Freitag, 23. Dezember 2016

Dompfarre Wien schreibt: Menschwerdung Gottes ist eine schlampige Häresie!

Das wird der Glaubenskongregation möglicherweise nicht sonderlich gefallen: Im Weihnachtspfarrblatt der Dompfarre Wien erklärt Regina Polak, Professorin
für Praktische Theologie, die Vorstellung von der "Menschwerdung" Gottes sei eine "Häresie", da bib-
lisch nicht bezeugt. "Dass der allmächtige Gott zu Weihnachten in Form eines Kindes zur Welt gekommen ist, entstammt heidnisch-hellenistischen Vorstellungen..." - Da würden "auf schlampige und gedankenlose Weise Gedanken vermischt"... - Man lese in der pdf-Datei ---> HIER !

"kath.net" berichtet auch gerade darüber ---> HIER !

Kommentare:

  1. Darf man davon ausgehen,
    dass demnach die Weihnachtsgottesdienste
    in Wien infolge Sinnlosigkeit entfallen?

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  2. Beinahe wäre ich darauf hereingefallen
    und hätte diesen offenbar vom Kreuzknappen
    geschickt gemachten "Fake" ernst genommen.
    Kompliment - tolle Satire!
    Oder ist das Dokument wirklich echt?
    Dann bitte schnell das Priesteramt niederlegen,
    Herr Dompfarrer!

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    1. Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen. Der Dompfarrer tToni Faber - seit langem eine Schießbudenfigur für die Tradis - hat das NICHT geschrieben.
      Sondern eine Theologieprofessorin (man weiß noch nicht mal, über überhaupt katholisch, denn in Wien gibt es ebenso eine evangelische Fakultät), und die ist naturgemäß keine Priesterin.

      Es würde sich eher lohnen, sich mit dieser Frau theologisch und biblisch auseinanderzusetzen. Und ihr zu sagen, wie nah sie mit der Vorstellung "Der allmächtige Gott kann nicht als wehrloses, schwaches Kind zur Welt kommen" an der Grundkritik des Islam am Christentum dran ist...

      Denn genau das wirft der islam den Christen als Häresie vor.

      Übrigens gar nicht so weit entfernt von vielen Traditionalisten, die zwar natürlich die Mensch- und Kindwerdung Gottes dogmatisch-abstrakt niemals bestreiten würden, aber die konkreten Konsequenzen daraus (nämlich dass Gott sich damit ganz auf die Seite der Schwachen, Wehrlosen, unter die Räder Gekommenen gestellt hat) gerne als "linksgrünes Gerede einer Sozialkirche" verächtlich machen. Gottes "Allmacht" und sein "gerechter Zorn" ist diesen Christen (wie im Islam) deutlich wichtiger als Gottes Barmherzigkeit und seine Menschlichkeit.

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    2. Was für ein billiger Trick, Christoph!
      Schauen Sie doch mal ins Impressum,
      wer für den Pfarrbrief juristisch verantwortlich ist:
      Richtig, Dompfarrer Faber.

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    3. Nach dieser Logik wäre der Papst verantwortlich für die häretische Aussage von Kardinal Burke, der neuerdings faktisch den Sedisvakantismus ausruft und von einem baldigen Konklave schwadroniert.
      Denn "juristisch" ist der Papst gemäß Vatikanum I in der Kirche für alles verantwortlich, zuallererst für seine Kardinäle.

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  3. An dem Pfarrbriefartikel ist nichts irgendwie Anstößiges.

    Die Schwächen dieses Aufsatzes sind m.E. zwei: Erstens das enthüllungsliterarische Pathos ("erschrecken Sie nicht"), so als ob da etwas grundlegend Neues und Markerschütterndes verkündet würde. Das ruft schon ganz von selber (durchaus gesunde) Abwehrreaktionen bei allen hervor, die am Althergebrachten hängen.

    Dabei wäre das gar nicht nötig. Das biblische Verständnis der "Menschwerdung" herauszuarbeiten und von späteren Deutungen und auch Verzeichnungen abzugrenzen, ist ja nicht wirklich "neu", wenn auch sehr interessant und wichtig.

    Zweitens ist der Aufsatz für einen Pfarrbrief einfach zu schwer verständlich geschrieben. Man muss ihn zweimal lesen, um zu begreifen, worauf die Autorin hinaus will. Diese Elfenbeinturmsprache und der viel zu komplizierte und etwas verzettelte argumentative Aufbau machen ihn für einen Pfarrbrief ungeeignet und ruft nur weitere Abwehrreaktionen hervor.
    Das wäre auch nicht nötig gewesen, denn die Aussagen und Einsichten lassen sich viel allgemeinverständlicher und klarer formulieren.

