Samstag, 17. Dezember 2016

Herrscht im Vatikan ein Klima der Angst? - Katholische Internetseite auf Rom-Besuch

Wahrnehmungen können sehr verschieden sein, gerade bei der Beurteilung der Lage der Kirche im Zeitalter von Papst Fran-
ziskus. 

Die Redaktion von "LIFE-
SITE-NEWS"
hat kürzlich einen mehrtägigen Besuch in Rom gemacht und dabei mit einigen Leuten im Vatikan gesprochen; ihr Eindruck ist, dass sich dort Angst ausbreitet, insbesondere auch die von Mitarbeitern, die befürchten, von ihrer Position entfernt zu werden... ---> HIER !

Diesen Eindruck haben manch andere sicher überhaupt nicht, aber die geschilderte Gefühlslage beschrieb ein Vatikan-Korrespondent auch schon vor zwei Jahren; ich schrieb darüber... ---> HIER !
Was ist davon zu halten? - Ist das völliger Quatsch oder ist da was dran? Oder ist das Thema gar eine Art journalistisches Tabu, an dem man lieber nicht rüttelt, so wie an dem vatikanischen Luxuskaufhaus, über das kaum einer schreibt... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wie der Kreuzknappe heute in seinem Beitrag über
    die Papst-Bejubelung schon verlinkte, ist es anderen
    wie z.B. Dr. Bordat auch schon aufgefallen, dass der
    Papst Demut und Bescheidenheit zelebriert, in Wirklich-
    keit aber etwa durch die Ablehnung der Dienstwohnung
    und das Wohnen im Gästehaus zusätzliche Kosten verursacht.
    Ich glaube schon, dass unsere Medien sich scheuen,
    sowas aufzugreifen, schließlich liebt man diesen Papst.

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  2. Naja, der Schlüsselsatz dürfte sein:
    The Francis papacy has created a radically different climate in Rome from that of Pope St. John Paul II and Benedict XVI, under whom Rome was a vastly more welcoming place for Catholic Culture of Life warriors such as ourselves.

    Dass rechtsextreme Lebensschützer aus Amerika ihre Lobby verlieren, wenn der Papst die Kurienbürokratie abschafft oder zumindest radikal schwächt, ist doch klar.

    Das enge "Klima der Angst" herrschte vorher, ungefähr seit der Spätphase des Pontifikats Johannes Pauls. Verantwortlich dafür war dieselbe Kurienbürokratie, die jetzt jammert, weil der Papst ihre Schmarotzermentalität kompromisslos bekämpft.

    Ratzinger war sicher auch mitverantwortlich dafür, dass das alles entstanden ist, immerhin hat er die unsäglichen "Treueeide" eingeführt, mit denen Linientreue garantiert und freies Denken unmöglich wurde. Das hat Franziskus sofort abgeschafft, und jetzt kann jeder sagen, was er will. Das Aufatmen in Rom war direkt in den Tagen nach seiner Wahl förmlich zu spüren.

    Unter Benedikt nahm das Spitzelwesen an den röm. Unis unerträgliche Züge an. Letztlich wurde Benedikt aber selbst Opfer der Kurienintriganten, die er tlw. eben auch selbst herangezüchtet hatte, Stichwort Bertone-System.
    Andererseits muss man Benedikt im Ergebnis auch etwas in Schutz nehmen. Er gehörte nie zum Netzwerk der intriganten Kurienclique und stand auch vor seinem Papat immer etwas abseits. Sein Fehler war die fehlende Menschenkenntnis und die Tatsache, dass er durch seine Bevorzugung rechter Strömungen und seine tragische Tendenz, auf Speichellecker hereinzufallen, den Kurienbonzen zuviel Raum gab, um sich zu entfalten und ihre Spielchen zu treiben.

    Dieser Raum wird jetzt beschnitten und den Kurienbonzen fehlt langsam die Luft zum Atmen und ihre Intrigen haben kaum noch Wirkung. Deshalb müssen sie kulturkriegerische Lebensschützer aus Amerika zu Hilfe rufen.

