Donnerstag, 15. Dezember 2016

Für die Freunde des liturgischen Missbrauchs habe ich da gerade ein neues Video-Angebot...

                     Predigt und Tipps zum 4. Advent: Heute gegen 14 Uhr online!
.
Man könnte sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu.
Diese Weisheit hängt als mahnender Zettel in meinem Arbeitszimmer, und dessen Beachtung täte sicher auch manchem anderen Katholiken für den Blutdruck gut.

Ja, liturgische Eigenmächtig-
keiten und Theater-geeignete Vorführungen sind ein Ärgernis, genau wie theologische oder gar politische Einseitigkeiten in der Pastoral und Ver-
kündigung.
Wenn Sie, liebe Leser, also solche Videos sehen wie das heutige, dann schlage ich vor, dass Sie dabei den augenzwinkernden Humor nicht ver-
gessen, den es bei mir oft zwischen den Zeilen gibt.

Wenn wir dereinst vor unserem himmlischen Richter stehen, geht es vermutlich um ganz andere Themen...
         Mit einem herzlichen adventlichen Gruß  -  Ihr Kreuzknappe!


 

Kommentare:

  1. Diese weichgespülte Kritik beim ehemaligen Tradi
    "Kreuzknappe" ist fast genauso schlimm wie der litur-
    gische Missbrauch,
    denn der Kreuzknappe gaukelt seinen Lesern verantwortungs-
    los vor, dass alles ja garnicht so schlimm ist.
    DAS IST ABER EIN GRUNDLEGENDER IRRTUM !!!
    Durch solche Missbräuche werden andere Katholiken
    mit auf die Abwege hineingezogen,
    und Heilige Messen werden zur Zirkusveranstaltung,
    aber nicht mehr zum Kreuzesopfer Jesu Christi.
    Sorry, Kreuzknappe,
    aber für solch dümmlische Artikel sollten Sie sich
    was schämen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es liegt mir völlig fern, liebe Leserin,
      irgendetwas weichzuspülen.
      Die würdige Feier der Liturgie ist mir ein
      großes Anliegen, wie etliche Artikel belegen.
      In meinem heutigen Statement wollte ich
      lediglich betonen, dass wir unterscheiden sollten
      zwischen Dingen, die wir ändern können, und denen,
      die wir nicht ändern können.
      Warnen - das sollen wir schon, und das mache
      ich ja auch, aber man sollte solche Scheußlich-
      keiten anderer nicht mehr im Blick haben wie
      die eigenen Sünden. Sie verstehen?

      Löschen
    2. Liebe Eremitin,
      eigentlich dürften Sie den KREUZKNAPPEN
      doch so gut kennen, dass er klar gegen jeden
      liturgischen Missbrauch ist.
      Ich verstehe ihn so, dass man genug damit zu
      tun hat, vor der eigenen Türe zu kehren,
      und außerdem wird niemand gehindert, selbst
      die Liturgie ehrfürchtig zu feiern - und sogar
      für Priester zu werben, die das tun,
      auf dass deren Kirche voll werde!

      Löschen
    3. Der Blogger zeigt solche Videos sicher nicht,
      weil er diese Clownereien so toll findet.
      Aber man sollte doch die Kirche im Dorf lassen
      bzw. mal überlegen, dass solche krassen Sachen
      höchstens in 2 bis 5 % vorkommen,
      und da sollten wir uns lieber auf die 95 %
      der Priester konzentrieren, die dem Zeitgeist
      eben nicht hinterher rennen.
      Ein Lob für einen guten Priester wäre z.B.
      eine feine Sache; es muss nicht nur Hass-Mails
      geben, sondern man könnte auch mal Komplimente
      verschicken!

