Freitag, 23. Dezember 2016

Papst Franziskus soll gesagt haben, er könne als Kirchenspalter in die Geschichte eingehen...

Ich bin eher vorsichtig beim neuerdings so beliebten Konjunktiv-Journalismus
des "könnte" und "sollte", bei dem man mangels 100 % wasserdichter Fakten munter drauflos spekuliert, was man denn angeblich vom Hören-
sagen durch gewisse Ein-
flüsterer weiß. 

Also, laut dem als Nachrichtenmagazin geltenden "SPIEGEL" wissen wir seit heute Mittag: "Im kleinsten Kreis soll Franziskus sich selbstkritisch schon so erklärt haben: 'Nicht ausgeschlossen, dass ich als derjenige in die Geschichte eingehen werde, der die katholische Kirche gespalten hat'"...
Und es handelt sich auch keineswegs um eine der inflationär auftretenden Kochsendungen, wenn der "SPIEGEL" den Vatikanisten Edward Pentin zitiert, der nicht gerade zu den dicksten Freunden dieses Papstes zählt, und der habe Quellen im Gästehaus "Santa Marta", die ihm berichtet hätten: "Der Papst kocht!"... 

Die sich steigernde Kritik setze dem Papst immer mehr zu, und man erken-
ne an seinen Reaktionen im Jahre 2016 den Papst, den man 2013 gewählt habe, nicht wieder. Die Reform in den Ämtern des Vatikans komme auch nicht so recht voran, und laut "SPIEGEL" gibt es in einzelnen Abteilungen "Chaos pur"...  ---> HIER !

Um den Konjunktiv zu bemühen: Ich halte es für nicht völlig  ausgeschlos-
sen, dass beim "SPIEGEL" jemand zu heiß gebadet haben könnte...

Kommentare:

  1. Was passiert jetzt so sicher wie das Amen in der Kirche? Dieses:

    Unsere Tradis, die sonst verlässlich den "Spiegel" als Zentralorgan der linken kirchenfeindlichen "Lügenpresse" schmähen, werdem jetzt genüsslich auftrumpfen und sagen: Wenn sogar der "Spiegel" das schreibt, dann muss es ja wahr sein!

    Nichts mehr mit "Lügenpresse" plötzlich. :-)

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    1. @ Speedy:

      Der "Spiegel" hat durchgängig über Bergoglio als einen eingefleischten "Linken" berichtet. Und wenn Sie den Artikel des Herrn Mayr aufmerksam gelesen haben, wird Ihnen nicht entgangen sein, daß damit keinerlei Revision der Einschätzung Bergoglios stattgefunden hat. Er gilt dem "Spiegel" nach wie vor als "Linker". Nur, daß er jetzt als "der große Unverstandene" bzw. "Frustrierte" dargestellt wird.

      Die Lügenpresse -der "Spiegel" ist eines ihrer führenden Organe- verfährt nach dem immer gleichen Schema : Wie z.B. noch gut erinnerlich, wurden die Vorgänge in der letzten Silvesternacht (Köln)tagelang totgeschwiegen. Ca. am 6. Januar begann der Lügenjournalismus, äußerst widerwillig und nur durch die sozialen Netzwerke im Internet gezwungen, zögernd über diese Ungeheuerlichkeiten zu berichten. Das Ganze ließ sich eben einfach nicht mehr "unter den Teppich kehren". Ähnliches gilt für das nicht mehr hinwegzuleugnende Chaos, welches Bergoglio in seiner unglaublichen linkslastigen Borniertheit angerichtet hat. Da ist es doch im Sinne des "Spiegel" sehr sinnvoll, ihn als "den großen Einsamen" hinzustellen. So ist ihm wenigstens das Mitleid weinerlicher Alt-68er sicher.

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  2. Zu heiß gebadet hat höchstens der Kreuzknappe!
    Es gehört doch nicht viel dazu,
    sich auszurechnen, dass es zur Kirchenspaltung kommen
    wird, wenn dieser Papst so weitermacht.
    Dass er dies in einer Stunde der Erkenntnis auch selbst
    so gesehen hat, erstaunt da schon eher.

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  3. Summorum pontificum23. Dezember 2016 um 15:07

    Seine höchstehrwürdge Eminenz, Raymond Kardinal Burke, hat vorgestern (21.12.) in einem Interview einmal mehr den wünschenswerten Klartext gesprochen:

    "Wenn ein Papst eine Häresie aussprechen sollte, würde er faktisch aufhören, ein Papst zu sein; die Kardinäle könnten sich dazu äußern, und es würde eine Sedisvakanz beginnen bis zur Wahl eines neuen Papstes – wie vor jedem Konklave.“
    (Kardinal Burke in einem Interview mit "LifeSiteNews" vom 21. Dezember 2016)

    Noch Fragen?!

