Mittwoch, 7. Dezember 2016

Gerichtsurteil: Französisches Städtchen muss seine Marienstatue beseitigen!

Das französische 6.600-Einwohner-Städtchen Publier muss eine große Marienstatue auf einem Hügel vor dem Ort laut Gerichtsbeschluss entfernen - oder aber pro Tag eine Geldbuße von 100 Euro bezahlen, wie z.B. der "FOCUS" meldet.
Als Begründung erinnerte das Gericht an die staatlichen Vorgaben, nach de-
nen es Franzosen verboten ist, in der Öffentlichkeit religiöse Symbole zu 

zeigen. Wie es heißt, sucht man in Publier nun krampfhaft nach einer Lösung... ---> HIER !
Dieses Beispiel zeigt (wie auch mein gestriger Artikel über das drastische Verbot, über Abtreibung aufzuklären), wie weit man in Frankreich inzwi-
schen gesunken ist. Dem krampfhaften Versuch, religiöse Konflikte zu vermeiden, fallen sogar Kreuze, Marienstatuen oder Weihnachtskrippen zum Opfer.

Weitere Berichte ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. WIEDERHERGESTELLT -- Netzfischerin um 7:56 Uhr:

      Da brauchen wir in Deutschland gar nicht mit dem
      Finger auf die Franzosen zu zeigen, denn bei uns
      ist das teilweise ähnlich, wenn z.B. Kreuze in
      Klassenräumen, Gerichtssälen und Fraktionssitzungen
      entfernt werden, wie man weiß.

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  2. Wenn man das logisch weiterdenkt,
    dann müssten in Frankreich bald auch alle
    Kirchengebäude verboten und abgerissen werden,
    denn das sind ja erst recht christliche Symbole.
    Armes Frankreich, was ist aus der Grande Nation
    nur geworden...

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  3. Was ist an der Meldung bitte so aufsehenerregend?
    Die Statue steht in einem öffentlichen Park,
    wo sie eigentlich nicht stehen darf.
    Deshalb soll sie dort „beseitigt“ werden –
    nicht im Sinne von „vernichten“,
    sondern im Sinne von „dort entfernen
    und womöglich auf privatem Grund aufstellen“. Denn:
    In Frankreich wird schon seit 1905 strikte der Laizismus praktiziert
    (ich konstatiere das einfach, ohne es hier zu bewerten).
    Wie es im verlinkten Focus-Artikel ausdrücklich heißt:

    „Obwohl die Mehrzahl Franzosen katholisch ist, wird extrem viel Wert auf die strikte Trennung von Kirche und Staat gelegt. So ist das Zeigen religiöser Symbole in der Öffentlichkeit verboten und das bedeutet keine Kreuze in öffentlichen Gebäuden, Lehrer, Schüler und Studenten dürfen keine "auffälligen religiösen Symbole" wie Kippa, Kopftuch oder gar Habit im Unterricht tragen und in einem öffentlichen Park darf auch keine Heiligenstatue stehen. … Die strenge Trennung von Kirche und Staat … hat immer wieder zu Protesten von religiösen Gruppen geführt.“

    Nicht zu vergessen: Auch hierzulande
    werden Forderungen nach einem Laizismus erhoben –
    von linker über die liberale bis zu rechten Seite,
    gerade bei Rechtsaußen auch mit dem Hinweis
    auf mögliche Privilegien für den Islam in Deutschland,
    und sogar bei besonders konservativen Katholiken
    ist die „Entflechtung“ von Staat und „Amtskirche“ hierzulande
    incl. Abschaffung der Kirchensteuer und sogar
    des „amtskirchlich-staatlichen“ Religionsunterrichts (weil angeblich zu „liberal“)
    doch eine sehr beliebte Forderung.
    Im Wesentlichen geht es bei diesen Forderungen darum,
    dass Kirchen und religiöse Einrichtungen
    in keiner Weise staatlicherseits finanziert werden,
    dass staatlicherseits keine Kirchensteuer erhoben wird,
    dass Religionsunterricht nicht staatlicherseits organisiert und durchgeführt wird,
    dass religiöse Symbole im staatlichen Bereich nicht gestattet sind.

    Was (bzgl. Frankreich) das vom Kreuzknappen erwähnte
    „drastische Verbot, über Abtreibung aufzuklären“
    mit dieser Laizismus-Thematik zu tun hat, ist mir nicht ersichtlich.

    Und auch sein Satz, dieses Beispiel (Marienstatue in öffentlichem Park)
    zeige, „wie weit man in Frankreich inzwischen gesunken“ sei,
    erschließt sich mir angesichts des „Backgrounds“
    (nämlich schon seit 1905 konsequent durchgezogener Laizismus) nicht.

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    1. Dummmes Zeug,
      warum soll die nicht in einem öffentlichen
      Park stehen dürfen?!
      Es gibt tausendfach Statuen auf öffentlichen
      Plätzen, ebenso Kreuzwegstationen usw.

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    2. Herr Mynonarius,

      nö, absolut kein dummes Zeug.

      In Frankreich ist das geltende Rechtslage.
      Das betreffende Verwaltungsgericht beruft sich
      auf das Gesetz zur Trennung von Staat und Kirche,
      in dem das Aufstellen religiöser Symbole
      auf öffentlichem Grund untersagt wird.
      Die Bewilligung für die Errichtung der Statue (2011 errichtet)
      hätte dem Gericht zufolge
      niemals erteilt werden dürfen,
      die Statue müsse deshalb von dort entfernt werden.

      Hier der diesbezüglich relevante Artikel 28 des seit 1905 geltenden
      „Gesetzes über die Trennung von Kirche und Staat“:

      “Il est interdit, à l'avenir, d'élever ou d'apposer aucun signe ou emblème religieux sur les monuments publics ou en quelque emplacement public que ce soit, à l'exception des édifices servant au culte, des terrains de sépulture dans les cimetières, des monuments funéraires, ainsi que des musées ou expositions.”

      „In Zukunft ist es verboten, religiöse Zeichen oder Sinnbilder jedweder Art auf öffentlichen Denkmälern oder auf irgendeinem öffentlichen Platz zu errichten oder zu setzen mit Ausnahme der der Religionsausübung dienenden Gebäude, den Grabstätten auf den Friedhöfen, Grabdenkmälern, Museen oder Ausstellungen.“

      https://www.legifrance.gouv.fr/affichTexte.do?cidTexte=JORFTEXT000000508749

      Deutsche Übersetzung:

      https://www.uni-trier.de/index.php?id=9161


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  4. Technische Störung,
    Kommentare z.T. verschwunden,
    ich arbeite an der Wiederherstellung.
    Sorry!

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