      Löschen
  2. Beim Liturgiemissbrauch, kennen wir nicht mit augenzwinkernden Humor vorbeischauen, genauso wenig wie z.B. bei einem Kindermissbrauch. Wenn wir uns das Wesen einer Heiligen Messe vor Augen führen wird auch ganz klar, dass ein Gottesgnadenmissbrauch von einem Menschenmissbrauch bei weitem schlimmer ist.
    Auch wenn wir es in unseren Irdischen Leben anders wahrnehmen und oft bagatellisieren, begreifen wir die furchtbaren Folgen eines solchen lustigen Mess-Events erst dann, wenn wir vor unserem himmlischen Richter stehen.
    hans.kloss)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist sehr richtig und wichtig, Herr Kloss!
      Ich vermute aber, hier wird in den Kommentaren mal
      wieder ein wenig aneinander vorbei geredet.
      Sollte man wegen so etwas herumpoltern und Schnapp-
      atmungsanfälle kriegen - so verstehe ich die Frage
      des Kreuzknappen.
      Und da finde ich es gut, dass der augenzwinkernde
      Tradi meint: Wir haben das zu missbilligen, keine
      Frage, aber wir haben nicht darüber zu richten.
      Da ist zuerst einmal die kirchenweltliche Gerechtig-
      keit gefragt in Form des zuständigen Bischofs, der
      die Aufsichtspflicht hat, und dann ist Gott zuständig,
      aber nicht wir.

      Löschen
  3. Naja, zunächst mal müsste man klarstellen, was eigtl. Sache ist. Man kann diese Tanzeinlage durchaus scheußlich oder unpassend finden oder entsetzlich was auch immer. Aber einen "liturgischen Missbrauch" gibt es hier gar nicht, etwas Unerlaubtes oder Sakrilegisches passiert ja nicht und der Pfarrer hält alle liturgischen Vorschriften ein.

    Was "litugischer Missbrauch" ist, das ist relativ klar definierbar. Die Wortschöpfung ist zwar an sich schon ein ekliger Wortmissbrauch des Gesetzgebers, korrekter müsste man sagen eine "liturgische Regelübertretung" oder so etwas. Aber egal. Jedenfalls kann man mehr oder weniger genau sagen, wann ein solcher Verstoß vorliegt und wann nicht.
    Kleinere "liturgische Missbräuche" finde ich meistens gar nicht schlimm, selbst die rechtlich als "schwer" qualifizierten Fehler sind keineswegs alle wirklich schlimm oder sakrilegisch und oft nur harmlose Versehen, Missverständnisse oder Varianten.

    Aber hier in diesem Fall liegt wie gesagt *überhaupt kein* "liturgischer Missbrauch" vor. Also passt ein bisschen auf, was ihr da brabbelt.
    Man darf sich ja trotzdem darüber aufregen oder schimpfen, weil es einem nicht gefällt oder weil man es völlig daneben findet oder nie dahin gehen würde oder so, das bleibt ja jedem unbenommen. Aber man kann keine kirchenrechtliche Straftat erfinden, wo keine ist.

    AntwortenLöschen
  4. Vorab und nebenbei ein kleines Schmankerl mit karnevalistisch eingefärbtem
    „liturgischem Missbrauch“ durch Kardinal Meisner ;-) ;-):

    http://www.greesberger.de/aktuelles/13/PFA/PFA130146.JPG
    http://www.greesberger.de/aktuelles/14/POF/PF14199.JPG

    So, aber jetzt im Ernst:
    In der römischen Instruktion „Redemptionis sacramentum“ aus 2004
    taucht der Ausdruck liturgischer „Missbrauch“ 35-mal auf:

    http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_164.pdf

    Der liturgische Tanz wird dort allerdings nicht als „Missbrauch“ erwähnt.
    Er ist – laut Joseph Ratzinger – im Gegenteil erlaubt,
    so jedenfalls Ratzinger 2003,
    kurz vor Erscheinen von „Redemptionis sacramentum“,
    bei einer Veranstaltung des Liturgischen Instituts Trier:

    „Im abschließenden Pressegespräch korrigierte Kardinal Ratzinger einige Irrtümer der Medien über das vatikanische Dokument zur Liturgie, das Anfang nächsten Jahres erwartet wird. Weder werden Ministrantinnen verboten noch liturgischer Tanz.“

    http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?link=aktuell20031205

    Ansonsten, ganz allgemein,
    hier noch ein paar Statements
    von liturgiewissenschaftlicher Seite
    zu „Missbrauch“ in der Liturgie:

