Donnerstag, 8. Dezember 2016

Für die Krippe auf dem Petersplatz ist Jesus bereits geboren...

Da mahnt die Kirche immer wieder, man solle den Advent zu einer Zeit der Besinnung machen und vor allem nichts vorverlegen, aber manchmal bin ich mir nicht so 100 % sicher, ob man das auch immer ernst meint.
Dass Weihnachtsbäume schon früh vom Papst per Knopfdruck erleuchtet werden, daran haben wir uns schon gewöhnt, und nun kann man auch die neue Krippe auf dem Petersplatz bestaunen - und siehe da: Der Retter der Welt ist schon angekommen, das Jesuskind liegt bereits in der Krippe!

Man schaue ---> HIER und HIER !
(Anmerkung: Aufgrund der gewählten Sicherheitseinstellungen am eige-
nen PC können manche  - ich auch -  z.B. "Javascript" und andere sicher-
heitsrelevante Funktionen nur ganz begrenzt ausführen, und das ist auch gut so, allerdings kann man deshalb das 360-Grad-Video nicht sehen )

Kommentare:

  1. ein Münchner auf Erden8. Dezember 2016 um 06:40

    So wird christliche Symbolik Stück für Stück
    kaputtgemacht, und zwar von den eigenen Leuten.
    Wie sagte schon Papst Benedikt so treffend:
    Die größte Gefahr für die Kirche kommt nicht von
    außen, sondern durch die Feinde von innen!
    Wenn ich in Rom wäre und die Möglichkeit zum Besuch
    hätte, würde ich aus Protest ein paar Ostereier
    daneben legen!

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  2. Also wenn man schon eine Krippe aufstellt,
    dann sollte man auch die bekannten Standards ein-
    halten, und die kennt jeder Küster und die meisten
    Eltern auch: Das Jesuskind soll vor Weihnachten
    noch nicht in der Krippe liegen!
    Im Gegenteil: Oft wird es am Heiligen Abend feierlich
    in die Krippe hineingelegt!
    Eine weitere Enttäuschung aus Rom.

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  3. Die weinerlichen Tradis haben mal wieder nicht
    richtig aufgepasst, denn erst gestern in dem Interview
    war wieder einmal die Rede davon, dass der Papst die
    Kirche endlich an die Realitäten des modernen Lebens
    anpassen will. So wie es mittlerweile eine weit ver-
    breitete Tatsache ist, dass Ehen geschieden werden,
    so haben sich auch die Bräuche vor Weihnachten geändert,
    und man sieht überall, auf jedem Weihnachtsmarkt, die
    Krippen mitsamt schon vorahndenem Jesuskind.
    Als wenn unser Glaubensleben von solch einem kleinen
    Figürchen abhängig wäre!

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    1. Da ist der Heilige Vater aber leider auf dem Holzweg. Wer Orientierung in einer verworrenen Zeit bieten will, muss fest verankert sein, anstatt das Fähnchen in den jeweils gerade blasenden Wind zu hängen. Von diesem Pontifikat erwarte ich nichts mehr. Jedenfalls nichts Gutes.

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    2. Das ist ein Missverständnis, @Natalie.

      Dem gerade blasenden Wind (also neben einigem anderen z.B. auch religiöser Fundamentalismus ohne Realitätsbezug) stellt sich der Papst sehr entschieden entgegen, und das schon recht lange und mit guter Ausdauer.

      Der jetzige Papst hat (übrigens eine Parallele zu seinem Vorgänger) immer das Primat der Wirklichkeit vor der Idee betont. Wahrheit gibt es nur in der Realität, also im wirklichen Leben, nicht in ausgedachten Ideologien (dazu zählen letztlich auch zu eng verstandene Dogmen, Regeln, Papst- und Bibeltreue, Sexmoral etc.). Das ist sehr wichtig zu begreifen.

      Auch dass dies eine *Parallele* zwischen Franz und Benedikt ist, ist sehr wichtig zu begreifen, das wird von den meisten übersehen. Beide Päpste sind strikt gegen eine "bloß ausgedachte" Religion, wie sie leider von den meisten frommen Bewegungen heute propagiert wird.

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    3. PS: ... allen voran Evangelikale, US-Bibeltreue etc., aber eben auch sehr sehr ausgeprägt lefebvristische Gruppen jeglicher Couleur, die ja auch rein fideistisch glauben.

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    4. “Rein fideistisch“? Das betrifft höchstens in manchem unglücklichen Fall die spezielle Offenbarung, wobei der echte Glaube an die spezielle Offenbarung durch das Zusammenspiel von Aneiferungsgnade und Erkenntnisgnade mit dem freien Willen zustandekommt. Die allgemeine Offenbarung akzeptiert ein Katholik kraft Vernunfteinsicht.

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    5. Das muss aber schon eine arg zurechtdressierte "Vernunft" sein, die unbegründete "Wahrheiten" als "offenbart" akzeptieren will. Im instruktionstheoretischen Modell wird "Offenbarung" einfach nur Lückenbüßer für Nichtwissen. Das kann man nicht ernstnehmen.

      "Vernunfteinsicht" kann man Auswendiglernen irgendwelcher ausgedachter Theorien über "übernatürliche" Verhältnisse auch nicht nennen (auch wenn die Theorien in sich ein widerspruchsfreies System ergeben mögen und natürlich durchaus kunstfertig zusammengereimt sind). Es hapert da an der wichtigsten Tugend des Vernunftethos, dem kritischen Hinterfragen.

      So ein Glaube gehorcht dem Nietzsche-Spruch: Glauben heißt nicht wissen wollen, was wahr ist. Das ist für einen vernünftigen Christen keine tragfähige Definition von "Glaube".

      Das ist übrigens der Unterschied zwischen neuscholastischen Luftschlössern und der echten Scholastik des Mittelalters.

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