Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kardinal Müller über die vier Kardinäle und die Nicht-Antwort von Papst Franziskus...

Erst gestern konnte man lesen, wie der Vorsitzende der Römi-
schen Rota sicher nicht ganz absichtslos kräftig Öl ins Feuer goß, indem er den vier Kärdi-
nälen in Aussicht stellte, sie könnten unter Umständen wegen ihres Schreibens an Papst Franziskus sogar ihre Kardinalswürde verlieren...
---> HIER !

Heute kann man dagegen le-
sen, wie Kardinal Müller als Präfekt der Glaubenskongregation sicht-
lich bemüht ist, die Wogen zu glätten und einen Vorschlag zu machen.
Der besagte Brief sei ausdrücklich an den Papst gerichtet, erklärte er
im Interview mit der Nachrichtenagentur "KNA" zur Verdeutlichung, warum von der Glaubenskongregation bislang keinerlei Reaktion erfolgt ist, um dann wörtlich zu ergänzen: "Der Papst kann uns ad hoc beauf-
tragen, den Meinungsstreit zu schlichten"
.

Im Moment sei es "für jeden von uns wichtig, sachlich zu bleiiben und
sich nicht in eine Polarisierung hineintreiben zu lassen..."

Man lese darüber ---> HIER und ausführlicher HIER !
Ob der Papst diesen Wink mit dem Zaunpfahl bemerkt hat...?

Kommentare:

  1. Fakt ist:
    Der Papst gibt weiterhin keine Antwort und sitzt die Angelegenheit aus.

    Es wird mehr oder weniger aufgeregt um angebliche Unbotmäßigkeiten der 4 Kardinäle debattiert. Die Kardinäle wurden zum Teil als angebliche Häretiker beschimpft, Disziplinierung derselben eingefordert und vereinzelt sogar mit Sanktionen gedroht, aber auf die von Ihnen aufgeworfenen Fragen und Klarstellungen zur kirchlichen Lehre wird nicht eingegangen!

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    1. Quark, die Fragen wurden in diesem Brief mitnichten "aufgeworfen", sondern seit Jahrzehnten diskutiert. Fragen dieser Art wurden vor, bei und nach den beiden Familiensynoden tausendfach durchdiskutiert und besprochen.
      Auch der jetzige Kdl. Müller hat dazu schon in den 1990er Jahren publiziert und war damals (anders als heute) derselben Meinung wie heute der Papst.

      Das Einzige ist eben, dass einige nicht einsehen können oder wollen, dass ihre Argumente den Papst nicht überzeugen konnten und die Argumente derer, die früher oft als Abweichler oder schlimmer beschimpft wurden, in das päpstliche Schreiben eingegangen sind und vom Papst sanktioniert werden (Stichwort Kasper, der aber auch nur aufgegriffen hat, was schon vorher unter Theologen mehrheitlich gedacht wurde). Das tut natürlich weh, war aber notwendig, um die evangeliumsgemäße Lehre Jesu in diesem Punkt gegen rigoristische Vereinseitigungen zu verkünden.

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    2. Die "Zweifel" bestehen also nur darin, dass man einsehen müsste (aber nicht tut), dass die eigene maximalistische Position sich im Endeffekt trotz des harten und geldintensiven Ringens im Vorfeld von AL (mit zig vom Opus und TFP finanzierten Veröffentlichungen auf Edelpapier, teuren Kongressen, Medienkampagnen etc.) nicht bestätigt hat.

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    3. Wenn das angeblich so sonnenklar ist, könnte der Papst das ja der Welt und den angeblich uneinsichtigen Kardinälen mitteilen und gut ist.
      Ihnen jedenfalls nehme ich das nicht ab.

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    4. Man sollte halt einfach ein paar von den vielen, vielen Büchern und Artikeln lesen, die zu diesem Thema seit Jahren andauernd erscheinen, wenn einen das Thema so brennend interessiert.

      So aus dem Bauch heraus macht das keinen Sinn.

      Wichtig ist natürlich, nicht nur Bücher oder Artikel von den Medien zu lesen, die man toll findet, sondern immer auch die andere Seite unvoreingenommen wahrzunehmen. Dann kann man immer noch entscheiden, was überzeugt und was nicht.
      Also nicht einfach die Tagespost konsumieren und alles glauben, was da drin steht, sondern auch z.B. das Kasper-Buch oder sowas. Ist ja alles schon jahrelang auf dem Markt. Und wenn man mag auch wissenschaftliche Literatur, sagen wir den letzten Sammelband von Graulich. Natürlich auch die vielen vielen Veröffentlichungen der Burke- und Opus-Fraktion (obwohl das mittlerweile schon arg viele sind, sodass ich auch nicht ganz hinterherkomme, aber die Argumente sind ja doch im Kern immer dieselben).

      Ich habe ja nun in den letzten Jahren hier und anderswo hundertfach versucht, manche Aspekte aus dieser Diskussion einfach mal zu erläutern oder gewohnte Sichtweise in Frage zu stellen, aber viele schalten einfach auf stur und glauben nur ihren eigenen Medien. Da kann man dann nicht helfen.