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    1. Wenn diese Interview-Aussage keine Fake News sein sollte (gibt es einen Beleg für den zitierten Satz?), dann kann man endgültig nur noch sagen, dass der Herr Kardinal die Hilfe eines Psychiaters in Anspruch nehmen muss.

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    2. In der Ehelehre gibt es in punkto Wiederheirat nach Ehebruch und insb. Wiederverheiratetensakramente keine "Häresien". Steht doch im Denzinger (40. Aufl., S. 574 f. - Konzil von Trient, Can. 7), der wird sogar von der Piusbruderschaft zitiert und anerkannt.
      http://fsspx.de/de/erkl%C3%A4rung-von-mgr-bernard-fellay

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    3. @Gernot
      "Summorum pontificum" ist eine seriöse altritualistische Webseite von Michael Charlier (http://www.summorum-pontificum.de/) und kein Fake (ob der Seitenbetreiber persönlich hinter dem gleichnamigen Poster steckt, weiß man natürlich nicht, aber man darf es wohl ohne böse Absichten und mangels Dementi vorderhand erstmal annehmen).

      Auch das Burke-Zitat ist natürlich echt und war ja auch beim Knappen schon Thema.
      https://www.lifesitenews.com/all/date/2016/12/21#article-cardinal-burke-if-a-pope-would-formally-profess-heresy-he-would-cease-by-th

      https://kreuzknappe.blogspot.de/2016/12/kardinal-burke-will-nach-weihnachten.html


      Man beachte allerdings, dass selbst Kdl. Burkes Schüler und Mitarbeiter, der brilliante Kanonist Ed Peters, Menschen wie @Summorum pontificum mit Argumenten, die sie verstehen können, zur Vorsicht mahnt.
      https://canonlawblog.wordpress.com/2016/12/16/a-canonical-primer-on-popes-and-heresy/

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    4. @ Gernot:

      Wer so ignorant herumpöbelt wie Sie, sollte eher selbst einen Psychiater konsultieren. Am besten nehmen Sie dann Bergoglio gleich mit, erklärte dieser doch, seine "Neurosen" seien der Grund dafür, daß er in der Casa Santa Marta logiere (übrigens ein Fünf-Sterne-Hotel, passend zum spezifischen Armutsideal Bergoglios).

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  4. Es liegt am Papst selbst -
    er müsste nur auf seine Kritiker zugehen und mit
    ihnen reden, statt sie zu beleidigen mit Unterstellungen,
    Kritik sei böswillig.
    Wenn Kritik nicht mehr erlaubt ist, sind wir in einer
    Kirchendiktatur angekommen.

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  5. dann sollte man aber wirklich konsequent sein und alle Kardinäle zurück in den Priesterstand versetzen, haben sie bei der Papstwahl nicht auf den Hl Geist, sondern auf Satan gehört.

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  6. Nicht zu heiß gebadet, sondern auf die Tricks der heißstrickenden Informanten hereingefallen. Der Artikel von Walter Mayr beruht ja offensichtlich auf Gesprächen mit in Rom herumköchelnden Erzgaunern wie Edward Pentin und Kdl. Walter Brandmüller, die beide schon zahlreiche Falschmeldungen, Halbwahrheiten und auch krasse Lügen in die Welt gesetzt haben.
    Über Pentin brauchen wir nicht zu reden; Brandmüller kann man ebfs. sehr viele und teils sicherlich auch ganz bewusste Verzeichnungen und Falschbehauptungen nachweisen, vom angeblich „historisch bewiesenen“ Zölibat der Aposteln bis hin zu dem in Mayrs Artikel zitierten Statement ("Wer fortgesetzten Ehebruch und den Empfang der Heiligen Kommunion für vereinbar hält, ist Häretiker und treibt das Schisma voran."), das gleich drei fette Unwahrheiten enthält ("Ehebruch", "Häretiker", "Schisma vorantreiben").
    Mit der von ihm beschworenen "Glaubenslehre" ist das jdfs. nicht in Einklang zu bringen, wenn man es mit der Wahrheit ernst nimmt. Auch wenn ich ihm im Ggs. zu Pentin wohl einen Rest guten Willens unterstellen würde. Altersstarrsinn ist das aber nicht, er war immer schon so.

    Diese Leute haben ein ureigenes Interesse an dieser von ihnen schon seit langem (lange vor Franzens Amtsantritt) propagierten und mit leuchtenden Farben ausgemalten "Kirchenspaltung" und scheuen jdfs. was Pentin und seine Helfershelfer angeht auch nicht davor zurück, irgendwelche aufgeschnappten Äußerungen des Papstes oder anderer "Gegner" in ihrem Sinn zu verdrehen oder umzubiegen.