    Kath.net nutzt diese Schwächen und erwartbaren Abwehrmechanismen aus, um ihr klassisches Such-die-Häresie-Spielchen zu treiben und missliebige "Theologen" abzuschießen und "Beweise" für ihre geliebte "Kirchenspaltung" zu präsentieren. Das ist wenig überraschend, böse Menschen mögen dieses Spiel.

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    1. Demnach ist Jesus also nicht Gottes Sohn?
      Ich finde das höchst anstößig!

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    2. ???

      So schwierig ist der Aufsatz nun auch wieder nicht zu verstehen.

      Die Frage ist doch nicht, ob Jesus Christus Gottes Sohn ist (das ist biblisch und ein unumstößliches Dogma), sondern was diese ausgesprochen "unklare" Aussage denn eigtl. bedeuten soll. Das wurde und wird ja immer wieder anders verstanden (angefangen bei Jesus selbst, seiner Mutter Maria, seinem Bruder Jakob, dem Evangelisten Markus über Origines, Arianus, Nestor bis hin zu Mohammed, Ludwig Ott, Dietrich Bonhoeffer oder Papst Ratzinger gibt es dazu ja die unterschiedlichsten Erklärungen und Auffassungen).

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    3. zu JORGE um 19.40 Uhr:

      Na, das wird ja immer drolliger mit Ihnen!
      Jetzt dichten Sie Jesus auch noch leibliche
      Geschwister an,
      die Behauptung ist sowas von weit hergeholt!
      Man lese:
      http://www.catholic-church.org/ao/ps/Brueder.html

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    4. Studiosus: Der Apostelfuerst in Jerusalem, der "Herrenbruder" Jakobus, war also nicht der Bruder des Herrn? Sind Sie ein radikal historisch-kritischer Modernist?

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    5. Nicht ich, der Apostel Paulus ist schuld, dass man Jakobus "Herrenbruder" nennen darf. Leider wieder keine Häresie getroffen, aber versuchen Sie es noch einmal ;-)

      Dieses Schiffe-Versenken-Spiel macht Spaß.

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    6. Paulus und noch viele andere (Karl Barth, Raimund Lullus, Franz von Assisi u.v.m.) hatte ich oben übrigens vergessen, als ich Gestalten aufzählte, die den "Sohn Gottes" so oder anders erklärt und ins rechte Licht gesetzt haben.

      „Licht vom Licht,
      wahrer Gott vom wahren Gott,
      gezeugt, nicht geschaffen,
      eines Wesens mit dem Vater.“

      Das ist die klassische Aussage dazu.

      Nur sagt das immer noch nichts über Jakobs Verwandtschaftsverhältnis mit Jesus und auch nicht darüber, warum Markus Adoptionist war und Arius die Präexistenz verteidigte, wir aber Markus als Evangelisten verehren und Arius als Häretiker betrachten.

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    7. Der Witz mit dem angeblich leiblichen Bruder
      Jakobus läuft seit Jahren schon auf der Bartwickel-
      maschine.
      Einfach mal einen Blick ins Heiligenlexikon werfen,
      da steht's, dass er ein Vetter Jesu war.

      http://heilige.de/de/heilige/saints.1281.html

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    8. Ich vertraue dem hl. Paulus aber mehr als dem "Heiligenlexikon" oder auch der extrem weit hergeholten und in der Bibelwissenschaft nicht ernstgenommenen Kombinatorik Neidharts, die rein apologetische Zwecke verfolgt und an der Realität nicht interessiert ist. Paulus kannte ihn ja nun persönlich und wird schon wissen, wovon er spricht.

      Außerdem ist das sowieso völlig gleichgültig ob Vetter oder Halbbruder oder Vollbruder oder Stiefbruder sonstwas, das war gar nicht mein Punkt und ich nenne ihn halt "Bruder", weil die Apostel ihn so nannten.