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    1. Für Jorge mal der heiße Tipp,
      vom ideologischen Ross vorsichtig abzusteigen.
      Dummerweise vertrat der vom Kreuzknappen verlinkte
      Korrespondent (brauner Link) eine ähnliche, vielleicht
      sogar noch deutlicher papstkritische Meinung.
      Pech für Jorge, dass der kein "rechtsextremer Lebens-
      schützer" ist.
      Aber die Unterstellung, dass Lebensschützer rechts-
      extrem sind, sagt ja schon alles...

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    2. Die Annahme, dass die Life Site News *nicht* rechtsextrem seien, sagt aber auch vieles. Wer sonst in den USA ist den rechtsextremer als die „Culture Warrior“? KKK vllt.?


      Der braune Link vertritt die Perspektive der Kurienbürokratie. Dass deren Ängste nicht unbegründet sind, sage ich ja auch. Nur ist das völlig in Ordnung. Statt ein Hampelmann der Kurie zu sein, tanzt ihnen dieser Papst auf der Nase herum und lässt sie zappeln. Das kann für die Kirche nur gut sein.
      Der Kurienapparat hat anders als der Episkopat eben keinen eigenständigen Platz im Führungsgefüge der Kirche und muss einfach nur funktionieren und den Papst unterstützen, sonst nichts. Er ist nicht legitimiert, um selbst irgendwelche Machtspielchen zu treiben. Diese Rollenverteilung stellt der Papst wieder her.

      Der Papst entzieht sich dem Einfluss der Kurienbonzen, weil er so unberechenbar ist, eingefahrene Spielregeln aushebelt und indem er sich einen eigenen Nepotenkreis anschafft, der mit dem kurialen Sumpf weder durch Intrigen noch durch Weltanschauung verbandelt ist. Das ist ein unkonventioneller, im römischen Fall aber recht geschickter Führungsstil.

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    3. Lebensschützer als rechtsextrem zu verunglimpfen, ist nun wirklich ziemlich daneben.

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    4. Hab ich ja auch nicht.
      Es ging hier konkret um Life Site News, bekanntermaßen die extremsten und militantesten Tea-Party- und TFP-"Lebensschützer" aus Amerika, die man sich denken kann.
      Was andere Lebensschützer machen, interessiert mich nicht. Aber diese sind nun wirklich ziemlich daneben und zumindest für die Kirche hochgefährlich (denk an die ganzen Kampagnen zum "Kulturkrieg", die kirchenfeindlichen Aktionen in Köln, Kenia 2014 oder die heimlichen Filmaufnahmen von dem Piusbruderschaftsanhänger).
      Denen ist nichts heilig und die gehen über Leichen.

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    5. Und auf solch einen Haufen verlinkt der Knappe, na prima...

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  3. Klar herrscht im Vatikan seit drei Jahren ein
    Klima der Angst, aber kaum jemand redet darüber,
    aus Angst vor dem strafenden Zorn dieses "spontanen"
    Papstes.
    So berichtete z.B. auch der "FOCUS" darüber, dass es
    mächtig rumort:

    http://www.focus.de/panorama/welt/politik-und-gesellschaft-sie-distanzieren-sich-von-der-weisheit_id_5115373.html

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  4. "Dass rechtsextreme Lebensschützer aus Amerika ihre Lobby verlieren"

    Aua, bei über 1 Millionen Abtreibungen per annum in Amerika sollte man die linken, kommunistischen gottlosen Kräfte, die das forcieren auch weiter bekämpfen. Mir scheint durch die „Willkommenskultur“ von Francis aka Jorge Mario Bergoglio sollen rebellische Kräfte, auch perverse Speerspitzenminderheiten samt Berater und Anhänger noch mehr gepuscht werden als ohnehin schon.
    Wie hieß der Mentor von "Killary" Clinton und seine „Bibel“ für Radikale?
    "Folgende Widmung in Saul Alinskys Buch ‚Rules for Radicals‚ hat es nicht in die deutsche Übersetzung ‚Die Stunde der Radikalen‚ geschafft: „Wie könnten wir eine kleine Würdigung des allerersten Radikalen vergessen: Aus all unseren Legenden, Mythen und der Geschichte — und wer weiß genau, wo Mythen enden und die Geschichte beginnt, oder was davon was ist — ist uns der erste Radikale bekannt, der gegen das Establishment rebellierte, und das so erfolgreich, daß er immerhin sein eigenes Königreich erkämpfte — Luzifer.“
    https://criticomblog.wordpress.com/2012/02/02/saul-alinsky/
    Letztlich geht um Satanismus, vor allen auch in Verbindung mit Moloch Opferungen!