    Alles, was auf "Spaltung" deutet (und vorwiegend aus der unduldsamen konservativen Ecke selbst lanciert wird), wird deswegen dramatisiert und hochgespielt, ebenso wie alles, was auf (verständliche) Ermüdungserscheinungen beim Papst deutet. Dieses Spiel spielen Walter Mayr und der Kreuzknappe einfach mit, das ist alles.

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    1. Die Spaltung gibt es nur in den Köpfen dieser Bande und ihrer blogözesanen Sympathisanten... Aber die Piusbruderschaft bietet Linderung für diese Kopfschmerzen ;-)

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    2. Meiner Ansicht nach wäre die beste disziplinarische Lösung für diesen Streit, Kdl. Burke nicht zu degradieren oder sonstwie zu bestrafen, sondern ihn von den Maltesern abzuziehen (wo er zus. mit LifeSiteNews wegen seines Verhütung-ist-objektiv-Sünde-Wahns auch schon wieder Unheil anrichtet) und ihn zum Kardinalprotektor oder Personalprälaten der Piusbrüder zu ernennen. Dann könnte er sich mit denen herumschlagen und zugleich seinen liturgischen Vorlieben nachgehen und über Häresien und Schismen nachsinnen; und der Papst hätte gleich zwei oder drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Legalisierung der FSSPX, Kdl. Burke sinnvoll beschäftigt und die Maltesertruppe neu aufgestellt. Fände ich clever.

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    3. Wird ja schon, wenigstens Punkt drei läuft bereits.

      http://lacrossetribune.com/news/local/pope-probes-cardinal-burke-s-removal-of-official-at-center/article_75c1b28c-c085-53e4-b2bf-054da11cbc8b.html

      Der Meldung zufolge soll Kdl. Burke in der entscheidenden Sitzung eine gefälschte päpstliche Order verkündet, also gewissermaßen selbst schonmal "Papst" gespielt haben.
      Das ist noch grotesker und frecher, als ich es ihm zugetraut hätte (muss nat. auch nicht stimmen; dass er aber in der Malteseraffäre irgendwie Einfluss genommen hat, ist m.E. auch ohne dieses bes. hässliche Detail ohnehin schon klar).

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  7. Hat Kardinal Burke nun den von Leser "Summorum Pontificorum" oben zitierten Satz getätigt oder stimmt das nicht?
    Ich habe bisher mit den vier "Dubia"-Kardinälen sympathisiert, aber wenn Burke das wirklich gesagt hat, dann ist er zu weit gegangen. Dann setze ich nicht mehr auf ihn.

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    1. Jorge Sensenbrenner23. Dezember 2016 um 17:48

      https://www.lifesitenews.com/all/date/2016/12/21#article-cardinal-burke-if-a-pope-would-formally-profess-heresy-he-would-cease-by-th

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    2. Bzw. hier besser noch das Originalinterview ohne die tw. tendenziösen Zusammenfassungen von LifeSiteNews:

      http://www.catholicworldreport.com/Item/5292/cardinal_burke_no_i_am_not_saying_that_pope_francis_is_in_heresy.aspx

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  8. Immerhin hat Papst Franziskus schon in einigen
    Momenten eine Vorahnung davon,
    wie die Kirchengeschichte ihn später einordnen wird.
    So wird es wohl kommen,
    es sei denn, er tritt vorzeitig zurück. Das wäre ein
    kluger Schritt.

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    1. Mein Gott, die Leute werden ja immer verrückter in ihren Tiraden. Die "Kirchengeschichte" wird ihn vermutlich heilig sprechen, wie seine Vorgänger auch. Man sollte sich nun wirklich nicht von dieser amerikanischen Hysterie anstecken lassen. Diese Art von Papstfeindschaft ist nun wirklich "krank", geistlich gesehen. Man sieht ja, zu welchem abstrusen Realitätsverlust das führt. Es gibt nunmal auch noch was anderes als "Tradis" in der Kirche, sollte man langsam mal einsehen und runterschrauben.

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  9. Ich finde, Franziskus hat schon viel bewegt. Die größte (und m.E. nachhaltigste) Bewegung besteht darin:

    Es gibt Leute, die bis zum 12. März 2013 jeden als Schismatiker und Häretiker beschimpft haben, der nicht bedingungslos und ohne Nachdenken alles nachgeplappert hat, was aus Rom und der Kurie kam. Sie nannten sich "papsttreu", "romtreu", "glaubenstreu" und verwendeten diese Begriffe selbstverständlich synonym. Diese Leute kritisieren neuerdings den Papst in einer Sprache, die sich Kritiker der vorigen Päpste (die von den Papsttreuen als Häretiker beschimpft wurden) nie angemaßt hätten.

    Was daran "nachhaltig" ist? Egal, welcher Papst auf Franziskus folgt, es wird immer klar sein und in Erinnerung bleiben, dass diese "Papsttreuen" genau dann papsttreu sind, wenn der Papst ihnen nach dem Munde redet.

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