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    9. Wie wär's mit der Logik?
      Bekanntlich war es nach Joh 19,26f so,
      dass Jesus am Kreuze hängend seine Mutter der
      Fürsorge von Johannes anvertraute, der sie
      "von Stund an" zu sich nahm.
      Damals war es üblich und verpflichtend, dass die
      Kinder im Alter für ihre Eltern zu sorgen hatten.
      Da dies aber Johannes übernehmen muss, gab es
      keine weiteren Kinder der Maria.
      In der exegetischen Ausbildung lernt man im ersten
      Semester, dass es in der aramäischen Sprache Jesu
      kein differenzierendes Wort für Verwandtschafts-
      beziehungen wie "Vetter" oder "Neffe" gibt, sie
      werden allesamt als "Brüder" bezeichnet, so wir
      wir in der Heiligen Messe ja auch oft als "liebe
      Brüder und Schwestern" angesprochen werden.
      Ein weiteres Problem für relativ Unbelesene ist,
      dass der Name Maria mehrfach auf verschiedene Per-
      sonen bezogen ist. Die Gottesmutter Maria wird
      im NT regelmäßig mit dem Zusatz "Mutter Jesu" oder
      "seine Mutter" genannt, sie ist also z.B. nicht mit
      "Maria, die Mutter des Jakobus und Josef" identisch!
      Dass im Katechismus unter Nr. 499 steht, dass Maria
      "stets wirklich Jungfrau" geblieben ist, rundet
      das Bild ab.

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    10. Der eigentliche und einzige Grund, weshalb sich die Tradis so ereifern, dass Jesus auf gar keinen Fall einen leibliche Bruder gehabt haben darf, ist sonnenklar:
      Maria muss Zeit ihres Leben "keusch" uns jungfräulich geblieben sein! Alles andere würde aus ideologischen Gründen dem Bild der Tradis über "die Frau an und für sich", die zur Keuschheit, zur Demut und zum Dienst bestimmt ist, zuwiderlaufen.

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    11. Nur damit es nicht langweilig wird beim Warten auf die Bescherung, führe ich das gern fort. An sich ist diese Diskussion um die Geschwister des Herrn aber m.E. relativ Banane und eher eine Gedankenspielerei, ist auch schon lange kein Thema mehr.

      Das ist jdfs. nicht, was eigtl. gefragt war.
      Eine Diskussion um die Sohn-Gottes-Titulatur, wie von Myonarius angestoßen, wäre sicher interessanter geworden.

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    12. @Balthasar, das ist aber auch nicht wirklich nur ein "Tradi"-Thema. Gibt auch Leute, die sind keine eingefleischten "Tradis", die aus irgendwelchen Gründen trotzdem lieber an der apologetischen Version festhalten. Wirklich schlimm finde ich das auch nicht, man kann in diesem Fall ja wenig falsch machen.

      Selbst Ratzinger plädierte ja z.B. auch für Bethlehem als Geburtsort Jesu. Und wie du siehst hält der Diakon offb. auch an der Historizität der Vorstellung fest, die Mutter Jesu und der Lieblingsjünger hätten tatsächlich unter dem Kreuz gestanden und irgendwelche Nachlassfragen diskutiert. All das ist historisch gesehen *mindestens* ebenso unwahrscheinlich wie die Annahme, Jesus sei ein Einzelkind gewesen. Aber diese Fragen bieten deutlich mehr Sprengstoff.

      Dass das höchstwahrscheinlich ahistorisch ist, sollte man aber natürlich wenigstens im Hinterkopf haben und sich irgendwie damit anfreunden, sonst wird es gefährlich postfaktisch. Man muss da schon ehrlich zu sich selber sein und darf die Wahrheitsliebe nicht ganz an den Nagel hängen.

      Für mich als Verehrer der schmerzhaften Muttergottes, der oft die "sieben Schmerzen" betet, war die Einsicht, dass Maria bei der Kreuzigung wohl in Wirklichkeit gar nicht dabei gewesen sein dürfte, jedenfalls schon recht gewöhnungsbedürftig.

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    13. @Ein Diakon
      Der Quellenbefund ist ja eindeutig. Paulus ist griechischer Muttersprachler, der Jakobus persönlich kennt, ihn ungefähr so mag wie der Papst Kdl. Burke und um das Jahr 55 an frisch bekehrte, griechischsprachige Heiden, evtl. sogar Kelten schreibt, die von irgendwelchen "Aramäismen" keinen Schimmer haben. Paulus, den Maria nicht die Bohne interessiert und der sie nie erwähnt, will die Galater vor Jakobs Abgesandten aus Jerusalem warnen und erwähnt dabei in völlig unverdächtigem Standardgriechisch beiläufig und völlig ungezwungen und natürlich (und in Spannung zu seinem eigentlich gegen Jakobus gerichteten Interesse), dass "Jakobus der Bruder des Herrn" ist. Bruder heißt auf Griechisch genau dasselbe wie auf Deutsch.