      Wenn du dann überrascht bist, dass der Papst plötzlich ganz anders denkt, als es jahrelang in der Tagespost, ist das Gejammer groß.

      Aber im Grunde selber schuld.

      Man hätte sich ja informieren können und selbst eine Meinung bilden, statt darauf zu vertrauen, dass die Tagespost schon recht hat.

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    5. Vor allem sollte "man" das Evangelium, die heilige Schrift, mit dem Wort Gottes aufmerksam lesen.
      Dann würde "man" sich hüten, hier dasselbe zu verfälschen, wie "du" es seit langem hier im Blog und anderswo versuchst.

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    6. Wieder Quark.
      Ich versuche nur aufzuklären und die "Tradis" vor der Hölle zu schützen, die sie erwartet, wenn sie nicht lernen, wie Jesus zu denken.

      Es geht doch gerade um das Evangelium.

      Ich hab euch immer gesagt, wo die entscheidenden Texte stehen.
      - Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg
      (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us20)

      - Schuldturmgleichnis
      (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us20)

      Und noch ein paar andere (Balken-Splitter-Metapher, Urteilt-nicht-Mahnungen, Wer an mir Anstoß nimmt, Lästert nicht usw.).

      Da steht doch gerade drin, dass diejenigen in die Hölle kommen, die ein "schlechtes Auge" haben und eifersüchtig auf das Heil der anderer schielen, nur weil die auch nicht ganz perfekt sind.
      Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein.

      Es geht bei der Diskussion überhaupt nicht um sog. "wiederverheiratete Geschiedene", das ist nur der äußerliche Vorwand. Es geht im Kern um die Kritiker, die nicht einsehen wollen, dass sie das alles nichts überhaupt nichts angeht und sie sich über das Heil anderer freuen sollen, statt zu lästern.
      Wer sich darüber aufregen kann, dass andere zur Kommunion dürfen, obwohl sie nicht ganz perfekt sind, hat einfach den Glutkern des Evangeliums nicht geschnallt.

      Alles schon tausendmal gesagt.
      http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/04/amoris-laetitia-ist-ein-katastrophales.html

      http://www.lectiobrevior.de/2014/10/lehramt-von-unten.html
      (Komm. 4+5)

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    7. "Deine" Lehren brauchen Leute wie ich ganz bestimmt nicht!
      Ich lese die GANZE heilige Schrift und picke mir nicht einzelne mir grad in den Kram passende Stellen heraus, um sie dann wie "du" nach meinem Gusto auszulegen und andere damit in die Irre zu führen.

      Ja, es scheint die Weltstunde der Irrlehrer und Häretiker zu sein, wie ja von Christus selbst vorausgesagt wurde:
      Falsche Propheten und falsche Christusse werden da aufstehen und die Menschen vom wahren und ganzen Evangelium wegzulocken versuchen.

      "Du" hast ja schon in anderen katholischen Foren Kommentarverbot bekommen; in diesem Blog darfst "du" bisher noch "deine" Häresien verbreiten und treu zum Evangelium haltende Christen ungeahndet vom Blogbetreiber verspotten und beschimpfen und "dich" als angeblich überlegenen Schriftgelehrten präsentieren.

      Mich beeindruckt das nicht und Mich wirst "du" jedenfalls nicht zum Glaubensabfall verführen können!

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    8. Wer nicht hören will, muss fühlen.
      Der Schuldturm wartet schon ;-)

      Im Ernst jetzt, ich sag doch nur, was der Papst sagt, damit man ihn besser versteht.
      Wenn man die GANZE Hl. Schrift mit Kopf und Herz liest und versteht, müsste das eigtl. auch sofort einleuchten. Das "Herauspicken" machen ja gerade diejenigen, die das Scheidungsverbot wider jede Logik verabsolutieren und bspw. das Schwurverbot überhaupt nicht beachten und die Gleichnisse Jesu nicht begreifen.

      Davon, dass Ehebrecher nicht wieder heiraten dürfen und nicht zur Kommunion könnten, wenn sie ihre Tat bereuen, steht in der Bibel kein Wort. Es heißt überall nur, dass du selber aufpassen sollst und deine Frau anständig behandeln musst.

      Solange du das tust und deine Frau nicht verstößt, bist du auf der sicheren Seite und brauchst dich um die Eheprobleme anderer Leute nicht zu kümmern. Wenn du dich darum aber kümmern willst, dann sollst du die Leute natürlich stärken und ihnen die Sünden vergeben und sie nicht wie der Schuldknecht schärfer verurteilen als der Herr das tut. Das ist Evangelium pur, also nix "Häresie".

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    9. Ach ja, jetzt vergebe nach "deiner" Lesart ich als einfacher Christ die Sünden anderer und nicht mehr der geweihte Priester?

      Um mich brauchst "du" Dich jedenfalls nicht weiter zu bemühen, mich zu "deinem" "Evangelium" zu bekehren.

      Wir werden ja nach unserem Tode sehen, wo wer von uns landet.

