die Regierung hält die Bevölkerung und die Medien
    offenbar für naiv.

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  6. Angesichts der medialen Präsentation
    und des mikroskopischen Umfangs der Aktion
    ist dies eine misslungene Beruhigungsspritze,
    mehr nicht.
    Allein im Jahre 2015 kamen 154000 Afghanen nach
    Deutschland, das ist nach den Syrern die zweitgrößte
    Landesgruppe an Flüchtlingen.
    Die Anerkennungsquote bei Afghanen ist noch relativ
    hoch und liegt bei knapp 50 %, wie der Korrespondent
    Stefan Klein aus Kabul berichtet (ich finde den Link
    leider nicht mehr, ich vermute, es ist die "Süddeutsche
    Zeitung").
    Interessanterweise kann man da auch lesen, dass die
    afghanische Regierung überhaupt nicht daran interessiert
    ist, ihre Flüchtlinge wieder zurückzunehmen,
    ganz im Gegenteil, man will das nur, wenn noch mal
    viel Geld fließt, obwohl Deutschland schon zig Milliarden
    dort hineingepumpt hat, ein Fass ohne Boden!

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  7. Na, das hätte man sich aber seitens
    der Regierung denken können,
    dass dieses leicht durchschaubare Manöver
    auffliegt.
    Tatsächlich müssten alle abgeschoben werden,
    die ihren Asylantrag abgelehnt bekommen haben,
    also derzeit über 500.000 "Migranten"!

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