      So einer 1-A-Quelle, die außerdem durch die rund 20 Jahre später aufgeschriebenen ältesten Evangelien bestätigt wird, stellen der Diakon und Neidhart nun Hieronymus entgegen, der über 300 Jahre später mit zurechtgebogener Apologetik zu beweisen versucht, dass Maria und Josef (sic!) lebenslang jungfräulich blieben. Das kann natürlich keinen redlich an der Wahrheit interessierten Historiker überzeugen und ist auch nicht wirklich „logisch“, auch wenn die Kombinatorik insb. in Neidharts Variante gar nicht schlecht gemacht ist.
      Die interessegeleitete Konstruktion bleibt trotzdem überdeutlich.
      Logisch geboten wäre hier Ockhams Rasiermesser, und dann ist die Sache klar.

      Außerdem ist die Behauptung von den undifferenzierten Verwandtschaftsbegriffen im Aramäischen nicht mehr zu halten. Das hält sich hartnäckig in der Andachtsliteratur, ist aber wohl Quatsch und stammt wie alle Argumente des Diakons und Neidharts auch schon von Hieronymus, der bekanntlich nichtmal richtig Hebräisch und schon gar kein Aramäisch konnte. In Wirklichkeit differenziert wohl gerade das Aramäische diese Dinge haarklein.

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    14. Der Quatsch ist ganz auf Ihrer Seite,
      wie ein kleiner Blick ins Wörterbuch Aramäisch
      verrät.
      Geben Sie einfach mal ein "Bruder", und dann "Vetter"...

      http://www.sfarmele.de/

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    15. @Sebastian:
      ... und dann vielleicht auch "Cousin" :-)


      Sorry, aber das bestätigt doch den Befund.
      ")Ht" heißt "Bruder" und eben nicht manchmal auch "Vetter".

      Hier werden Sie geholfen:
      dukhrana.com/lexicon/RPayneSmith/index.php?p=110
      (Sp. 110-114)
      Da ist auch klar zwischen frater und cognatus unterschieden.
      Das heißt ja nicht, dass man einen Vetter oder sonstigen Verwandten in unscharfer Redeweise nicht doch ggf. auch schonmal als "Bruder" anreden könnte; es legt dies aber auch nicht näher als in anderen Sprachen.

      Beim Altaramäischen bin ich aber zugegebenermaßen nicht wirklich fit. Soweit ich das erinnere, ist die Systematik wohl einfach anders. Man hat abweichende Begriffe für den Onkelsohn väterlicherseits und den Onkelsohn mütterlicherseits und bildet auch andere Sammelbegriffe.

      Der springende Punkt ist m.E. aber wirklich am ehesten Paulus. Der hat mit Aramäisch nichts am Hut und ist einfach die früheste und authentischste Quelle, die wir haben.
      Dass er sich geirrt haben könnte oder irgendeine geprägte Redeweise benutzt, ist natürlich vorstellbar, aber es gibt nichts, was darauf hinweist.

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    16. P.S. noch zum Aramäischen:
      Richard Bauckham, der ja sehr viel historisches Material in den Evv. erkennt, weist außerdem noch auf Hegesipp hin, der Euseb zufolge semantisch klar zwischen den Brüdern (Jakob und Judas) und dem »Vetter des Herrn« (Simeon) unterscheidet.

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    17. Herrlich, wie Jorge die Fakten verdreht!
      Tatsache ist, es gibt im Aramäischen kein Wort
      für Vetter, und wie man aus dem NT weiß
      - vielleicht sollte Jorge mal die Beiträge der
      anderen Leserbriefschreiber studieren -,
      wird das Wort "Bruder" sehr allgemein benutzt.
      Um den vielen Worten des Jorge
      mal wieder den Weg zum Ausgangspunkt zu zeigen:
      Es geht hier um die Frage, ob Jesus leibliche Brüder
      gehabt hat, ob Maria als nach ihm noch weitere Kinder
      hatte. Und da ist die Lehre der Kirche bekannt.
      Wenn Jorge sich selbst außerhalb der Lehre stellen
      will, ist das seine Sache.