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  5. Nachtrag:
    Planned Parenthood, die geplante Elternschaft und der Handel
    mit abetriebenen Kindern.
    http://npr.news.eulu.info/2016/10/26/hillary-clinton-die-geplante-elternschaft-und-der-handel-mit-abgetriebenen-kindern/

    Wer sind die wahren Monster? "Rechtsextreme" Lebensschützer sicher nicht!

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  6. Die Gefahr bei dieser Analyse ist, dass man übersieht, dass Franz keineswegs nur im Gegesatz, sondern durchaus auch in Kontinuität zu seinen Vorgängern steht.

    JPII wollte eine zentralistische Führung der Kirche durchsetzen und hat das Kurienmonster erschaffen, das uns heute Sorgen macht. Das geschah aber nicht aus böser Absicht, sondern weil der Papst nicht bedachte, dass sich dieses Monster selbstständig machen würde, wenn er alt ist. Der autoritäre Pole hat letztlich den Geist erschaffen, der die Autorität des Papstes dann ausgehöhlt hat.

    Ratzinger hat seinen Mentor bei dieser Arbeit tatkräftig unterstützt und viele Fehler gemacht, war aber nie Teil des Monsters, dazu ist er zu rechtschaffen und unabhängig. Im Verlauf seines Pontifikats wandelten sich die Aktionen Benedikts auch zunehmend dahin, unter seinem Vorgänger begonnene verhängnisvolle Fehlentwicklungen zu berichtigen (Missbrauchsbekämpfung, Kampf gegen die "Homolobby", Entmachtung des Opus Dei, Mafia, Immaculata-Franziskaner etc.). Er war dazu aber letztlich zu schwach und zu alt dazu und blieb Gefangener der Kurie. Deshalb entzog er sich durch Rücktritt und öffnete seinem Nachfolger den Weg zum Aufräumen. Dieses Aufräumen ist also durchaus auch in Benedikts Sinn.

    Es dient auch nicht etwa der Selbstentmachtung des Papstes, sondern der Wiederherstellung einer gesunden und vom Pilz der Kurie nicht befallenen päpstlichen Autorität. Deshalb die lustigen Vorwürfe der Strippenzieher, dieser Papst sei ihnen zu „autoritär“. Das ist er zweifellos, aber gerade die Entmachtung der Kurie, die er als Monstrum begreift, ist ja sein erklärtes Ziel.

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  7. Ich möchte vorschlagen, verbal etwas abzurüsten,
    gerade angesichts der vorweihnachtlichen Zeit
    des Advents.
    Bereiten wir uns innerlich und äußerlich vor
    auf die wirklich wichtigen Dinge, auf die Ankunft
    des Herrn und auf ein Gott wohlgefälliges Leben
    als Christ!
    Ganz sicher läuft bei den Reformen im Vatikan nicht
    alles so, wie es wünschenswert wäre, und auch ein
    Papst ist ein Mensch mit Fehlern und schlechten
    Angewohnheiten.
    Ich möchte vorschlagen, für ihn zu beten, wie der
    Blogger Kreuzknappe es schon vorgeschlagen hat.
    Ob das Thema "Angst im Vatikan" ausgerechnet kurz
    vor Weihnachten angeschnitten werden muss,
    muss der Blogger mit sich selbst ausmachen;
    ich hätte es nicht getan, mit Verlaub!
    Damit kein falscher Eindruck entsteht: Insgesamt
    bin ich von diesem lebendigen Blog sehr angetan,
    und lautes Klappern gehört offenbar heute zum
    journalistischen Handwerk...

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