      Ich wiederhole:

      Mich beeindrucken "deine" Irrlehren nicht und mich wirst "du" jedenfalls nicht zum Glaubensabfall verführen können!

      Zum Papst habe ich ja meine Meinung schon gesagt.

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    10. Das ist viel zu verkniffen und misstrauisch (die alte Krankheit der "Tradis": man wittert "Feinde" und "Häresien", wenn gewohnte Überzeugungen in Frage gestellt werden).

      Beschwörungsartige Mantras helfen aber nicht gegen die Realität.

      "Sie" (was soll eigtl. diese komische Anrede in Anführungszeichen, wenn du nicht geduzt werden willst, dann sag das doch einfach, ich habe damit keine Probleme und bin total flexibel)
      müssten aber selbst merken, dass diese Anwürfe an der Realität vorbeigehen.

      Normalerweise ignoriere ich sowas, aber vielleicht hilft es dir ja, meine Wahrnehmung zu kennen. Hab noch nie irgendeine "Irrlehre" verbreitet (gerade deshalb lese ich ja soviel, um das zu vermeiden) und noch viel weniger irgendwelche Gläubige "verspottet" oder "beschimpft", ganz im Ggt. Es gibt ja kaum jmd., der kontaktfreudiger, verständnisvoller und wohlwollender mit sog. "Tradis" umgeht und sie gegen ungerechte Kritik in Schutz nimmt. Natürlich ohne mich zu verbiegen oder den Leuten nach dem Mund zu reden.

      Gerade Leser @Heinzi gegenüber gab es ja auch schon mehrfach Annäherungsversuche meinerseits – Antworten auf seine Fragen etc. Ich weiß also gar nicht, was du willst, wenn du so einen Quatsch erzählst.

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    11. (Forts.)
      Es wäre besser, weiter vernünftig ins Gespräch zu kommen. Deshalb sehe ich unseren kleinen "Dialog" eigtl. absolut positiv und habe überhaupt nicht das Gefühl, dass es hier "nur einen geben kann", der in den Himmel kommt :-)

      In Wirklichkeit passt "kein Blatt Papier" zwischen uns und die Meinungsverschiedenheiten zu der ganz marginalen Frage der Ehebrecherkommuniondisziplin sind überhaupt nicht wirklich wichtig.
      Es ist auch völlig wurst, wer "Recht" hat. Niemand kommt in den Himmel, weil er "Recht" hat. Wenigstens reagierst du auf Ansprache, auch wenn du verbal abblockst und den Unbeeindruckten spielst. Ich finde, das ist schon ein Erfolg.

      Man müsste halt einfach noch mehr darüber nachdenken und sich nicht in undurchdachte Vorurteile vor irgendwelchen Abweichlern hineinsteigern und vor allem nicht anfangen, den Papst (oder mich als dessen Stellvertreter) irgendwelcher "Irrlehren" zu bezichtigen. Dass das nicht mehr "katholisch" sein kann, ist doch logisch.

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  2. Vielleicht weiß der Papst auch keine gescheite Antwort auf die 5 Dubia der vier Kardinäle?

    Einfach nur noch lächerlich und beschämend.

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  3. Oder war der Wink gar in eine ganz andere Richtung gerichtet ;-)

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  4. Das angebliche Zitat von Pinto hat sich ja mittlerweile als Ente herausgestellt, jedenfalls behauptet Religión Digital (wo das Interview geführt wurde) jetzt, man habe sich da "verhört" und Pinto hätte genau das Ggt. gesagt (der Papst werde den Männern trotz allem sicherlich *nicht* die Kardinalswürde entziehen).

    Um den Aufruhr und dieses Interview zu verstehen, muss man wissen:

    a) die Forderung, Kdl. Burke oder allen vier Kirchenfürsten das Purpur wegzunehmen, kursiert in Spanien schon seit dem Tag des Interviews, in dem Burke seine Absicht ankündigte, ein "formelles Lehrberichtigungsverfahren" gegen den Papst einzuleiten. Der Gedanke lag also in der span. Diskussion schon in der Luft und wurde von dem Rota-Chef nicht in die Welt gesetzt, sondern nur (beschwichtigend) aufgegriffen.

    b) Religión Digital gehört zum Opus. Die haben also ein Interesse an Falschmeldungen, die ihre Position stärken und Freunde des Papstes in ein schlechtes Licht rücken.

    Ich glaube aber, in diesem Fall ist es eher nach hinten losgegangen, denn erst durch diese Falschmeldung ist vielen ins Bewusstsein gerückt, dass die Aktion der vier Kardinäle nicht bloß eine "unschuldige Frage" war, sondern ein Affront, mit dem der Papst zur Rücknahme von AL gezwungen werden sollte.

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    1. Korrektur ;-)

      Nicht Religión Digital, sondern Religión Confidencial.

      Religión Digital ist das progressive Kirchenblatt, wo vor Tagen schon erstmals die Forderung erhoben wurde, Burke & Co. mit dem Entzug der Kardinalswürde zu bestrafen.

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