Dienstag, 6. Dezember 2016

"Amoris Laetitia": Es hält sich doch "so gut wie niemand" an die Lehre der Kirche, heißt es bei "katholisch.de"

Die Debatte über "Amoris Laetitia" kommt einfach nicht zur Ruhe, fast täglich gibt es neue Einwände oder zustim-
mende Äußerungen.
Heute liest man bei "katho-
lisch.de"
im "Standpunkt" von Redakteur Björn Odendahl unter der Schlagzeile "Es ist nicht immer Ehebruch", dass die ganze Debatte von Kardinälen und Kirchenrechtlern und wem alles sonst noch sowieso nur eine Fachsimpelei "im Elfenbeinturm" ist,
und man wisse doch sowieso spätestens durch die Umfragen vor den Synoden 2014/15, "dass sich so gut wie niemand mehr an die Lehre der Kirche hält".
Bei Scheidung und Wiederheirat "kann es sich schlicht und einfach nicht um den in der Bibel beschriebenen Ehebruch handeln", findet der Redak-
teur, denn die Gefühle füreinander seien bei vielen getrennen Paaren "bereits lange vorher erloschen" zu dem Zeitpunkt, an dem man "neue, verlässliche Beziehungen" eingehe, in denen "christliche Werte gelebt" würden.
Beim Kommuniongang gebe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die wiederverheiratet Geschiedenen gehen auch zur Kommunion "und der Priester sieht weg", oder "man geht nicht mehr zur Kommunion und wendet sich von der Kirche ab". ---> HIER !

Irgendwie habe ich selbst das Gefühl, dass sich die Debatte seit Wochen
im Kreis dreht und die gegensätzlichen Standpunkte einfach nicht kom-
patibel sind. - Und:  Ist das von Herrn Odendahl nicht ein bisschen zu einfach gedacht?

Kommentare:

  1. Na, der Kreuzknappe hat doch selbst schon eine
    Antwort angedeutet, indem er im Juni 2015 auf
    das "Schlupfloch"-Buch von Prof. Wollbold hinge-
    wiesen hat!

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/06/vor-der-synode-zeigt-ein-neues-buch-ein.html

    Papst Franziskus sagt Ähnliches: Viele katholische
    Ehen sind doch gar nicht gültig geschlossen,
    also kann eine zweite Verbindung sowieso kein Ehe-
    bruch sein...

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  2. Das ist purer Vermutungs-Journalismus
    bei "katholisch.de", der durch nichts belegbar ist.
    Woher will Herr Odental denn wissen, dass bei den
    Trennungen "häufig keiner der Expartner verletzt"
    wird?
    Ich habe es im Freundeskreis ganz anders und sehr
    dramatisch erlebt, und im übrigen sind da auch noch
    Kinder, die hin- und hergerissen sind.
    Das war daneben, "katholisch.de"!

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    1. WIEDERHERGESTELLT -- GRÜNSPECHT um 19.29 Uhr

      Klar kann man jetzt empört sein,
      weil der Herr Odendahl das Kernanliegen der
      katholischen Ehelehre völlig unterschlägt.
      Aber andererseits hält er uns den Spiegel vor
      und sagt:
      Schaut mal, das ist die gelebte Realität,
      und auf die muss der Papst aufbauen.

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  7. TECHNISCHE STÖRUNG,
    Kommentare zum Teil gelöscht.
    Ich arbeite daran, die wiederherzustellen...

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