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    18. Die Katholische Kirche hält daran fest, dass Maria zeitlebens Jungfrau geblieben ist und folglich außer Jesus keine weiteren Kinder hatte.
      Diese Lehre war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die gemeinsame Überzeugung fast aller Theologen gewesen. Auch die Reformatoren Luther, Calvin und Zwingli hatten an ihr festgehalten. Die wichtigste Ausnahme war der Laienchrist Helvidius im 4. Jahr- hundert, der um 380 die vier biblischen Argumente vorbrachte, die auch heute wieder gegen die immer-währende Jungfräulichkeit Mariens angeführt werden. Der Kirchenvater Hieronymus hatte diese Argumente in seiner Schrift gegen Helvidius (383) so einleuchtend widerlegt, dass sie erst im 20. Jahrhundert wieder ernsthaft erwogen wurden. Nachdem nämlich der evange-lische Theologe Theodor Zahn im Jahre 1900 eine Stu- die veröffentlicht hatte, in der er sich für die These von der Existenz leiblicher Brüder Jesu aus- sprach, setzte sich diese Meinung in der evange-lischen Theologie weitgehend durch.
      Auf katholischer Seite hat 1967 Josef Blinzler den Standpunkt, dass Maria keine weiteren Kinder hatte, in einer sehr gelehrten Monographie verteidigt.
      Dabei konnte er noch schreiben, dass kein einziger katholischer Theologe die Brüder und Schwestern Jesu für leibliche Geschwister hielt, abgesehen von sol- chen Theologen, die ihre Verbindung mit der Kirche gelöst haben.

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    19. Ein beachtliches Argument dafür, dass Maria außer Jesus keine Kinder hatte, ist Joh 19,25-27: Der sterbende Jesus übergibt Maria seinem „Lieblings-jünger“ (womit wahrscheinlich Johannes gemeint ist) zur Obhut. „Und von jener Stunde an“, so lesen wir, „nahm sie der Jünger zu sich“.
      Hätte Maria noch leibliche Söhne gehabt, so hätten diese aber das Recht und die Pflicht gehabt, für die Mutter Jesu zu sorgen, und Jesus hätte sie nicht dem Johannes übergeben können, ohne die leiblichen Brü- der zu brüskieren.
      Schlimmer noch: Jesus hätte seinen leiblichen Brüdern geradezu das Recht abgesprochen, in Maria weiterhin ihre Mutter zu sehen.
      Denn Jesus sagt an dieser Stelle nicht nur zu Johannes, dass er Maria als seine Mutter ansehen soll, sondern auch umgekehrt zu Maria: „Siehe, dein Sohn“, und in wörtlicher Übersetzung aus dem Grie- chischen „Siehe, der Sohn dein“ (mit Artikel).
      Also Vorsicht mit den Deutungen von "Bruder",
      "Sohn" und ähnlichem!

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    20. @Sebastian
      Keep cool, Spaß muss sein ;-)
      So eine Häresienjagd muss lustig sein.
      Aber denk dran: Spürhunde, die zu früh anschlagen, verderben die Jagd und vertreiben das Wild.

      Bevor es an die „Lehre der Kirche“ geht, üben wir deshalb erst nochmal Lexikon lesen.

      Hast du wie ich dir sagte auch das Wort "Cousin" in die Suchmaske des von dir verlinkten Westaramäisch-Online-Lexikons eingegeben?
      Und hast du den Payne Smith durchgelesen?

      Das wäre wichtig gewesen, denn dann könntest du nicht behaupten, ich hätte Fakten verdreht und es gäbe im Aramäischen kein Wort für „Vetter“. Wie beide Lexika beweisen, gibt es sogar mehrere Worte dafür, wie ich schon angedeutet hatte.

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    21. Ach, wenn das doch alles so einfach wäre,
      wie Jorge sich das erträumt!
      Man beachte das Schriftbild:

      http://www.sfarmele.de/?eingabe=bruder&deviceDesktop=&radio=sfarmele&page=main&schriftart=suryoyo

      http://www.sfarmele.de/?eingabe=cousin&deviceDesktop=&radio=sfarmele&page=main&schriftart=suryoyo

      http://eyando.net/glaube/28/hatte-jesus-brueder-und-schwestern-ist-maria-immerwaehrende-jungfrau

      Im übrigen halte ich mich an die Lehre der Kirche.

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    22. HINWEIS DES BLOGGERS KREUZKNAPPE:
      Ich bin sicher, dass sich meine Leser ihre
      Meinung dazu bilden konnten
      und schließe die Diskussion hiermit ab!

