Dienstag, 20. Dezember 2016

Kardinal Burke will nach Weihnachten eine "formale Zurechtweisung" des Papstes wegen "Amoris Laetitia"

Irgendwie ist heute ein besonders gruseliger Tag,
habe ich den Eindruck.
Nach dem Schrecken von Berlin folgt der nächste Schrecken, diesmal in Form von Kardinal Burke. - Man man mich gerne in angemessenem Ton beleh-
ren, aber ich finde das nicht sonderlich gut, wenn ich ge-
rade bei "katholisches.info" einen Artikel lese, der auf ein Original bei "LIFESITENEWS" verweist.
Darin erfährt man, dass Kardinal Burke wohl ernst machen möchte mit einer "formalen Zurechtweisung" des Papstes, weil dieser sich immer noch weigere, den vier Kardinälen auf ihre Anfrage zu "Amoris Laetitia" zu ant-
worten. Gegenüber der Internetseite hat Burke erläutert, wie er sich das weitere Vorgehen denkt: Im Januar, nach Dreikönig, könne die "Correc-
tio fraterna"
(brüderliche Zurechtweisung) des Papstes erfolgen. Es gebe in der Kirchengeschichte einige Präzedenzfälle dafür. 

Mir ist vollkommen schleierhaft, wie das praktisch vor sich gehen sollte, und in der verlinkten Quelle erfährt man auch nur, dass dies "sehr einfach" zu bewerkstelligen sei, ohne aber zu verraten, wie denn...
Vielleicht habe ich da ja auch was in den falschen Hals gekriegt oder miss-
verstanden, aber diese ganze Kommunikation ausschließlich über den Weg der Öffentlichkeit, anstatt sich mal an einen Tisch zu setzen, ist nicht ge-
rade eine Werbung für das liebende Miteinander in der Kirche...

Man schaue ---> HIER und HIER !
Wie man in der "Tagespost" recht gut zusammengefasst lesen kann, geht das pro und contra mit Stellungnahmen diverser Kirchenmänner munter weiter ---> HIER !

In heutiger Managersprache würde man wohl formulieren, dass die ganze Sache mit "Amoris Laetitia" reichlich suboptimal gelaufen ist...