Dienstag, 27. Dezember 2016

Bischof sagt: Papst hat die katholische Lehre geändert, und Kardinal Brandmüller erklärt, was Kardinal Burke meint...

Dauerbrenner "Amoris Laetitia": Da wäre zuerst einmal ein Interview mit dem österreichischen Bischof Benno Elbs, der bestätigt, dass Papst Franziskus die katholische Lehre geändert habe, nun könne jeder "mit dem Segen des Papstes" nach seinem Gewissen handeln.
Jeder müsse da seinen eigenen Weg finden; entscheidend ist also, was einem das eigene Gewissen sagt... ---> HIER !
Zugleich zitiert "Radio Vatikan" jetzt Kardinal Brandmüller mit der Bemerkung, Kardinal Burke habe nicht an eine öffentliche Zurechtwei-
sung des Papstes gedacht... ---> HIER !


Kommentare:

  1. Naja, das ist seine Sicht der Dinge,
    liest man auch bei "katholisch.de",
    und auf einer Antwort des Papstes auf die vier
    Kardinäle besteht er nach wie vor...!

    http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/brandmuller-keine-offentliche-korrektur-des-papstes

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  2. Der Papst kann die Lehre der Kirche nicht ändern. Das ist ein Irrtum! Außerdem wäre dem Bischof Blicke in diverse Katechismen, die 10 Gebote und den CIC zu empfehlen. Danach wäre ein öffentliches "Revoco!" fällig, an sonsten "Anathema sit!"
    RV? Früher war das mal eine seriöse Quelle ...

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    1. Warum versteift man sich derart stur auf offenkundig falsche Behauptungen? Ich versuchs doch schon seit Jahren immer so zu erklären, dass es auch der eingefleischteste Traditionalist begreifen müsste.

      Erstens kann der Papst natürlich die "Lehre" ändern, dafür ist er doch da. Hat auch bisher fast jeder Papst gemacht, sonst hätten wir keine Ablässe, Ehehindernisse, Mariendogmen etc. Und nicht jede "Lehre" ist ein Dogma.
      Was er nicht (bzw. nur in Ausnahmefällen, siehe Armutsstreit 1319) kann, ist irgendwas völlig anderes lehren, Dogmen abschaffen, die Bfe., Konzilien oder den sensus fidelium ignorieren oder sowas. Genau das hat der jetzige Papst (anders als einige Vorgänger, z.B. Paul VI. mit HV oder JPII mit OS) sehr sorgfältig vermieden.

      Zweitens gibt es bzgl. dieser im Grunde marginalen Frage der Beicht- und Kommunionzulassung irregulär Wiederverheirateter keine "festgefügte Lehre". Das ist ein Märchen, das oft verbreitet wurde, leider auch von kirchenamtl. Seite, aber rein sachlich und nüchtern betrachtet überhaupt nicht stimmt. Die Behandlung Wiederverheirateter war immer eine schwammige Angelegenheit mit viel Spielraum nach oben und nach unten.
      Es geht hier nicht oder jdfs. nur ganz am Rande um doktrinäre Fragen der Ehelehre, sondern schlicht um die *disziplinarische* Möglichkeit, Sünden zu vergeben und die Sakramente trotz "irregulären" Sexlebens zu gewähren, weil diese "irreguläre" Situation eben nicht per se "sündhaft" ist und das auch nie war. Auch nicht in der bisherigen Lehre, die übrigens erst seit 1981 gilt. Alles das, was bspw. Kdl. Brandmüller oder Burke als "ewig gültige Lehre" bezeichnet haben ("objektive Sünde", Unbeachtlichkeit des Gewissens, "fortgesetzter Ehebruch", Unvereinbarkeit mit der Kommunion, etc.), ist eine Radikalmeinung, die im Grunde erst seit 1978 so in dieser Form vertreten wurde und nicht mal von JPII selbst in seinen Enzykliken akzeptiert wird.

      Die Lehrentwicklung durch AL besteht nur darin, dass diese Radikalmeinung vom Papst abgelehnt wurde, weil sie (offensichtlich) plump rigoristisch ist und die Einzelfallgerechtigkeit nicht beachtet. Dass das den Vertretern dieser Meinung nicht gefällt, ist logisch, zumal sie gehofft hatten, sie könnten das durchsetzen. Aber es ist nunmal nicht richtig und entspricht nicht der traditionellen und eigtl. immer um Mäßigung und Vermeidung der Extreme bemühten Linie der Kirche.

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  3. Papst Franziskus befindet sich
    nicht nur inhaltlich im Irrtum, sondern auch
    mit seiner Taktik, die Kritik einfach aussitzen
    zu wollen. Damit kommmt er nicht durch!

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