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  4. Jorge schreibt:

    „Das ruft schon ganz von selber (durchaus gesunde) Abwehrreaktionen bei allen hervor, die am Althergebrachten hängen.“

    So wie bei mir ;-):

    Ich repetiere kurz die zentralen Aussagen Regina Polaks:

    Jesus von Nazareth ist nicht Gott
    (kein Mensch UND Gott, kein menschgewordener Gott),
    wiewohl er – für Christen – der fleischgewordene Messias/Christus/Gesalbte Gottes ist
    (wohinter die jüdische Vorstellung vom präexistenten Messias steckt).
    Jesus ist nur ein Mensch,
    allerdings ein ganz besonderer Mensch,
    weil er eine einzigartige Form inniger Beziehung zu Gott hat
    (weshalb er den Ehrentitel „Sohn Gottes“ trägt,
    wobei auch das Volk Israel diesen Ehrentitel trug).
    Zwischen Jesus von Nazareth und Gott passt „kein Blatt Papier“
    in ihm kann Gott selbst wirken.
    Insofern, aber auch nur insofern, ist dieser Jesus für Christen
    einzigartig und – in Anführungszeichen – „göttlich“.
    Polack: „Jesus bleibt dabei aber immer ein Gegenüber
    zu dem einen und einzigen Gott.“

    Wer bekennt, dass in Jesus Gott Mensch geworden ist,
    ist laut Polak ein Häretiker bzw. hat heidnische Vorstellungen.

    Solche und ähnliche Thesen haben schon zur Zeit der frühen Kirche
    diverse Theologen verkündet
    und wurden dafür ihrerseits von „der Kirche“ als Häretiker bezeichnet.

    Kann Polak noch die Formulierungen des Nizänischen Glaubensbekenntnisses
    sprechen/nachvollziehen:
    „Jesus Christus, … wahrer Gott vom wahren Gott, … eines Wesens mit dem Vater“?

    Ich meinerseits bekenne mich „kindlich“ (aber nicht unreflektiert) zu dem,
    was „die Kirche“ bekennt
    und was auch in meinen Lieblings-Weihnachtsliedstrophen steht:

    „Gott ist im Fleische: Wer kann dies Geheimnis verstehen?
    Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
    Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein,
    die ihr zum Vater wollt gehen.“
    (Gerhard Tersteegen)

    „Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute,
    Gottes Kind, das verbind´t
    sich mit unserm Blute.“
    (Paul Gerhardt)

    „Wenn ich dies Wunder fassen will,
    so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;
    er betet an und er ermisst,
    dass Gottes Lieb unendlich ist.

    Herr, der du Mensch geboren bist,
    Immanuel und Friedefürst,
    auf den die Völker hoffend sahn,
    dich, Gott, Messias, bet ich an.

    Du unser Heil und höchstes Gut,
    vereinest dich mit Fleisch und Blut,
    wirst unser Freund und Bruder hier,
    und Gottes Kinder werden wir.“
    (Christian Fürchtegott Gellert)




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  5. Mal ganz vorsichtig gefragt:
    War da überhöhter Alkoholkonsum im Spiel
    bei dem Pfarrbriefartikel?

    Bei uns in Köln bleibt's jedenfalls dabei
    wie auch im Rest der katholischen Welt
    (außer Wien)
    GOTT WIRD MENSCH !!!
    Siehe die Fahnen vor dem Kölner Dom:

    https://pbs.twimg.com/media/C0XGJnhVEAA8eYp.jpg

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  6. Man schaue sich nur die unter dem irreführenden Beitrag gegebenen Leseempfehlungen/Literaturhinweise an. Dann weiß man ja, woher da der Wind weht. Es gibt halt starke Kräfte, die wollen vor das Konzil von Nizäa zurück - zu einem Teil wiederum auch, um sich mit Judentum und Islam "versöhnen" zu können.
    (Psychologische Nebenbemerkung: Je mehr der islamische Terror und der jüdische Einfluß zunehmen - und sei es auch nur gefühlt -, umso mehr werden auch solche Tendenzen zunehmen. Christen sind nun einmal anfällig für das Stockholm-Syndrom.)

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  7. Hier sieht man wieder, wie weise die Kirche war, Frauen nicht zum Studium der Theologie zu zulassen. Mit der ersten Absolventin Ranke - Heinemann ging der Ärger los und steigerte sich zu den amerikanischen Megaeren, die ganz schnell beim Kult der Großen Mutter landeten.

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