Mittwoch, 7. Dezember 2016

Interview: So stellt Papst Franziskus sich die Kirchenleitung vor!

"Papst will gemeinschaftliche Kirchenleitung" - so lautet z.B. die Schlagzeile beim Sender "ORF", der über ein neues Interview mit Papst Franziskus berichtet.
Bevor meine Leser nun reihen-
weise vom Stuhl kippen, in der Annahme, es sollte ein Team von mehreren Päpsten einge-
führt werden, lese man doch besser den kompletten Artikel, und zur Er-
gänzung, da etwas anders im Akzent, auch noch den betreffenden Artikel bei "Radio Vatikan".

Wie so oft, streift man in einem einzigen Interview wieder eine ganze Reihe von Themen, und diesmal geht die Bandbreite von der päpstlichen Ableh-
nung eines konfessionellen Staates ("mit denen nimmt es meist ein übles Ende") über die Themen Krieg, Terrorismus, Europa und seine Politiker, das Heilige Jahr der Barmherzigkeit bis hin zum Thema Kirchenleitung.
Entweder gebe es eine pyramidenartig organisierte Kirche, wo getan wer-
den muss, was der Papst sagt, oder aber eine synodal organisierte Kirche, in der zwar Petrus Petrus sei, aber der Papst die Kirche wachsen lasse, sie begleite, sie anhöre und aus der Realität lerne, die eine Einheit in der Viel-
falt sei.

Auch hier wieder meine Frage, ob das "entweder - oder" nicht ein wenig künstlich herbei geredet wird, aber insgesamt ist das wieder einmal so all-
gemein gehalten, dass die Aussage zum Kirchenbild auch fast von Papst Benedikt stammen könnte, oder...?

Man lese ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die üblichen Sprechblasen - einerseits der
    Riesenaufwand zweier Weltsynoden, wochenlange
    Gespräche, und dann solch ein dürftiges Ergebnis
    wie "Amoris Laetitia".
    Einerseits die Behauptung, die Kirche synodal lei-
    ten zu wollen, und andererseits dagegen viele ein-
    same Entscheidungen von Papst Franziskus, wie z.B.
    die Änderung der Ehegerichtsbarkeit ohne Rücksprache
    mit den kurialen Behörden.
    Und der Rausschmiss von Kardinal Burke und die Ver-
    weigerung einer Antwort an die vier Kardinäle ist ja
    auch nicht gerade sensationell synodal...

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  2. Unsinn!
    Papst Franziskus steht für die katholische
    Weite, die Kirche war immer international
    und von verschiedenen örtlichen Besonderheiten
    geprägt. Papst Franziskus gibt mehr Raum,
    gibt mehr Möglichkeiten, das ist doch nur zu
    begrüßen!

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    1. Wie weit es mit seiner Weite ist, kann man ja an seinem Umgang mit Gruppierungen und Personen erkennen, die nicht seinem theologischen und liturgischen Gusto entsprechen. Da sehe ich weder Weite, noch mehr Möglichkeiten sondern Verfolgung und Absetzungen ... Papalismus "at its worst"!

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    2. Die Weite hört für den Papst selbstverständlich da auf, wo man ihn wieder in ein traditionalistisches Papstbild pressen will, damit ist Schluss, zum Glück.

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  3. Was für große Worte bei Radio Vatikan,
    das sei das Kirchenbild von Papst Franziskus...
    Ich sehe es wie Laurentius Rhenanius -
    die Barmherzigkeit, Weite und Synodalität dieses Papstes
    ist auf die begrenzt, die auf seiner Wellenlänge liegen,
    um das Wort von der Schleimspur zu vermeiden.

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  4. Was soll man denn von der Bemerkung halten,
    konfessionelle Staaten nähmen ein übles Ende?
    Hat dieser Papst vergessen, welches Ende Staaten ge-
    nommen haben, die das Christentum über Bord geworfen
    haben?
    War das Dritte Reich etwa nicht schlimm?
    War Stalin nicht schlimm, und diverse brutale Macht-
    haber in Fernost?
    Manchmal kann ich diesen Papst nicht mehr begreifen!

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