    „Wenn der Eindruck nicht täuscht, ist die Zeit der größten Experimente längst vorbei. … Amtliche Dokumente neigen dazu, alle Normabweichungen als Missbrauch zu diskreditieren. … Dabei muss immer bedacht werden: Mangelnde Kreativität heute muss nicht ein Zeichen größerer Liebe zur Liturgie sein, aber Treue zum Ritus bedeutet auch nicht Unfähigkeit zur Authentizität. Ebenso wenig sind alle Veränderungen Ausfluss fehlenden Respekts vor dem Papst und den Bischöfen, noch ist jeder Verstoß gegen die liturgischen Normen Ausdruck pastoraler Bemühungen um die Menschen unserer Zeit. Deshalb ist vor jeder Bewertung die vorurteilsfreie Beobachtung notwendig.“ (Winfried Haunerland, Liturgiewissenschaftler)

    http://www.ku.de/fileadmin/110503/Dokumente/Haunerland_OrtskirchlicheWege.pdf

    „Gerhards (Prof. Albert Gerhards, Liturgiewissenschaftler) machte deutlich, dass in den vergangenen Jahrzehnten Freiräume in der Liturgie wieder zurückgenommen wurden. Es habe Entwicklungen gegeben, die nicht der Liturgiereform entsprachen. Jedoch seien viele Grenzziehungen aus Rom der einseitigen Wahrnehmung geschuldet, es würde – gerade in Deutschland – viele Fehlentwicklungen geben. „Die römischen Dokumente sprechen hauptsächlich vom Missbrauch der Liturgie.“ Man würde in Rom eben leider nichts von gelungenen Gottesdiensten vor Ort erfahren, während über Übertretungen von Normen sofort informiert werde. Ein Hoffnungszeichen sei hier jedoch, dass Papst Franziskus im Sinn hat, die Ortskirchen und Bischofskonferenzen stärker in die Verantwortung einzubeziehen.“

    http://www.kath-durmersheim-auamrhein.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?&m=429&artikel=27841&cataktuell=965&t=257ec1bbd3623eef60e6d75155ab20d8&bl=1

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was soll denn dieser Taschenspielertrick?
      Es geht doch gar nicht um die grundsätzliche Frage,
      ob liturgischer Tanz Sinn machen kann oder erlaubt
      ist, sondern hier ist ein Video zu sehen,
      bei dem man durchaus der Meinung sein kann,
      dass die Darsteller sich da fast wie Clowns auf-
      führen.
      Es geht also nicht um das "was", sondern um das
      "wie"!

      Löschen
    2. Frau Eremitin,

      in der Headline des Kreuzknappen
      wird das im Video Gezeigte
      ausdrücklich als „liturgischer Missbrauch“ bezeichnet.

      Ich kann mich da nur
      dem Vor-Kommentator Jorge anschließen:

      "Man kann diese Tanzeinlage durchaus scheußlich oder unpassend finden oder entsetzlich was auch immer. Aber einen "liturgischen Missbrauch" gibt es hier gar nicht, etwas Unerlaubtes oder Sakrilegisches passiert ja nicht und der Pfarrer hält alle liturgischen Vorschriften ein."

      Weder liturgischer Tanz generell
      noch die hier gezeigte Version
      ist ein liturgischer Missbrauch.
      „Gelungen“ hingegen finde ich persönlich diese Version nicht
      und bin auch allgemein kein Fan von Tanz im Gottesdienst.

      Lesenswert in dem Zusammenhang
      finde ich folgende Beiträge (evangelischer Autoren),
      überwiegend pro liturgischen Tanz
      („intensive Ausdrucksmöglichkeit“),
      aber auch contra
      („Gefahr der Selbstinfantilisierung“):

      http://christliche-ag-tanz.org/sites/default/files/schwerpunkt_tanz_zeitzeichen_11-2014.pdf


      Löschen

Bitte beachten: Anonyme und beleidigende Kommentare werden hier nicht akzeptiert. Da ich nur wenig online bin, kann die Freischaltung Ihres Leserkommentares auch mal einige Stunden dauern. Nach 19.45 Uhr geschriebene Kommentare werden am nächsten Morgen veröffentlicht.